• 19:30 Uhr: ➤ Scholz will Corona-Einschränkungen für Geimpfte lockern
  • 16:43 Uhr: "Irrsinnige" Tat: Explosion bei Coronatest-Zentrum in Holland
  • 14:53 Uhr: Umfrage: Immer mehr Deutsche wollen sich gegen Corona impfen lassen
  • 12:37 Uhr: Ermittlungen in Österreich: Verdacht des Betrugs bei FFP2-Masken
  • 08:44 Uhr: Spahn will Impfgeschwindigkeit erhöhen
  • 05:37 Uhr: Mehr als vor einer Woche: 9.019 Corona-Neuinfektionen registriert
  • 04:00 Uhr: Biden verspricht Impfstoff für alle Erwachsenen bis Ende Mai

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➤ Scholz will Corona-Einschränkungen für Geimpfte lockern

Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) will derzeit geltende Einschränkungen wegen der Corona-Krise für Geimpfte zügig lockern. "Ich kann mir gut vorstellen, dass der Impf-Nachweis wie ein negativer Schnelltest genutzt werden kann. Geimpfte erhalten Zugang zu all jenen Orten, die ansonsten nur mit einem Schnelltest zugänglich sind", sagte er der "Süddeutschen Zeitung". Dabei bezog sich Scholz auf erste Studien, die nahelegten, dass Geimpfte die Krankheit womöglich nicht mehr übertragen und damit kein Ansteckungsrisiko darstellen würden.

Derzeit deutet sich an, dass Besuche von Theatern, Kinos oder Biergärten, abhängig vom regionalen Infektionsgeschehen, in absehbarer Zeit wieder möglich sein könnten - allerdings unter Vorlage eines tagesaktuellen Coronatests.

Die geltenden Beschränkungen griffen tief in die Rechte der Bürgerinnen und Bürger ein, sagte Scholz der Zeitung. Sie seien so lange gerechtfertigt, wie es einen schwerwiegenden Grund gebe.

Die weiteren Corona-News des Tages:

Lockdown in Deutschland wird verlängert - mit vielen Öffnungsmöglichkeiten

23:47 Uhr: Der Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in Deutschland wird angesichts weiter hoher Infektionszahlen grundsätzlich bis zum 28. März verlängert. Allerdings soll es je nach Infektionslage viele Öffnungsmöglichkeiten geben. Das haben Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länder-Ministerpräsidenten am Mittwoch in Berlin in stundenlangen Verhandlungen beschlossen. Vereinbart wurde eine stufenweise Öffnungsstrategie mit eingebauter Notbremse: Führen einzelne Lockerungen zu einem starken Anstieg der Infektionszahlen in einer Region, werden automatisch alle schon erfolgten Erleichterungen wieder gestrichen.

Schon vom kommenden Montag an sollen demnach die stark beschränkten privaten Kontaktmöglichkeiten gelockert werden. Dann werden wieder private Zusammenkünfte des eigenen Haushalts mit einem weiteren Haushalt möglich sein, jedoch beschränkt auf maximal fünf Personen. In Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 35 neuen Infektionen pro Woche können es auch Treffen des eigenen Haushalts mit zwei weiteren Haushalten mit zusammen maximal zehn Personen sein. Kinder bis 14 Jahre sind hiervon jeweils ausgenommen.

Nach den schon vorgenommenen ersten Öffnungen bei Schulen und Friseuren sollen nun in einem zweiten Schritt Buchhandlungen, Blumengeschäfte und Gartenmärkte folgen. In einzelnen Ländern sind diese bereits offen, jetzt sollen sie nach dem Beschluss der Bund-Länder-Runde bundesweit einheitlich dem Einzelhandel des täglichen Bedarfs zugerechnet werden. Voraussetzung ist, dass Hygienekonzepte und eine Kundenbegrenzung eingehalten werden. Auch Fahr- und Flugschulen können den Betrieb unter Auflagen wieder aufnehmen.

Weitere eingeschränkte Öffnungen kann es schon in Regionen geben, in denen lediglich die Sieben-Tage-Inzidenz von 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner unterschritten wird. Neben Terminshopping-Angeboten im Einzelhandel können dann Museen, Galerien, Zoos, botanische Gärten und Gedenkstätten für Besucher mit Terminbuchung öffnen. Erlaubt sein soll dann auch Individualsport alleine oder zu zweit sowie Sport in Gruppen von bis zu zehn Kindern bis 14 Jahren im Aussenbereich. Bei einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50 fallen die Auflagen weg oder werden abgeschwächt. Dann soll auch kontaktfreier Sport in kleinen Gruppen im Freien wieder möglich sein.

Wichtige Elemente für weitere Öffnungen sollen Impfen und Testen sein. Vereinbart wurde, dass Ende März/Anfang April die haus- und fachärztlichen Praxen umfassend in die Impfkampagne eingebunden werden, um diese zu beschleunigen. Kostenlose Corona-Schnelltests für alle Bürger sollen voraussichtlich von nächster Woche an möglich werden. Der Bund will ab dann die Kosten dafür übernehmen. Pro Woche soll mindestens ein Schnelltest möglich sein, den geschultes Personal etwa in Testzentren oder Praxen abnimmt.

Tschechien bittet China um Impfstoff-Lieferungen

22:12 Uhr: Tschechien hofft im Kampf gegen die Corona-Pandemie auf Impfstoff-Lieferungen aus China. Präsident Milos Zeman habe sich schriftlich an den chinesischen Staatschef Xi Jinping mit der Bitte um Hilfe gewandt, teilte sein Sprecher am Mittwochabend mit. Nach Informationen der tschechischen Botschaft in Peking habe sich die Gegenseite entschlossen, dem "sofort nachzukommen".

Bisher hat Ungarn als einziger EU-Mitgliedstaat damit begonnen, den chinesischen Wirkstoff von Sinopharm zu verabreichen. Er verfügt noch nicht über eine Zulassung durch die EU-Arzneimittelbehörde EMA. Ein ähnliches Gesuch hatte Zeman zuvor auch an Russland gestellt. Dort wurde der Impfstoff Sputnik V entwickelt.

Tschechien kämpft trotz des Lockdowns mit einer massiven Corona-Welle. Viele Krankenhäuser sind überlastet, Ärzte und Pflegekräfte werden knapp. Bisher wurden in dem Land mit 10,7 Millionen Einwohnern rund 702.000 Impfstoffdosen von Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca verabreicht.

Seit Beginn der Pandemie gab es mehr als 1,2 Millionen nachgewiesene Corona-Infektionen und 20.941 Todesfälle. Innerhalb von 7 Tagen steckten sich mehr als 780 Menschen je 100.000 Einwohner neu mit dem Coronavirus an.

