Die weltweiten CO2-Emissionen sind zur Hochzeit der strikten Corona-Massnahmen zeitweise um etwa ein Sechstel zurückgegangen. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek und Hochschulmediziner warnen davor, die Gefährlichkeit von COVID-19 zu unterschätzen. Und seit Beginn der Coronakrise haben sich in Deutschland Tausende Ärzte und Pfleger mit dem Virus infiziert. Alle Meldungen zum Coronavirus vom 19. Mai.

  • 22:12 Uhr: Familienministerin sieht Möglichkeit für schnellere Kita-Öffnung
  • 21:00 Uhr: Infiziertenzahl im Flüchtlingsheim in St. Augustin bei Bonn auf 165 gestiegen
  • 20:40 Uhr: Deutschland: 500 Neuinfektionen und 80 Todesfälle in 24 Stunden
  • 19:00 Uhr: Sechs Corona-Fälle an Schule in Münster
  • 17:00 Uhr: Virus drückt CO2-Emissionen nach unten
  • 14:17 Uhr: Uni-Mediziner: COVID-19 kann auch zu vorübergehender Querschnittslähmung führen
  • 12:08 Uhr: Kein offiziell neuer gemeldeter Corona-Fall in Hamburg und Schleswig-Holstein
  • 11:16 Uhr: Tausende Ärzte und Pfleger in Deutschland infiziert
  • 10:38 Uhr: Chinesische Wissenschaftler arbeiten an vielversprechendem Corona-Medikament
  • 05:31 Uhr: Trump droht WHO mit endgültigem Zahlungsstopp und Austritt

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Umfrage: Mehrheit rechnet wegen Corona-Krise mit Steuererhöhungen

22:50 Uhr: Eine klare Mehrheit der Deutschen geht einer Umfrage zufolge davon aus, dass es wegen der Corona-Krise Steuererhöhungen geben wird. 62 Prozent glauben laut dem "Insa-Meinungstrend" für die "Bild"-Zeitung wegen der wirtschaftlichen Folgen der Krise daran. 18 Prozent rechnen demnach dagegen nicht mit höheren Steuern.

Steuerschätzer gehen davon aus, dass in diesem Jahr 81,5 Milliarden Euro weniger Steuern eingenommen werden als im vergangenen Jahr - ein Minus von mehr als zehn Prozent. Aus Sicht der SPD-Spitze lässt sich die Corona-Krise nur mit höheren Steuern und Abgaben bewältigen. SPD-Chefin Saskia Esken dringt deshalb auf eine stärkere Belastung hoher Einkommen, damit der Staat in der Corona-Krise aufgenommene Schulden zurückzahlen kann. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) lehnt Steuererhöhungen dagegen ab - auch für Vermögende.

Experten gehen davon aus, dass sich die Staatsfinanzen schnell wieder erholen. Schon 2021 könnten die Steuereinnahmen mit 792,5 Milliarden Euro laut Prognose fast wieder auf Vorkrisenniveau sein.

Familienministerin sieht Möglichkeit für schnellere Kita-Öffnung

22:12 Uhr: Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) kann sich unter Umständen eine schnellere Komplettöffnung von Kitas und Schulen vorstellen. "Wenn sich wirklich bewahrheiten sollte, dass Kinder eine geringere Infektions- und Ansteckungsrate haben, können wir anders über die Rückkehr zum vollständigen Regelbetrieb diskutieren", sagte sie der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Noch gebe es dazu aber "keine gesicherten Erkenntnisse", fügte sie hinzu.

Mehrere Medizinerverbände, darunter der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte, hatten sich in einer gemeinsamen Stellungnahme trotz Corona-Pandemie für eine umgehende Komplettöffnung von Kindergärten und Schulen ausgesprochen. Das Übertragungsrisiko durch Kinder scheine gering, heisst es in dem Papier.

Über die Wiederöffnung von Schulen und Kitas entscheiden die Bundesländer selbst. In Sachsen sind Grundschulen und Kindergärten für alle seit Wochenbeginn wieder geöffnet.

US-Kongressamt erwartet wegen Corona drastischen Konjunktureinbruch

22:07 Uhr: Das unabhängige Haushaltsamt des US-Kongresses (CBO) rechnet wegen der Coronavirus-Pandemie für das zweite Quartal mit einem dramatischen Konjunktureinbruch. Im Vergleich zum Vorquartal sei von April bis Juni mit einem Rückgang von 11,2 Prozent zu rechnen, erklärte das CBO am Dienstag. Auf das ganze Jahr hochgerechnet ergebe sich für das Quartal daher ein Schrumpfen um fast 40 Prozent, hiess es. In den ersten drei Monaten des Jahres war die Wirtschaft mit einer aufs Jahr hochgerechneten Rate von 4,8 Prozent gesunken.

Das CBO rechnet infolge der Lockerungen der Corona-Beschränkungen ab dem dritten Quartal mit einer Erholung der Wirtschaft. Für das ganze Jahr erwartet die Behörde aber noch einen Rückgang von 5,6 Prozent.

Der Arbeitsmarkt werde im zweiten Quartal "die steilste Verschlechterung seit den 1930er Jahren" erleben. Die Arbeitslosenquote werde bei rund 15 Prozent liegen, bevor es ab dem dritten Quartal wieder aufwärts gehen werde, so das CBO. Allerdings rechnet die Behörde infolge der Krise selbst Ende kommenden Jahres noch mit einer Arbeitslosenquote von 8,6 Prozent. Im Februar, vor der Zuspitzung der Coronavirus-Pandemie in den USA, hatte die Arbeitslosenquote noch bei extrem niedrigen 3,5 Prozent gelegen.

Mainz: 113 Bewohner in Flüchtlingsunterkunft unter Quarantäne

21:12 Uhr: Wegen mehrerer bestätigter Corona-Fälle ist eine Flüchtlingsunterkunft in Mainz mit derzeit 113 Bewohnern unter Quarantäne gestellt worden. Das teilte die Stadtverwaltung am Dienstagabend mit. In der vergangenen Woche war bei einer zehnköpfigen Familie der Vater positiv auf das Virus getestet worden. Die Familie wurde daraufhin in ein dafür vorgesehenes Gebäude zur 14-tägigen Quarantäne gebracht. Weitere Tests des Gesundheitsamtes ergaben, dass alle Familienmitglieder und ein Kind einer anderen Familie in der Flüchtlingsunterkunft infiziert sind.

Inzwischen seien in der Gemeinschaftsunterkunft weitere Tests durchgeführt worden - und es hätten sich drei Bewohner mit für COVID-19 typischen Symptomen gemeldet, hiess es weiter. Und: "Es stellte sich heraus, dass sich auf jedem Stockwerk des Hauses mindestens eine Person mit dem Corona-Virus infiziert hat." Deshalb wurde die Quarantäne für die Unterkunft angeordnet. Das DRK werde die Bewohner weiterhin betreuen und nun insbesondere auch die Einkäufe übernehmen.

Infiziertenzahl im Flüchtlingsheim in St. Augustin bei Bonn auf 165 gestiegen

21:00 Uhr: Die Zahl der Corona-Infektionen in einem Flüchtlingsheim in St. Augustin bei Bonn ist auf 165 gestiegen - 152 Bewohner und 13 Mitarbeiter. Das teilte die Bezirksregierung Köln am Dienstagabend mit. Alle infizierten Bewohner würden in gesonderten Teilen der Unterkunft untergebracht und zeigten nur schwache oder gar keine Symptome, hiess es. Am Vortag hatte die Zahl noch bei 130 mit dem Coronavirus infizierten Menschen gelegen. Die Unterkunft biete Platz für 600 Menschen, sei derzeit aber nur mit 312 Personen belegt.

