• 18:17 Uhr:Vereinigtes Königreich meldet null Corona-Tote an einem Tag
  • 17:32 Uhr: Für Fussballer sollen während der EM die Einreisebestimmungen angepasst werden.
  • 14:31 Uhr: Etwa 50 Prozent der Erwachsenen in Deutschland haben mindestens eine Impfung erhalten.
  • 11:20 Uhr: RKI stuft Corona-Risikobewertung herab
  • 11:08 Uhr: Virologe über Olympia: "Ich würde wirklich zur Verschiebung raten"
  • 06:31 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz steigt erstmals seit drei Wochen wieder leicht

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➤ Vereinigtes Königreich meldet null Corona-Tote für Montag

18:17 Uhr: Erstmals seit mehr als 14 Monaten ist im Vereinigten Königreich niemand an oder mit COVID-19 gestorben. Es habe am Montag keinen Menschen gegeben, der innerhalb von 28 Tagen nach einem positiven Corona-Test gestorben sei, teilten die Behörden am Dienstag mit. Zuletzt war dies im März 2020 der Fall. Beobachter wiesen aber darauf hin, dass Berichte über Todesfälle an Wochenenden und zu Wochenbeginn oft niedriger seien, da dann weniger Mitarbeiter für Statistiken bereit stehen. Der Montag war als sogenannter Bank Holiday arbeitsfrei, an dem Tag meldeten die Behörden einen Toten.

Insgesamt habe es 3165 gemeldete Neuinfektionen gegeben, etwas weniger als die 3383 am Vortag, teilte die Regierung weiter mit. Zuletzt war die Zahl wieder gestiegen und liegt nun seit mehreren Tagen über 3000. Dafür machen die Behörden die Ausbreitung der Variante Delta verantwortlich, die zuerst in Indien aufgetreten war. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg zuletzt wieder auf mehr als 30, nachdem sie vor allem wegen des Erfolgs der Impfkampagne auf unter 20 gesunken war. Wegen der Delta-Variante erwägt die Regierung, die für den 21. Juni geplante Aufhebung aller Corona-Restriktionen nach hinten zu verschieben.

Mutante B.1.1.28 erstmals in Hamburg nachgewiesen

Erstmals ist in Hamburg die Variante des Coronavirus entdeckt worden, die erstmals in Brasilien nachgewiesen wurde. Es gebe zudem einen weiteren Fall mit Verdacht auf die Mutante B.1.1.28, teilte die Gesundheitsbehörde am Dienstag in ihrem wöchentlichen Corona-Briefing mit.

Die weiteren Corona-News des Tages:

Keine Quarantäne für Fussballer - Bundesregierung plant Ausnahmen für EM

17:32 Uhr: Die Bundesregierung plant mit Blick auf die Europameisterschaft nun doch eine Regelung, die eine Einreise von Profi-Fussballern nach Aufenthalten im Virusvariantengebiet Grossbritannien ohne Quarantäne ermöglicht. "Derzeit wird innerhalb der Bundesregierung an einer Anpassung der Einreisebestimmungen gearbeitet", sagte der Sprecher des Bundesinnenministeriums, Steve Alter, am Dienstag auf Anfrage.

Innenminister Horst Seehofer (CSU) sagte: "Die Fussball-Europameisterschaft ist ein sportliches Grossereignis, auf das die ganze Welt schaut und für dessen Gelingen Deutschland seinen Teil leisten wird." Die Bundesregierung werde die Fussball-EM für die Teams so organisieren, "dass wir dem Infektionsschutz gerecht werden".

Konkret geht es für die deutsche Nationalelf vor allem um Ilkay Gündogan von Manchester City sowie um Antonio Rüdiger, Kai Havertz und Timo Werner, die beim FC Chelsea unter Vertrag sind. Die vier Profis, die am Samstag im Champions-League-Finale spielten, sollen am Donnerstag zur Nationalmannschaft stossen, die derzeit in Seefeld im Trainingslager ist. Ihnen droht allerdings bei der Einreise nach Deutschland nach der jetzigen Regelung eine 14-tägige Quarantäne, da sie sich zuletzt in Grossbritannien aufgehalten haben, das von deutscher Seite als Virusvariantengebiet eingestuft wird.

Betroffen wären aber auch Mannschaften, die nach einem EM-Spiel in Grossbritannien am 2. Juli am Viertelfinale am Austragungsort München teilnehmen. Einer der Teilnehmer des K.o.-Spiels in der Allianz Arena hätte zuvor sein Achtelfinale in London ausgetragen. Zudem ist auch Glasgow Spielort der EM.

Schottland verschiebt Corona-Lockerungen für viele Landesteile

16:52 Uhr: Wegen der Ausbreitung der Delta-Variante des Corona-Virus hat Schottland für weite Teile des Landes geplante Lockerungen vorerst aufgeschoben. "Es ist wichtig zu betonen, dass dies eine Pause ist, kein Schritt zurück", sagte Regierungschefin Nicola Sturgeon am Dienstag in Edinburgh. Für weitere Lockerungen müssten noch mehr Menschen einen vollständigen Impfschutz erhalten. Die wohl sehr ansteckende Delta-Variante (B.1.617.2), die zuerst in Indien entdeckt worden war, mache mittlerweile rund die Hälfte der Fälle in Schottland aus.

Während einige Städte wie Glasgow und vor allem dünn besiedelte Regionen oder Inseln sich zum Wochenende weiterhin auf Lockerungen freuen können, verbleiben andere Teile des Landes, darunter die Hauptstadt Edinburgh, in Stufe Zwei des Massnahmen-Systems: In dieser können sich sechs Menschen aus drei Haushalten in Innenräumen oder der Gastronomie treffen, draussen sind Treffen von acht Personen aus bis zu acht Haushalten erlaubt. Wie auch Wales und Nordirland entscheidet Schottland unabhängig von London über seine Corona-Massnahmen. Premierminister Boris Johnson kann nur über England verfügen.

Längere Schultage nach Corona? Ministerium und Lehrer skeptisch

16:27 Uhr: Eine Verlängerung der Schultage nach der Pandemie, wie in Grossbritannien geplant, sehen Lehrervertreter und Bundesbildungsministerium in Deutschland eher nicht. "Jetzt ist vor allem wichtig, dass wir zum Normalbetrieb zurückkehren. Das allein ist schon eine Kraftanstrengung, auch weil der Infektionsschutz weiter beachtet werden muss", sagte Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Sie verwies auf das Aufholprogramm mit Nachhilfeangeboten, das Bund und Länder gerade auf den Weg bringen. "Dieses Aufholprogramm wird für viele Schülerinnen und Schüler zusätzliche Lernzeit bedeuten. Ob darüber hinaus eine Verlängerung der Unterrichtszeit um eine halbe Stunde sinnvoll und in Deutschland vor dem Hintergrund des Lehrkräftemangels kurzfristig umsetzbar wäre, müsste genau abgewogen werden."

