• Mit dem FC Bayern und Borussia Dortmund sind noch zwei Bundesliga-Klubs in der Champions League vertreten.
  • Wo stehen beide im internationalen Vergleich und welches Team ist der Favorit auf den "Königsklassen"-Sieg?
  • Wir geben den Überblick.

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Ab dem 6. April stehen die Viertelfinalspiele in der Champions League auf dem Programm. Acht Teams hoffen auf den Titel, benötigen aber Bestleistungen, um weiter im Rennen bleiben zu können.

Der ein oder andere grosse Name, beispielsweise der FC Barcelona, musste sich bereits verabschieden. Im Powerranking der verbleibenden Mannschaften schneiden die beiden deutschen Teams sehr unterschiedlich ab.

Platz 8: FC Porto - der portugiesische Aussenseiter

Der FC Porto trifft im Viertelfinale auf den FC Chelsea und geht als Aussenseiter in die Runde der letzten acht Teams. Das war schon in der Runde zuvor der Fall, trotzdem setzten sich die Portugiesen gegen Juventus Turin um Superstar Cristiano Ronaldo durch. Individuell ist der FC Porto sicher die schwächste Mannschaft, doch mit einer guten Organisation, viel Disziplin und einer exzellenten Tagesform ist gegen jedes Team etwas möglich.

Ein gutes Abschneiden gegen Chelsea wäre für Porto enorm wichtig, denn in der heimischen Liga steht man nur auf dem zweiten Platz und hat grossen Rückstand auf Sporting. Die Stärken der Mannschaft liegen vor allem in der guten technischen Ausbildung, zudem ist die Offensive mit einer guten Mischung aus wuchtigen und dribbelstarken Spielern ausgestattet. Dennoch muss alles stimmen, damit es bis in das Halbfinale gehen kann.

Platz 7: Borussia Dortmund - viel Talent, viele Fragezeichen

Borussia Dortmund hat im Viertelfinale den schwersten Brocken zugelost bekommen: Manchester City. Gut für den BVB: Die "Skyblues" stehen unter Druck, die Engländer wollen endlich die Champions League gewinnen.

Doch am BVB haftete in den vergangenen Jahren das Image, über zahlreiche sehr talentierte Spieler zu verfügen, gleichzeitig aber auch in den entscheidenden Spielen zu viele Fehler zu machen. Der Blick auf die bisherige Saison zeigt, dass sich daran nicht viel geändert hat.

Die Schwankungen in der laufenden Saison sorgen auch für die niedrige Platzierung in diesem Ranking, trotz individueller Klasse von Spielern wie Erling Haaland oder Marco Reus.

Platz 6: FC Chelsea - positive Ansätze unter Tuchel

Der FC Chelsea konnte sich im Achtelfinale gegen einen unangenehmen Gegner durchsetzen: Atletico Madrid. Unter dem neuen Trainer Thomas Tuchel zeigen die "Blues" sehr gute Ansätze. Vor allem das Ballbesitzspiel hat sich deutlich verbessert. Trotzdem sind einzelne Spieler wie Timo Werner noch nicht in Topform, nicht alle Elemente des Spiels funktionieren gut.

Wie instabil Chelsea nach einem Rückschlag noch sein kann, zeigte sich vor allem am Wochenende gegen West Bromwich Albion. Chelsea ging in Führung, kassierte einen Platzverweis und verlor mit 2:5. Auf den Titel hat sie Aussenseiterchancen. Erst einmal muss Porto besiegt werden.

Platz 5: FC Liverpool - in grossen Spielen immer gefährlich

2019 gewann der FC Liverpool die Champions League - im Jahr zuvor scheiterten die "Reds" im Finale noch am jetzigen Viertelfinal-Gegner: Real Madrid.

Jürgen Klopp kann sein Team immer wieder auf ein Höchstmass motivieren, das gelingt ihm auch in dieser Saison. Allerdings fehlt den "Reds" die Konstanz. Deswegen hat der englische Topklub mit der nationalen Meisterschaft nichts zu tun, zu viele Spiele wurden aus der Hand gegeben.