Am vergangenen Donnerstag war in der Landesunterkunft der erste Corona-Fall bekannt geworden. Das Gesundheitsamt hatte daraufhin Tests aller Bewohner und Mitarbeiter veranlasst und die Unterkunft unter Quarantäne gestellt.

Niederlande öffnen Schulen, Restaurants, Museen, Kinos

20:55 Uhr: Die Niederlande werden ab dem 1. Juni einen weiteren Schritt zurück in Richtung Normalität machen. Dann sollen alle Schulen und eingeschränkt auch Museen, Theater, Kinos, Restaurants und Cafés wieder geöffnet werden, wie Ministerpräsident Mark Rutte am Dienstag in Den Haag mitteilte. Gaststätten, Theater und Kinos dürften aber vorerst nur jeweils 30 Personen empfangen und überall müsse ein Sicherheitsabstand von eineinhalb Metern eingehalten werden. Im öffentlichen Nahverkehr müssen Reisende ab dem 1. Juni einen Mundschutz tragen.

Die deutlich positiven Entwicklungen bei den Infektionen rechtfertigten die Lockerungen, sagte Rutte. "Wir dürfen Vertrauen haben, aber wir müssen wachsam bleiben." Eine nächste Stufe der Lockerungen ist für den 1. Juli geplant.

Deutschland: 500 Neuinfektionen und 80 Todesfälle in 24 Stunden

20:40 Uhr: Bundesweit sind bis Dienstagabend über 175.600 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 20.15 Uhr: mehr als 175.100 Infektionen). Mindestens 8.054 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 20.15 Uhr: mindestens 7.974).

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag bei 0,86. Das bedeutet, dass jeder Infizierte im Mittel etwas weniger als eine weitere Person ansteckt.

Facebook startet Plattform für Online-Shops

19:30 Uhr: Facebook will zur Plattform für den Online-Handel werden - und könnte mit seiner gewaltigen Reichweite die Branche aufmischen. Über eine neue Funktion sollen Händler unkompliziert Online-Shops erstellen können, die über Facebook und Instagram erreichbar sind. Dazu kommt "Live Shopping" - die Möglichkeit, Waren in einem Video-Livestream zu verkaufen. Deutschland wird unter den ersten Ländern sein, in denen die Facebook-Shops verfügbar sind, wie das Online-Netzwerk am Dienstag mitteilte.

Das Projekt solle vor allem kleineren Unternehmen helfen, in der Corona-Krise zu überleben, sagte Facebooks Gründer und Chef Mark Zuckerberg der Deutschen Presse-Agentur. "Es ist etwas, woran ich schon länger interessiert war, aber als COVID-19 kam, wurde es wirklich kritisch und dringend." Viele kleinere Unternehmen - deren Werbeanzeigen wichtig für das Geschäft von Facebook sind - stünden vor dem Aus und suchten den Ausweg erstmals im Online-Geschäft. Deswegen sei die Entwicklung von Facebook Shops "drastisch beschleunigt" worden.

Sechs Corona-Fälle an Schule in Münster

19:15 Uhr: An einer Schule im nordrhein-westfälischen Münster sind vier Schüler und zwei Lehrer positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte die Stadt am Dienstag mit. Alle Schüler und Lehrer der betroffenen Hauptschule - knapp 300 Menschen - würden nun getestet, sagte ein Stadtsprecher. Die Tests sollten am Mittwochmorgen beginnen, sie würden voraussichtlich bis zum Beginn der kommenden Woche dauern, sagte der Sprecher. Unterricht werde unter diesen Umständen kaum möglich sein.

Wie es zu der Infektion kam, sei noch offen. "Egal wie - offenbar haben sich Personen nicht an die Schutzregeln gehalten." Nach einem Bericht des Radiosenders "AntenneMünster" gehört einer der infizierten Schüler zu einer Familie, in der sich mehrere Mitglieder infiziert haben. Die Hauptschüler teilen sich in dem Schulzentrum den Schulhof mit einem Gymnasium und einer Realschule. Ob es auch für diese Schüler Konsequenzen gibt, war zunächst unklar.

New York erlaubt kleine Gedenkfeiern zum Memorial Day

19:10 Uhr: Im besonders heftig von der Coronavirus-Pandemie betroffenen US-Bundesstaat New York sollen am Memorial Day kommende Woche Gedenkveranstaltungen mit maximal zehn Menschen oder Autokorsos erlaubt werden. "Es ist wichtig, die Kriegsveteranen zu ehren, und ich denke, dass wir das tun können und dass wir das sicher tun können", sagte Gouverneur Andrew Cuomo am Dienstag bei seiner täglichen Pressekonferenz. Die Entscheidung solle letztendlich aber bei regionalen und lokalen Behörden im Bundesstaat liegen.

Am Memorial Day, der immer am letzten Montag im Mai stattfindet, wird in den USA traditionell der Kriegsveteranen und Gefallenen gedacht - normalerweise unter anderem mit grossen Paraden.

Dänemark lässt keinen Urlaubertransit von und nach Sylt mehr zu

19:07 Uhr: Die dänische Polizei lässt keine deutschen Urlauber mehr zu Transitzwecken über die Grenze. Betroffen davon sind Syltgäste, die mit der SyltFähre von Havneby auf der dänischen Insel Rømø nach List oder in die andere Richtung fahren wollen, wie die dänische Polizei am Dienstagabend mitteilte. Die dänischen Behörden hätten in Havneby bereits Campingfahrzeuge auf die Fähre zurück nach Sylt geschickt, sagte Tim Kunstmann, Geschäftsführer der Rømø-Sylt Linie, der Deutschen Presse-Agentur. Anders als in den vergangenen Wochen, seitdem Sylt wieder für Zweitwohnungsbesitzer und Dauercamper geöffnet ist und auch Camper die Grenze passieren konnten, können Kunstmanns Angaben zufolge ab sofort nur noch Versorgungsfahrzeuge etwa für die Supermärkte auf Sylt mitgenommen werden.

Grenzschliessung zwischen USA und Kanada verlängert

19:02 Uhr: Aus Sorge vor einer weiteren Ausbreitung des neuartigen Coronavirus soll die Grenze zwischen den USA und Kanada für weitere 30 Tage weitgehend geschlossen bleiben. Das teilte Kanadas Premierminister Justin Trudeau am Dienstag mit, wie kanadische Medien berichteten. Kanadische Provinzen an der Grenze hätten ein "deutliches Verlangen" nach einer Verlängerung gezeigt und die USA seien dafür "komplett offen" gewesen.

Die zeitweise Grenzschliessung aufgrund der Coronavirus-Pandemie war im März vereinbart und im April schon einmal verlängert worden.

Köln hält trotz Corona an Karneval 2021 fest

17:31 Uhr: Köln will trotz der Corona-Epidemie 2021 Karneval feiern. Eine Komplettabsage sei "keine Option", erklärte das Festkomitee Kölner Karneval am Dienstag nach einer Treffen von rund 100 Präsidentinnen und Präsidenten. Klar sei, dass es 2021 ein Dreigestirn, ein Kinderdreigestirn, eine Proklamation und auch einen Umzug geben werde. Kölns oberster Karnevalist, Christoph Kuckelkorn, erklärte, das Fest sei in der Stadt ein "starkes verbindendes Element". "Diese soziale Kraft brauchen wir gerade schweren Zeiten wie jetzt."