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, äusserte sich ebenfalls skeptisch. Die Situation sei mit der in Grossbritannien nicht ganz vergleichbar, sagte er der dpa. Dort gebe es die Ganztagsschule, an die einfach eine halbe Stunde herangehängt werde. In Deutschland gebe es überwiegend Halbtagsschulen. "Wir brauchen für zusätzliche Angebote auch zusätzliche Lehrkräfte, die wir aufgrund des massiven Lehrermangels derzeit nicht haben."

In Grossbritannien ist eine Verlängerung der Schultage um rund eine halbe Stunde Teil eines Massnahmenplans aus Regierungskreisen, aus dem die "Times" am Dienstag zitierte. Ziel soll es sein, die durch die Pandemie entstandenen Rückstände aufzuholen und Wissenslücken zu schliessen.

Brandenburg lockert bei Gastronomie und Veranstaltungen

16:02 Uhr: In Brandenburg sind von Donnerstag an wieder Restaurantbesuche in Innenräumen und in der Aussengastronomie teilweise ohne Testpflicht erlaubt. Zudem dürfen Theater, Konzerthäuser und Kinos wieder Veranstaltungen mit bis zu 500 Menschen im Freien anbieten, in Innenräumen sind maximal 200 Teilnehmer erlaubt, wie Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Dienstag nach dem Kabinettsbeschluss mitteilte.

Für die Aussengastronomie entfällt die Testpflicht dann, wenn es nur Plätze auf Terrassen gibt. Bei Gaststätten mit Innenräumen gilt wie dort auch draussen die Testpflicht. Im Einzelhandel entfällt die Pflicht zu einer Terminvereinbarung vor dem Shoppen. Ausserdem sollen Freibäder wieder öffnen.

Vom 11. Juni an sind wieder private Übernachtungen in Hotels und Pensionen möglich. Dabei gilt eine regelmässige Testpflicht. Auch Thermen, Solarien und Schwimmhallen können dann wieder Gäste einlassen.

Spahn: Rund jeder zweite Erwachsene in Deutschland einmal geimpft

14:31 Uhr: In Deutschland ist rund jeder zweite Erwachsene mindestens einmal gegen Corona geimpft. "Insgesamt haben wir etwa 50 Prozent aller Erwachsenen in Deutschland bisher mit einem ersten Impfangebot, also mit einer Erstimpfung erreichen können", sagte Spahn am Dienstag in Berlin.

Bei stärker von einem schweren Corona-Verlauf bedrohten Menschen sei die Impfkampagne dank der noch bis kommenden Montag gültigen Priorisierung, also der Impfung nach Vorranggruppen, besonders weit. "Rund 80 Prozent aller über 60-Jährigen sind bereits mindestens einmal geimpft", sagte Spahn.

Insgesamt haben 43 Prozent der Menschen in Deutschland mindestens eine Erstimpfung und 17,6 Prozent den vollen Impfschutz. Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, sagte, die Impfungen alleine reichten noch nicht, um Corona-Einschränkungen aufheben zu können. "Um auf Massnahmen verzichten zu können, müssen mehr als 80 Prozent vollständig geimpft sein."

Schwerins Oberbürgermeister fordert Ende der Massenschnelltests

14:26 Uhr: Schwerins Oberbürgermeister Rico Badenschier (SPD) hat ein Zurückfahren der Corona-Massenschnelltests gefordert. "Wir müssen uns jede Woche neu fragen, ob wir unsere Ressourcen zur Bekämpfung der Pandemie tatsächlich richtig einsetzen", sagte Badenschier, der selbst Arzt ist, am Dienstag.

"Das massenhafte Schnelltesten von Menschen ohne Symptome macht bei niedrigen Infektions- und steigenden Impfzahlen immer weniger Sinn." Deshalb sollten die Bürgerschnelltests mit dem zunehmenden Impffortschritt aus seiner Sicht als erstes abgeschafft werden.

Sie stellten einen viel grösseren Eingriff in die Persönlichkeitsrechte dar als etwa die Maskenpflicht, die ein effektives Mittel sei. "Die Tests sind ungenau, teuer und laden – wie es jetzt den Anschein hat – zu Betrügereien ein." Ausserdem vermittelten sie eine gefährliche Scheinsicherheit.

Spitzen von vier internationalen Organisationen fordern gerechtere Impfstoff-Verteilung

14:14 Uhr: Die Spitzen von vier internationalen Organisationen haben zu einer "neuen Anstrengung" für eine ausgeglichenere Impfstoffverteilung aufgerufen. "Mittlerweile ist vollkommen klar, dass es nicht zu einer breit abgestützten Erholung kommen wird, solange die Gesundheitskrise nicht beendet ist. In beiden Fällen spielt der Zugang zu Impfungen eine entscheidende Rolle", hiess es in dem gemeinsamen Aufruf vom Dienstag.

Verfasst wurde der Gastbeitrag von den Spitzen der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Welthandelsorganisation (WTO), des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank. Er erschien in mehreren grossen Zeitungen weltweit, darunter die "Washington Post" in den USA und der "Spiegel".

Der Mangel an Impfstoffen in vielen ärmeren Ländern der Welt schade allen, schreiben die Autoren. Er begünstige das Entstehen neuer Virusvarianten, die für neue Infektionsherde sorgten.

Bisher haben sich die wohlhabenden Länder durch Verträge mit den Herstellerfirmen den Grossteil der weltweit verfügbaren Impfstoffe gesichert. Zu einer fairen weltweiten Verteilung der Impfstoffe soll die internationale Covax-Initiative beitragen.

Hamburg lockert Corona-Auflagen - Alkoholverbot in Ausgehvierteln

14:03 Uhr: Auch Hamburg lockert weitere Corona-Auflagen. Angesichts sinkender Infektionszahlen darf in der Hansestadt vom Wochenende an die Innengastronomie wieder öffnen. Im beliebten Schanzenviertel und Teilen von St. Pauli wird aber zugleich ein Alkoholverbot eingeführt. Das kündigte Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) am Dienstag an.

Wer in Restaurants drinnen sitzen will, braucht einen negativen Test, ab 23.00 Uhr gilt eine Sperrstunde. Der Aussenbereich kann länger öffnen. Aussengastronomie war in Hamburg bereits zuvor möglich. Bereits am Dienstag hatte sich Hamburg wieder für Touristen geöffnet. Nach siebenmonatiger Zwangspause dürfen sie nun wieder in Hamburg übernachten.

Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze dürfen privat reisende Gäste wieder empfangen. Voraussetzung sind die Einhaltung strenger Hygiene-Auflagen und die Vorlage eines negativen Corona-Tests. Die Betriebe dürfen nur 60 Prozent ihrer Kapazität nutzen. Verboten ist weiterhin, privaten Wohnraum an Touristen zu vermieten.

