• 23:40 Uhr: Nationalmannschaft zurück in Deutschland - Müller: "Geht mir medium"
  • 19:29 Uhr: "Entscheidung für Familie": Addo hört als Ghana-Trainer auf
  • 17:06 Uhr: Fifa erklärt Japans Millimeter-Tor: Regulärer Treffer
  • 10:50 Uhr: Luis Enrique wusste nicht, dass Spanien draussen war
  • 10:08 Uhr: Gary Lineker lacht sich kaputt und ändert Spruch über Deutschland
  • 09:22 Uhr: Japans Torschütze äussert sich zur umstrittenen Flanke
  • 08:53 Uhr: Lionel Messi durchbricht im WM-Achtelfinale eine Schallmauer

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➤Nationalmannschaft zurück in Deutschland - Müller: "Geht mir medium"

  • 23:40 Uhr

Die deutsche Fussball-Nationalmannschaft ist einen Tag nach dem blamablen Vorrunden-Aus bei der Weltmeisterschaft in Katar wieder in Deutschland angekommen. Am Freitagabend landete die Maschine gegen 18.15 Uhr für einen Zwischenstopp am Münchner Flughafen. Während der Grossteil des DFB-Trosses direkt weiter nach Frankfurt flog, war für eine Kleingruppe um Manuel Neuer, Joshua Kimmich und Thomas Müller die Reise in der bayerischen Landeshauptstadt zu Ende.

Abwehrspieler Antonio Rüdiger verliess im dunkelblauen Sakko als Erster den sogenannten VIP-Wing am Flughafen und stieg direkt in die wartende Limousine. Reden wollte er genauso wenig wie Manuel Neuer, DFB-Direktor Oliver Bierhoff oder David Raum. Lediglich Thomas Müller, der am Donnerstagabend mit emotionalen Worten seinen Abschied aus der Nationalmannschaft angedeutet hatte, offenbarte einen kleinen Einblick in seine Gefühlswelt: "Geht mir medium", sagte der 33 Jahre alte Offensivspieler vom FC Bayern.

Bis auf Leroy Sané kamen alle nach Katar mitgereisten Münchner Profis aus dem Terminal. Bayern-Trainer Julian Nagelsmann könnte seine WM-Nachzügler damit schon früher als erwartet zurück im Mannschaftstraining empfangen. Seit Montag, und vorerst bis zum 9. Dezember, bereitet sich eine Münchner Rumpftruppe auf die Rückrunde in der Bundesliga vor. Wann die Spieler wieder einsteigen, ist derzeit noch unklar.(dpa)

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Die weiteren Meldungen des Tages:


Lineker verfasst nach deutschem Aus seinen legendären Spruch neu

  • 10:08 Uhr

Der ehemalige englische Fussball-Nationalspieler Gary Lineker hat seinen berühmtesten Spruch nach der deutschen Blamage bei der WM in Katar abgewandelt. "Fussball ist ein einfaches Spiel. 22 Männer jagen 90 Minuten einen Ball und am Ende gewinnen immer die Deutschen", schrieb er am Donnerstagabend auf Twitter und ergänzte: "Wenn sie es durch die Gruppenphase schaffen." Dazu stellte er ein Video, auf dem er selbst und die beiden britischen Ex-Profis Micah Richards und Alan Shearer in brüllendes Gelächter ausbrechen. (dpa)

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"Entscheidung für Familie": Addo hört als Ghana-Trainer auf

  • 19:29 Uhr

Otto Addo ist nach dem WM-Aus nicht mehr Nationaltrainer Ghanas. "Es war klar, dass ich nach der WM aufhöre. Meine Familie und ich sehen unsere Zukunft in Deutschland. Ich mag meine Rolle in Dortmund. Selbst wenn wir Weltmeister geworden wären, wäre es das Ende gewesen. Das ist eine Entscheidung für die Familie", sagte der 47-Jährige am Freitag. Ghana war als Zweiter der Gruppe H in das dritte Spiel gegangen, aber durch ein 0:2 gegen Uruguay ausgeschieden.