Zugleich ist die Planung sehr kompliziert, weil unklar ist, welche Einschränkungen gelten werden. Das Festkomitee bereitet daher nach eigenen Angaben zwei möglich Varianten vor – eine für den besten, einen für den schlechtesten Corona-Fall. Es sei Kreativität gefragt. Kuckelkorn nannte etwa eine Proklamation des Dreigestirns "im kleinen Rahmen" mit Livestream-Übertragung.

Die Kölner Karnevalisten fahren damit einen anderen Kurs als etwa ihre Kollegen im nahen Euskirchen. Diese hatten am Montag mitgeteilt, man werde die bevorstehende Session um ein Jahr "verschieben".

Virus drückt CO2-Emissionen nach unten

17:00 Uhr: Die weltweiten CO2-Emissionen sind zur Hochzeit der strikten Corona-Massnahmen zeitweise um etwa ein Sechstel zurückgegangen. Die globalen Tageswerte waren Anfang April um schätzungsweise bis zu 17 Prozent niedriger als im Jahresdurchschnitt 2019, wie Forscher in der Fachzeitschrift "Nature Climate Change" schreiben.

So wurden am 7. April nach Angaben der Klimawissenschaftler um Corinne Le Quéré von der englischen University of East Anglia weltweit schätzungsweise 83 Millionen Tonnen CO2 durch die Verbrennung fossiler Brennträger und die Zementproduktion ausgestossen - 2019 waren es im Tagesdurchschnitt 100 Millionen Tonnen gewesen. In manchen Ländern seien die Emissionen zu den Hochzeiten der Corona-Beschränkungen gar um bis zu durchschnittlich 26 Prozent gefallen.

Die Einschränkungen für die Bevölkerung hätten zu drastischen Veränderungen beim Energieverbrauch und den CO2-Emissionen geführt, erklärte Le Quéré. Diese extremen Rückgänge seien jedoch wahrscheinlich temporär, da sie keine strukturellen Änderungen in der Wirtschaft, beim Transport oder im Energiesektor bedeuteten.

Ihr Kollege Glen Peters vom Cicero-Zentrum für Internationale Klimaforschung in Oslo ergänzt: "Die wegen Covid-19 entstandenen Emissionsverringerungen werden eindeutig beispiellos sein."

In den ersten vier Monaten des Jahres fielen die Emissionen der Schätzung zufolge um insgesamt etwa 1048 Millionen Tonnen. Besonders stark war der Rückgang in China (minus 242 Megatonnen), den USA (minus 207 Megatonnen) und Europa (minus 123 Megatonnen). Weltweit betrug die Verringerung im Vergleich zu den Monaten Januar bis April 2019 insgesamt rund 8,6 Prozent.

Das Team um Le Quéré schaute sich für die Studie Daten aus 69 Ländern, 50 US-Staaten und 30 chinesischen Provinzen an, die bis Ende April verfügbar waren. Beteiligt waren Einrichtungen aus sieben Ländern, darunter das Berliner Klimaforschungsinstitut MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change).

Der Emissionsrückgang bedeutet nicht, dass die Konzentration der Treibhausgase in der Luft unmittelbar sinkt. Im Gegenteil - der CO2-Gehalt der Atmosphäre klettert weiter: Der Wissenschaftsverband Deutsches Klima-Konsortium hatte am Freitag auf neue Rekordwerte verwiesen, die auch in Deutschland gemessen wurden. Im März sei die CO2-Konzentration an der Messstation des Umweltbundesamtes auf der Zugspitze im Monatsschnitt erstmals auf fast 418 Teilchen pro Million Teilchen Luft (ppm) gestiegen. Der neue Höchstwert von 417,838 ppm habe damit fast 3 ppm höher gelegen als 2019. Auch im April lag die Konzentration mit 415,779 ppm höher als im Vorjahr.

Dass der CO2-Gehalt der Atmosphäre weiter ansteige, liege an der sehr langen Verweildauer von Kohlendioxid in der Atmosphäre. Ozeane und die Landregionen nähmen derzeit etwas mehr als die Hälfte des von der Menschheit ausgestossenen CO2 auf - der Rest verweile für ungefähr ein Jahrhundert in der Luft.

Bahn will Reinigungspersonal in Fernverkehrszügen mehr als verdoppeln

16:25 Uhr: Die Deutsche Bahn will das Risiko von Corona-Infizierungen in Zügen und an Bahnhöfen mit zusätzlichem Reinigungspersonal und strengeren Hygieneplänen senken. Die Zahl der Reinigungskräfte in den Fernverkehrszügen werde ab sofort schrittweise erhöht. Im August sollen dann 600 statt wie bislang 250 Mitarbeiter die IC- und ICE-Züge während der Fahrt saubermachen, teilte die Bahn am Dienstag mit.

Dabei sollen die Mitarbeiter insbesondere sogenannte Kontaktflächen wie Türgriffe und Haltestangen mehrfach pro Tag säubern, während der Fahrt und an Wendebahnhöfen. Auch in den Bahnhöfen selbst sollen Türgriffe, Handläufe und die Bediensysteme an Fahrkarten- und Snackautomaten besonders häufig abgewischt werden. Die Bahn öffnet ausserdem die Waschräume ihrer 20 grössten Bahnhöfe kostenlos für alle Kunden und stellt in 180 Bahnhöfen Desinfektionsmittelspender auf.

Drei Deutsche bei Einreiseversuch nach Mallorca zurückgewiesen

15:49 Uhr: Drei Deutsche sind bei der versuchten Einreise auf dem Flughafen der spanischen Mittelmeerinsel Mallorca gestoppt und in ihre Heimat zurückgeschickt worden. Die beiden Männer und eine Frau seien mit einem Flug aus Köln eingetroffen und hätten keinen ausreichenden Grund für ihre Reise angeben können, meldete die Nachrichtenagentur Europa Press am Dienstag unter Berufung auf die Regierung der Inseln. Touristen unterliegen zurzeit wegen der Corona-Krise einem generellen Einreiseverbot nach Spanien.

Wer derzeit in das beliebte Urlaubsland einreisen will, trifft auf strenge Kontrollen durch die Polizei. Wer keinen ersten Wohnsitz in Spanien vorweisen kann oder aus als wichtig erachteten beruflichen Gründen einreist, hat gute Chancen, so wie die drei Deutschen am Montag direkt zurück in die Heimat geschickt zu werden.

Die Einreisebeschränkungen sind Teil der Notmassnahmen der Regierung gegen die Ausbreitung der Corona-Pandemie. Seit vergangenem Freitag müssen sich Ausländer nach der Einreise zudem in eine zweiwöchige häusliche Quarantäne begeben.

Hoffnungen auf eine baldige Grenzöffnung für Touristen hat die Regierung gerade erst einen Dämpfer verpasst. "Ich hoffe, dass wir die touristischen Aktivitäten Ende Juni wieder aufnehmen können", sagte am Montag Verkehrsminister José Luis Ábalos. "Wir können nicht die Einreise von Ausländern erlauben, während wir die spanische Bevölkerung noch einer Ausgehsperre unterziehen", betonte er. Die Hoffnungen waren aufgekommen, nachdem das von der Coronakrise ebenfalls heftig getroffene Italien die Grenzöffnung für Touristen ab dem 3. Juni angekündigt hatte.