RKI-Chef zurückhaltend bei sofortigem Ende der Homeoffice-Pflicht

13:58 Uhr: Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, hat sich zurückhaltend zu einer sofortigen Aufhebung der Homeoffice-Pflicht geäussert. Es seien "noch vier Wochen", bis die Geltungsdauer der Corona-Arbeitsschutzverordnung endet, sagte Wieler am Dienstag in Berlin.

In den kommenden vier Wochen "schauen wir uns das Geschehen an", sagte Wieler mit Verweis auf die Infektionslage. Wenn sich die Inzidenzen dann so entwickelten wie erhofft, sei die Aufhebung der Pflicht "eigentlich ein folgerichtiger Schritt".

Firma erhält keine Entschädigung bei Quarantäne von Mitarbeitern mit Lohnfortzahlungsanspruch

13:48 Uhr: Eine Firma bekommt keine Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz, wenn Mitarbeiter in Quarantäne Anspruch auf Lohnfortzahlung haben. Das entschied das Verwaltungsgericht Koblenz und wies zwei Klagen einer Arbeitgeberin zurück, wie es am Dienstag mitteilte.

Zwar habe ein Arbeitgeber, der bei einer Quarantäne der Mitarbeiter Lohnfortzahlungen und Sozialversicherungsbeiträge leiste, nach dem Infektionsschutzgesetz einen Anspruch auf Erstattung dieser Leistungen, erklärte es. Dies gelte jedoch nicht, wenn die Mitarbeiter einen Anspruch auf Lohnfortzahlung gegenüber dem Unternehmen hätten.

Dieser Anspruch bestehe, wenn sie für eine "verhältnismässig nicht erhebliche Zeit" durch einen in ihrer Person liegenden Grund ohne ihr Verschulden an der Arbeit gehindert würden.

Sechs oder 14 Tage seien noch nicht als erhebliche Zeit anzusehen, wenn die Mitarbeiter bereits länger als ein Jahr bei der Firma tätig seien. Das Risiko, bei einem solchen Beschäftigungsverhältnis den Lohn für zwei Wochen Quarantäne weiterzahlen zu müssen, sei kalkulierbar.

Japan beginnt mit Impfungen seiner Olympia-Delegation

13:31 Uhr: Olympia-Gastgeber Japan hat am Dienstag mit den Impfungen seiner rund 600 Sportler und Sportlerinnen sowie der circa 1.000 Trainer und Betreuer für die Sommerspiele in Tokio (23. Juli bis 8. August) begonnen.

Die Corona-Impfungen werden im Ajinomoto National Training Centre in Tokio durchgeführt. Der Impfstoff wird von Pfizer/BioNTech zur Verfügung gestellt, das ist Teil einer Vereinbarung zwischen dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) und dem US-Pharmariesen.

Pfizer hatte angekündet, allen Olympia-Teilnehmer und Teilnehmerinnen Impfdosen als Spende zur Verfügung zu stellen. Diese haben bereits mehrere Delegationen in Anspruch genommen, unter anderem Grossbritannien, Südafrika und Brasilien.

"Die Beschaffung der Impfstoffe und die medizinischen Vorkehrungen für dieses Impfprogramm für die Athleten und das Personal sind getrennt vom Impfprogramm für die Öffentlichkeit. Es ist unsere Priorität, dass wir die Impfung für die Öffentlichkeit nicht beeinträchtigen", sagte Generalsekretär Tsuyoshi Fukui vom Japanischen Olympischen Komitee (JOC).

Rheinland-Pfalz und Saarland heben Testpflicht im Freien weitgehend auf

13:23 Uhr: Rheinland-Pfalz und das Saarland haben eine weitgehende Aufhebung der Corona-Testpflicht für Aktivitäten im Freien angekündigt. Bei Aussenaktivitäten entfalle die Testpflicht in Rheinland-Pfalz grundsätzlich bereits ab Mittwoch, teilte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Dienstag in Mainz mit.

Das gelte auch für den Restaurantbesuch. Ab Mittwoch dürfen bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner auch die Innenbereiche der Gastronomie öffnen. Speisen und Getränke dürfen dann auch wieder an der Theke abgeholt werden.

Darüber hinaus dürfen Freizeiteinrichtungen wie Minigolfanlagen oder Freibäder wieder öffnen. Für Freibäder und Badeseen gilt allerdings eine Kapazitätsbeschränkung auf 50 Prozent. Bei einer Inzidenz unter 50 sind in Rheinland-Pfalz bis zu 250 Zuschauer bei Sport- und Kulturveranstaltungen im Freien zulässig.

Im Saarland entfällt die Testpflicht in der Aussengastronomie sowie bei privaten Treffen im Aussenbereich ab dem 11. Juni, wie Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) ankündigte. Die Landesregierung will in der kommenden Woche ein Konzept vorstellen, mit dem weitere Stufen für Sport-, Kultur- und private Veranstaltungen geregelt werden sollen.

Ab dem kommenden Freitag soll bereits die Testpflicht für den Einzelhandel wegfallen. Beim Kontaktsport im Freien sind Minderjährige ab Freitag von der Testpflicht befreit.

Spahn will Vorgaben für Testzentren binnen weniger Tage ändern

13:16 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will nach Berichten über mögliche Betrügereien die Regelungen für Corona-Testzentren zügig ändern. "Aus meiner Sicht muss das jetzt eine Frage von Tagen sein", sagte er am Dienstag in Berlin.

Es liefen bereits Gespräche mit den Ländern, den kommunalen Spitzenverbänden, den Kassenärztlichen Vereinigungen und dem Bundesfinanzministerium, um "sehr zügig" zu erarbeiten, wie die Testverordnung konkret geändert werden solle.

Es stehe bereits fest, dass die Vergütung für die Testzentren gekürzt werde, sagte Spahn. Bisher können bis zu 18 Euro pro vorgenommenem Test abgerechnet werden - sechs Euro für das Material und zwölf Euro für die Testabnahme.

Der Anteil für das Material werde künftig "wahrscheinlich zwischen drei und vier Euro" liegen, sagte Spahn. Auch der zweite Kostenanteil werde gesenkt.

Ausserdem solle vorgeschrieben werden, dass alle Testzentren, die mit den Kassenärztlichen Vereinigungen abrechnen wollen, sich an die Corona-Warn-App anschliessen und die Testergebnisse digital übermitteln müssen - "wodurch wir natürlich auch nochmal einen anderen Überblick über die Zahl der tatsächlich durchgeführten Tests an der Stelle hätten".

Diese beiden Änderungen habe er bereits in der vergangenen Woche beschlossen, sagte Spahn. Zu besprechen sei nun noch das künftige Vorgehen bei der Beauftragung der Testzentren und bei der und Abrechnung.

