Zwei Drittel aller Nachtclubs und Diskotheken könnten durch die Coronakrise finanzielle ruiniert werden, Corona-Hotspot Ischgl kommt früher als geplant aus der Quarantäne und nach Sachsen, Bayern und Mecklenburg-Vorpommern führen weitere Bundesländer eine Maskenpflicht ein. Alle News zum Coronavirus vom 21. April zum Nachlesen.

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  • 17:04 Uhr: Zwei Drittel aller Clubs in Deutschland durch Corona in Gefahr
  • 15:15 Uhr: Quarantäne in Ischgl wird frühzeitig aufgehoben
  • 12:44 Uhr: Handball-Bundesliga abgebrochen
  • 12:17 Uhr: Baden-Württemberg: Maskenpflicht beim Einkaufen und im Nahverkehr
  • 12:04 Uhr: Maas: Keine "normale Urlaubssaison" in diesem Sommer möglich

Vor EU-Gipfel: Conte fordert schnelle Einigung zu Corona-Hilfen

17:52 Uhr: Kurz vor dem EU-Gipfel der Staats- und Regierungschefs hat Premier Giuseppe Conte eine rasche Einigung im Streit um gemeinsame Finanzhilfen in der Corona-Krise gefordert.

Zugleich liess er am Dienstag erkennen, dass Rom nicht ausschliesslich auf sogenannten Corona-Bonds beharrt, sondern auch offen für andere vorgelegte Konzepte sein könnte.

"Wir müssen rasch handeln, denn eine Verzögerung würde das Resultat verwässern", sagte Conte in einer Rede vor dem Senat, der kleineren Parlamentskammer. Ein solches Risiko könne Europa sich nicht leisten.

Vor der Videokonferenz der Staats- und Regierungschefs am Donnerstag gehen die Meinungen über das Wie von EU-Corona-Hilfen bisher weit auseinander. Bundesfinanzminister Olaf Scholz dämpfte die Erwartung, dass ein europäisches Wiederaufbauprogramm in Billionenhöhe schnell starten könnte.

Italien hatte unter dem Stichwort "Corona-Bonds" wiederholt gemeinsame Anleihen der 27 Staaten gefordert. Deutschland und die Niederlande lehnen gemeinsame Schulden in dieser Form ab.

Premier Conte sagte vor dem Senat, es müsse ein neues Instrument geben, das Staaten schnell und ohne Bedingungen zur Verfügung stehen sollte. Die Finanzierung eines Aufbauprogramms müsse zugleich mit den europäischen Verträgen kompatibel sein.

Der Regierungschef erwähnte den Vorschlag von Kommissionschefin Ursula von der Leyen, dass die EU-Kommission Anleihen herausgeben könnte. Er hob jedoch Vorschläge aus Frankreich und Spanien besonders hervor, die Rom unterstützen könnte.

Berlin erlaubt wieder kleine Demonstrationen und Gottesdienste

17:25 Uhr: Der Berliner Senat erlaubt in der Corona-Krise wieder kleinere Demonstrationen. Ab 4. Mai seien Versammlungen unter freiem Himmel mit bis zu 50 Teilnehmern grundsätzlich genehmigungsfrei, wenn Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden, teilte der Berliner Kultursenator Klaus Lederer (Linke) am Dienstag nach der Senatssitzung mit.

Bereits von diesem Mittwoch an soll demnach das bestehende weitgehende Verbot in der Hauptstadt gelockert werden. Bei Demonstrationen mit bis zu 20 Teilnehmern könne die Versammlungsbehörde in besonders gelagerten Einzelfällen Ausnahmen zulassen. Gottesdienste mit bis zu 50 Teilnehmern sind in Berlin ab 4. Mai wieder erlaubt.

Die Demonstrations- und Religionsfreiheit gehören zu den wichtigsten Grundrechten in Deutschland. Wegen der Corona-Pandemie sind sie seit Wochen stark eingeschränkt.

Bund gibt fast acht Milliarden Euro zusätzlich für Schutzausrüstung

17:09 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bekommt fast acht Milliarden Euro, um in der Corona-Krise Masken, Handschuhe und andere Schutzausrüstung für Arztpraxen und Krankenhäuser zu beschaffen.

Den Betrag von 7,8 Milliarden Euro hat das Bundesfinanzministerium nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bereits genehmigt. Zuerst hatte das Redaktionsnetzwerk Deutschland über ein entsprechendes Schreiben des Ministeriums an den Haushaltsausschuss des Bundestags berichtet.

Die Bundesregierung hatte beschlossen, Schutzausrüstung sowie zusätzliche Beatmungsgeräte für die Intensivstationen in Krankenhäusern zentral zu beschaffen. Rund fünf Milliarden Euro waren dafür bereits bewilligt.

Der Bedarf gehe aber weit darüber hinaus, heisst es nun im Schreiben des Finanzministeriums. Einen Teil der Kosten bekommt der Bund allerdings von den Ländern und Kassen zurückerstattet.

Verband warnt vor Pleitewelle bei Clubs und Diskotheken

16:31 Uhr: Nach Hoteliers und Gastwirten rufen nun auch Betreiber von Diskotheken und Clubs in der Coronakrise nach staatlicher Hilfe.