Der Modus der Champions League mit den K.O.-Duellen, in denen es auf die Tagesform ankommt, könnte der Klopp-Elf aber liegen. Gegen Leipzig im Achtelfinale liess Liverpool nichts anbrennen, die individuelle Klasse ist mit Spielern wie Thiago, Mohamed Salah oder Roberto Firmino ohnehin hoch. Das Problem ist die Defensive, dort fehlen einige hochkarätige Spieler bis zum Saisonende.

Platz 4: Real Madrid - Zidane will den vierten Streich

Dass Zinedine Zidane mit Real Madrid nicht glänzen muss, um die Champions League zu gewinnen, zeigte er in der Vergangenheit bereits. Drei Titel in der Königsklasse hat der Franzose mit den Madrilenen einfahren können, die Sterne vom Himmel spielte Real dabei aber nur selten. Das gilt auch für die aktuelle Saison, allerdings ist die Form der Spanier sehr gut.

Mit Atalanta Bergamo im Achtelfinale hatte die Zidane-Elf keine allzu grossen Probleme und in La Liga befindet sich Real wieder im Titelkampf. Das Problem im Vergleich zur Phase, als die "Königlichen" in Europa das Mass aller Dinge waren: Cristiano Ronaldo ist nicht mehr da. Trotzdem verfügt diese Mannschaft über einige Führungsspieler und viel individuelle Qualität.

Platz 3: FC Bayern - der Titelverteidiger

Seit dem Beginn der Saison 2019/20 ist der FC Bayern in der Champions League ungeschlagen und hat fast jedes Spiel gewonnen - alleine diese Statistik ist beeindruckend. Doch in der laufenden Spielzeit musste auch der Rekordmeister aus der Bundesliga dem dichten Programm Tribut zollen. Die Defensive ist anfälliger, das Pressing funktioniert nicht immer perfekt, die Leistungen schwanken zuweilen.

Hinzu kommt der Ausfall von Robert Lewandowski. Ohne den besten Mittelstürmer der Welt, der voraussichtlich die beiden Viertelfinal-Duelle gegen Paris Saint-Germain verpasst, muss der Rekordmeister sein Spiel umstellen. Die Qualität ist hoch, die besondere Aura der Unbesiegbarkeit aus der vergangenen Saison strahlt der FC Bayern aber nicht aus.

Platz 2: Paris Saint-Germain - Mbappe, Neymar, Pochettino

In der Vorsaison erreichte PSG das Finale und unterlag dem FC Bayern nur knapp. 2020/21 musste sich der Branchenprimus aus Frankreich mit einigen Problemen herumschlagen. Thomas Tuchel wurde entlassen, Mauricio Pochettino ist sein Nachfolger und in der Ligue 1 steckt man mitten in einem packenden Titelkampf.

Diese Vorzeichen sprechen eigentlich nicht für eine Favoritenrolle für PSG. Doch die individuelle Klasse mit Ausnahmekönnern wie Kylian Mbappe und Neymar, die taktische Flexibilität des Trainers und die Fähigkeit, in einzelnen Spielen Topleistungen zu zeigen, wie beim 4:1-Sieg in Barcelona in der Runde zuvor, machen PSG zu einem ganz heissen Kandidaten auf den Titel.

Edin Terzic vor Manchester City: "Reizvolle Aufgabe"

Der Trainer von Borussia Dortmund betonte, dass es im Champions-League-Viertelfinale am Dienstag gegen die stärkste Mannschaft der Welt gehe.

Platz 1: Manchester City - das formstärkste Team Europas

Pep Guardiola hat mit Manchester City ein grosses Ziel: Der Titel in der Champions League soll her. In den vergangenen Jahren waren die "Skyblues" oftmals positiv gestimmt, doch den Titel konnten sie nicht gewinnen. Nicht selten waren es vermeidbare individuelle Fehler oder eine schwache Tagesform, die für das Ausscheiden verantwortlich waren.

In dieser Saison spielt die Guardiola-Elf aber so stark wie selten zuvor. Seit Mitte November hat die Mannschaft nur ein Spiel verloren und dominiert die Premier League, der Titel ist nur noch Formsache. Sollte sich dieses Team nicht wieder selbst im Weg stehen, führt der Weg zum "Henkelpott" nur über Manchester City.

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