Addo steht noch immer beim BVB im Nachwuchsbereich unter Vertrag. Mit Genehmigung des Klubs übernahm Addo Anfang des Jahres als Nationaltrainer Ghanas und führte das Team gegen Nigeria zur WM-Endrunde. Dadurch verlängerte sich Addos Engagement. Der Plan war immer, dass der gebürtige Hamburger zum BVB zurückkehrt. Zuletzt waren allerdings Gerüchte aufgekommen, Addo könnte bei entsprechendem Erfolg länger in Ghana bleiben. (dpa)

Fifa erklärt Japans Millimeter-Tor: Regulärer Treffer

  • 17:06 Uhr

Japans viel diskutierter Millimeter-Treffer zum 2:1 gegen Spanien, der das deutsche WM-Aus besiegelt hatte, war regulär. Der Fussball-Weltverband Fifa veröffentlichte am Freitagnachmittag bei Twitter die Aufnahmen, die am Donnerstag im Chalifa International Stadion beim Videobeweis verwendet worden waren. "Andere Kameras zeigen möglicherweise irreführende Bilder, aber den verfügbaren Beweisen zufolge war der Ball nicht vollständig aus dem Spiel", schrieb die Fifa. Das Schiedsrichterteam habe die Bilder der Torlinienkamera verwendet, "um zu überprüfen, ob der Ball noch teilweise auf der Linie war oder nicht".

Bei Twitter waren nach der Partie Fotos geteilt worden, auf denen es so aussah, als ob Kaoru Mitoma den Ball erst von deutlich hinter der Torauslinie in die Mitte beförderte, wo Ao Tanaka den Siegtreffer erzielte. Ein bisschen Grün des Rasens ist auf diesen Bildern zwischen Torauslinie und Ball zu sehen. Für die Frage, ob der Ball ausserhalb des Spielfelds ist, ist jedoch nicht seine Auflagefläche relevant, sondern dass er vollständig die Linie überquert hat. Die Fifa-Bilder belegen, dass dies wegen weniger Millimeter nicht der Fall war.

Schiedsrichter Victor Gomes aus Südafrika hatte mehrere Minuten auf dem Rasen gewartet, bis die Überprüfung des Videoassistenten (VAR) vorbei war. Dann gab Gomes das Tor, das Japan den Gruppensieg und Deutschland das vorzeitige WM-Aus bescherte. Ein Unentschieden zwischen Japan und Spanien hätte der DFB-Auswahl durch den Sieg gegen Costa Rica zum Einzug ins Achtelfinale gereicht.

Im Gegensatz zur Torlinie gibt es bei der Torauslinie kein automatisches technisches Hilfsmittel. Es war deshalb eine der längsten Video-Überprüfungen bei diesem Turnier. Gomes sah sich die Szene nicht selbst am Monitor an, sondern bekam die Entscheidung aufs Ohr durchgesagt. (dpa)

Luis Enrique gibt zu: "Wusste nicht, dass wir draussen sind"

  • 10:50 Uhr

Spaniens Nationaltrainer Luis Enrique hat sich trotz des Achtelfinal-Einzugs bei der Fussball-WM ernüchtert gezeigt. "Ich habe nichts zu feiern, ich bin überhaupt nicht zufrieden. Wenn Japan noch zwei Tore mehr gebraucht hätte, hätten sie uns die reingemacht", sagte der 52-Jährige nach der 1:2 (1:0)-Niederlage am Donnerstagabend gegen die Asiaten. "Wir sind fürs Achtelfinale qualifiziert, das war das Ziel. Aber nicht auf diese Art."

Das Siegtor durch den Düsseldorfer Profi Ao Tanaka (51. Minute) war erst nach länger dauerndem Videobeweis gegeben worden. Der Ball hatte nach Ansicht der Spanier zuvor bei der Hereingabe die Torauslinie überschritten. Luis Enrique war von den im Netz kursierenden Fotos des Balles in dem Moment regelrecht irritiert. "Ich habe ein Bild gesehen, das muss manipuliert sein. Das kann nicht das wirkliche Bild sein. Es muss manipuliert sein", sagte Enrique kurz nach Mitternacht im Pressekonferenzraum des Chalifa International Stadions von Al-Rajjan.

Er hatte nach eigenen Angaben nicht mitbekommen, dass seine Mannschaft zwischendurch für drei Minuten ausgeschieden gewesen wäre - bei der 2:1-Führung von Costa Rica im parallelen Spiel gegen Deutschland. "Wie? Wir waren draussen?", sagte Luis Enrique auf eine entsprechende Frage in der Pressekonferenz. "Ich wusste es nicht, ich war aufs Spiel konzentriert." Sonst hätte er "einen Herzinfarkt bekommen". (dpa)

Keine Schützenhilfe: Deutschland scheitert wieder in der Vorrunde

Ausscheiden trotz Sieg: Deutschland ist in Katar zum zweiten Mal in Folge in der Vorrunde der WM gescheitert. Das 4:2 (1:0) gegen Costa Rica, bei dem Serge Gnabry, Kai Havertz und Niclas Füllkrug trafen, war zu wenig. Im Parallelspiel siegte Japan 2:1 (0:1) gegen Spanien und sorgte für das sensationelle Aus des DFB-Teams.