"Clubbetreibern und Diskothekenunternehmern geht die Luft aus", warnte Hans-Bernd Pikkemaat, Präsident des Bundesverbandes deutscher Discotheken und Tanzbetriebe (BDT) am Dienstag in Berlin.

Er forderte schnelle und unbürokratische staatliche Unterstützung. "Andernfalls werden zwei Drittel aller Clubs und Discos die Coronakrise nicht überstehen", befürchtet Pikkemaat.

Dieser Teil der Veranstaltungsbranche mit 1.430 Betrieben und etwa 38.000 Beschäftigten dürfe nicht vergessen werden, mahnte der BDT-Präsident.

Die seit Anfang März verlorenen Umsätze liessen sich nicht mehr nachholen. "Und die Durststrecke ist noch lang." Diskotheken und Clubs müssen vorerst weiter geschlossen bleiben.

Pikkemaat forderte eine unbürokratische Entschädigung für die von März an erlittenen Umsatzverluste. So könnte für jeden geschlossenen Monat die für den gleichen Vorjahreszeitraum gezahlte Mehrwertsteuer rückwirkend erstattet werden.

Zudem fordert der BDT die Einführung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes auf gastronomische Umsätze ab dem ersten Tag der Wiedereröffnung.

Teheran: Mehr als 1000 ausländische Gefangene wegen Corona freigelassen

16:16 Uhr: Der Iran hat wegen der Coronavirus-Pandemie nach eigenen Angaben mehr als 1.000 ausländische Gefangene freigelassen. Unter den seit März vorübergehend auf freien Fuss gesetzten 100.000 Häftlingen seien auch 1.000 Ausländer gewesen, teilte der Sprecher der Justizbehörde, Gholamhossein Esmaili, am Dienstag mit.

Die Justizbehörde hatte 100.000 Gefangenen die Erlaubnis erteilt, die Gefängnisse wegen der Corona-Pandemie vorläufig und für einen festgelegten Zeitraum zu verlassen, um die Überlastung der Einrichtungen zu verhindern und die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

Unter den freigelassenen ausländischen Häftlingen ist auch die britisch-iranische Staatsbürgerin Nazanin Zaghari-Ratcliffe, die 2016 verhaftet wurde und eine fünfjährige Haftstrafe wegen des Vorwurfs der Volksverhetzung absitzen soll.

Eine UN-Menschenrechtskommission hatte den Iran vergangene Woche aufgefordert, die Regelung zur Freilassung von Häftlingen auch auf politische und ausländische sowie Gefangene mit doppelter Staatsbürgerschaft anzuwenden.

Der Iran ist bei Weitem das am stärksten von der Corona-Pandemie betroffene Land in der Golfregion. Mit 88 neuen Todesfällen binnen eines Tages stieg die offiziell registrierte Zahl der Toten nach Angaben des Gesundheitsministeriums am Dienstag auf 5297.

1297 neue Infektionsfälle wurden registriert, insgesamt haben sich damit mehr als 84.800 Menschen im Iran mit dem Virus infiziert. Nach Ministeriumsangaben gelten inzwischen mehr als 60.900 Patienten als genesen.

Brinkhaus kritisiert Flickenteppich bei Corona-Regelungen

15:31 Uhr: Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) hat den Flickenteppich unterschiedlicher Öffnungsregelungen einzelner Bundesländer in der Coronakrise kritisiert.

Die Ministerpräsidenten würden einen "harten und guten Job machen", so Brinkhaus. "Aber es wäre natürlich besser, wenn man einheitlich vorgehen würde."

Wenn etwa in einem Land Outlet-Center geöffnet würden und in einem anderen Land damit restriktiv umgegangen werde, sei dies schwierig.

Wenn zudem ein Land darüber nachdenke, grössere Veranstaltungen möglich zu machen, aber andere sagten, dies sei auf absehbare Zeit nicht möglich, "dann ist das nicht gut in der Aussenkommunikation, weil wir jetzt auch ein klares Bild gegenüber der Bevölkerung zeigen müssen".

Zu diesem klaren Bild gehöre, was Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gesagt habe, betonte Brinkhaus: "Wir lockern zwar, aber wir sind nicht über den Berg." Er ergänzte: "Wenn jetzt der Eindruck entsteht, dass die Krise vorbei ist, weil Geschäfte wieder aufmachen, dann ist das definitiv falsch. Und diesem Eindruck müssen wir entgegenarbeiten."

Quarantäne in Ischgl wird aufgehoben

15:15 Uhr: Die Quarantäne im österreichischen Corona-Hotspot Ischgl wird frühzeitig aufgehoben. Dass erklärte der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP). Ursprünglich sollte die Gemeinde bis zum 26. April abgeriegelt bleiben.

Neben dem Paznauntal, in dem Ischgl liegt, werden von Mittwoch auf Donnerstag auch die Quarantänen in St. Anton am Arlberg, Galtür, See und Kappl sowie Sölden im Ötztal beendet.

Hintergrund für die Massnahme ist die zuletzt auf ein Minimum gesunkene Anzahl der Neuinfektionen. Man habe die Lage "dort gut unter Kontrolle", liess Günther Weiss, Direktor der Inneren Medizin der Uni Innsbruck, verlauten.

In Ischgl sollen ab diesem Dienstag ausserdem sogenannte Antikörpertests eingesetzt werden. Mit diesen lässt sich nachweisen, wer eine Infektion mit dem Coronavirus bereits überstanden hat.