WHO-Mitglieder beschliessen unabhängige Untersuchung der Pandemie-Reaktion

15:35 Uhr: Die Mitgliedstaaten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben eine unabhängige Untersuchung der Reaktion auf die Coronavirus-Pandemie beschlossen. Bei der Jahrestagung der WHO stimmten die Teilnehmer am Dienstag für eine Resolution, in der eine "unparteiische, unabhängige und umfassende Evaluierung" der weltweiten Reaktion gefordert wird. Die Resolution ist nicht bindend.

Gegenstand der Untersuchung soll demnach auch die Reaktion der WHO selbst und deren zeitlicher Ablauf sein. Die Resolution fordert auch, mögliche Impfstoffe und Arzneimittel gegen das Coronavirus für alle Länder verfügbar zu machen.

Der WHO war in den vergangenen Wochen von verschiedenen Seiten vorgeworfen worden, zu spät auf das Auftreten des neuartigen Coronavirus in China reagiert zu haben. Insbesondere US-Präsident Donald Trump wirft der WHO "Missmanagement" in der Corona-Krise und Einseitigkeit zugunsten Chinas vor. Am Montag hatte er die WHO als "Marionette Chinas" bezeichnet und mit einem dauerhaften Stopp der US-Beitragszahlungen und einem Austritt der USA gedroht (siehe 05:31 Uhr).

Weitere Corona-Lockerungen in mehreren Bundesländern vorgestellt

14:50 Uhr: Als letztes Bundesland hebt Sachsen-Anhalt das wegen der Corona-Pandemie verhängte Einreiseverbot für Touristen aus anderen Bundesländern auf. Vom 28. Mai an dürfen Deutsche für Ausflüge, Urlaub und Besuche wieder ins Land kommen. Das hat die Landesregierung am Dienstag entschieden. Ein zweites Einreiseverbot gibt es derzeit noch in Mecklenburg-Vorpommern - es gilt bis zum 25. Mai.

In zwei weiteren Bundesländern wird es voraussichtlich am 25. Mai Lockerungen geben, wie ebenfalls am Dienstag bekannt wurde. So soll in Niedersachsen die bisherige Vorgabe, dass Restaurants maximal die Hälfte der Plätze vergeben dürfen, vorbehaltlich der weiteren Entwicklung des Infektionsgeschehens wegfallen. Auch Indoor-Sportanlagen wie Fitnesscenter könnten von Montag an öffnen. Die Lockerungen müssen aber noch final abgestimmt werden.

Der aktuelle Stand der Lockerungen im Überblick:

Kriminalität in Österreich durch Corona-Beschränkungen fast halbiert

14:46 Uhr: Die Kriminalität ist in Österreich im Zuge der Corona-Krise deutlich zurückgegangen. Nach Angaben des Innenministeriums ist die Zahl der angezeigten Straftaten zwischen dem 16. März und Anfang Mai um rund 46 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken.

Allerdings habe es deutliche Verschiebungen von der Strassen-, Einbruchs- und Raubkriminalität hin zur Internetkriminalität gegeben, erklärte Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) am Dienstag in Wien. "Und sehr genau hinschauen mussten und müssen wir, wie sich das Thema häusliche Gewalt weiterentwickelt."

Franz Lang vom österreichischen Bundeskriminalamt sagte, dass es während der strengen Ausgangsbeschränkungen Tage ohne jeden Wohnungseinbruch in der Alpenrepublik gegeben habe. "Das war zuvor seit der Aufzeichnung der Kriminalitätsstatistik überhaupt noch nicht der Fall", so Lang. Der Drogenhandel habe sich derweil eindeutig ins Internet verlagert, da der Verkauf auf der Strasse durch die Ausgangsbeschränkungen stark erschwert wurde. Seitdem die Anti-Corona-Massnahmen gelockert werden, sei bereits wieder ein Anstieg etwa bei Taschen- und Ladendiebstählen zu verzeichnen.

Bayern senkt Grenzwert für Corona-Hotspots auf 35 Neuinfektionen

14:33 Uhr: Bayern verschärft seinen Grenzwert im Frühwarnsystem für die Corona-Neuinfektionen. Das Landeskabinett setzte den Grenzwert auf 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen in einer Stadt oder einem Landkreis herab, wie Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Dienstag in München mitteilte. Das Frühwarnsystem sei ein "probates Mittel", um lokale Ausbruchsgeschehen schnell zu erkennen.

Bund und Länder hatten sich auf den Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner geeinigt. Auch das Land Berlin hält dies für zu viel und hat ein eigenes Warnsystem entwickelt, das bereits bei 30 auf Rot schaltet.

Herrmann sagte in München: "Das Virus ist nicht besiegt, also wird es diese lokalen Ausbrüche immer wieder geben." Die frühzeitige Erkennung von Hotspots sei in der aktuellen Phase der Pandemie sehr wichtig.

Je nach Ausbruchsgeschehen werde dann in unterschiedlichen Stufen ein Plan entwickelt, wie die Ansteckungen wieder minimiert werden könnten. Dazu gehöre das Aufspüren von Kontaktpersonen, gegebenenfalls die Quarantäne von bestimmten Einrichtungen oder die Verlegung von Menschen aus geschlossenen Einrichtungen bis hin zur Schliessung von Geschäften oder im schlimmsten Fall auch allgemeinen Kontakt- oder Ausgangsbeschränkungen.

Ein französischer Corona-Patient, der am 2. April aus dem Elsass nach Dresden geflogen wurde, hat am 22. April das Universitätsklinikum Dresden wieder verlassen.

Uni-Mediziner: COVID-19 kann auch zu vorübergehender Querschnittslähmung führen

14:17 Uhr: Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) und renommierte Hochschulmediziner haben davor gewarnt, die Gefährlichkeit der COVID-19-Erkrankung zu unterschätzen. Vertreter mehrerer Unikliniken zogen am Dienstag Zwischenbilanz - zwei Monate nach Gründung eines Netzwerks der deutschen Hochschulmedizin zum Austausch von Behandlungsverfahren und Patientendaten in der Corona-Pandemie. Ende März hatten die Universitätskliniken einen entsprechenden Austausch vereinbart.

Es handele sich bei COVID-19 nicht um eine klassische Lungenentzündung wie bei einer Grippe, sagte Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus in Dresden. Die Erkrankung stelle etwas Besonderes dar und sei "höchstkomplex".

Das hätten viele Fälle mit schwerkranken Patienten in den vergangenen Wochen an den Kliniken gezeigt. Bei Patienten mit schweren Verläufen träten Erkrankungen des zentralen Nervensystems, des Rückenmarks oder der Gefässe auf. Es komme sogar zu vorübergehenden Querschnittslähmungen oder auch zu Organversagen von Niere und Leber.

"Es ist so gut organisiert und so gut gemacht worden in den letzten Wochen, dass der Blick auf diese grässlichen Folgen und Auswirkungen nicht nur für Einzelne sondern für ganze Gesellschaftsschichten verloren gegangen ist", sagte Albrecht mit Blick auf die Kritik an den Anti-Corona-Massnahmen.