EU startet vor Reisesaison Plattform für digitales Impfzertifikat

13:09 Uhr: Die EU-Kommission hat ihre elektronische Plattform für die Überprüfung von Impfzertifikaten gestartet, die im Sommer das Reisen erleichtern sollen. Wie ein Sprecher am Dienstag sagte, sind die technischen Vorbereitungen für die EU-weite Ausgabe der digital lesbaren Bescheinigungen damit abgeschlossen. Sieben Länder hätten bereits mit der Ausstellung begonnen, darunter Deutschland.

"Dies ist ein grosser Erfolg weit vor der vorgesehenen Zeit, der uns zuversichtlich stimmt, dass das System bis zum 1. Juli vollständig in Betrieb sein wird", sagte der Kommissionssprecher.

Ihm zufolge geben seit Dienstag auch schon Bulgarien, Tschechien, Dänemark, Griechenland, Kroatien und Polen Zertifikate aus. Andere Länder wollen dies laut Kommission erst tun, "wenn alle Funktionen landesweit zur Verfügung stehen".

Die EU-Mitgliedstaaten und das Europaparlament hatten sich vor knapp zwei Wochen abschliessend auf das Zertifikat mit QR-Code verständigt. Es soll neben Angaben zu Impfungen auch Informationen über Tests oder überstandene Corona-Infektionen enthalten und so das Reisen ins EU-Ausland erleichtern.

Bei Inhabern des Zertifikats sollen die Mitgliedstaaten von Quarantäne- und Testpflichten absehen, sofern dies die epidemiologische Lage erlaubt. Die EU-Länder könnten dabei auch Impfstoffe anerkennen, die noch nicht in der EU zugelassen sind.

UEFA: München bleibt Gastgeber von insgesamt vier Partien der Fussball-EM

Die deutsche Fussball-Nationalmannschaft darf ihre EM-Gruppenspiele in München austragen. Die UEFA bestätigte die bayerische Landeshauptstadt als Mitgastgeber der EM. Die Partien sollen vor Zuschauern stattfinden. Andere Spielorte müssen weichen.
An den Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Civey kann jeder teilnehmen. In das Ergebnis fliessen jedoch nur die Antworten registrierter und verifizierter Nutzer ein. Diese müssen persönliche Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angeben. Civey nutzt diese Angaben, um eine Stimme gemäss dem Vorkommen der sozioökonomischen Faktoren in der Gesamtbevölkerung zu gewichten. Umfragen des Unternehmens sind deshalb repräsentativ. Mehr Informationen zur Methode finden Sie hier, mehr zum Datenschutz hier.

Restaurants in Berlin dürfen auch drinnen wieder öffnen

13:05 Uhr: Wegen stark gesunkener Corona-Zahlen lockert das Land Berlin eine Reihe von Corona-Regeln früher als geplant. So dürfen Restaurants in der Hauptstadt voraussichtlich von Freitag an wieder ihre Innenräume für Gäste öffnen.

Das kündigte Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) am Dienstag nach einer Senatssitzung an. Dabei gelte eine Testpflicht. In der Aussengastronomie und im Einzelhandel soll die Testpflicht hingegen entfallen.

Der Senat beschloss zudem, Veranstaltungen im Freien mit bis zu 500 Teilnehmern wieder zuzulassen. In Innenräumen sollen es maximal 100 Menschen sein, bei technischer Belüftung der Räume auch 500.

Schon von diesem Freitag an soll es mehr Präsenzveranstaltungen an den Hochschulen in Berlin geben. Touristische Übernachtungen in Hotels sind wie in Brandenburg vom 11. Juni an wieder möglich. Dabei soll es keine Belegungsgrenzen geben, Hygienekonzepte aber weiter gelten.

Wacken-Festival fällt wegen Corona auch in diesem Sommer aus

12:59 Uhr: Das Heavy-Metal-Festival im schleswig-holsteinischen Wacken wird auch in diesem Sommer nicht stattfinden. Wegen der anhaltenden Corona-Pandemie sagten die Veranstalter das ursprünglich für Ende Juli geplante Festival am Dienstag ab.

Die 31. Ausgabe des Open-Air-Festivals soll vom 4. bis 6. August 2022 stattfinden. "Uns blutet das Herz", sagte Festival-Chef und Mitbegründer Thomas Jensen.

Mitbegründer Holger Hübner verwies auf andauernde Reiseeinschränkungen. "Wir sind ein internationales Festival, aus über 80 Nationen reisen die Leute nach Wacken an."

Nötig seien dafür offene Grenzen ohne Quarantäne und Sicherheit für alle Beteiligten - "insbesondere auch für die Menschen, die in der Region Wacken leben". Die von der Landesregierung geplanten Öffnungsschritte bei Veranstaltungen kämen für das Festival in Wacken zu spät.

Der Umtausch der Karten für das Festival in Wacken soll voraussichtlich Mitte Juni starten. Besucher können ihre Tickets für 2022 umtauschen oder aber Geld zurückfordern.

Als Ersatz arbeiten die Veranstalter nach eigenen Angaben an Ideen für ein Live-Musik-Format im Herbst.

Russland nimmt Flugverkehr mit Grossbritannien wieder auf

11:57 Uhr: Russland nimmt den wegen der Corona-Pandemie ausgesetzten Flugverkehr mit Grossbritannien und mehreren weiteren Ländern wieder auf. Die russische Gesundheitsbehörde verwies am Dienstag auf die "Verbesserung der epidemiologischen Lage im Vereinigten Königreich".

Deshalb werde es ab dem 2. Juni wieder reguläre Flüge zwischen Moskau und London geben. Vom 10. Juni an sollen auch Österreich, Ungarn, Luxemburg und Kroatien sowie der Libanon, Mauritius und Marokko wieder angeflogen werden.

Der Flugverkehr mit Deutschland war bereits im April wieder aufgenommen worden. Reguläre Flüge in die Türkei, für viele Russen ein beliebtes Urlaubsziel, bleiben nach Angaben der russischen Behörden aber noch mindestens bis zum 21. Juni ausgesetzt.

Russland hatte wegen der Corona-Pandemie seine Grenzen für Reisende aus dem Ausland bis auf sehr wenige Ausnahmen geschlossen.

Wissenschaftler warnen Boris Johnson vor weiteren Corona-Lockerungen

11:47 Uhr: Mehrere Wissenschaftler haben die britische Regierung davor gewarnt, die Corona-Beschränkungen zu früh aufzuheben. Das geplante Ende aller Massnahmen in England am 21. Juni sei "ein bisschen früh", sagte der britische Mikrobiologe Ravi Gupta am Dienstag dem Sender "Sky News" mit Blick auf die Ausbreitung der zunächst in Indien entdeckten Delta-Variante des Coronavirus.

"Ich denke, wir brauchen mindestens ein paar Wochen - wahrscheinlich einen Monat, bis die Schulen schliessen, so dass das Risiko der Übertragung in Schulen sinkt", sagte Gupta.