Zu diesem Zwecke können sich die Einwohner Ischgls freiwillig Blut abnehmen lassen. Der hierfür eingesetzte Test ist erst seit wenigen Wochen zugelassen und soll in Ischgl erstmals in einer Region mit einem hohen Anteil von infizierten Personen erprobt werden.

Der beliebte Wintersportort Ischgl dürfte nach aktuellen Erkenntnissen eine Keimzelle zur Verbreitung des Coronavirus für Teile Europas gewesen sein.

Den Tiroler Behörden und der Landesregierung von ÖVP und Grünen wird vorgeworfen, im Kampf gegen das Coronavirus nicht schnell genug gehandelt zu haben. Der Skibetrieb in Tirol wurde erst rund eine Woche nach dem ersten bestätigten Corona-Test in Ischgl eingestellt.

Auch die Quarantäne über Ischgl wurde erst Tage nach diesem und weiteren Tests mit Ischgl-Bezug verhängt. Landeschef Platter betonte zuletzt, dass die Regierung und die Behörden "das Menschenmögliche" getan hätten, um die Coronakrise zu bewältigen.

"Diese Pandemie ist nicht in Ischgl ausgebrochen und deshalb können auch die Ischglerinnen und Ischgler nichts dafür", sagte er am Dienstag.

Alle Schüler in Rheinland-Pfalz bekommen zum Schulstart Schutzmasken

14:32 Uhr: Die rheinland-pfälzische Landesregierung will allen Schülern des Landes zum schrittweisen Schulstart am 4. Mai eine wiederverwendbare Alltagsmaske schenken.

"Das ist ein wichtiger Beitrag für mehr Hygienesicherheit in der Schule", erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Dienstag in Mainz. Die Landesregierung empfehle darüber hinaus allen Menschen in Situationen, in denen der Mindestabstand nicht zu jeder Zeit sichergestellt sei, das Tragen einer Maske.

Die Schulen sollen vom Land zudem 70.000 Liter Desinfektionsmittel und weitere 430.000 einfache Schutzmasken für den Notfall erhalten. Die Massnahmen kosten demnach zweieinhalb Millionen Euro. Es gehe darum, dass die gesamte Schulfamilie eng und gut zusammenarbeite, "damit die schrittweise Öffnung der Schulen gelingt", erklärte Dreyer.

An den Schulen gelten nach der Wiedereröffnung auch weitere Regelungen, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Dazu gehören beispielsweise ein vorgeschriebener Abstand zwischen den Tischen, regelmässiges Lüften sowie Regelungen für die Sanitäranlagen.

Maskenpflicht soll in Hessen kommen

13:57 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus will Hessen eine Maskenpflicht einführen. Diese solle für Geschäfte und den öffentlichen Nahverkehr gelten, sagte ein Regierungssprecher auf Anfrage am Dienstag in Wiesbaden. Zuvor hatte der Rundfunksender Hit Radio FFH über die Pläne berichtet.

Maskenpflicht für Busse und Bahnen in Berlin kommt

13:50 Uhr: Die Menschen in Berlin müssen ab kommender Woche in Bussen und Bahnen einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur beschloss der Senat am Dienstag eine entsprechende Maskenpflicht, die jedoch im Unterschied zu anderen Bundesländern nicht für den Einzelhandel gelten soll.

Bürgermeister kündigt Maskenpflicht in Hamburg ab Montag an

13:21 Uhr: Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hat von Montag an eine Maskenpflicht im Einzelhandel, auf Wochenmärkten und im öffentlichen Nahverkehr in der Hansestadt angekündigt.

Die bisherigen Empfehlungen zum Tragen von Masken gegen die weitere Ausbreitung der Corona-Pandemie hätten nicht ausreichend gefruchtet, sagte Tschentscher am Dienstag in Hamburg.

Thüringen führt ab Freitag ebenfalls Maskenpflicht ein

13:15 Uhr: Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus müssen die Thüringerinnen und Thüringer von Freitag an einen Mundschutz in Bussen und Bahnen sowie beim Einkaufen tragen. Das hat die Landesregierung am Dienstag in Erfurt beschlossen.

Zuvor hatten bereits mehrere andere Bundesländer bestimmt, das Tragen einer Mund-Nasen-Abdeckung beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln zur Pflicht zu machen.

Maskenpflicht auch in Schleswig-Holstein

13:04 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus führt auch Schleswig-Holstein eine Maskenpflicht ein. Dies kündigte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Dienstag an.

Das Kabinett werde am Mittwoch beschliessen, das Tragen einer Mund-Nasen-Abdeckung beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln vom 29. April an zur Pflicht zu machen.

Alle Schüler im Nordosten werden dieses Jahr versetzt

12:57 Uhr: Angesichts der Coronakrise werden in diesem Schuljahr alle Schüler in Mecklenburg-Vorpommern ungeachtet ihrer Noten in die nächste Klasse versetzt. Möglich sei aber, das Schuljahr freiwillig zu wiederholen, teilte Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) am Dienstag mit.

Gerade Schüler, die versetzungsgefährdet sind, hätten angesichts der Umstände keine gute Möglichkeit, ihre Leistungen in diesem Schuljahr noch auszugleichen, erklärte sie. Alle Schulleiter seien in einem Schreiben über die Regelung informiert worden.