Die Pandemie sei kein Hirngespinst, sondern eine reale ernsthafte Bedrohung, sagte Forschungsministerin Anja Karliczek (CDU). "Mit dieser Krankheit ist definitiv nicht zu spassen, und je mehr wir über sie lernen, umso deutlicher wird das." Sie rief dazu auf, die Abstands- und Hygieneregeln weiter einzuhalten.

Masken und Abstand - Neue Regeln an deutschen Flughäfen

14:02 Uhr: Passagiere müssen sich auf veränderte Abläufe an den deutschen Flughafen einstellen. Maskenpflicht an bestimmten Punkten, entzerrte und daher langsamere Abläufe, aber vorerst keine Medizin-Checks - das sieht der Leitfaden vor, den der Branchenverband ADV am Dienstag in Berlin vorgestellt hat. Mit dem Massnahmenpaket soll das Ansteckungsrisiko für die Lungenkrankheit COVID-19 bei einem Wiederanlauf des Flugverkehrs nahezu ausgeschlossen werden, hiess es.

Es wurde deutlich, dass es an deutschen Flughäfen bislang keine einheitliche Pflicht zum Tragen eines Mund-Nase-Schutzes in den Terminals gibt. Bislang haben dies nur die Länder Berlin, Bremen, Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen für den gesamten Flughafen angeordnet, wie ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel einräumte.

In den übrigen Ländern herrsche bislang nur ein Gebot beziehungsweise eine Tragepflicht an den Punkten Luftsicherheitskontrolle und Gepäckrückgabe. Er sei aber optimistisch, dass die anderen Länder nachziehen, sagte Beisel.

Der Verband empfiehlt den Flughäfen, die Passagierprozesse zu entzerren. So sollten mehr Check-In-Schalter öffnen und mehr Busse verkehren, wenn die Passagiere aufs Vorfeld gefahren werden müssten. In den Wartezonen müssten Sitzplätze gesperrt und Schlangen so organisiert werden, dass auch seitlich der Mindestabstand eingehalten werden könne. Bei Umsetzung der Vorschläge verliere die Infrastruktur 20 bis 50 Prozent ihrer Leistungsfähigkeit, es könnte also nur noch die Hälfte der vorherigen Passagierzahl abgefertigt werden.

Weiter wenden sich die deutschen Flughäfen gegen Medizin-Checks beim Ein- oder Aussteigen. Wärmebildkameras oder Fiebermessungen seien nicht geeignet, Träger des Coronavirus zu identifizieren, heisst es unter Berufung auf Fachuntersuchungen. Sollten Checks behördlich angeordnet werden, würden die Flughäfen Fragebögen bevorzugen, die von den Passagieren auszufüllen wären.

Freibäder und Kinos im Nordosten dürfen Montag wieder öffnen

13:59 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern dürfen vom kommenden Montag (25. Mai) an die Freibäder, Kinos und Reha-Kliniken wieder öffnen. Gaststätten dürfen dann statt bis 21:00 Uhr bis 23:00 Uhr Gäste bewirten. Damit soll der Betrieb in den Restaurants entzerrt werden. Dies hat das Kabinett am Dienstag in Schwerin beschlossen, wie Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) im Anschluss sagte.

Ausserdem dürfen Menschen aus vielen europäischen Ländern wieder nach Mecklenburg-Vorpommern einreisen, ohne 14 Tage in Quarantäne gehen zu müssen. In mehreren anderen Bundesländern gilt diese Regel bereits. In Hessen, Sachsen, dem Saarland und Schleswig-Holstein sind auch die Kinos bereits wieder geöffnet, in anderen Ländern soll das in nächster Zeit geschehen.

An den Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Civey kann jeder teilnehmen. In das Ergebnis fliessen jedoch nur die Antworten registrierter und verifizierter Nutzer ein. Diese müssen persönliche Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angeben. Civey nutzt diese Angaben, um eine Stimme gemäss dem Vorkommen der sozioökonomischen Faktoren in der Gesamtbevölkerung zu gewichten. Umfragen des Unternehmens sind deshalb repräsentativ. Mehr Informationen zur Methode finden Sie hier, mehr zum Datenschutz hier.

Bayerisches Kabinett lobt Hygiene-Konzept der Basketball-Bundesliga

13:39 Uhr: Das Kabinett der bayerischen Landesregierung hat das Hygiene- und Sicherheitskonzept der Basketball-Bundesliga nach der Zustimmung zur Fortsetzung der Saison gelobt. Florian Herrmann (CSU), Leiter der Staatskanzlei, nannte die Pläne der BBL am Dienstag "ein sehr überzeugendes Hygienekonzept, weil es praktisch unmöglich ist, dass einer nach aussen geht oder von aussen was eingetragen wird."

Die Basketball-Bundesliga will ihre Saison mit einem Zehner-Turnier im Münchner Audi Dome ohne Zuschauer beenden. Die beteiligten Teams werden während der Turnierphase alle in einem Hotel in Quarantäne untergebracht.

"Deshalb konnte man auch angesichts der positiven Entwicklung der Zahlen insgesamt, aber auch aufgrund der ersten Erfahrungen der Fussball-Bundesliga hier wirklich aus Überzeugung sagen: Ja, das Konzept ist überzeugend und kann durchgeführt werden", sagte Herrmann. Das Turnier in München soll am ersten Juni-Wochenende beginnen und rund drei Wochen dauern.

Robert-Koch-Institut startet Corona-Studie mit 8.000 Teilnehmern

13:32 Uhr: In einer kleinen Gemeinde in Baden-Württemberg startet eine grössere Untersuchung des Robert-Koch-Instituts zum Coronavirus. In Kupferzell (Hohenlohekreis) sollen ab Mittwoch 2.000 Menschen befragt und auch getestet werden. Insgesamt sollen in den kommenden Monaten 8.000 Menschen in vier besonders von der Corona-Pandemie betroffenen Orten an der Studie "Corona Monitoring lokal" teilnehmen, wie RKI-Forscher am Dienstag sagten.

Sie wollen herausfinden, wie viele Menschen bereits mit dem Virus in Kontakt waren und Antikörper gebildet haben. Ausserdem erhoffen sie sich Erkenntnisse über den Anteil der Infektionen ohne Symptome, welche Menschen häufiger betroffen sind und wie oft eine Erkrankung so schwer verläuft, dass Betroffene ins Krankenhaus müssen. Ziel ist laut RKI auch, Faktoren zu ermitteln, die eine Ausbreitung vorantreiben oder hemmen.

Eine ähnliche Studie - allerdings nicht vom RKI - hatte es im stark vom Coronavirus betroffenen Gangelt im nordrhein-westfälischen Kreis Heinsberg gegeben. Die Ergebnisse dieser Studie seien wichtig, bezögen sich aber nur auf die Gemeinde Gangelt, sagte Thomas Lampert, Leiter der Abteilung für Epidemiologie und Gesundheitsmonitoring am RKI. Claudia Santos-Hövener vom RKI sagte: "Wir können nicht ausschliessen, dass in Gangelt etwas vorlag, das nicht übertragbar ist. Und je mehr Gemeinden wir einschliessen, desto besser können wir das beurteilen."

In Kupferzell wird bis zum 6. Juni getestet, die Ergebnisse sollen im Juli präsentiert werden. Zwischenergebnisse wird es laut RKI nicht geben. Nach den Tests in Kupferzell zieht das RKI-Team weiter nach Bad Feilnbach in Bayern. Dort sowie später in zwei weiteren stark betroffenen Gemeinden – die noch nicht feststehen – werden jeweils weitere 2.000 Menschen getestet und befragt.