31 Corona-Infektionen bei einem Westfleisch-Werk

21:27 Uhr: Wegen Corona-Infektionen sind beim fleischverarbeitenden Unternehmen Westfleisch zahlreiche Mitarbeiter in Quarantäne. Bei den täglichen Tests aller Beschäftigter seien in den vergangenen zwei Wochen am 1000-Mitarbeiter-Werk in Hamm-Uentrop 31 Infektionen festgestellt worden, teilte Westfleisch am Mittwochabend in Münster mit. Die positiv Getesteten seien isoliert worden und allesamt in einer separaten Unterkunft untergebracht. Man stehe im engen Austausch mit der Stadt Hamm, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Zuvor hatte der Westdeutsche Rundfunk berichtet. Auf dem Werk werden Rinder und Schweine geschlachtet und zerlegt.

Neben den Infizierten kamen Firmenangaben zufolge 63 Kontaktpersonen ersten Grades in Quarantäne - so ist es behördlich vorgeschrieben. Weitere 85 Mitarbeiter sind ebenfalls Quarantäne, obwohl sie dies nicht sein müssten - dies als "reine Vorsichtsmassnahme", so das Unternehmen. Insgesamt kamen also 179 Menschen in Quarantäne. Westfleisch und der Konkurrent Tönnies sorgten im vergangenen Jahr mit grösseren Corona-Ausbrüchen für Aufsehen, was ihnen scharfe Kritik an den Arbeitsbedingungen einbrachte. Danach setzten die Betriebe auf umfassende Tests.

Corona-Selbsttests von Samstag an im Handel

20:36 Uhr: Erste Corona-Schnelltests zur Selbstanwendung sollen am Samstag in Deutschland in den freien Verkauf kommen. Aldi Nord und Aldi Süd kündigten am Mittwoch an, dass Kunden die in Deutschland produzierten Tests dann an der Kasse bekommen können. Zunächst ist die Abgabemenge auf eine Packung pro Kunde begrenzt. Eine Packung kostet rund 25 Euro. Sie enthält fünf Tests, deren Ergebnis nach dem Nasenabstrich in 15 Minuten vorliegen soll. Die Erkennungsrate liegt den Angaben zufolge bei 96 Prozent.

Auch Discounter-Konkurrent Lidl und die Supermärkte von Rewe und Edeka haben das Thema auf dem Schirm. Die Drogeriemarktketten Rossmann und dm wollen mit dem Verkauf am nächsten Dienstag beginnen. Apotheken wollen die Produkte ebenfalls anbieten.

RKI: Ansteckendere Corona-Variante in 46 Prozent der positiven Proben

18:32 Uhr: Die Verbreitung der zuerst in Grossbritannien nachgewiesenen Corona-Variante B.1.1.7 in Deutschland hat laut Robert Koch-Institut (RKI) weiter zugenommen. Ihr Anteil an einer Stichprobe von knapp 25.000 positiven Fällen aus der vergangenen Woche betrage rund 46 Prozent, heisst es in einem am Mittwoch veröffentlichten RKI-Bericht. Zu Beginn der Erhebung, vor rund einem Monat, hatte das RKI den Anteil der Mutante noch auf sechs Prozent beziffert, zwei Wochen später waren es 22 Prozent. Schätzungen, wonach nun ungefähr die Hälfte der Fälle auf B.1.1.7 zurückgehen, waren bereits am Dienstag bekannt geworden.

Der Anteil von 46 Prozent bezieht sich auf Nachtestungen mehrerer Laborverbünde auf Schlüsselmutationen der Variante. Er kann laut RKI "nicht sicher auf alle Sars-CoV-2-positiven Proben in Deutschland übertragen werden". Der Bericht stützt sich noch auf weitere Datenquellen: Blickt man etwa auf komplette Erbgutanalysen, die seltener durchgeführt werden, aber als eindeutiger Nachweis gelten, sind es rund 22 Prozent Mutante. Die rasch wachsende Tendenz des Variantenanteils wird aber unabhängig von der Methodik beobachtet.

Das RKI schreibt, es sei mit einer weiteren Zunahme des Anteils von B.1.1.7 zu rechnen. Es handelt sich um eine ansteckendere Variante, die ersten Studien zufolge auch häufiger schwere Verläufe verursacht. Erwartet wird, dass sich mit der Ausbreitung die Eindämmung der Pandemie erschwert.

Weitere Varianten, die etwa in Südafrika und Brasilien zirkulieren, spielen dem RKI-Bericht zufolge hierzulande bislang eine untergeordnete Rolle. Der Virologe Christian Drosten erklärte am Dienstag im "Coronavirus-Update": "Wir haben eigentlich keinen Grund zur Befürchtung, dass die Südafrika-Variante so stark zunimmt wie die England-Variante in einer Bevölkerung, die nicht immun ist."

EU schickt Österreich 100.000 Extra-Biontech-Impfdosen gegen Corona-Mutante

17:35 Uhr: Im Kampf gegen die ansteckendere Corona-Variante aus Südafrika wird die EU zusätzlich 100.000 Impfdosen von Biontech/Pfizer nach Österreich schicken. Das Vakzin werde im besonders betroffenen Tiroler Bezirk Schwaz eingesetzt, teilte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Mittwoch mit. Eine von der EU entsandte Kommission aus internationalen Wissenschaftlern wird demnach die Impfkampagne begleiten, um deren Wirksamkeit zu untersuchen.

Experten schätzen, dass das Biontech-Vakzin bei der südafrikanischen Variante besser wirkt als der Impfstoff von Astrazeneca, der auf einer anderen Technologie basiert.

Die Region sei "einer der grössten Cluster der südafrikanischen Variante", sagte Kurz. Ziel sei es, die Mutante "so gut wie möglich" auszulöschen oder auf Null zu drücken. Ab 11. März soll nach den Plänen der Behörden jedem Einwohner ab dem 16. Lebensjahr eine Impfung angeboten werden - in Schwaz leben rund 80.000 Menschen.

Die Region bleibt unter Quarantäne, wer sie verlassen will, muss ab Mitte der kommenden Woche einen negativen PCR-Test vorweisen. Dank der Quarantäne und Massentests war es zuletzt gelungen, die Zahl der Infektionen mit der südafrikanischen Corona-Mutante von 200 auf unter Hundert zu drücken.

Nach Corona-Ausbruch bei Regensburg: Zwei Zweitligapartien verlegt

17:16 Uhr: Nach dem Coronavirus-Ausbruch beim SSV Jahn Regensburg sind die nächsten beiden Zweitligaspiele der Oberpfälzer verschoben worden. Wie die Deutsche Fussball Liga (DFL) am Mittwoch mitteilte, werden die Partien beim VfL Osnabrück (7. März) und gegen die SpVgg Greuther Fürth (13. März) verlegt. Beim SSV Jahn waren insgesamt acht Corona-Fälle aufgetreten. Wegen der positiven Tests war schon das für Dienstag geplante DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Werder Bremen abgesagt worden. Die DFL hat nun einem Antrag des SSV Jahn auf Absetzung der beiden Zweitligapartien stattgegeben. Neue Termine sollen zeitnah bekanntgegeben werden.

"Irrsinnige" Tat: Explosion bei Coronatest-Zentrum in Holland

16:43 Uhr: Bei einem Corona-Testzentrum im nordholländischen Bovenkarspel ist ein Sprengkörper explodiert. Personen kamen nicht zu Schaden, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Die Polizei geht von einer gezielten Aktion aus, wie ein Sprecher im Radio sagte. Das Zentrum befindet sich in der Kleinstadt rund 50 Kilometer nördlich von Amsterdam.