Schüler, bei denen aufgrund von Wissenslücken eine erfolgreiche Mitarbeit in der nächsthöheren Klasse fraglich erscheint, könnten das Schuljahr freiwillig wiederholen. In einem solchen Fall sollten die Eltern Kontakt mit der Schule aufnehmen, empfahl die Ministerin.

Die Schulen in Mecklenburg-Vorpommern sind wegen des neuartigen Coronavirus seit Mitte März geschlossen. Am 27. April sollen zunächst die Abschlussklassen zurückkehren, am 4. Mai dann weitere einzelne Klassenstufen.

Australischer Premier dringt auf internationale Corona-Untersuchung

12:55 Uhr: Der australische Premierminister Scott Morrison hat sich den Forderungen nach einer internationalen Untersuchung zum Coronavirus-Ausbruch angeschlossen. Es sei wichtig, dass die Weltgesundheitsorganisation WHO und ihre Mitglieder mit grosser Transparenz handelten, sagte der konservative Politiker am Dienstag vor Reportern.

Das sei wichtig, wo auch immer ein Virus ausbreche. Ob in Australien, in China, in Teilen Afrikas, in der Pazifik-Region oder im Nahen Osten.

Die Zeitungen "Sydney Morning Herald»" und "The Age" berichteten, Morrisons Regierung fasse die Möglichkeit ins Auge, einen unabhängigen Ermittler der Vereinten Nationen einzusetzen. Dieser könnte sich demnach mit der Rolle Chinas und der WHO in der Frühzeit des Virusausbruchs befassen.

Saison in Handball-Bundesliga abgebrochen

12:44 Uhr: Die Spielzeiten in der 1. und 2. Handball-Bundesliga sind wegen der Coronavirus-Pandemie abgebrochen worden. Das haben die 36 Clubs am Dienstag mit grosser Mehrheit beschlossen. Zum deutschen Meister wurde der THW Kiel erklärt.

Madrid: Beerdigung via Bildschirm

12:41 Uhr: Das städtische Beerdigungsunternehmen in Madrid bietet wegen der Coronakrise jetzt Beisetzungen an, die Trauernde am Bildschirm verfolgen können. Angehörige und Freunde sollen dabei per Videokonferenz an der Zeremonie teilnehmen können, wie die Nachrichtenagentur Europa Press am Dienstag unter Berufung auf das Unternehmen SFM berichtete.

Wegen der strengen Ausgangsbeschränkungen in Spanien können Angehörige schon seit Wochen oft nicht mehr an Beerdigungen teilnehmen. Vor allem, wenn sie noch bis kurz vor dem Tod des Angehörigen Kontakt hatten, befinden sich die Trauernden in obligatorischer häuslicher Quarantäne.

Die Zeremonien könnten sowohl religiös als auch säkular sein, betonte SFM. Um Trauer und Bedeutung des Verstorbenen zu bekunden, sei es möglich, dass Teilnehmer Fotos, Videos oder Audiobeiträge in die Online-Zeremonie einbetteten.

Dutzende Flüchtlinge in Hotel auf Peloponnes positiv getestet

12:38 Uhr: In einem Hotel auf der griechischen Halbinsel Peloponnes sind mehr als 150 Flüchtlinge positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies sagte am Dienstag der für den Zivilschutz zuständige griechische Vizeminister Nikos Chardalias Reportern in Athen.

Das Hotel mit etwa 470 Flüchtlingen, das als provisorische Unterkunft für Migranten dient, war bereits am Vortag wegen des Coronavirus unter Quarantäne gestellt worden. Zuvor war eine Frau aus Somalia, die in diesem Hotel lebte, positiv auf den Erreger getestet worden.

Ab Donnerstag Maskenpflicht auch in Sachsen-Anhalt

12:30 Uhr: Wie zuvor mehrere andere Länder verpflichtet nun auch Sachsen-Anhalt alle Bürger, beim Einkaufen sowie in Bussen und Bahnen einen Mundschutz zu tragen. Dies soll von Donnerstag 00:00 Uhr an gelten, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen in Magdeburg erfuhr.

Ebenfalls an diesem Dienstag hat Baden-Württembergs Landesregierung beschlossen, dass ab nächster Woche Mund und Nase beim Einkaufen und im Nahverkehr bedeckt sein müssen (Einrtag 12:17 Uhr).

Baden-Württemberg: Maskenpflicht beim Einkaufen und im Nahverkehr

12:17 Uhr: Auch Baden-Württemberg führt nun angesichts der Coronavirus-Epidemie eine Maskenpflicht ein. Ab kommendem Montag müssen Mund und Nase beim Einkaufen und im Nahverkehr bedeckt sein, wie Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Dienstag in Stuttgart sagte.

Damit sei aber kein medizinischer Mundschutz gemeint, es gehe nur um einfache Mund-Nasen-Bedeckung. "Notfalls tut es auch ein Schal", sagte Kretschmann. Man habe festgestellt, dass sich zu wenige Menschen an die bislang geltende dringende Empfehlung zum Tragen von Masken halten, begründete Kretschmann den Schritt.