Umfrage: USA verlieren in der Coronakrise an Ansehen in Deutschland

12:50 Uhr: Im Zuge der Corona-Pandemie hat das Ansehen der USA in Deutschland deutlich gelitten. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar Public im Auftrag der Körber-Stiftung sagen 73 Prozent, dass sie heute eine schlechtere Meinung von den Vereinigten Staaten hätten als vor der Krise. Für nur 5 Prozent hat sich das Image der USA verbessert.

Mehr als jeder Dritte (36 Prozent) hält die Beziehungen zu China inzwischen für wichtiger als die zu den USA. Nur noch 37 Prozent sagen, die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten seien wichtiger. Bei einer Befragung im September fiel die Antwort auf diese Frage mit 50 zu 24 Prozent noch klar zugunsten der USA aus.

"Die Skepsis der Deutschen den USA gegenüber wächst - ein besorgniserregender Trend, der der Entscheidungsträgern auf beiden Seiten des Atlantiks zu denken geben sollte", sagte Nora Müller, Leiterin des Bereichs Internationale Politik der Körber-Stiftung.

Den Wunsch nach engeren Beziehungen zu China gibt es allerdings auch in den USA. In einer parallel durchgeführten Studie des Meinungsforschungsinstituts Pew Research sagten dort 44 Prozent, sie hielten die Beziehungen zu China für wichtiger als die zu Deutschland. Nur 43 Prozent sehen das umgekehrt.

Das Verhalten Chinas in der Corona-Krise wird laut Umfrage von Kantar Public allerdings in Deutschland auch sehr kritisch gesehen. 71 Prozent meinen, mehr Transparenz Pekings hätte dazu beitragen können, die Verbreitung der Pandemie abzumildern.

Hamburg verzeichnet erstmals keine neuen Corona-Infektionen

12:08 Uhr: Erstmals seit mehreren Wochen sind in Hamburg von den Gesundheitsämtern binnen eines Tages keine weiteren Corona-Infektionen gemeldet worden. Das teilte die Hamburger Gesundheitsbehörde am Dienstag mit. Auch Schleswig-Holstein hatte zuvor keine neuen Fälle gemeldet (siehe auch 08:57 Uhr).

Die Zahl der in Hamburg insgesamt gemeldeten Fälle liegt damit bei 5034. Auch die Zahlen aus den Krankenhäusern sind seit mehreren Wochen eher rückläufig. Derzeit befinden sich 63 Hamburger wegen der Lungenkrankheit COVID-19 in stationärer Behandlung (Montag: 61), davon werden wie schon am Vortag 27 Personen intensivmedizinisch betreut. Mitte April hatten noch mehr als 260 Hamburger mit COVID-19 im Krankenhaus gelegen.

Opposition will Niedersachsens Regierung wegen Corona-Strategie verklagen

11:50 Uhr: FDP und Grüne in Niedersachsen wollen die schwarz-rote Landesregierung vor dem Staatsgerichtshof verklagen, weil sie den Landtag in der Coronakrise ungenügend informiert sehen. Das kündigten die beiden Oppositionsfraktionen am Dienstag in Hannover an.

Mit einem Eilantrag sollten die grundlegenden Informationsrechte des Landtags als gewählte Vertretung des Volkes und Kontrollinstanz der Regierung schnellstmöglich wieder sichergestellt werden, teilten sie mit.

Die Regierung erlasse seit Beginn der Corona-Krise im Wochentakt Verordnungen, mit denen sie zum Teil massiv in Grundrechte der Bevölkerung eingreife. Darüber werde das Landesparlament in aller Regel bisher erst unmittelbar vor dem Inkrafttreten oder im Nachhinein informiert, beklagten FDP und Grüne. Die Regierung erfülle damit in keiner Weise die Vorgaben der Landesverfassung, den Landtag über alle grundlegenden Vorhaben, "frühzeitig und vollständig zu unterrichten".

Ein Forscher des Beijing Advanced Innovation Center for Genomics der Universität Peking führt in einem Labor Tests durch. Das chinesische Labor sagt, es habe ein Medikament entwickelt, das seiner Ansicht nach die Coronavirus-Pandemie zum Stillstand bringen könne, die Genesungszeit für die Infizierten verkürze und sogar eine kurzfristige Immunität gegen das Virus biete.
An den Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Civey kann jeder teilnehmen. In das Ergebnis fliessen jedoch nur die Antworten registrierter und verifizierter Nutzer ein. Diese müssen persönliche Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angeben. Civey nutzt diese Angaben, um eine Stimme gemäss dem Vorkommen der sozioökonomischen Faktoren in der Gesamtbevölkerung zu gewichten. Umfragen des Unternehmens sind deshalb repräsentativ. Mehr Informationen zur Methode finden Sie hier, mehr zum Datenschutz hier.

Über 20.400 Mitarbeiter im Gesundheitswesen infiziert

11:16 Uhr: Seit Beginn der Coronakrise haben sich dem Robert-Koch-Institut (RKI) zufolge in Deutschland mehr als 20.400 Mitarbeiter von Kranken- und Pflegeeinrichtungen mit dem Virus infiziert. Alleine in Krankenhäusern, Praxen, Dialyseeinrichtungen und bei Rettungsdiensten verzeichnete das RKI bislang mehr als 11.800 Corona-Fälle (Stand 18.Mai, 00:00 Uhr).

In Pflege- und anderen Wohneinrichtungen waren es mehr als 8.500 Infektionen. Insgesamt 895 erkrankte Mitarbeiter mussten demnach stationär behandelt werden, 61 sind gestorben.

Personal in Gesundheitseinrichtungen werde allerdings nur punktuell auf das Virus getestet, schreibt die "Süddeutsche Zeitung". Das RKI habe auf Anfrage der Zeitung eingeräumt, es sei dem Institut nicht bekannt, wie umfassend in den Einrichtungen getestet werde.

Sommerhitze werde Corona-Pandemie laut Studie kaum bremsen

11:03 Uhr: Die höheren Temperaturen im Sommer werden die Corona-Pandemie einer Studie zufolge kaum bremsen. Statistische Auswertungen deuteten daraufhin, dass heisseres Wetter und eine höhere Luftfeuchtigkeit die Ausbreitung des Virus nur in geringem Mass beeinflussen, hiess es in einer Studie der US-Universität Princeton, die am Montag im Fachmagazin "Science" veröffentlicht wurde. Der Einfluss der klimatischen Bedingungen auf den neuartigen Erreger seien "gering".

Zwar beeinflusse eine höhere Luftfeuchtigkeit die Ausbreitung anderer Coronaviren und der Grippe, im Fall des neuen Erregers Sars-CoV-2 sei aber das Fehlen einer "weitverbreiteten Immunität" entscheidend, schrieben die Forscher. Daher werde sich das Virus unabhängig von den klimatischen Bedingungen schnell ausbreiten.

Auch das Pandemie-Geschehen in warmen Ländern wie Brasilien, Ecuador und Australien liefere Hinweise für diese These. "Es scheint, dass das Klima die Verbreitung (des Virus) derzeit nicht reguliert", erklärte die Princeton-Forscherin Rachel Baker.

