Die gute Nachricht: Im Achtelfinale der Champions League wird kein deutscher Verein auf Real Madrid treffen. Die schlechte Nachricht: Klubs wie der FC Barcelona, Manchester City und Juventus Turin sind auch noch im Wettbewerb vertreten. Ein Überblick über die möglichen Gegner, die heute bei der Achtelfinal-Auslosung (live bei uns im Ticker) Dortmund, dem FC Bayern und Leverkusen drohen.

Gleich drei deutsche Vereine sind in der Champions League unter den letzten 16 Verbliebenen: Bayer 04 Leverkusen schaffte es in der vergleichsweise machbaren Gruppe E auf den zweiten Rang. Bayern München wurde in Gruppe D ebenfalls "nur" Zweiter. Einzig Borussia Dortmund zog als Gruppenprimus in die nächste Runde ein – und liess Titelverteidiger Real Madrid hinter sich.

Doch das heisst nicht, dass es der BVB im Achtelfinale leichter haben wird als die anderen beiden deutschen Teams.

... und Thomas Müller muss endlich bezahlen: die Lehren des Spieltags.

Heute ab 12:00 Uhr (im Ticker bei uns) werden in Nyon die Achtelfinal-Partien ausgelost. Aber was bedeutet das für die deutschen Vertreter? Wem droht ein Hammer-Los?

Kein Vorteil für den Gruppensieger

In Lostopf eins sind die Erstplatzierten der Vorrunde vertreten – somit auch der BVB. Im Achtelfinale muss den Gruppensiegern zwingend ein Vorrundenzweiter zugelost werden. Grund zur Freude hat die Borussia kaum - auch in Topf zwei tummeln sich echte Hochkaräter.

Paris Saint-Germain etwa wäre ein echtes Hammer-Los. Der französische Meister liegt in der Ligue 1 momentan zwar nur auf dem dritten Rang, doch der Kader ist gespickt mit Weltklasse-Kickern. Besonders aufpassen müsste die fehleranfällige BVB-Defensive auf Stürmer Edison Cavani: Er traf diese Saison in 14 Ligaspielen bereits 14-mal.

Die Tuchel-Elf könnte allerdings auch auf Manchester City treffen. Das Team von Pep Guardiola hat die Spielphilosophie des Trainers zwar noch nicht vollends verinnerlicht, doch Guardiola besitzt Champions-League-Erfahrung wie kaum ein anderer. Den Wettbewerb konnte er als Trainer bereits zweimal gewinnen. Zudem coachte er seine Mannschaften immer mindestens bis ins Halbfinale der Königsklasse.

Vermeintlich leichtere Gegner wären da Benfica Lissabon, der FC Porto, sowie der FC Sevilla. Marco Reus ist es indes egal, wen die "Schwarz-Gelben" zugelost bekommen. "Im Achtelfinale warten starke Gegner, einen leichten gibt es da gar nicht mehr", sagte der Offensive nach dem Spiel gegen Real.

Nicht nur Dynamo Dresden hat sich eine Merchandise-Panne geleistet.

Auf die deutschen Vertreter in Topf Nummer zwei kann Dortmund hingegen nicht treffen. Auch ein Achtelfinale gegen Real Madrid bleibt sicher aus, weil die Klubs in der Gruppe gegeneinander spielten.

Droht dem FCB jetzt Barca?

Dem FC Bayern München und Bayer 04 Leverkusen drohen in der ersten K.o.-Runde der Champions League der FC Barcelona, Juventus Turin oder der FC Arsenal. Leverkusen könnte zudem auf Atlético Madrid treffen.

Der englische Überraschungsmeister Leicester City, der italienische SSC Neapel und der AS Monaco aus Frankreich (nicht für Leverkusen - sie spielten in Gruppe E gegen die Monegassen) wären dagegen wohl "machbare Aufgaben".

Das schlimmste Szenario dürfte für beide deutschen Klubs dabei eine Partie gegen den FC Barcelona sein. Zuletzt trafen die Bayern im Halbfinale der Champions-League-Saison 2014/15 auf die Katalanen. Damals scheiterte man deutlich an Lionel Messi, Neymar, Luis Suárez und Co. Relativ wacker schlug sich vergangene Spielzeit hingegen die "Werkself". In der Gruppenphase konnte man sich neben einer knappen Hinspiel-Niederlage auch ein Remis (1:1) erkämpfen. Im Achtelfinale 2011 hatte es allerdings eine derbe 1:7-Klatsche gesetzt.

Auch ein Duell gegen Juventus wäre sicher unangenehm. Die Münchner spielten bereits vor einem Jahr gegen die Italiener. Das damalige Achtelfinale wurde erst in der Verlängerung zugunsten der Bayern entschieden - das aber nur äusserst knapp.

Robert Lewandowski wäre froh, sollte den Bayern letztlich ein leichterer Gegner zugelost werden. "Es ist noch nicht die Zeit, um ein Top-Spiel zu spielen. Wir müssen ein bisschen Glück haben", so der Pole nach dem letzten Spiel gegen Atlético. Mats Hummels hingegen ist vor allem der kulturelle Aspekt wichtig: "Ich hab' immer gerne Mannschaften und Stadien, die ich noch nicht hatte", formulierte der Bayer seinen Wunsch nach neuen Erfahrungen.

Die Lostöpfe im Überblick

Topf 1 (Gruppenerste): FC Arsenal, SSC Neapel, FC Barcelona, Atlético Madrid, AS Monaco, Borussia Dortmund, Leicester City, Juventus Turin

Topf 2 (Gruppenzweite): Paris Saint-Germain, Benfica Lissabon, Manchester City, FC Bayern München, Bayer 04 Leverkusen, Real Madrid, FC Porto, FC Sevilla