Sachsen hat bereits eine Maskenpflicht eingeführt, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern wollen in der kommenden Woche nachziehen. Eine bundesweit einheitliche Linie gibt es bislang nicht.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten hatten sich vergangene Woche nur darauf verständigt, das Tragen sogenannter Alltagsmasken in Bussen und Bahnen sowie im Einzelhandel dringend zu empfehlen.

Skepsis beim RKI zu Corona-Tests in Bundesliga: Schwierige Frage

12:06 Uhr: Lars Schaade, der Vizepräsident des Robert Koch-Instituts (RKI), steht den geplanten Coronavirus-Tests in der Bundesliga sehr skeptisch gegenüber.

§Ich sehe nicht, warum bestimmte Bevölkerungsgruppen, ob die nun Sportler sind - man kann sich ja auch alles andere ausdenken, was möglicherweise ein gewisses gesellschaftliches Interesse hat, - warum die routinemässig gescreent werden sollen", sagte Schaade am Dienstag auf der RKI-Pressekonferenz in Berlin.

Er plädierte dafür, die Coronavirus-Tests für "medizinische Indikationen" einzusetzen. Also dann, wenn ein Grund für den Einsatz einer therapeutischen oder diagnostischen Massnahme bei einem bestimmten Krankheitsbild angebracht ist.

In diesem Fall könne ein Fussballprofi getestet werden. "Wenn er eine medizinische Indikation hat, gerne. Wenn er ein Teil eines Ausbruchsgeschehens ist, auch", sagte er.

Maas: Keine "normale Urlaubssaison" in diesem Sommer möglich

12:04 Uhr: Bundesaussenminister Heiko Maas hat Hoffnungen auf einen normalen Sommerurlaub ohne Einschränkungen verworfen.

"Eine normale Urlaubssaison mit vollen Strandbars und vollen Berghütten wird es diesen Sommer nicht geben können. Das wäre nicht zu verantworten", sagte der SPD-Politiker am Dienstag nach einer Videokonferenz mit seinen Kollegen aus Österreich, der Schweiz, Luxemburg und Liechtenstein in Berlin. Er verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass bis Ende August auch alle Grossveranstaltungen abgesagt worden seien.

Maas schloss damit aber nicht aus, dass die Grenzen für Touristen vor dem Sommer wieder geöffnet werden und Urlaubsreisen mit gewissen Einschränkungen möglich werden. Dies sei schwer zu prognostizieren, sagte er.

Im Moment gebe es aber noch in vielen Ländern Einschränkungen der Bewegungsfreiheit. "Das sind keine Voraussetzungen, mit denen man überhaupt einen erholsamen Urlaub verbringen kann."

Maas sprach sich erneut für eine europäische Abstimmung beim weiteren Vorgehen aus. In Deutschland gilt eine weltweite Reisewarnung für Touristen bis zum 3. Mai. Ende April werde entschieden, wie es damit weitergehe, sagte der Aussenminister.

UN-Spendenaufruf wegen Coronavirus-Pandemie zu einem Drittel gedeckt

11:45 Uhr: Einen Monat nach dem UN-Spendenaufruf zur Unterstützung der Bedürftigsten während der Coronavirus-Pandemie haben die Vereinten Nationen etwa ein Drittel der nötigen Mittel erhalten.

Bis Dienstag seien etwa 600 Millionen Dollar - etwa 554 Millionen Euro - eingegangen, berichtete das UN-Nothilfebüro (OCHA) am Dienstag in Genf.

UN-Generalsekretär António Guterres hatte den Bedarf am 25. März auf zwei Milliarden Dollar geschätzt. "Wir müssen den sehr Verwundbaren zu Hilfe kommen - Millionen von Menschen, die sich am wenigsten schützen können", sagte er seinerzeit. Vielen mangele es an den simpelsten Dingen wie Wasser und Seife.

Die humanitären Organisationen baten am Montag in einem offenen Brief um Schnellspenden in Höhe von 350 Millionen Dollar. Damit soll das Welternährungsprogramm (WFP) Schiffe, Flugzeuge und andere Transportmittel für Hilfsgüter und humanitäre Helfer bereitstellen. Ohne Unterstützung für die Logistik sei die ganze Hilfe in Gefahr.

RKI: Kein Ende der Epidemie in Sicht

11:27 Uhr: Trotz der ersten Lockerungen in der Corona-Pandemie betont das Robert Koch-Institut (RKI) den Ernst der Lage. "Das Virus ist nicht weg", sagte RKI-Vizepräsident Lars Schaade am Dienstag in Berlin.

"Es ist kein Ende der Epidemie in Sicht. Die Fallzahlen können wieder steigen." Die Situation sei immer noch ernst, auch wenn in Deutschland bei der Bekämpfung einiges erreicht worden sei.

Schaade rief die Menschen dazu auf, weiter den Empfehlungen zu folgen: Etwa möglichst viel zu Hause zu bleiben, Abstand von mindestens 1,5 Metern zu halten, in die Armbeuge zu niesen oder zu husten und zusätzlich, etwa in Geschäften oder im öffentlichen Nahverkehr, eine Maske über Mund und Nase zu tragen.

"Die Fallzahlen müssen auf einem Level bleiben, mit dem das Gesundheitssystem umgehen kann", so Schaade.