Ministerpräsident Mark Rutte verurteilte den Anschlag. Das sei "total unakzeptabel", sagte er in Den Haag. Es sei "schrecklich", dass gerade die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes angegriffen würden, die ihr Bestes gäben für den Schutz des Landes vor Corona. Auch Politiker anderer Parteien verurteilten den Angriff. Gesundheitsminister Hugo de Jonge nannte die Tat "irrsinnig".

Kurz vor 7:00 Uhr explodierte bei dem Zentrum nach Polizeiangaben ein Metall-Rohr. Fünf Fensterscheiben seien zu Bruch gegangen. Zu dem Zeitpunkt war nur ein Wachmann anwesend, wie die Polizei mitteilte. Der sei nicht verletzt worden. Sprengstoff-Experten der Polizei untersuchten das Gelände nach möglichen weiteren Sprengsätzen. Angaben zu möglichen Tätern machte die Polizei nicht.

Ende Januar war bei Protesten gegen den Lockdown in der Kleinstadt Urk im Nordosten Amsterdams ein Testzentrum angezündet worden.

Brasilianische Virus-Variante erstmals in Dänemark nachgewiesen

16:11 Uhr: Nach der britischen und der südafrikanischen ist nun auch die zunächst in Brasilien nachgewiesene Variante des Coronavirus in Dänemark nachgewiesen worden. Dänemarks Technische Universität DTU habe den ersten Fall der Variante P.1 gefunden, teilten Gesundheitsminister Magnus Heunicke und das dänische Gesundheitsinstitut SSI am Mittwoch mit.

Die brasilianische Virus-Variante ist auch in Deutschland, Grossbritannien, Frankreich, Italien, Schweden und einigen weiteren europäischen Ländern bereits nachgewiesen worden. Nach SSI-Angaben geht man davon aus, dass die in der EU zugelassenen Corona-Impfstoffe auch gegen diese Variante wirken. Der DTU zufolge ist P.1 wie einige der anderen Corona-Mutanten möglicherweise ansteckender, zudem können sich womöglich Menschen damit infizieren, die zuvor bereits eine Infektion mit dem herkömmlichen Virus überstanden hatten.

Die dominierende in Dänemark ist mittlerweile die britische Variante B.1.1.7. Sie wurde bislang bei mehr als 5.000 Däninnen und Dänen nachgewiesen, in der Vorwoche wurde sie in etwa 75 Prozent aller analysierten Corona-Proben entdeckt. Von der südafrikanischen Variante B.1.351 sind bislang nur 13 Fälle im Land bekannt geworden.

Bericht: Innenminister für Teilnehmer-Obergrenze bei Corona-Demonstrationen

15:40 Uhr: Die Innenminister von Bund und Ländern dringen nach "Spiegel"-Informationen auf strengere Einschränkungen bei Demonstrationen in der Corona-Pandemie. Das Magazin zitierte am Mittwoch vorab aus einem Beschluss der Innenministerkonferenz (IMK) mit dem Titel "Personenobergrenzen bei Versammlungen als wirksame Infektionsschutzmassnahme", demzufolge die Länderressortchefs "das ausserordentlich dynamische Infektionsgeschehen mit grosser Sorge" betrachten.

Der IMK schickte den Beschluss laut dem Bericht am Dienstag dem aktuellen Vorsitzenden der Ministerpräsidentenkonferenz, Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller (SPD). In dem Papier heisst es dem "Spiegel" zufolge, die Versammlungsfreiheit sei "zweifelsfrei ein herausragendes Gut", und auch in Pandemiezeiten müssten Demonstrationen "grundsätzlich möglich sein".

"Gleichzeitig müssen Versammlungen jedoch epidemiologisch vertretbar bleiben", betonten die Innenminister dem Bericht zufolge. Der Staat habe auch eine "Pflicht zum Schutz von Leib und Leben der Versammlungsteilnehmenden, der polizeilichen Einsatzkräfte und der Allgemeinheit".

Als mahnendes Beispiel nennt die IMK demnach die Grossdemonstrationen im vergangenen Jahr in Berlin und Leipzig. Dort waren zehntausende Corona-Leugner und Gegner der Regierungspolitik auf die Strasse gegangen, viele hielten sich nicht an Abstandsregeln oder Mundschutzpflicht.

Laut ihrem Beschluss bezweifeln die Innenminister, dass eine Maskenpflicht und das Einhalten von Abstandsregeln bei Demos immer ausreicht, wie der "Spiegel" weiter berichtete. Um weitere Corona-Infektionen zu verhindern, könnten je nach aktuellem Inzidenzwert deshalb auch "Beschränkungen der Teilnehmendenzahl" notwendig werden. Dies könne entweder durch die örtlichen Versammlungsbehörden im Einzelfall entschieden oder in den Corona-Verordnungen der Länder geregelt werden.

Frankreich hofft auf normaleres Leben "vielleicht Mitte April"

15:09 Uhr: Frankreichs Regierung hofft in der Coronakrise auf eine Rückkehr zu einem normaleren Leben "vielleicht bereits Mitte April". Die nächsten Woche würden schwierig, sagte Regierungssprecher Gabriel Attal am Mittwoch nach einer Regierungssitzung unter Vorsitz von Präsident Emmanuel Macron. "Es gibt einen Horizont mit Impfungen. Wir beginnen, die Auswirkungen der Impfung auf die Epidemie zu sehen", so Attal weiter. Die Rückkehr zu einem normaleren Leben und Öffnungen seien in Sicht. Aktuell sei die Lage aber "besorgniserregend", auch wenn es keinen explosionsartigen Anstieg der Fälle gebe.

Attal kündigte ausserdem eine Pressekonferenz zu möglichen weiteren Massnahmen im Kampf gegen das Virus für Donnerstagabend an. Premier Jean Castex hatte in der vergangenen Woche eine erhöhte Corona-Warnstufe für 20 Départements ausgerufen, darunter auch Paris. Die örtlichen Behörden sind aufgerufen, verschärfte Massnahmen zu prüfen und der Regierung vorzuschlagen.

In der südfranzösischen Metropole Nizza und der nordfranzösischen Hafenstadt Dunkerque (Dünkirchen) gilt bereits ein Wochenend-Lockdown. Beobachter gehen davon aus, dass eine solche Regelung auch in anderen schwer betroffenen Gegenden kommen könnte. Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo hatte sich zuletzt vehement gegen einen Lockdown am Wochenende ausgesprochen. Dieser sei "unmenschlich", hatte sie gesagt.

Umfrage: Immer mehr Deutsche wollen sich gegen Corona impfen lassen

14:53 Uhr: Eine grosse Mehrheit der Deutschen will sich laut einer Umfrage so schnell wie möglich gegen das Coronavirus impfen lassen. 73 Prozent der Befragten beabsichtigen eine Impfung, sobald sie die Chance dazu haben, wie die am Mittwoch veröffentlichte Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Forsa für das RTL/ntv-"Trendbarometer" ergab.