"Ich fürchte, es wäre eine schlechte Entscheidung, daran festzuhalten", sagte auch Adam Finn aus der britischen Impfkommission dem Sender LBC. Der britische Medizinerverband warnte zudem bei "Sky News", das Gesundheitssystem könne bei stark steigenden Fallzahlen zu einer Zeit überlastet werden, in der es versuche, den Rückstau verschobener Behandlungen und Operationen abzuarbeiten.

RKI stuft Corona-Risikobewertung herab

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat Deutschland in seiner Corona-Risikobewertung herabgestuft. Das gaben Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und RKI-Chef Lothar Wieler am Dienstag in Berlin bekannt.

Die Gefahrenlage werde von "sehr hoch" auf "hoch" heruntergestuft, sagte Spahn. Am 11. Dezember sei sie hochgestuft worden. Angesichts der über Tage niedrigeren Inzidenzen, der sinkenden Infektionszahlen und der Entspannung auf den Intensivstationen in Deutschland sei dieser Schritt möglich.

"Die Lage wird besser, sie wird deutlich besser", sagte Spahn, "aber wir sind noch mitten in dieser Pandemie". Von 412 Landkreisen haben sich nun nur noch in vier mehr als 100 von 100.000 Menschen in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt.

Virologe über Olympia: "Ich würde wirklich zur Verschiebung raten"

11:08 Uhr: Der Virologe Martin Stürmer hält das Festhalten an den Olympischen Spielen in Japan für keine gute Idee. "Ich kann die Athleten sehr gut verstehen, ich kann den Zwiespalt verstehen, aber ich würde wirklich zur Verschiebung raten", sagte Stürmer am Dienstag im "Morgenmagazin" des ZDF.

Das weltweite Infektionsgeschehen sei "sehr unkontrollierbar" und auch die Hygienekonzepte seien nur schwer durchzusetzen. Die Sportarten finden mal im Freien, mal in der Halle, mal im engen Kontakt statt, wie Stürmer bemerkte.

"Das ist so divers. Da wird es extrem schwierig, da ein einheitliches Konzept zu machen. Ich kann mir das ehrlich gesagt gar nicht gut vorstellen, wie das funktionieren soll", sagte der Wissenschaftler aus Frankfurt am Main.

Kommunen halten breite Kontrolle von Corona-Testzentren für nicht leistbar

10:42 Uhr: Die kommunalen Spitzenverbände halten eine umfassende Kontrolle der Corona-Testzentren durch die Gemeinden für unmöglich. "Dafür sind wir weder ausgestattet noch personell in der Lage", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, der "Rheinischen Post" vom Dienstag. "Die aufgetretenen Probleme lösen sich nicht durch Zuständigkeitsverlagerungen, sondern nur durch ein besseres System."

Auch der Deutsche Städtetag verwies auf mangelndes Personal für breite Kontrollen. "Wir als Kommunen können flächendeckende Überprüfungen jedenfalls nicht leisten, zumal die Gesundheitsämter in die Abrechnungsfragen nicht eingebunden sind", sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy der "Saarbrücker Zeitung".

Er forderte eine zügige Änderung der Testverordnung des Bundesgesundheitsministeriums. "Dann wird man sehen, was das für den Umfang der Kontrollen bedeutet." Sinnvoll sei es, wenn Test-Anbieter künftig im Abrechnungsverfahren offenlegen müssten, wen sie getestet hätten.

Israel hebt fast alle Corona-Beschränkungen auf

10:31 Uhr: In Israel sind am Dienstag fast alle Corona-Beschränkungen aufgehoben worden. Der Zugang zu Restaurants und anderen Freizeiteinrichtungen ist nun wieder ohne Impfnachweis möglich. Es gibt auch keine Kapazitätsbeschränkungen mehr.

Gesundheitsminister Juli Edelstein kündigte an, in den kommenden zwei Wochen auch über die Aufhebung der Maskenpflicht in Innenräumen zu beraten - die letzte noch geltende Einschränkung in Israel, wo inzwischen grosse Teile der Bevölkerung geimpft sind.

Das Einreiseverbot für Reisende aus dem Ausland soll nach Angaben des Tourismusministeriums aber noch in Kraft bleiben. Ausnahmen gibt es nur für Verwandte ersten Grades, einige Dienstreisende und geimpfte Touristen, die an einem Pilotprogramm teilnehmen.

Grösster Flughafen Londons öffnet Terminal für Reisende aus Hochrisikoländern

10:11 Uhr: Am grössten Londoner Flughafen Heathrow sollen sich Einreisende aus Corona-Hochrisikoländern und andere Ankommende künftig möglichst nicht mehr begegnen. Ein Terminal wird für Flüge aus Ländern auf der sogenannten roten Liste der britischen Regierung reserviert.

Zu den Ländern auf der roten Liste gehört unter anderem Indien. Einreisen nach Grossbritannien dürfen aus diesen Ländern nur Briten oder in Grossbritannien Ansässige - zunächst müssen sie sich jedoch auf eigene Kosten für zehn Tage in Hotel-Quarantäne begeben.

In den vergangenen Wochen hatte es mehrfach Beschwerden darüber gegeben, dass Einreisende aus den Hochrisikoländern am Flughafen stundenlang in Warteschlangen vor Pass- und Testkontrollen neben Ankommenden aus anderen Ländern gestanden hätten.

Schweden leitet schrittweise Lockerung der Corona-Massnahmen ein

10:06 Uhr: Schweden ist in der Corona-Krise einen viel beachteten Sonderweg gegangen, hat aber dennoch einige Beschränkungen im Kampf gegen die Pandemie eingeführt - nun werden diese Massnahmen schrittweise gelockert.

Seit Dienstag sind unter anderem wieder mehr als acht Teilnehmer bei Zusammenkünften und Veranstaltungen erlaubt. In Innenräumen mit festen Sitzplätzen wie zum Beispiel im Kino dürfen jetzt 50 Menschen dabei sein, bei Veranstaltungen unter freiem Himmel wie Fussballspielen im Stadion bis zu 500.

Ausserdem dürfen Restaurants nun zwei Stunden länger als bislang offen bleiben, nämlich bis 22.30 Uhr. Dabei dürfen aber weiterhin maximal nur vier Personen am selben Tisch sitzen.

Das sind die ersten Schritte eines fünfstufigen Plans, mit dem die schwedische Regierung die Corona-Massnahmen über den Sommer hinweg zurückgefahren möchte.

Sinkende Coronazahlen: Bayerns Wirtschaftsminister Aiwanger für 15.000 EM-Fans in München

09:58 Uhr: Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich angesichts der sinkenden Coronazahlen für 15.000 Zuschauer in der Münchner Allianz Arena bei der anstehenden Fussball-EM ausgesprochen.

"Ich bin schon der Meinung, wenn jeder fünfte Platz besetzt ist und die vorher getestet sind, bitteschön", sagte der Freie-Wähler-Vorsitzende im BR-Fernsehen. "Dann rein mit den Leuten, hilft ja nix!"