Kolumbien verlängert Corona-Ausgangsbeschränkungen bis zum 11. Mai

11:13 Uhr: Kolumbiens Präsident Iván Duque hat die wegen der Corona-Pandemie verhängten Ausgangsbeschränkungen zum zweiten Mal verlängert. Die seit dem 25. März geltende allgemeine Ausgangssperre werde bis zum 11. Mai ausgedehnt, teilte der Staatschef des südamerikanischen Landes am Montag (Ortszeit) in Bogotá mit.

In Kolumbien wurden nach offiziellen Angaben bislang knapp 4.000 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen, 189 Infizierte starben. Die Ausbreitung des Erregers in dem Land hat sich laut Gesundheitsminister Fernando Ruiz mittlerweile verlangsamt. Die Ansteckungsrate sank von 2,5 auf nahezu 1,0.

Mehr als 143.100 Corona-Nachweise in Deutschland - 4.522 Tote

10:57 Uhr: In Deutschland sind bis Dienstagvormittag mehr als 143.100 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden.

Mindestens 4.522 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts haben in Deutschland rund 95.200 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten aber auch hierzulande mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

Besonders hohe Zahlen registrierter Infektionen haben den Statistiken der Bundesländer zufolge Bayern mit mehr als 38.200 nachgewiesenen Fällen und mindestens 1.299 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 28.500 bestätigten Fällen und mindestens 1.014 Toten. Nordrhein-Westfalen meldet mehr als 28.900 Fälle und mindestens 857 Tote.

Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 292,4 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 172,2. Allerdings ist die Anzahl der erfolgten Tests pro 100.000 Einwohner in den Bundesländern unterschiedlich hoch.

Krankenhaus für Corona-Patienten in Moskau in Eiltempo gebaut

10:41 Uhr: Die russische Hauptstadt Moskau hat im Eiltempo von nur einem Monat ein Krankenhaus für die Behandlung von Patienten mit dem Coronavirus gebaut.

Die ersten 20 Patienten seien bereits eingeliefert worden, teilte die Stadtverwaltung am Dienstag mit. Bis zu 800 Menschen können demnach in der Klinik am Stadtrand von Moskau behandelt werden.

Notfalls könnten auch 900 Betten bereitgestellt werden. "Bis heute haben mehr als 500 Mitarbeiter ihre Arbeit aufgenommen, und wir stellen weiter Spezialisten ein", sagte Chefarzt Sergei Perechodow. Mehr als 1.000 Fachärzte sollen dort arbeiten.

Für Mitarbeiter wurden auf dem riesigen Gelände auch Unterkünfte gebaut, sodass sie auch vor Ort übernachten könnten, hiess es. Die Klinik solle auch nach Abklingen der Corona-Pandemie Menschen mit Infektionskrankheiten in den nächsten Jahren behandeln.

In Russland ist die Zahl der Infektionen innerhalb von 24 Stunden erneut sprunghaft angestiegen: um 5.600 auf 52.700 Fälle. Nach offiziellen Angaben vom Dienstag starben bisher 456 mit dem Virus infizierte Menschen. Genesen seien mehr als 3.800 Menschen.

Corona-Reproduktionszahl steigt wieder an

10:16 Uhr: Dem Situationsbericht des Robert Koch-Instituts zufolge ist die sogenannte Reproduktionszahl in Deutschland wieder angestiegen. Nach Angaben des RKIs lag die Zahl am Montag bei 0,9.

Die Reproduktionszahl stellt den Mittelwert dar, wie viele weitere Menschen eine mit Corona infizierte Person im Schnitt mit dem Virus ansteckt. Am Wochenende war die Zahl mit einem Wert von 0,7 am Samstag und 0,8 am Sonntag niedriger gewesen.

Ein weiterer Anstieg der Reproduktionszahl könnte drastische Folgen haben. So warnte Virologe Christian Drosten am Montag, dass die Epidemietätigkeit in nicht erwarteter Wucht wieder losgehen könnte, wenn der Wert nach den Lockerungen wieder über 1 ansteigen sollte.

Schon Ende vergangener Woche hatte er angesichts von Erkenntnissen aus der Spanischen Grippe vor der Gefahr einer zweiten Welle gewarnt, die nicht mehr nur an einzelnen Orten losrollt.

Kubicki kritisiert Merkels Abwehrhaltung in Lockerungs-Debatte als "unverschämt"

09:33 Uhr: Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für ihre Haltung in der Debatte um weitere Lockerungen von Corona-Beschränkungen kritisiert.

"Was mich stört und was ich unverschämt finde, ist, dass sie als Bundeskanzlerin erklärt, man dürfe keine Diskussionen darüber führen, inwiefern man zu Lockerungen kommt", sagte Kubicki am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin". Diskussionen seien ein "grundlegendes Recht jedes einzelnen".

Ausserdem liege die "Kompetenz zur Anordnung oder Aufhebung von einschränkenden Massnahmen" nicht beim Bund, sondern bei den Ländern, betonte Kubicki: "Das entscheiden dann im Zweifel die Landesregierungen vor Ort, nicht die Bundeskanzlerin."

Zwar sei soziale Distanz das zentrale Mittel zur Abwehr des Coronavirus. Doch die entsprechenden Regelungen müssten "in sich selbst stimmig" sein, und "im Moment scheint mir eine Reihe von Massnahmen nicht plausibel", sagte der FDP-Vize weiter.