Die Forscher gehen davon aus, dass das Wetter erst dann zu einem entscheidenden Faktor wird, wenn grosse Teile der Bevölkerung immun gegen den Erreger sind und das neuartige Coronavirus zu einer saisonalen Erkrankung werde. Dies sei auch bei der durch andere Coronaviren ausgelösten Erkältung zu beobachten, die vor allem im Winter ausserhalb der Tropen auftrete, erklärte der Ko-Autor der Studie, Bryan Grenfell.

Mehr als 175.100 Corona-Nachweise in Deutschland - fast 8.000 Tote

10.56 Uhr: Bundesweit sind bis Dienstagvormittag über 175.100 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 10:15 Uhr: mehr als 174.700 Infektionen). Mindestens 7.976 mit dem Erreger SARS-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 10:15 Uhr: 7.934). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag bei 0,91. Das bedeutet, dass jeder Infizierte im Mittel etwas weniger als eine weitere Person ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Seit Donnerstag gibt das RKI zudem ein sogenanntes 7-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 0,82. Er zeigt das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen.

Nach Angaben des RKI haben in Deutschland rund 155.700 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten aber auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

Chinesische Wissenschaftler arbeiten an vielversprechendem Corona-Medikament

10:38 Uhr: Chinesische Wissenschaftler haben nach eigenen Angaben ein vielversprechendens Medikament gegen das Coronavirus entwickelt. Das Mittel auf der Grundlage von Antikörpern sei bereits erfolgreich an Tieren getestet worden, teilten die Forscher von der renommierten Peking-Universität mit. Es könnte demnach bei der Behandlung von Infizierten eingesetzt werden und deren Genesung beschleunigen, aber auch kurzfristig vor einer erneuten Ansteckung schützen.

Das Mittel basiert auf Antikörpern, die die Forscher aus dem Blut von 60 Menschen gewonnen haben, die die Infektion mit dem neuartigen Coronavirus bereits durchgemacht haben. Diese Antikörper wurden infizierten Mäusen injiziert - nach fünf Tagen sei die Viruslast bei den Versuchstieren um den Faktor 2500 zurückgegangen, sagte der Leiter des Pekinger Innovationszentrums für Genetik, Sunney Xie, der Nachrichtenagentur AFP.

Xie hofft nun darauf, aus den Antikörpern ein "hochspezialisiertes Arzneimittel" herzustellen, "das die Pandemie stoppen würde".

Die Wissenschaftler, die ihre Forschungsergebnisse bereits im Fachmagazin "Cell" veröffentlicht haben, hoffen darauf, dass das fertige Medikament schon Ende des Jahres zur Verfügung stehen könnte - und damit noch vor der erwarteten zweiten Infektionswelle im Winter. Eine klinische Studie ist nach Angaben von Xie bereits in Vorbereitung. Weil die Zahl der akut Erkrankten in China mittlerweile zu gering sei, werde das Medikament an Patienten in Australien und anderen Ländern getestet.

Grossbritannien: Ansprüche auf Arbeitslosenhilfe steigen rasant

09:59 Uhr: Die Coronakrise hat im April voll auf den britischen Arbeitsmarkt durchgeschlagen. Die Zahl der Menschen mit Anspruch auf Arbeitslosenhilfe ist im April um 856.500 gestiegen, wie das Statistikamt ONS am Dienstag in London mitteilte. Dies ist der höchste jemals gemessene Anstieg.

Die britische Regierung hat in der Krise einen Schutzschirm für den Arbeitsmarkt aufgespannt. Laut Schätzungen wurden zunächst rund 7,5 Millionen Arbeitsplätze gerettet. Die britische Regierung orientierte sich hier am deutschen Kurzarbeitergeld. Allerdings steht dem britischen Arbeitsmarkt das Schlimmste laut Experten noch bevor. Die Wirtschaft könnte nach Berechnungen der britischen Notenbank in diesem Jahr um bis zu 14 Prozent schrumpfen.

Gleichzeitig wurden die Daten zur Arbeitslosenquote veröffentlicht, die nach den Methoden der Internationalen Arbeitsagentur erhoben werden. Die Arbeitslosenquote ist in drei Monaten bis März von 4,0 auf 3,9 Prozent gefallen. Allerdings war die Coronakrise im März noch nicht mit voller Wucht in Grossbritannien angekommen. Die britische Regierung hatte später als andere Länder das öffentliche Leben eingeschränkt.

Ein Tag ohne neugemeldete Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein

08:57 Uhr: In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell gemeldeten Infektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden nicht weiter erhöht. Somit beträgt die Gesamtzahl der seit Ausbruch des Coronavirus nachgewiesenen Fälle mit Stand Montagabend nach wie vor 3.002, wie die Landesregierung auf ihrer Webseite mitteilte. Die Zahl der Gestorbenen stieg um 2 auf 128.

Greenpeace befürchtet höheren CO2-Ausstoss durch verstärkte Nutzung von Autos

08:35 Uhr: Die Umweltschutzorganisation Greenpeace sieht als Folge der Corona-Pandemie die Gefahr einer Verschlechterung der CO2-Bilanz des Verkehrs. Kalkulationen für eine am Dienstag veröffentlichte Greenpeace-Studie ergaben, dass wegen einer möglichen Vermeidung öffentlicher Verkehrsmittel und der Nutzung des Autos alleine in den Grossstädten die Zahl der mit dem Auto gefahrenen Kilometer um bis zu 20 Milliarden pro Jahr steigen könnte. Die Folge wären laut Greenpeace zusätzliche drei Millionen Tonnen an CO2-Ausstoss.

Greenpeace-Verkehrsexpertin Marion Tiemann erklärte, "damit Corona nicht auch die Verkehrswende infiziert, müssen Städte jetzt mehr Platz für Radfahrende und Fussgänger schaffen." Die Städte könnten mit besseren Rad- und Fusswegen verhindern, dass die Menschen wieder stärker in ihr Auto gezwungen werden.

Scheuer: Taxi-Trennscheiben "schützen beide"

08:01 Uhr: Ob abgesagte Messen oder ausbleibende Fahrten zu Hotels oder Flughäfen - von der Coronakrise ist auch die Taxibranche hart getroffen. Die Bundesregierung will mit einem am Dienstag gestarteten Programm dazu beitragen, dass Taxiunternehmen ihre Kunden auch in Zeiten der Pandemie möglichst rasch wieder sicher befördern können. Mit vier Millionen Euro fördert sie Trenneinrichtungen zwischen Fahrer und Fahrgast, "um beide zu schützen", wie Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) sagte.

"Das ist eine zusätzlich Ausstattung, die man schnell montieren kann", sagte Scheuer. "Wir stellen dafür vier Millionen Euro zur Verfügung und können bei Nachfrage noch aufstocken." Dafür stehen nach Angaben des Verkehrsministeriums zusätzliche 500.000 Euro zur Verfügung.

Schiedsrichter: Corona-Massnahmen positiv für Verhalten der Spieler

07:45 Uhr: Der erste Bundesliga-Spieltag ist vorbei und die Schiedsrichter ziehen ein positives Fazit. Denn trotz aller negativen Begleiterscheinungen der Corona-Massnahmen sehen die Unparteiischen auch gute Seiten. "Die Spieler stürmen bei einer kritischen Entscheidung nicht sofort auf den Schiedsrichter zu, es gibt keine Rudelbildung (...)", sagte der Referee Guido Winkmann, der bei Köln gegen Mainz (2:2) im Einsatz war, der "Bild-Zeitung". Grund seien wohl die schwächeren Emotionen aufgrund der fehlenden Zuschauer, vermutete Winkmann.