Mit Blick auf die EM vom 11. Juni bis 11. Juli kritisierte der stellvertretende bayerische Ministerpräsident, dass weiterhin unklar sei, ob Fans zu den Spielen in die Spielstätte des deutschen Rekordmeisters dürfen. Andere Länder hätten bereits höhere Zuschauerkapazitäten beschlossen, Deutschland müsse entsprechend nachlegen.

Aiwanger forderte schnelle Lockerungen und entsprechend mehr Publikum bei grösserer Fläche. "Ich gehe davon aus, dass wir diese Zahl erhöhen, unbedingt", sagte er. "Wir müssen nur die Dinge zusperren, wo ein nachweisbares Infektionsrisiko besteht."

Trotz der Entscheidung der UEFA für die Stadt München als EM-Spielort gibt es seitens der bayerischen Staatsregierung bisher keine Garantie für Zuschauer im Stadion.

Längere Schultage für britische Schüler nach der Pandemie geplant

09:44 Uhr: Schülerinnen und Schüler in Grossbritannien könnten nach der Pandemie mehr Zeit in der Schule verbringen. Eine Verlängerung der Schultage um rund eine halbe Stunde ist Teil eines Massnahmenplans aus Regierungskreisen, aus dem die "Times" am Dienstag zitierte. Ziel soll es sein, die durch die Pandemie entstandenen Rückstände aufzuholen und Wissenslücken zu schliessen.

Der Regierungsbeauftragte Kevan Collins schlägt in seiner der "Times" vorliegenden Präsentation vor, Schülerinnen und Schüler ab dem kommenden Jahr 100 Unterrichtsstunden mehr zu unterrichten, so dass sie mindestens eine 35-Stunden-Woche haben. Ausserdem sieht er Förderprogramme und Weiterbildungsangebote für Lehrer vor.

Dem Zeitungsbericht zufolge soll Premierminister Boris Johnson bereits seine Zustimmung signalisiert haben. Für Johnson gilt Bildung und die Förderung von benachteiligten Kindern als eine der Prioritäten der kommenden Jahre.

Strittig ist allerdings noch die Finanzierung des Aufholplans: Während die Vorschläge mit Kosten von rund 15 Milliarden Pfund beziffert werden, hat das britische Finanzministerium bislang nur rund 1,5 Milliarden Pfund dafür veranschlagt.

Die Befürchtung ist jedoch: Die Kosten der Wissenslücken durch die Pandemie könnten langfristig deutlich höher ausfallen als die eines umfangreichen Bildungspakets.

Ärztevertreter vorerst gegen generelle Impfkampagne bei Jugendlichen

09:31 Uhr: Nach der Zulassung des Corona-Impfstoffes von Biontech und Pfizer in der EU für Jugendliche und Kinder ab zwölf Jahren haben Vertreter von Haus- und Kinderärzteverbänden sich gegen eine generelle Impfkampagne für diese Altersgruppe ausgesprochen.

Sie verwiesen in der "Welt" auf die dafür bislang nicht vorliegende Empfehlung der deutschen Ständigen Impfkommission (Stiko) sowie auf medizinische Bedenken.

"Wenn wir impfen, tun wir das primär aus Eigennutz des Impflings", sagte der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ), Burkhard Rodeck, der "Welt".

Bei Corona wisse man aber, dass insbesondere jüngere Kinder meistens eine sehr überschaubare primäre Krankheitslast hätten. Wenn diese gleichwohl geimpft werden sollten, geschehe dies vorrangig "aus Gründen des Fremdnutzens für die Erwachsenen", damit diese "sich nicht anstecken und schwer erkranken".

Dies sei "ein ethisches Dilemma", sagte Rodeck. Er wandte sich zwar nicht generell gegen Impfungen von Kindern. "Die Indikation sollte aber gut durchdacht sein", verlangte der Mediziner. Für chronisch kranke Kinder mit dem Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs würde er eine Impfempfehlung sehr unterstützen.

DGB-Chef Hoffmann knüpft Homeoffice-Pflicht an Impf-Fortschritt

09:08 Uhr: Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Reiner Hoffmann, hat sich trotz sinkender Corona-Inzidenzwerte gegen ein baldiges Auslaufen der Homeoffice-Pflicht ausgesprochen.

"Auch wenn die Infektionszahlen endlich zurückgehen - es wäre unverantwortlich, jetzt alle wirkungsvollen Mechanismen des Infektionsschutzes über Bord zu werfen", sagte Hoffmann dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Dienstag). "Solange nicht ein Grossteil der Beschäftigten vollständig geimpft ist, dürfen sich die Arbeitgeber nicht aus der Verantwortung ziehen."

FDP-Generalsekretär Volker Wissing forderte mit Blick auf die sinkenden Infektionszahlen und Öffnungen hingegen eine schnelle Rückkehr in die Büros. "Es macht ja keinen Sinn zu sagen: Biergarten geht, Büro geht nicht. Also Regeln müssen immer den Umständen angepasst werden", sagte Wissing am Dienstag im ZDF-Morgenmagazin.

Die Pflicht zum Arbeiten in den eigenen vier Wänden sei eine grosse Belastung für die Wirtschaft. "Wir dürfen jetzt nicht unnötige Belastungen unnötig lange fortführen."

Gemäss dem Infektionsschutzgesetz soll derzeit Arbeit im Homeoffice die Regel sein - zumindest bei Beschäftigten, die im Büro arbeiten. Die Unternehmen müssen das Arbeiten von zuhause ermöglichen, wenn keine zwingenden Gründe dagegen sprechen.

Die Beschäftigten müssen dies im Normalfall auch annehmen. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hatte am Wochenende Forderungen aus der Wirtschaft nach einer frühzeitigen Aufhebung der Homeoffice-Pflicht abgelehnt. Die Regelung läuft nach bisheriger Planung am 30. Juni aus.

Israel kassiert Corona-Restriktionen weitgehend ein

08:48 Uhr: Nach einem starken Rückgang der Corona-Neuinfektionen und schwerer Erkrankungen hebt Israel die staatlichen Beschränkungen nahezu komplett auf.

Einer Mitteilung des Gesundheitsministeriums vom Dienstag zufolge laufen Regelungen nach dem sogenannten Grünen Pass mit dem 1. Juni aus. Dies bedeutet, dass künftig öffentliche Einrichtungen Geimpften und Ungeimpften gleichermassen offen stehen.

Die Vorlage eines Impfnachweises als Einlassvoraussetzung entfällt. Mit dieser Massnahme verbunden ist, dass alle Teilnehmer- und Besucher-Obergrenzen für etwa Veranstaltungen, Geschäfte und Restaurants entfallen.

Bestehen bleibt allerdings vorerst die Maskenpflicht in Innenräumen. Auch bei der Einreise nach Israel gelten weiterhin bestimmte Verpflichtungen.