Zum Vergleich: Mitte Februar lag der Anteil derer, die eine Impfung wollen, laut Forsa-Umfrage noch bei 68 Prozent. 12 Prozent gaben bei der aktuellen Erhebung an, weiterhin erstmal abwarten zu wollen - 8 Prozent verzichten lieber ganz auf ein Corona-Vakzin. Der Anteil derer, die sich überhaupt nicht impfen lassen möchten, ist bei den Anhängern der AfD demnach mit 49 Prozent etwa sechsmal so hoch wie in der Gesamtbevölkerung.

Die Daten wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der Mediengruppe RTL am 1. und 2. März 2021 erhoben. Es wurden 1.008 Menschen befragt, die Fehlertoleranz liegt bei +/- 3 Prozentpunkten.

Auch Wien setzt Astrazeneca-Impfstoff bei Menschen über 65 ein

13:48 Uhr: In Österreichs Hauptstadt Wien werden ab sofort auch Menschen über 65 Jahren mit dem Vakzin von Astrazeneca geimpft. Die Stadt gab diesen Schritt am Mittwoch bekannt. Sie folgt damit Frankreich, wo die Regierung am Montag die Anwendung des britisch- schwedischen Impfstoffes auf die Altersgruppe von 65 bis 75 Jahren ausgeweitet hatte.

"Es geht derzeit um die Schnelligkeit, und wir wissen von diesem Astrazeneca-Impfstoff, dass er auch bei älteren Personen gute Wirkung zeigt", sagte der Chefarzt der Wiener Krankenhäuser, Michael Binder.

Wie in Deutschland ist das Produkt des britisch-schwedischen Konzerns auch in Österreich wegen mangelnder Daten zu älteren Menschen bislang grundsätzlich für jüngere Bevölkerungsgruppen vorgesehen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wies jedoch am Mittwoch auf neue Studien hin, wonach der Stoff auch bei Menschen über 65 Jahren sehr gut wirke. Deshalb habe er die Ständige Impfkommission (Stiko) gebeten, ihre Empfehlungen anzupassen.

Massenimpfung gegen Südafrika-Variante in Tirol

13:08 Uhr: Mit einer Massenimpfung im österreichischen Bundesland Tirol soll die zuerst in Sudafrika entdeckte Mutation des Coronavirus bekämpft werden. In einem wissenschaftlich begleiteten Pilotprojekt werde der Bezirk Schwaz mit 100.000 Dosen Impfstoff versorgt, die mit Hilfe der EU geliefert werden, gab die Regierung am Mittwoch in Wien bekannt.

Für Tirol wurden im Februar Ausreisetests eingeführt, um die starke Verbreitung der ansteckenderen Virus-Variante einzudämmen. "Das ist sehr gut gelungen", sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz. Von einem Spitzenwert von rund 200 aktiven Fällen sei man bei unter 100 Fällen angelangt.

Trotzdem müsse man weiterhin daran arbeiten, die Zahl Richtung null zu senken. Für den Grossteil Tirols wird die Ausreise auch weiterhin nur mit negativem Testergebnis möglich sein.

Nächste Woche soll die Impfung mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer unter Erwachsenen in Schwaz beginnen. Der Bezirk hat rund 84.000 Einwohner.

Durch die Aktion sollen wissenschaftliche Erkenntnisse über die Wirksamkeit dieses Impfstoffs gegen die Variante gesammelt werden, die ursprünglich in Südafrika entdeckt wurde. Im Rest Österreichs werden vorerst weiterhin nur hochbetagte Menschen, Gesundheitspersonal und Lehrer geimpft.

Coronalage in Deutschland: RKI-Lagebericht vom 3. März

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 9.019 Corona-Neuinfektionen gemeldet - und damit gute 1.000 mehr als vor genau einer Woche. Heute beraten Bund und Länder über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie. (Teaserbild: picture alliance/dpa)

Kinder- und Jugendärzte befürchten mehr Kurzsichtigkeit

12:54 Uhr: Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) befürchtet einen Anstieg der Kurzsichtigkeit bei Kindern während der Corona-Pandemie. "Kinder und Jugendliche entwickeln in der Pandemie nicht nur psychische Probleme, nach der Pandemie werden wir auch sehen, dass viele von ihnen eine Sehschwäche entwickelt haben", teilte der Präsident des BVKJ, Thomas Fischbach, am Mittwoch in Köln mit. Diese sei nicht heilbar und bleibe ein Leben lang.

Grund dafür sei, dass Kinder und Jugendliche während des Corona-Lockdowns deutlich mehr Zeit mit Videospielen verbracht hätten. Das zeigten Befragungen bei Vorsorgeuntersuchungen, aber auch eine Studie der DAK in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.

Demnach habe die durchschnittliche Spieldauer im September 2019 werktags 79 Minuten betragen. Schon im April 2020 stieg die Spieldauer laut der Studie auf 139 Minuten an.

"Die Ursachen für die Zunahme von Kurzsichtigkeit bei Kindern sind schon lange bekannt. Kurz gesagt: Bildschirm statt Horizont, LCD statt Sonnenlicht", sagte Michael Achenbach, Pressesprecher des BVKJ für Westfalen-Lippe.

Eigentlich sei das menschliche Auge sehr anpassungsfähig. Schauen Kinder und Jugendliche jedoch während des Augenwachstums zu wenig in die Ferne, dann passt sich das Auge laut Achenbach daran an, mehr in der Nähe zu erkennen. Kurzsichtigkeit sei die Folge.

IOC-Chef Bach: Viele Athleten werden vor Olympia geimpft sein

11:57 Uhr: IOC-Präsident Thomas Bach hat den japanischen Olympia-Gastgebern versichert, dass viele Sportler bereits mit einer Corona-Impfung zu den Sommerspielen in Tokio anreisen werden. Eine "beträchtliche Zahl" der 206 Nationalen Olympischen Komitees habe bereits Impfungen für seine Athletinnen und Athleten sichergestellt, sagte Bach am Mittwoch zu Beginn einer Video-Schalte mit den Olympia-Organisatoren.

Eine weitere grössere Menge von NOKs sei in guten Gesprächen mit den jeweiligen Regierungen, damit Olympia-Teilnehmer frühzeitig nach den Risikogruppen geimpft werden.

Die Massnahmen gegen das Coronavirus seien der "Schlüssel für den Erfolg" der um ein Jahr verschobenen Tokio-Spiele, sagte der Chef des Internationalen Olympischen Komitees. Das IOC stehe dabei ohne Vorbehalte an der Seite der japanischen Gastgeber.

In den weiteren Vorbereitungen müsse man den Fokus auf "sichere, geschützte und faire Wettbewerbe" richten. "Das ist der Kern der Olympischen Spiele", sagte Bach.

Auch Organisationschefin Seiko Hashimoto, Olympia-Ministerin Tamayo Marukawa und Tokios Gouverneurin Yoriko Koike betonten die Bedeutung der Corona-Massnahmen. "Die Sicherheit steht an erster Stelle", sagte Koike.