Beispielsweise sei nicht zu erklären, "warum in Gegenden, wo gar keine Infektionen sind, die Kirchen nicht aufgemacht werden dürfen". Und "wenn wir Läden bis 800 Quadratmeter öffnen, steht die Frage im Raum, warum wir nicht grössere Läden oder Gastronomiebetriebe öffnen können, wo die Abstandsregeln eingehalten werden", sagte Kubicki weiter.

Oktoberfest wird abgesagt

9:13 Uhr: Das Münchner Oktoberfest findet in diesem Jahr wegen der Coronakrise nicht statt. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte am Dienstag in München, er sei mit dem Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) übereingekommen, dass das Risiko zur Durchführung der Wiesn in diesem Jahr "schlicht und einfach zu gross ist".

Gerade bei grossen Festen brauche es wegen der grossen Ansteckungsgefahr grösste Sensibilität.

Das Oktoberfest sollte planmässig vom 19. September bis 4. Oktober stattfinden, üblicherweise besuchen mehr als sechs Millionen Menschen das grösste Volksfest der Welt.

Münchens Oberbürgermeister Reiter sagte, die Wiesn sei für viele Menschen das "Highlight des Jahres". "Das nicht stattfinden zu lassen, ist eine bittere Pille."

Auch wirtschaftlich habe die Absage massive Folgen. Inklusive Hotelübernachtungen oder dem Geschäft für Taxiunternehmen werden laut Reiter mit dem Oktoberfest zwischen 1,2 und 1,3 Milliarden Euro umgesetzt.

Donald Trump, Präsident der USA, spricht im Weissen Haus über das Coronavirus.

Schwedens Corona-Strategie umstritten – mehr als 1.500 Tote

8:12 Uhr: Der schwedische Sonderweg in der Bekämpfung des Coronavirus hat einen hohen Preis. Mehr als 1.500 Menschen starben der schwedischen Gesundheitsbehörde zufolge bislang infolge einer Infektion mit SARS-CoV-2. Das ist um ein Vielfaches mehr als in den anderen skandinavischen Ländern. Trotzdem bleiben die Behörden bei der Strategie, der Bevölkerung lediglich zu raten, Abstand zu halten. Veranstaltungen mit bis zu 50 Besuchern sind nach wie vor erlaubt.

Bo Lundbäck, Professor für klinische Epidemiologie von Lungenerkrankungen in Göteborg, findet die hohen Todeszahlen nicht akzeptabel. Er fordert, dass auch in Schweden alle Schulen geschlossen werden und vor allem das Personal in den Altersheimen besser geschützt werde. "Ich sehe nicht, dass Schweden eine konkrete Strategie verfolgt, und ich sehe auch keinen Trend", sagt er im Gespräch mit der Deutsche Presse-Agentur.

US-Studie: Nur maximal 53 Prozent der geplanten Sportevents finden 2020 statt

7:37 Uhr: Die Auswirkungen der Coronakrise auf die Sportwelt sind bereits immens, eine US-amerikanische Sportmarketing-Agentur hat nun für das gesamte Jahr 2020 düstere Zahlen präsentiert. Laut der Studie des Unternehmens Two Circles, das unter anderem das Tennis-Rasenturnier von Wimbledon zu seinen Kunden zählt, finden bestenfalls noch 53 Prozent der in diesem Jahr geplanten wichtigen Sportveranstaltungen auch tatsächlich 2020 statt. Fast die Hälfte aller Events hingegen soll auf das kommende Jahr verlegt werden oder gänzlich einer Absage zum Opfer fallen.

In der Studie ist dabei von insgesamt 49.803 Sportveranstaltungen die Rede, von denen gerade einmal 26.424 bis zum Ende des Jahres stattfinden sollen. Der Höhepunkt wird im September mit weltweit fast 5.500 Sportveranstaltungen erwartet. Unter anderem die Tour de France wurde in den Herbst verlegt, auch die French Open fallen zumindest teilweise in den September.

Entsprechend sollen den Prognosen zufolge auch die Umsätze der Sportindustrie deutlich zurückgehen. War vor Ausbruch der Coronakrise von einer erwarteten Wirtschaftsleistung in Höhe von 135,3 Milliarden Dollar (rund 124,5 Milliarden Euro) die Rede, so schrumpfte dieser Betrag inzwischen auf 73,7 Milliarden Dollar. Im vergangenen Jahr setzte der weltweite Sport insgesamt 129 Milliarden Dollar um.

Zu den prominentesten ausgefallenen oder ins nächste Jahr verschobenen Veranstaltungen gehören die Olympischen Spiele, die Fussball-EM (beide 2021 geplant) und das Tennisturnier in Wimbledon (ersatzlos gestrichen).

NRW-Abgeordnete wollen auf Diätenerhöhung verzichten

7:05 Uhr: Die grossen Fraktionen im nordrhein-westfälischen Landtag wollen ein Zeichen in der Coronakrise setzen und dieses Jahr auf ihre turnusmässige Diätenerhöhung verzichten. Man wolle sich so solidarisch mit den Menschen im Land zeigen, die um ihre Existenzen bangen, heisst es nach dpa-Informationen in einem gemeinsamen Gesetzentwurf von CDU, SPD, FDP und Grünen. Dem Vernehmen nach würde das Land damit rund 500.000 Euro sparen. Mit dem gemeinsamen Gesetzentwurf, der am Dienstag in den Fraktionen beraten werden soll, kommen CDU, SPD, FDP und Grüne der AfD zuvor - sie will einen eigenen Entwurf in den Landtag einbringen. Die "Rheinische Post" hatte zuvor über die geplante Aussetzung der Diätenanpassung berichtet.

