• 15:42 Uhr: ➤ UEFA untersagt Löw Abschlusstraining im Wembley-Stadion
  • 14:31 Uhr: Boateng Dienstag letztes Mal EM-Experte in der ARD
  • 11:50 Uhr: DFB-Training ohne Gündogan und Rüdiger
  • 10:45 Uhr: Niederländer Makkelie pfeift deutsches Achtelfinale gegen England
  • 08:46 Uhr: Positiver Coronatest: Kroatien ohne Perisic gegen Spanien

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➤ UEFA verbietet Abschlusstraining im Wembley-Stadion - Löw irritiert

15:42 Uhr: Die deutsche Nationalmannschaft bestreitet ihr Abschlusstraining für das EM-Achtelfinale in London gegen England auf Anordnung der Europäischen Fussball-Union (UEFA) in Herzogenaurach. Das bestätigte DFB-Sprecher Jens Grittner am Samstag.

Bundestrainer Joachim Löw wollte die letzte Einheit am Montag eigentlich im Wembley-Stadion durchführen, doch die UEFA untersagte diesen Plan, um den Rasen zu schonen. "Wir hätten sehr gerne dort trainiert. Das ist ein Wermutstropfen, weil es eine besondere Turnierphase und ein besonderes Stadion ist", sagte Grittner.

Joachim Löw zeigte sich "not amused" - der verstimmte Bundestrainer wittert Wettbewerbsverzerrung und hat aus mehreren Gründen erhöhten Redebedarf. Mit einer fünfminütigen Ansprache schwor Löw seine Stars auf das "absolute Highlight" gegen England ein. Sein Credo: "Jetzt geht es um alles oder nichts!" Umso irritierter zeigte er sich über das Trainingsverbot der UEFA auf dem "heiligen" Rasen. Zudem trübten die unübersichtliche Corona-Lage im Virusvariantengebiet sowie das Reiseverbot für die deutschen Fans und personelle Probleme Löws Vorfreude auf das eigentlich "schönste Spiel, was man sich vorstellen kann".

Die weiteren EM-News des Tages:

Schweiz-Kapitän Xhaka: "Sind bereit, Geschichte zu schreiben"

18:14 Uhr: Der Schweizer Nationalteam-Kapitän Granit Xhaka wittert vor dem EM-Achtelfinale am Montag (21:00 Uhr/ZDF und Magenta TV) in Bukarest gegen Frankreich eine Sensation. "Bei den letzten drei Turnieren war für uns im Achtelfinale Schluss. Aber ich habe schon vor dem Turnier gesagt, dass diese Mannschaft bereit ist, Geschichte zu schreiben", sagte Xhaka am Sonntag. "Gegen Frankreich wird es natürlich enorm schwer. Aber wenn man weit kommen oder das Turnier gewinnen will, muss man jeden schlagen."

Die Partie sei "eine wichtige Partie für die ganze Schweiz", sagte der frühere Mönchengladbacher, der aktuell beim FC Arsenal unter Vertrag steht: "Aber wir werden nur Geschichte schreiben können, wenn wir zu 120 Prozent bereit sind." Auf die Frage, welche Fortschritte das Team seit dem WM-Achtelfinale 2018 gegen Schweden (0:1) gemacht habe, sagte Xhaka: "So viel Unruhe, wir wir in Russland hatten, konnten wir uns kaum auf Fussball konzentrieren." Das sei diesmal anders.

Vor Oranje-Achtelfinale: Verbot von Regenbogenfahnen in Budapester Fanzone

17:05 Uhr: Niederländischen Fussballfans ist vor dem EM-Achtelfinale am Sonntag offenbar das Tragen von Regenbogenfahnen in der Fanzone in Budapest verboten worden. Das berichteten mehrere niederländische Medien wenige Stunden vor dem Anpfiff der Partie gegen Tschechien in der ungarischen Hauptstadt. Demnach seien Fans am Eingang aufgefordert worden, ihre Fahnen in einem Schliessfach aufzubewahren.