Zudem wolle man die Spiele verschlanken und effizienter gestalten. "Wir schneiden das Fett weg", kündigte Hashimoto an.

Die Sommerspiele waren wegen der Coronakrise um ein Jahr verlegt worden. Japans Bevölkerung steht Umfrage zufolge der Austragung von Olympia und Paralympics in diesem Jahr weiter skeptisch gegenüber.

Allein wegen der Verschiebung und den Corona-Massnahmen rechnet das Organisationskomitee mit Mehrkosten von rund 2,3 Milliarden Euro.

Ermittlungen in Österreich: Verdacht des Betrugs bei FFP2-Masken

11:29 Uhr: In Österreich ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen einen Hersteller von FFP2-Schutzmasken wegen des Verdachts der organisierten Schwarzarbeit sowie des schweren gewerbsmässigen Betruges.

"Hintergrund sind Ermittlungsergebnisse, wonach im Ausland produzierte FFP2-Masken, an einem Unternehmensstandort in Österreich umgepackt und als in Österreich produzierte Masken zu einem höheren Preis verkauft worden sein sollen", teilte die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft am Mittwoch mit.

Für das Umpacken der FFP2- Masken sollen Personen ohne die erforderliche Anmeldung zur Sozialversicherung tätig gewesen sein. Die Ermittler hatten nach eigenen Angaben an zwei Unternehmensstandorten Hausdurchsuchungen gemacht.

Die Schadenshöhe sei noch Gegenstand der laufenden Ermittlungen, hiess es. Die Hygiene Austria LP weise die erhobenen, haltlosen Vorwürfe auf das Schärfste zurück, hiess es in einer Stellungnahme der Unternehmensführung gegenüber der österreichischen Nachrichtenagentur APA. "Wir kooperieren eng mit den Behörden und werden alles zur Aufklärung beitragen."

Entwurf: Weitere Öffnungsschritte für Sport im Gespräch

11:24 Uhr: Der deutsche Sport darf sich Hoffnungen auf mögliche weitere Lockerungen der bestehenden Beschränkungen wegen der Coronavirus-Pandemie machen. Vor den Beratungen von Bund und Ländern sind nun auch Lockerungen in Regionen im Gespräch, in denen lediglich eine Sieben-Tage-Inzidenz von 100 stabil unterschritten wird.

Es könnte dort dann beispielsweise "Individualsport alleine oder zu zweit und Sport in Gruppen von bis zu zehn Kindern bis 14 Jahren im Aussenbereich" geben. Das geht aus einem aktualisierten Beschlussentwurf für die Gespräche der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwochnachmittag hervor.

Das Papier trägt die Uhrzeit 7.30 Uhr und liegt der Deutschen Presse-Agentur (dpa) aus mehreren voneinander unabhängigen Quellen vor. Das Papier wurde nach dpa-Informationen vom Kanzleramt verschickt, ist dem Vernehmen nach aber noch nicht mit allen Ländern vorabgestimmt.

Über die einzelnen Öffnungsschritte und wie diese ausgestaltet werden, darüber dürfte es noch viele Diskussionen geben. Endgültige Entscheidungen werden erst am Ende des Bund-Länder-Gesprächs erwartet.

Bislang waren breitere Öffnungen lediglich für Regionen in Aussicht gestellt gewesen, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz unter 35 liegt: Dort soll dem Entwurf zufolge kontaktfreier Sport in kleinen Gruppen bis zehn Personen im Freien erlaubt werden.

Wenn die Sieben-Tage-Inzidenz sich anschliessend landesweit oder regional 14 Tage lang nicht verschlechtert hat, soll in einem nächsten Öffnungsschritt laut Entwurf kontaktfreier Sport im Innenbereich und Kontaktsport im Aussenbereich ermöglicht werden können.

Der Deutsche Olympische Sportbund hatte am Dienstag in einem Offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den Wunsch nach einer Perspektive für den vereinsbasierten Sport geäussert. Dafür sei es "höchste Zeit". Am Montag hatte der Deutsche Fussball-Bund ein Schreiben an das Kanzleramt und Bundesminister adressiert.

Zahl der Neuinfektionen in Polen auf Höchststand seit Ende November

10:55 Uhr: In Polen haben die Behörden nach Angaben des Gesundheitsministeriums 15.698 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 verzeichnet - der höchste Stand seit Ende November. Dies seien fast doppelt so viele neue Fälle wie am Vortag, sagte Vize-Gesundheitsminister Waldemar Kraska am Mittwoch dem öffentlich-rechtlichen Sender Polskie Radio.

Im gleichen Zeitraum seien 309 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. "Die heutigen Werte zeigen, dass die dritte Welle nicht nur Fakt ist, sondern auch Tempo aufnimmt", sagte Kraska.

Polen hat rund 38 Millionen Einwohner. Deutschland hat das Nachbarland als Risikogebiet eingestuft.

Kraska äusserte sich auch besorgt angesichts der steigenden Zahl von Patienten, die in Krankenhäusern wegen COVID-19 behandelt werden müssten. Derzeit seien es mehr als 15.000, sagte der Politiker.

Mehr als 1.500 Beatmungsgeräte seien im Einsatz. Polen hat bislang rund 2,2 Millionen Menschen gegen Corona geimpft. Knapp 1,2 Millionen haben bereits zwei Impfdosen erhalten.

Mehr als 1.800 Corona-Tote binnen eines Tages in den USA

10:46 Uhr: In den USA sind 1.819 Todesfälle binnen eines Tages im Zusammenhang mit dem Corona-Virus registriert worden. Diese Zahl für Dienstag meldete die Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore am Mittwochmorgen (MEZ) auf ihrer Internetseite. Der bisherige Höchstwert an Corona-Toten wurde am 12. Januar mit 4.398 verzeichnet.

Die Zahl der registrierten Neuinfektionen in den USA binnen 24 Stunden erreichte am Dienstag JHU zufolge 53.544. Seit Anfang des Jahres ist sie damit stark gesunken - von über 200.000 pro Tag auf zuletzt durchschnittlich gut 60.000. Experten warnen jedoch, dass es auch wegen der neuen Varianten des Virus erneut zu einem Anstieg kommen könne.

US-Präsident Joe Biden versprach am Dienstag, dass schon bis Ende Mai genügend Corona-Impfstoff für alle Erwachsenen im Land zur Verfügung stehen werde. Bislang hatte Biden das Erreichen dieses Meilensteins im Kampf gegen das weltweit grassierende Virus bis Ende Juli angestrebt.

Seit Beginn der dortigen Impfkampagne erhielten knapp 52 Millionen Menschen mindestens eine Impfung, gut 26 Millionen Menschen bekamen bereits beide Impfungen, wie aus Daten der Gesundheitsbehörde CDC hervorging.

In den USA mit rund 330 Millionen Einwohnern haben sich nach Daten der JHU bislang 28,7 Millionen Menschen mit dem Erreger SARS-CoV-2 infiziert, mehr als 516.000 Menschen starben. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt.