Mit persönlichen Strafen im Falle der Missachtung der Abstands- und Hygieneregeln müssten die Profis jedoch ohnehin nicht rechnen. Es handele sich hier nur um "Hygiene-Empfehlungen der DFL", hatte Schiedsrichter-Lehrwart Lutz Wagner gesagt. "Die Schiedsrichter können nur präventiv tätig sein und die Spieler auf ihre Eigenverantwortung hinweisen."

Trump droht WHO mit endgültigem Zahlungsstopp und Austritt

05:31 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit einem endgültigen Zahlungsstopp gedroht. Sollte sich die WHO innerhalb der kommenden 30 Tage nicht zu "wesentlichen Verbesserungen" verpflichten, werde er zudem die Mitgliedschaft der USA in der Organisation überdenken, heisst es in einem Schreiben an WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus, das Trump am Montagabend auf Twitter veröffentlichte.

Viele Labor-Kapazitäten bleiben ungenutzt

Pro Woche werden in Deutschland Hunderttausende Corona-Tests durchgeführt. Laut einem Bericht des Robert-Koch-Instituts werden die vorhandenen Testkapazitäten allerdings bei weitem nicht ausgereizt.

Trump hatte vor einem Monat einen Zahlungsstopp an die WHO veranlasst. Die Massnahme stiess international auf Kritik. Trump wirft der Sonderorganisation der Vereinten Nationen schwere Versäumnisse in der Pandemiebekämpfung und China-Hörigkeit vor. Mitte April hatte er angekündigt, dass seine Regierung untersuchen werde, welche Rolle die WHO bei dem Missmanagement in der Coronakrise gespielt habe. Diese Überprüfung habe viele seiner Bedenken bestätigt, erklärte Trump nun. Dabei gehe es insbesondere um den "alarmierenden Mangel" an Unabhängigkeit von China.

Mehr als Tausend Deutsche sitzen immer noch im Ausland fest

05:00 Uhr: Mehr als drei Wochen nach der vorläufigen Einstellung der Rückholflüge des Auswärtigen Amts sitzen immer noch mehr als Tausend Deutsche im Ausland fest, wie das Amt der dpa bestätigte:

  • Marokko: "hohe dreistellige Zahl"
  • Südafrika: "mittlere dreistellige Zahl"
  • Argenitnien: "niedrige bis mittlere dreistellige Zahl"
  • Pakistan: "niedrige bis mittlere dreistellige Zahl"

Die Botschaften versuchen weiter in jedem Einzelfall, Rückkehrmöglichkeiten etwa mit den vereinzelten kommerziellen Flügen zu finden. Neben Touristen zählen auch dauerhaft oder vorübergehend im Ausland lebende Deutsche zu den Festsitzenden. "Einige konnten aufgrund von fehlenden Transportmöglichkeiten, Bewegungsbeschränkungen oder Quarantänemassnahmen nicht an Rückkehrflügen teilnehmen", heisst es aus dem Auswärtigen Amt. "Andere haben sich erst später zu einer Ausreise entschlossen, zum Beispiel aufgrund der Entwicklung der Pandemielage oder weil gebuchte Rückflüge jetzt noch storniert wurden."

Weltärztepräsident warnt vor Öffnung europäischer Grenzen für Urlauber

03:43 Uhr: Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery warnt vor einer Öffnung der innereuropäischen Grenzen für den Tourismus gewarnt. Die deutschen Grenzen sollten angesichts der fortdauernden Corona-Pandemie in beide Richtungen für Urlauber geschlossen bleiben, sagte Montgomery den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Aus gesundheitlichen Gründen wäre es das Beste, die Menschen blieben an ihrem Wohnort", betonte er. Bundesaussenminister Heiko Maas (SPD) hatte am Montag für einen "kontrollierten Wiedereinstieg in den europäischen Tourismus" im Sommer plädiert.

Brasilien hat mehr Corona-Infizierte als Grossbritannien

01:54 Uhr: Brasilien hat Grossbritannien bei der Zahl der Corona-Infizierten überholt. Dies ist aus den jüngsten Daten des Gesundheitsministeriums in Brasília vom Montag ersichtlich. Demnach haben sich in dem mit 210 Millionen Einwohnern grössten Land in Lateinamerika 254.220 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 244.995 in Grossbritannien. 16.792 Menschen sind in Brasilien im Zusammenhang mit dem Virus bislang gestorben.

Medizinische Fachverbände: Kitas und Grundschulen vollständig öffnen

01:00 Uhr: Vier medizinische Fachgesellschaften haben dazu aufgerufen, Kindergärten und Schulen trotz der Corona-Pandemie umgehend und vollständig zu öffnen. In einem gemeinsamen Papier, über das die "Neue Osnabrücker Zeitung" berichtet, heisst es: "Insbesondere bei Kindern unter 10 Jahren sprechen die aktuellen Daten sowohl für eine geringere Infektions- als auch für eine deutlich geringere Ansteckungsrate." Im Gegensatz dazu seien die sozialen und gesundheitlichen Folgen der Schliessung gravierend.

In ihrer Stellungnahme schreiben die Deutsche Gesellschaft für
Krankenhaushygiene, die Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie, die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin und der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte in Deutschland, "Kitas, Kindergärten und Grundschulen sollen möglichst zeitnah wiedereröffnet werden", und zwar "uneingeschränkt". Es müssten keine kleinen Gruppen gebildet werden. Auch müssten die Kinder weder Abstand wahren noch Masken tragen.

"Entscheidender als die individuelle Gruppengrösse ist die
Frage der nachhaltigen Konstanz der jeweiligen Gruppe und
Vermeidung von Durchmischungen", heisst es in dem Papier. Soll heissen: Es könnte durchaus eine komplette Klasse unterrichtet werden, solange man etwa in den Pausen darauf achte, dass sich die Schüler nicht mit denen anderer Klassen träfen.

Elf Prozent aller deutschen Corona-Fälle in Gesundheitsberufen

00:29 Uhr: Mitarbeiter von Krankenhäusern sowie Alten- und Pflegeheimen in Deutschland sind einem Medienbericht zufolge überdurchschnittlich häufig von einer Infektion mit dem Coronavirus betroffen. Wie aus Recherchen der "Süddeutschen Zeitung" hervorgeht, haben sich seit Mitte April durchschnittlich täglich mehr als 230 Ärzte, Pfleger und andere Mitarbeiter in Gesundheitsberufen mit SARS-CoV-2 angesteckt.

Insgesamt hätten sich bisher rund 20.000 Mitarbeiter aus diesen Bereichen eine Infektion mit dem Virus zugezogen, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI). Das entspreche etwa elf Prozent aller Infizierten. Mindestens 894 Menschen aus dem Gesundheitssektor mussten demnach stationär behandelt werden, mindestens 60 seien infolge der Lungenkrankheit COVID-19 gestorben. Auf das Virus getestet werde das Personal aber nur punktuell, hiess es weiter. Das RKI habe auf Anfrage der Zeitung eingeräumt, es sei dem Institut nicht bekannt, wie umfassend in den Einrichtungen getestet werde.

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Mit Material von dpa, afp, sid und apa.
Teaserbild: © imago images/Rupert Oberh�user