Malaysia verhängt wegen steigender Corona-Neuinfektionen landesweiten Lockdown

07:52 Uhr: Malaysia hat angesichts steigender Corona-Neuinfektionen am Dienstag einen landesweiten Lockdown verhängt. Öffnen dürfen nur Geschäfte und Einrichtungen, die der Grundversorgung dienen, darunter Krankenhäuser und Supermärkte. Ihre Häuser dürfen die Menschen nur in Ausnahmefällen verlassen.

In Malaysia stiegen die Corona-Zahlen zuletzt stark an. Fast 2.800 Todesfälle wurden unter den 32 Millionen Einwohnern im Zusammenhang mit der Pandemie bisher registriert, mehr als 40 Prozent davon im Mai.

Auch andere Länder in der Region kämpfen mit neuen Infektionsherden, darunter Thailand und Vietnam. Für die erneut ansteigenden Infektionszahlen werden unter anderem neue und ansteckendere Varianten des Coronavirus verantwortlich gemacht.

Vor WM-Quali: Ex-Bayern-Profi Arturo Vidal ist Corona-positiv

07:46 Uhr: Der frühere Bayern-Profi Arturo Vidal ist bei einer Kontrolle positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er habe sich wohl bei einem Freund angesteckt, der selbst keine Symptome aufgewiesen habe, schrieb der chilenische Fussball-Nationalspieler am späten Montagabend (Ortszeit) auf Twitter.

Wegen der Infektion werde Vidal der Nationalmannschaft bei der WM-Qualifikation gegen Argentinien an diesem Donnerstag und kommende Woche gegen Bolivien fehlen, hiess es in Medienberichten.

Die Nationalelf teilte mit, Vidal befinde sich unter Beobachtung im Krankenhaus und sei seit mehr als 72 Stunden von der Mannschaft isoliert. Zuvor sei bei ihm eine fiebrige Mandelentzündung festgestellt worden. Dies sei aber nicht Folge einer COVID-19-Erkrankung und habe auch nichts mit einer Impfkomplikation zu tun, hatte es in einer früheren Mitteilung geheissen.

Erst vor wenigen Tagen hatte Vidal auf Twitter Fotos von sich nach einer Corona-Impfung veröffentlicht und die Menschen aufgerufen, sich nach Möglichkeit impfen zu lassen.

In Chile läuft das Impfprogramm sehr erfolgreich. Das südamerikanische Land liegt beim Anteil der vollständig gegen das Coronavirus geimpften Bevölkerung weltweit auf einem der vordersten Plätze.

Lehrerverband: Schulbetrieb weiter an Inzidenzen koppeln

07:27 Uhr: Die Frage von Schulschliessungen sollte nach Ansicht des Lehrerverbandes auch im nächsten Schuljahr und bei zunehmendem Impffortschritt weiter an die Corona-Ansteckungszahlen (Inzidenz) gekoppelt werden.

"Auch wenn Kinder und Jugendliche ein vermindertes Risiko an schweren Krankheitsverläufen bei COVID-19 haben, gibt es diese Gefahr. Darauf hat der Schulbetrieb Rücksicht zu nehmen, solange nicht alle Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit zur Impfung hatten", sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger der Deutschen Presse-Agentur.

Allerdings stellt sich der Lehrerverband "auf vollständigen Präsenzunterricht in ganzen Klassen" im nächsten Schuljahr ein, "und zwar fast ausnahmslos".

Mit Einschränkungen rechnet er zunächst aber noch bei Schulfahrten, Sportwettkämpfen, Schulfesten oder Konzerten. Maskenpflicht und Tests müssten zudem aufrechterhalten bleiben, solange es viele "unwillentlich" ungeimpfte Schüler gebe, etwa weil für unter 12-Jährige noch kein Impfstoff vorhanden sei oder keine Empfehlung zur Impfung durch die Ständige Impfkommission vorliege.

"Erst wenn alle die Chance zur Impfung hatten, geht das Infektionsrisiko in die Eigenverantwortung der Betroffenen über." Dieser Zustand werde aber wohl nicht vor Mitte des nächsten Schuljahres erreicht.

Lauterbach kritisiert ungenaue Impfzahlen auf lokaler Ebene

07:19 Uhr: Epidemiologen bemängeln das Fehlen lokaler Impfdaten und befürchten daher, dass es örtlich neue Corona-Wellen geben könnte. "Wir erheben nicht ausreichend gut, wo die Menschen leben, die geimpft werden", sagte unter anderem der Epidemiologe und SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach im ARD-Politmagazin "Report Mainz".

So könne man nicht erkennen, wo genügend Menschen geimpft seien und wo nicht. Dort, wo die Impfquote nicht hoch genug sei, drohten im Herbst Ausbrüche und lokale vierte Wellen.

Grund für ungenaue Zahlen zu Geimpften auf lokaler Ebene sind laut dem Bundesgesundheitsministeriums (BMG) unterschiedliche Meldepflichten bei Impfzentren und Arztpraxen. Letztere übermitteln ihre Daten demnach nicht täglich, sondern erst mit der Quartalsabrechnung, an die Kassenärztliche Vereinigung.

Lauterbach und der Epidemiologe Oliver Razum von der Universität Bielefeld fordern daher Zahlen zum Impffortschritt auf lokaler Ebene, um Impflücken zu erkennen. Dann könne man dort gezielt Impfangebote schaffen, erklärte Lauterbach.

WHO benennt Coronavirus-Varianten künftig nach griechischen Buchstaben

07:08 Uhr: Die unterschiedlichen Varianten des Coronavirus sollen künftig nach den Buchstaben des griechischen Alphabets benannt werden, um eine Stigmatisierung der Länder zu vermeiden, in denen sie erstmals aufgetaucht sind.

Wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Montag in Genf mitteilte, gilt dies für Varianten, die als "besorgniserregend" oder als "von Interesse" eingestuft worden sind.

Die griechischen Buchstaben sollen nicht die wissenschaftlichen Bezeichnungen ersetzen, sondern "in der öffentlichen Diskussion helfen", sagte Maria Van Kerkhove von der WHO.

Nach dem neuen System heisst die sogenannte britische Variante B.1.1.7 nun Alpha, die erstmals in Südafrika entdeckte Mutante B.1.351 wird zu Beta, die brasilianische Variante P.1 zu Gamma.

Bei der sogenannten indischen Variante B.1.617 wird unterschieden zwischen der besorgniserregenden Variante B.1.617.2, die zu Delta wird, und der Variante B.1.617.1, die derzeit als "von Interesse" eingestuft wird. Sie heisst nun Kappa.

Die WHO ermutige nationale Behörden, Medien und andere, die neuen Namen zu übernehmen.

Französisches Präsidentenpaar gegen Corona geimpft

07:01 Uhr: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und seine Frau Brigitte haben sich gegen Corona impfen lassen. "Geimpft!", verkündete Macron am Montagabend im Online-Dienst Twitter und appellierte an seine Landsleute, es ihm gleichzutun.