In Brasilien, das von der Pandemie ebenfalls stark getroffen ist, lag die Zahl der am Dienstag registrierten Neuinfektionen mit 59.925 höher als in den USA, wie aus den Daten des Gesundheitsministeriums und der JHU hervorging.

Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmässig aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der US-Gesundheitsbehörde CDC oder der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen werden die Zahlen - unter anderem die der Neuinfektionen binnen 24 Stunden, aber auch die der Toten - nachträglich aktualisiert.

Laschet deutet Kurswechsel bei Corona-Bekämpfung an

10:24 Uhr: Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet hat vor der Bund-Länder-Konferenz an diesem Mittwoch einen Kurswechsel bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie angedeutet. "Nicht leichtfertig werden, weiter die Regeln einhalten, aber nicht alles pauschal schliessen. Das ist der Wechsel, den wir heute machen", sagte der CDU-Vorsitzende am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin".

"Das wird heute ein bedeutender Schritt sein, weil wir nicht nur auf den totalen Lockdown setzen, sondern weil wir neue Mittel hinzunehmen." Dazu gehörten Tests, Impfungen und digitale Lösungen, um "in bestimmten Bereichen auch wieder Grundrechte in Kraft zu setzen".

Laschet kündigte an, dass Tests in Schulen, Kitas und Unternehmen ausgeweitet werden. "Jeder einzelne Test ist eine Information mehr, um das Dunkelfeld aufzuhellen."

Noch wichtiger seien Impfungen. "Hier brauchen wir viel mehr Tempo, sowohl mit Biontech als auch mit AstraZeneca." Zudem sei bislang zu wenig über digitale Lösungen gesprochen worden - beispielsweise über Apps, mit denen in Restaurants eingecheckt werden kann und im Falle einer Ansteckung Infektionsketten nachverfolgt werden könnten.

Mit mehr Personal und besseren digitalen Möglichkeiten könnten zudem die Gesundheitsämter Infektionsketten auch bei höheren Sieben-Tage-Inzidenzwerten als 50 nachvollziehen, sagte der nordrhein-westfälische Regierungschef. "Dann ist auch die Botschaft: Wir sind vorsichtig. Aber wir können öffnen und zurückkehren zum verantworteten Leben."

Berlins Bürgermeister Müller: Niedergelassene Ärzte ins Impfen einbeziehen

10:02 Uhr: Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat die Einbeziehung von niedergelassenen Ärzten ins Impfen gegen das Coronavirus verlangt. "Wir brauchen auch die niedergelassenen Ärzte. Wir brauchen auch die Arztpraxen, die uns in Zukunft unterstützen", sagte der amtierende Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz kurz vor neuen Beratungen von Bund und Ländern am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin".

Er könne nicht verstehen, warum es nicht längst schon eine Verständigung mit den niedergelassenen Ärzten gebe. Müller sagte, er erwarte von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) an diesem Mittwoch bei der Bund-Länder-Konferenz zu den Absprachen mit Ärzten "harte Aussagen, an denen wir uns orientieren können".

"Nun müssen wir sehen, dass wir mit Augenmass einen Weg formulieren, in dem man sich wieder mehr Normalität ermöglicht und trotzdem mit Sicherheitsmassnahmen den ganzen Weg begleitet."

Spahn will Impfgeschwindigkeit erhöhen

08:44 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) möchte die Geschwindigkeit bei den Impfungen gegen das Coronavirus weiter erhöhen. "Wir haben jetzt fünf Prozent der Deutschen erstgeimpft. Aber klar: Es braucht mehr Tempo", sagte Spahn am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin".

Dazu solle in den Impfzentren nun mit einem "prinzipiengeleiteten Pragmatismus" flexibler entschieden werden, wer geimpft werden kann. Dabei sollten die Zentren aber weiterhin der festgelegten Einordnung in Impfgruppen folgen.

Spahn verwies zudem darauf, dass der Zeitraum zwischen Erst- und Zweitimpfung beim Impfstoff von Biontech/Pfizer auf sechs Wochen verlängert werden könne, beim Impfstoff von AstraZeneca auf zwölf Wochen. So sollen mehr Menschen schneller eine erste Impfung erhalten.

Neuen Studien zufolge wirke der AstraZeneca-Stoff auch bei Menschen über 65 Jahren sehr gut. Deshalb habe er die Ständige Impfkommission (Stiko) gebeten, ihre Empfehlungen anzupassen.

Italien verlängert Corona-Reisesperren im Land für mehrere Wochen

08:17 Uhr: Italien verlängert zentrale Corona-Beschränkungen wie die Reisesperren im Land um rund einen Monat. Ausserdem müssen alle Schulen in Hochrisiko-Gebieten, sogenannten Roten Zonen, schliessen.

Das teilte Gesundheitsminister Roberto Speranza in Rom mit. Ministerpräsident Mario Draghi unterschrieb am Dienstag ein entsprechendes Dekret.

Während die neue Anordnung generell bis 6. April und damit über das Osterfest gilt, wurden die regionalen Reisebeschränkungen nur bis 27. März verlängert. Damit bleibt es in dem Mittelmeerland weiter verboten, die Grenzen zwischen den 20 italienischen Regionen zu überqueren. Ausnahmen gibt es etwa für die Arbeit und in Notfällen.

Minister Speranza und mehrere Experten wiesen darauf hin, dass die britische Virus-Variante in dem Mittelmeerland mit deutlich über 50 Prozent der Fälle vorherrschend sei. Es handelt sich um eine ansteckendere Variante, die ersten Studien zufolge häufiger schwere Verläufe verursacht.

Insgesamt zeige die Infektionskurve nach oben, sagte Speranza. Da die Ausbreitung der britischen Variante die jüngere Generation stark betreffe, habe Rom die Verschärfungen für Schulen beschlossen.

Die Regelung gilt ab 6. März und sieht vor, dass die 2020 eingeführte Einteilung in Risikozonen erhalten bleibt. In den Roten Zonen und bei einer Sieben-Tage-Inzidenz ab 250 Fällen pro 100.000 Einwohner ist dann nur noch Distanzunterricht möglich.

Für die Kultur gibt es Erleichterungen: So dürfen Theater und Kinos in Zonen mit weniger Risiko (Gelbe Zonen) ab 27. März mit beschränktem Publikum wieder öffnen. Museen, die dort bereits wochentags arbeiten dürfen, sollen dann auch am Wochenende ihre Ausstellungen zeigen dürfen.

Das Corona-Dekret der neuen Regierung unter Ministerpräsident Draghi war länger erwartet worden. Allerdings gab es in der Koalition und zwischen Rom und den Regionen Differenzen etwa über den Schulunterricht.

Die Behörden in dem 60-Millionen-Einwohner-Land zählten am Dienstag mehr als 17.000 neue Infektionen in 24 Stunden. Die Zahl der seit gut einem Jahr Infizierten liegt bei knapp unter drei Millionen.

