Die Personalie Mats Hummels überstrahlt vieles. Verlässt der ehemalige Nationalspieler nun den FC Bayern? Münchens Sportdirektor Hasan Salihamidzic hat noch einiges vor. Derweil scheint ein Superstar nicht nach München zu wechseln.

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Unter der Sonne Sardiniens gab sich Hasan Salihamidzic ganz entspannt. "Wir müssen gelassen sein. Auf dem Transfermarkt muss man geduldig sein, warten und sehen, was möglich ist", sagte der Sportdirektor des FC Bayern München bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung an der Costa Smeralda.

In dem am Wochenende von mehreren Internetportalen veröffentlichten Video versicherte Salihamidzic: "Wir wollen einiges tun." Diese Aussage könnte sowohl für weitere Zu- als auch Abgänge gelten.

Hernández, Pavard, Arp: Weitere Bayern-Transfers sollen folgen

Der deutsche Fussball-Rekordmeister hat bisher Lucas Hernández (23) von Atlético Madrid für 80 Millionen Euro Ablöse, den Stuttgarter Benjamin Pavard (23) für 35 Millionen und HSV-Youngster Jann-Fiete Arp (19) für drei Millionen verpflichtet. Der zuvor ausgeliehene James Rodríguez kehrt zu Real Madrid zurück, die Bayern verzichten auf die Kaufoption in Höhe von 42 Millionen Euro - auf Wunsch des Spielers.

Der Brasilianer Rafinha wechselt in seine Heimat zu Flamengo Rio de Janeiro. Arjen Robben und Franck Ribéry haben noch keine neuen Vereine. Doch offenbar verlassen weitere Spieler den deutschen Meister.

Hummels: BVB-Gebot ist den Bayern-Bossen zu niedrig

Innenverteidiger Mats Hummels steht Medienberichten zufolge vor einer Rückkehr zu Borussia Dortmund. "Bild" und "Sport Bild" zufolge soll der Münchner Trainer Niko Kovac einen möglichen Verkauf des 30-Jährigen akzeptiert haben. Eine offizielle Stellungnahme des FC Bayern lag zunächst nicht vor.

Die Münchner hatten den früheren Nationalspieler 2016 für rund 35 Millionen Euro Ablöse vom BVB verpflichtet. Sein Vertrag läuft noch bis zum Sommer 2021. Dem "Kicker" und der "Süddeutschen Zeitung" zufolge gibt es noch Gesprächsbedarf hinsichtlich der Ablösesumme.

Wenn Hummels geht, bleibt Boateng?

Ein Betrag zwischen 15 bis 20 Millionen Euro würde den Bayern-Bossen wohl nicht genügen, eingehende Verhandlungen seien nötig. Sollte Hummels die Münchner verlassen, blieben in Niklas Süle (23), Hernández und Pavard drei Innenverteidiger.

Hummels' Weltmeister-Partner von 2014, Jérôme Boateng, wurde von Präsident Uli Hoeness ein Wechsel empfohlen. "Ich werde hier bestimmt nicht wegrennen. Situationen verändern sich schnell", hatte Boateng nach Saisonende dem "Kicker" gesagt. Mit einer Rolle als Ersatzmann kann sich der 30-Jährige aber nicht anfreunden.

FC Bayern hat nächsten Atlético-Profi im Visier

Javi Martínez (30) kann neben seiner Position im defensiven Mittelfeld auch in der Innenverteidigung aushelfen. Als Bayern-Kandidat gilt angeblich Rodrigo (22) vom spanischen Vizemeister Atlético Madrid.

Ein Austausch zwischen beiden Vereinen soll dem "Kicker" zufolge stattgefunden haben. Die Ablöse wird auf rund 70 Millionen Euro geschätzt.

Hoeness hatte sich bei der Double-Party Ende Mai nicht auf eine finanzielle Schmerzgrenze für weitere Transfers festgelegt. Erst einmal solle Salihamidzic passende Spieler finden, "und dann reden wir über das Geld", sagte der Präsident des FC Bayern. Da hatte Hoeness schon längst eine Transferoffensive angekündigt, die die bisherigen Grenzen beim FC Bayern sprengen soll.

"Wir sind gerade dabei, unsere Mannschaft zu verjüngen. Das ist das grösste Investitionsprogramm, das der FC Bayern je hatte", sagte er Ende März.

Stillstand bei Sané - Bale-Gerücht ist laut Berater "Müll"

Beim Transferprojekt Leroy Sané (23) hatte sich Hoeness jedoch skeptisch gezeigt. "Es geht um Beträge, die sind Wahnsinn", sagte er. Die Münchner umwerben den Offensivspieler, der bei Manchester City aber bis Ende Juni 2021 gebunden ist.

Neben Sané soll angeblich ein weiterer prominenter Name auf der Einkaufsliste des FCB gestanden haben: der von Gareth Bale. Doch dessen Berater, Jonathan Barnett, sagte nun dem Sender "ESPN", dass es keine Anfrage des Rekordmeisters für den Flügelspieler von Real Madrid gegeben habe und die Spekulationen "Müll" seien.

Gerüchte gibt es auch um Bayern-Profi Thomas Müller. Von einem Angebot mit verführerischem Gehalt aus China für den Ur-Bayer schrieb der "Kicker" am Montag. Doch ein Abschied Müllers, seit 2000 an der Säbener Strasse aktiv, ist unvorstellbar. Erst recht nach China. (msc/dpa)

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