"Wie Brigitte und ich, wie schon 25 Millionen Franzosen, lassen wir uns impfen. Um uns zu schützen, um unsere Mitmenschen zu schützen." Macron machte keine Angaben dazu, welcher Impfstoff ihm gespritzt wurde.

Der 43-jährige Präsident war bereits mit dem Coronavirus infiziert. Er wurde am 17. Dezember positiv getestet, seine Frau sieben Tage später.

EU kann mit Aufnahme gemeinsamer Schulden für Corona-Hilfsfonds starten

06:56 Uhr: Die EU-Kommission kann mit der Aufnahme gemeinsamer Schulden zur Finanzierung des 750 Milliarden Euro schweren Corona-Hilfsfonds beginnen.

Der Europäische Rat teilte am Montagabend mit, er habe von allen 27 Mitgliedstaaten die formelle Bewilligung erhalten, womit die Kommission nun im Namen der EU an den Kapitalmärkten Geld leihen könne.

Der Wiederaufbauplan "startet morgen (Dienstag)", erklärte der portugiesische Ministerpräsident und EU-Ratsvorsitzende Antonio Costa.

Für die Aufnahme von Schulden am Kapitalmarkt durch die EU-Kommission war das grüne Licht aller 27 EU-Mitgliedstaaten erforderlich. Als letzte EU-Mitgliedstaaten billigten Polen und Österreich am Donnerstag den riesigen Corona-Wiederaufbauplan der EU.

Verheerende zweite Corona-Welle in Argentinien und Uruguay

06:48 Uhr: In Uruguay gab es in der Corona-Pandemie kaum Einschränkungen, Argentinien hingegen fuhr einen sehr restriktiven Kurs. Trotz der völlig verschiedenen Ansätze ist die Situation der südamerikanischen Nachbarn paradoxerweise die gleiche: In beiden Ländern sterben gerade so viele Menschen an COVID-19 wie fast nirgendwo sonst auf der Welt.

15 Monate nachdem das Virus zum ersten Mal auf dem Kontinent auftrat, erlebt ein Grossteil Südamerikas die bisher schlimmste Phase der Pandemie – trotz grosser Fortschritte beim Impfen in vielen Ländern.

In den vergangenen zwei Wochen zählte Uruguay 21,62 Todesfälle pro 100.000 Einwohner, in Argentinien waren es 14,73. Auch in Paraguay, Kolumbien, Brasilien und Peru ist die Situation dramatisch. Zum Vergleich: Die Vereinigten Staaten, das Land mit den meisten Todesfällen weltweit, haben eine Rate von 2,45.

Die ansteckendere brasilianische Virusvariante P.1, die in Uruguay und Argentinien grassiert, erklärt die Entwicklung nur zum Teil. Entscheidend scheint das Verhalten der Menschen.

In Uruguay "glauben die Leute nicht" an die Gefahr durch das Virus, sagt der Intensivmediziner Francisco Dominguez. "Das sieht man auf der Strasse: Kaum jemand trägt eine Maske. Solange sie niemanden kennen, der im Krankenhaus liegt, glauben sie es nicht." Dabei sind die Intensivstationen bereits überlastet.

Im vergangenen Jahr wurde Uruguay für seinen Umgang mit der Pandemie als vorbildlich gelobt: Ohne einen einzigen Lockdown blieben die Zahlen niedrig. Oft gab es nicht mehr als 20 aktive Fälle, an vielen Tagen keine einzige neue Infektion.

Das uruguayische Impfprogramm ist äusserst erfolgreich: 29 Prozent der Bevölkerung sind vollständig immunisiert, 47 Prozent haben mindestens eine Dosis erhalten. Doch der Anstieg von Infektionen und Todesfällen wurde dadurch nicht gebremst.

In Argentinien kommen die Impfungen hingegen nur langsam voran: Weniger als 20 Prozent der 45 Millionen Einwohner haben bis jetzt eine Spritze bekommen. Auch durch monatelange, sehr strenge Lockdowns bekam das Land die Pandemie nicht in den Griff.

Im Mai stieg die durchschnittliche Zahl der täglichen Neuinfektionen auf 30.000, die der Toten auf 500. Vorletzten Samstag wurde deshalb erneut ein strenger Lockdown verhängt, zunächst begrenzt auf neun Tage.

Sieben-Tage-Inzidenz steigt erstmals seit drei Wochen wieder leicht

06:31 Uhr: Erstmals seit drei Wochen liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland wieder höher als am Vortag. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) von Dienstagmorgen hervor.

Demnach wurden den Gesundheitsämtern zuletzt 35,2 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche gemeldet. Einen Tag zuvor wurde der Wert noch mit 35,1 angegeben (Vorwoche: 58,4). Zuletzt gestiegen war die Inzidenz von 9. auf den 10. Mai, seitdem war sie kontinuierlich gefallen.

Was der Inzidenz-Anstieg genau bedeutet, ist nur schwer einzuschätzen. Das RKI hatte nach dem Pfingstmontag (24.5.) darauf hingewiesen, dass der Feiertag zunächst zu weniger gemeldeten Erregernachweisen – und damit einer niedrigeren Inzidenz - geführt haben dürfte.

Binnen eines Tages meldeten die Gesundheitsämter dem RKI 1.785 Corona-Neuinfektionen, wie aus RKI-Angaben hervorgeht, die den Stand des RKI-Dashboards von 06:09 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1.911 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 153 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 33 Tote gewesen.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Montagnachmittag bei 0,76 (Vortag: 0,75). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 76 weitere Menschen anstecken.

Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Aerosol-Experte: Maskenpflicht erst draussen aufheben

06:29 Uhr: Die Maskenpflicht sollte aus Sicht eines Aerosol-Forschers zuerst im Freien und in grossen Hallen aufgehoben werden, bevor man den Einzelhandel angeht. Zwar seien Masken kein Allheilmittel, um eine Corona-Infektion durch Virenübertragung in der Luft zu verhindern, sagte der frühere Präsident der Internationalen Gesellschaft für Aerosole in der Medizin, Gerhard Scheuch, der Deutschen Presse-Agentur. Aber gerade in kleinen, engen, unbelüfteten Räumen sei die Gefahr am höchsten.

Bevor man den Einzelhandel wie beispielsweise kleine Souvenirläden für Kunden ohne Maske öffnet, sollte man aus seiner Sicht zunächst alle Outdoor-Aktivitäten maskenlos erlauben - etwa Parks und Zoologische Gärten.

Auch in grossen Theatern und Museen, Freibädern, Schwimm- und Sporthallen sei das Ansteckungsrisiko nicht so hoch, weil die Volumina an Luft gross seien. "Da reicht die Aerosolkonzentration kaum aus, um andere zu gefährden."

Wichtig sei aber, aufs Detail zu achten: Selbst in Freibädern seien dann wieder die Umkleiden eng. "Da muss man schauen, dass die super belüftet sind", sagte Scheuch.

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Mit Material von dpa, afp, sid und apa.