Intensivmediziner: "Extreme Disziplin" bei Öffnungen nötig

07:50 Uhr: Der Intensivmediziner Christian Karagiannidis hat zur Vorsicht bei der Lockerung der Corona-Bestimmungen gewarnt. Die Intensivmediziner treibe die grosse Sorge um, "dass uns diese britische Mutante um die Ohren fliegt", sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) am Mittwoch im WDR.

"Wir können sicherlich zu einem gewissen Grad selbst sowas wie Läden eröffnen, aber was wir brauchen, ist eine extreme Disziplin."

Wichtig sei, dass Masken getragen würden, am besten medizinische Masken, und dies müsse von den Geschäften auch richtig kontrolliert werden. "Was man merkt, ist, dass wir eine Lockdown-Effektivität hatten jetzt nach Weihnachten, die ungefähr nur halb so gut war wie die im Frühjahr", sagte Karagiannidis.

Durch die britische Mutante drohe man derzeit wieder in ein exponentielles Wachstum hineinzukommen, und das müsse unbedingt verhindert werden, um eine Überlastung der Intensivstationen zu vermeiden.

China will 40 Prozent der Bevölkerung bis Juni impfen

07:21 Uhr: Chinas Regierung will nach eigenen Angaben 40 Prozent der eigenen Bevölkerung bis Juni impfen lassen. Bis Jahresende sollen sogar 80 Prozent der mehr als 1,3 Milliarden Chinesen geimpft sein, wie Staatsmedien am Mittwoch unter Verweis auf die Vorgaben örtlicher Gesundheitsämter berichteten.

Einige zielten sogar auf bis zu 50 beziehungsweise 90 Prozent. Bisher seien allerdings erst 3,5 Prozent der Menschen in der Volksrepublik geimpft.

Experten wiesen darauf hin, dass die gegenwärtige Impfrate auch deswegen so niedrig sei, weil das Virus im bevölkerungsreichsten Land weitgehend unter Kontrolle sei. Seit einigen Wochen melden die Behörden meist nur importierte Infektionen, die Betroffenen werden wegen der strengen Quarantänevorgaben bei der Einreise sofort isoliert.

Die weltweit ersten Fälle mit dem Coronavirus waren im Dezember 2019 in der zentralchinesischen Metropole Wuhan entdeckt worden. Nach einer als anfangs unzureichend kritisierten Reaktion haben Chinas Behörden Ende Januar 2020 strenge Massnahmen wie Ausgangssperren für viele Millionen Menschen, Massentests, Kontaktverfolgung und Zwangsquarantäne ergriffen.

Seither gelten auch weitgehende Einreisebeschränkungen. So werden nur wenig Visa vergeben. Der internationale Flugverkehr ist stark eingeschränkt. Einreisende müssen mehrere Tests vorweisen und je nach Ankunftsort zwei bis drei Wochen in eine Quarantäne-Einrichtung.

Die Zahl der Deutschen in China hat sich nach vagen Schätzungen von rund 30.000 vor der Pandemie etwa halbiert. Deutsche Wirtschaftsvertreter, Experten und andere Entsandte haben grosse Probleme, überhaupt eine Einreiseerlaubnis zu bekommen.

Seit dem Sommer wurden nur noch vereinzelt begrenzte Ausbrüche in China gemeldet, auf die immer sofort mit strikten Massnahmen reagiert wurde. Das Leben und die Wirtschaftstätigkeit haben sich weitgehend normalisiert.

Die Menschen tragen an vielen Orten aber weiter Mund- und Nasenschutz, lassen Fieber messen und müssen sich mit einer Corona-App in Geschäften oder Restaurants registrieren.

Brasilien meldet Tagesrekord an Corona-Toten

06:58 Uhr: Brasilien hat bei den an einem Tag erfassten Corona-Tote einen neuen Höchstwert registriert. 1.641 Menschen sind nach Daten des Gesundheitsministeriums vom Dienstag (Ortszeit) innerhalb von 24 Stunden gestorben.

Der bisherige Höchstwert hatte am 29. Juli bei 1.595 gelegen. Insgesamt sind damit in Brasilien 257.361 Menschen im Zusammenhang mit COVID-19 gestorben.

Neu infiziert haben sich 59.925 Menschen, womit die Zahl der Corona-Infizierten in dem grössten Land Lateinamerikas auf mehr als 10,6 Millionen stieg. Nur in den USA und in Indien sind die Zahlen noch höher.

Brasilien, das erst im Januar mit Impfungen begann, ist eines der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder. Nachdem die Krankenhäuser zuletzt wieder an ihre Grenzen geraten waren, hatte der Gesundheitsrat eine landesweite Ausgangssperre gefordert.

Präsident Jair Bolsonaro, der mittlerweile auch den Sinn von Corona-Impfungen grundsätzlich in Zweifel zieht, hat das Virus von Anfang an verharmlost. Einschränkungen lehnte er aus wirtschaftlichen Gründen ab. Während Deutschland in den Lockdown ging, blieb Brasilien über Weihnachten, Silvester, die Sommerferien und die Karnevalswoche weitgehend geöffnet.
Die Hoffnungen der Brasilianer ruhen nun auf einem Durchbruch bei den Impfungen. Am Samstag kam eine wichtige Lieferung mit Grundstoffen zur Herstellung von 12,2 Millionen Dosen des AstraZeneca-Vakzins in Rio de Janeiro an.

Bis zur Jahresmitte will die Forschungseinrichtung "Fundação Oswaldo Cruz" (Fiocruz) gut 110 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs von AstraZeneca auf der Basis von importiertem Arzneistoff herstellen, in der zweiten Jahreshälfte dank Technologietransfers dann weitere 110 Millionen Dosen völlig eigenständig produzieren können. Brasilien hat 210 Millionen Einwohner und ist 24-mal so gross wie Deutschland.

Ärztepräsident warnt vor falscher Sicherheit bei Corona-Selbsttests

06:49 Uhr: Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat davor gewarnt, dass Corona-Selbsttests Menschen in falscher Sicherheit wiegen könnten.

"Allen Menschen sollte klar sein, dass die Testergebnisse immer nur eine Momentaufnahme darstellen", sagte der Präsident der Bundesärztekammer der Deutschen Presse-Agentur vor der Schaltkonferenz zur Corona-Lage an diesem Mittwoch in Berlin. In der Runde wollen Bund und Ländern voraussichtlich Öffnungsschritte an den massiven Einsatz von Schnell- und Selbsttests knüpfen.

Reinhardt forderte übersichtliche und leicht verständliche Informationen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Selbsttests. Auch bei einem negativen Testergebnis müssten Abstand, Maskenschutz und Hygieneregeln eingehalten werden. Bei einem positiven Befund müsse schnellstmöglich eine Kontrolluntersuchung mittels PCR-Test veranlasst und strikte Quarantäne eingehalten werden.

Für die von geschultem Personal vorgenommenen Schnelltests forderte Reinhardt ein unbürokratisches Meldeverfahren. Eine zentrale Erfassung von Ergebnissen liefere Erkenntnisse über das tatsächliche Infektionsgeschehen.