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Japans Torschütze äussert sich zum umstrittenen VAR-Urteil gegen Spanien

  • 09:22 Uhr

War der Ball vor dem japanischen Siegtor im Aus oder nicht? Es ging bei der entscheidenden Hereingabe von Kaoru Mitoma auf Ao Tanaka um Millimeter. Selbst nach Ansicht der Videobilder und Fotos waren sich die Beteiligten noch unsicher. "Auf der Video-Anzeigetafel hatte ich das Gefühl, dass der Ball aus dem Spielfeld war", sagte Spaniens Innenverteidiger Pau Torres: "Aber der VAR ist nicht ohne Grund da".

Der mexikanische Video-Assistent Fernando Guerrero gab dem südafrikanischen Referee Victor Gomes nach fast dreiminütiger Überprüfung den Hinweis, dass der Ball noch im Feld gewesen sei - das ursprünglich aberkannte Tor zählte doch. "Für mich war er halb aus, aber so richtig konnte ich es nicht sehen. Wenn er ihn aus gegeben hätte und das Tor nicht gezählt hätte, hätte ich es akzeptiert und wäre nicht enttäuscht gewesen", sagte Torschütze Tanaka.

Sein Coach äusserte sich ebenfalls diplomatisch. "Heutzutage gibt es eine grossartige Technologie auf der grossen Fussballbühne", sagte Hajime Moriyasu, "und wenn der Ball wirklich im Aus gewesen wäre, hätte es nicht gezählt. Der Schiedsrichter hat entschieden, dass der Ball drin war, und das haben wir respektiert. Aber wir waren bereit, es so oder so zu akzeptieren." (sid)

Tanaka trifft für Japan: Dieses Tor besiegelte Deutschlands WM-Aus

Japans Ao Tanaka trifft in der 51. Minute zum 2:1 gegen Spanien und schickt damit Deutschland, das sich gegen Costa Rica müht, ins Jammertal.

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Lionel Messi bestreitet bei der WM sein 1.000 Pflichtspiel

  • 08:53 Uhr

Lionel Messi steht im Achtelfinale der Fussball-Weltmeisterschaft vor dem 1.000. Pflichtspiel seiner Profi-Karriere. Der 35 Jahre alte Kapitän und Superstar der argentinischen Nationalmannschaft bestritt bisher allein 168 Länderspiele.

Dazu kommen 778 Partien für den FC Barcelona, wie die Katalanen auf ihrer Homepage aufführen. 53 Spiele absolvierte Messi für Paris Saint-Germain seit seinem Wechsel im Sommer vergangenen Jahres.

Auch laut seiner eigenen Homepage steht Messi vor dem Match im Ahmad Bin Ali Stadion an diesem Samstag (20:00 Uhr MEZ) gegen das Überraschungsteam Australien bei 999 Partien, in denen er 788 Tore erzielte, 93 davon für die Nationalmannschaft.

Er kann bei dieser Weltmeisterschaft, die seine fünfte und sehr wahrscheinlich auch letzte ist, zudem WM-Rekordspieler werden und Lothar Matthäus ablösen. Dieser absolvierte in seiner Karriere 25 WM-Partien, Messi steht bei 22, insgesamt vier können maximal noch dazukommen. (dpa)

Messi und Argentinien souverän - auch Polen im Achtelfinale

Ganz enge Kiste in der Gruppe C: Bis zum Ende des letzten Gruppenspieltags war die Entscheidung über den Einzug ins Achtelfinale der WM in Katar völlig offen. Am Ende steht Argentinien um Superstar Lionel Messi nach einem souveränen 2:0 (0:0) über Polen in der Runde der besten 16 - ebenso wie der Gegner, der sich aufgrund des besseren Torverhältnisses gegen Mexiko durchsetzt. Für die Mittelamerikaner ist das 2:1 (0:0) gegen Saudi-Arabien zu wenig.

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Mit Material von sid, afp und dpa.
Interessiert Sie, wie wir über die WM in Katar berichten? Wir haben unsere Beweggründe in einem Text für Sie zusammengefasst.

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