Trump will komplette Einwanderung in die USA stoppen

6:13 Uhr: US-Präsident Donald Trump will wegen der Coronavirus-Pandemie die gesamte Einwanderung in die USA vorläufig aussetzen. Bei Twitter kündigte Trump am Montagabend (Ortszeit) an, dass er ein entsprechendes Dekret unterzeichnen werde. Details nannte der Präsident allerdings nicht.

Damit blieb völlig offen, wie weitreichend die geplante Massnahme ist - also beispielsweise für wie lange das Einwanderungsverbot gelten und auf welcher rechtlichen Grundlage es verhängt werden soll. Einreisen in die USA sind wegen des Coronavirus derzeit ohnehin schon weitgehend eingeschränkt.

In seiner knappen Internetbotschaft begründete Trump das angekündigte Dekret mit dem Kampf gegen den "unsichtbaren Feind" - was eine Umschreibung für das Coronavirus ist. Er nannte aber auch den Schutz von Arbeitsplätzen für US-Bürger als Grund. Durch die Pandemie haben bereits rund 22 Millionen Menschen in den USA ihre Jobs verloren.

Trump hat während seiner gesamten bisherigen Präsidentschaft einen rigorosen Kurs in der Einreise- und Einwanderungspolitik gefahren.

Fehlendes Schutzkonzept verzögert Vergabe von Friseurterminen

5:30 Uhr: Nach den angekündigten Lockerungen der Corona-Massnahmen warten viele Friseursalons erst einmal mit der Terminvergabe. "Viele Betriebe vergeben erst ab nächster Woche Termine", sagte Jörg Müller, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks, der Deutschen Presse-Agentur. Noch gebe es kein Hygienekonzept für die Branche. Vorgaben etwa dazu, wie viele Kunden sich in einem Geschäft aufhalten dürfen, beeinflussten aber auch die Terminvergabe. Erst wenn das geklärt sei, könnten Salons ab dem Start am 4. Mai vernünftig planen. Müller rechnete für Mitte dieser Woche mit einem entsprechenden Konzept.

Auf der Online-Plattform Treatwell gab es bereits einen Ansturm an Buchungen für den Monat Mai. Über die Internetseite kann man Termine bei Friseuren und Kosmetik-Studios vereinbaren. Insgesamt seien bis vergangenen Freitag auf der Plattform bereits 128.667 Friseurtermine für Mai gebucht worden, teilte das Unternehmen dem Portal "Watson.de" mit.

Die Klier Hair Group, zu der diverse Friseursalonketten und Zubehörläden gehören, hat bereits ein eigenes Schutzkonzept erarbeitet, wie "Watson.de" berichtete. So sollen alle Friseure einen Mundschutz sowie Handschuhe tragen und an jedem Platz Handdesinfektionsmittel stehen.

Bund und Länder hatten vergangene Woche unter anderem beschlossen, dass Friseurbetriebe trotz der Coronakrise ab dem 4. Mai wieder öffnen können - "unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen sowie unter Nutzung von persönlicher Schutzausrüstung", wie es in dem Beschluss heisst.

GroKo plant nächstes Anti-Corona-Gesetzespaket

4:20 Uhr: Die grosse Koalition plant zur Bewältigung der Coronakrise ein weiteres umfangreiches Gesetzespaket im Gesundheitsbereich. Dabei geht es unter anderem um eine massive Ausweitung von Coronavirus-Tests auch unter Mithilfe von Tierärzten, um schärfere Meldepflichten bei Verdachts- und Krankheitsfällen sowie Laborbefunden und um den Schutz von privat Krankenversicherten, die in der aktuellen Krise in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Der Entwurf der Fraktionen von Union und SPD liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Er soll demnach in der kommenden Woche im Bundeskabinett auf den Weg gebracht werden.

"Die zunehmende Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 hat zur Folge, dass weitere Massnahmen erforderlich sind, um den mit der durch das Virus ausgelösten Pandemie verbundenen Folgen zu begegnen und diese abzumildern", heisst es in dem Entwurf. Konkret vorgesehen sind weitere Änderungen im Infektionsschutzgesetz, das Bundestag und Bundesrat bereits im März im Eilverfahren reformiert hatten. Zudem gibt es Anpassungen im Sozialgesetzbuch, im Versicherungsvertragsgesetz und im Krankenhausfinanzierungsgesetz.

An den Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Civey kann jeder teilnehmen. In das Ergebnis fliessen jedoch nur die Antworten registrierter und verifizierter Nutzer ein. Diese müssen persönliche Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angeben. Civey nutzt diese Angaben, um eine Stimme gemäss dem Vorkommen der sozioökonomischen Faktoren in der Gesamtbevölkerung zu gewichten. Umfragen des Unternehmens sind deshalb repräsentativ. Mehr Informationen zur Methode finden Sie hier, mehr zum Datenschutz hier.

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Mit Material von dpa, afp und apa.
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