Öffnungsschritte dürften sich nicht nur an den allgemeinen Infektionszahlen ausrichten. Einbezogen werden müssten die Zahl der verfügbaren Intensivbetten, die Entwicklung der Sterberate und die Infektionsentwicklung in den unterschiedlichen Altersgruppen.

Aufgeschlüsselt werden müssten die Daten nach Regionen. "Nur so erhalten wir ein aussagekräftiges Gesamtbild der Pandemielage und können einheitliche Kriterien für passgenau Öffnungsstufe in den Regionen entwickeln."

Nötig sei mehr Tempo bei den Impfungen. Notwendig sei es, "endlich mit bundesweiten und flächendeckenden Impfungen in den Arztpraxen zu beginnen". Voraussichtlich ab dem zweiten Quartal gebe es grössere Impfstoffkapazitäten. "Die Einbeziehung der Praxen in die Impfkampagne verhindert, dass es bei den Verimpfungen zu Verzögerungen oder sogar Staus kommt."

Mehr als vor einer Woche: 9.019 Corona-Neuinfektionen registriert

05:37 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 9.019 Corona-Neuinfektionen gemeldet - und damit gute 1.000 mehr als vor genau einer Woche. Das geht aus den Zahlen des RKI vom Mittwoch hervor.

Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 418 weitere Todesfälle verzeichnet. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 8.007 Neuinfektionen und 422 neue Todesfälle verzeichnet. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 05:35 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Mittwochmorgen bundesweit bei 64,0 - und damit etwas niedriger als am Vortag (65,4). Vor vier Wochen, am 3. Februar, hatte die Inzidenz noch bei 82,9 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Der Höchststand von 1.244 neu gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert erreicht worden - er enthielt jedoch 3.500 Nachmeldungen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.460.030 nachgewiesene Infektionen mit SARS-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.274.400 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit SARS-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 70.881.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Dienstag bei 0,94 (Vortag 1,01). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 94 weitere Menschen anstecken.

Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Studie: Pandemie mit deutlichen Auswirkungen auf Leistungssport

04:17 Uhr: Die Corona-Pandemie hat auch im Leistungssport vermehrt zu Infektionen mit dem Virus geführt. Das geht aus einer Studie der Abteilung Sportmedizin am Tübinger Universitätsklinikum hervor, die seit Frühjahr 2020 zwei Online-Befragungen in Deutschland und Österreich durchgeführt hat.

Während bis Ende November 2020 1,1 Prozent (24 von 2.144) der Athletinnen und Athleten angaben, positiv auf das Virus getestet worden zu sein, stieg der Anteil der Infizierten im zweiten Abfragezeitraum von Anfang Dezember 2020 bis Mitte Februar dieses Jahres auf 6,5 Prozent an (54/837). Insgesamt 15 Personen wurden stationär im Krankenhaus behandelt.

Der Mitteilung von Dienstag zufolge waren der Studienleiter Christof Burgstahler (Tübingen) und seine österreichischen Kollegen Jürgen Scharhag (Wien), Wolfgang Schobersberger (Innsbruck) und Josef Niebauer (Salzburg) überrascht über den hohen Anteil von Sportlerinnen und Sportlern, die in Quarantäne mussten.

21,8 Prozent von ihnen gaben im ersten Abfragezeitraum an, in Quarantäne gewesen zu sein. Dieser Anteil stieg deutlich auf 35,5 Prozent im zweiten Zeitraum an, wobei 17 Studienteilnehmer davon angaben, sogar drei Mal in Quarantäne gewesen zu sein.

Laut der Mitteilung nahmen mehr als 2.900 Leistungssportlerinnen und Leistungssportler aus beiden Ländern an der Online-Erhebung teil. Knapp 38 Prozent der Teilnehmenden gehören der Nationalmannschaft ihrer Sportart an.

Neben direkten Folgen einer Infektion mit dem Virus kommt es laut Befragung auch indirekt zu Auswirkungen durch teilweise mehrfache Quarantäne, geschlossene Sportstätten, Reiseeinschränkungen oder auch Sorgen um die eigene Gesundheit oder sportliche Karriere.

Biden verspricht Impfstoff für alle Erwachsenen bis Ende Mai

04:00 Uhr: Die USA werden nach Worten von Präsident Joe Biden schon bis Ende Mai genügend Corona-Impfstoff für alle Erwachsenen im Land haben. Bislang hatte Biden das Erreichen dieses Meilensteins im Kampf gegen das weltweit grassierende Virus bis Ende Juli angestrebt.

Zudem sollen alle Lehrkräfte, Schulangestellten und Erzieher noch diesen Monat mindestens die erste Dosis eines Impfstoffs bekommen, um die Wiederaufnahme des normalen Schulbetriebs zu beschleunigen, versprach Biden am Dienstag weiter.

Bidens Ankündigung folgte auf die Zulassung eines dritten Impfstoffs in den USA und erfolgreiche Bemühungen der Regierung, die Produktion der Präparate weiter anzukurbeln. "Wir bewegen uns in die richtige Richtung. Die heutigen Ankündigungen sind bei den Bemühungen, diese Pandemie zu bewältigen, ein riesiger Schritt", sagte Biden.

Gleichzeitig ermahnte er die Amerikaner, sich weiter an die nötigen Vorsichtsmassnahmen zu halten. "Dieser Kampf ist noch längst nicht vorbei." Neue Varianten des Virus oder andere Entwicklungen könnten die jüngsten Fortschritte wieder zunichtemachen, warnte er.

Haseloff wirbt für Einsatz von russischem Corona-Impfstoff Sputnik V

01:01 Uhr: Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff hat sich für den Einsatz des russischen Corona-Impfstoffes Sputnik V in Deutschland ausgesprochen. "Wir sollten alles tun, was möglich ist, um das Impfen in Deutschland zu beschleunigen", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe am Mittwoch.

Der Impfstoff Sputnik V müsste vorher jedoch von der europäischen Arzneimittelbehörde EMA für den Einsatz zugelassen werden. Diese Zulassung steht noch aus.

Man sollte über mögliche Impfstoff-Lieferungen mit Russland reden, sagte Haseloff weiter. Im Osten Deutschlands habe man eine lange Erfahrung mit russischen Impfstoffen.

"Wir haben kein Problem mit Sputnik V. Ich bin als Kind schon mit einem russischen Präparat erfolgreich gegen Kinderlähmung geimpft worden (...) Ich würde mich jederzeit mit Sputnik V impfen lassen", sagte er.

Allerdings würde er sich nicht vorzeitig und öffentlichkeitswirksam impfen lassen. Politiker sollten in solch einer Situation zuletzt an sich selbst denken.

Russland hatte den Impfstoff Sputnik V bereits im vorigen Sommer zugelassen, obwohl bis dahin wichtige Tests noch nicht erfolgt waren. Anfang Februar wurden im medizinischen Fachblatt "The Lancet" Daten zu einer wohl hohen Wirksamkeit des Vakzins veröffentlicht. Laut russischen Angaben wurde der Impfstoff in mittlerweile mehr als 30 Ländern registriert.

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Mit Material von dpa, afp, sid und apa.