Allerdings seien auch Menschen in vollständiger Regenbogenkleidung durch die Fanzone gelaufen. "In der Fanzone und im Stadion gelten die Regeln der UEFA, also können sie das entscheiden", sagte der niederländische Verbandssprecher Daan Schippers dem Fernsehsender NOS. "Das heisst aber nicht, dass der KNVB diese Entscheidung unterstützt. Wir sind für die Regenbogenflagge und haben deshalb die OneLove-Kampagne gestartet."

Die Europäische Fussball-Union (UEFA) widersprach dieser Darstellung. "Entgegen einiger Berichte in niederländischen Medien möchte die UEFA klarstellen, dass sie keine regenbogenfarbenen Symbole aus der Fanzone in Budapest verbannt hat und dass die Fanzone unter der Verantwortung der lokalen Behörden steht", teilte die UEFA auf Anfrage mit.

Stattdessen würde die UEFA "jedes solche Symbol in der Fanzone sehr begrüssen". Zudem sei der ungarische Fussballverband darüber informiert worden, dass regenbogenfarbene Symbole "nicht politisch sind und dass im Einklang mit der UEFA-Kampagne 'Equal Game', die gegen jede Art von Diskriminierung, auch gegen die LGBTQI+-Gemeinschaft, kämpfen will, solche Flaggen im Stadion erlaubt sein werden".

Die Regenbogenfarben sind ein bestimmendes Thema bei der EM-Endrunde. Die UEFA hatte verboten, die Münchner Arena am vergangenen Mittwoch beim Spiel der deutschen Mannschaft gegen Ungarn (2:2) als Zeichen gegen das ungarische Homosexuellen-Gesetz als Regenbogen erstrahlen zu lassen. Der niederländische Kapitän Georginio Wijnaldum wird am Abend eine spezielle "OneLove"-Kapitänsbinde tragen.

Waliser Gunter kritisiert EM-Modus: "Ein Witz"

16:31 Uhr: Der walisische Nationalspieler Chris Gunter hat nach dem EM-Aus der Briten Kritik an der Europäischen Fussball-Union UEFA wegen des Modus geübt. "Ihr und wir haben mehr verdient als diesen Witz einer Turnierorganisation", schrieb der 31-Jährige am Sonntag bei Instagram an die Fans. "Aber wer sagt schon, das Leben sei fair."

Wales war am Samstag durch ein 0:4 gegen Dänemark in Amsterdam ausgeschieden. Wegen der strikten Einreisebeschränkungen waren nur einige wenige Fans aus Wales im Stadion. Dänische Anhänger, die sich zwölf Stunden in den Niederlanden aufhalten durften, waren dagegen zahlreich angereist.

In der Vorrunde hatte das Team um Starspieler Gareth Bale zweimal in Baku und einmal in Rom gespielt und war deshalb im Gegensatz zu vielen anderen EM-Teilnehmer Tausende Kilometer weit geflogen. "Es tut verdammt weh", schrieb der Drittligaprofi von Charlton Athletic. Die Tatsache, den Schmerz mit "einigen meiner besten Kumpels zu teilen", mache es aber ein bisschen einfacher.

Hertha und ARD einigen sich: Boateng Dienstag letztes Mal EM-Experte

14:31 Uhr: Neuzugang Kevin-Prince Boateng steht dem Fussball-Bundesligisten Hertha BSC zum Trainingsstart am Mittwoch zur Verfügung. Das teilte der Verein der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage am Sonntag mit. Boateng ist derzeit als EM-Experte der ARD engagiert und sollte eigentlich bis zum Ende des Turniers am 11. Juli für die Fernsehanstalt tätig sein. Der zuständige Rundfunksender WDR hatte zunächst ein vorzeitiges Ende ausgeschlossen. Nach Gesprächen zwischen beiden Parteien erfolgte nun doch eine Einigung. Damit kann Hertha-Trainer Pal Dardai den 34-Jährigen am Mittwoch beim ersten Training, zu dem 300 Zuschauer zugelassen werden dürfen, auch begrüssen.

DFB-Training ohne Gündogan und Rüdiger

11:50 Uhr: Die deutsche Nationalmannschaft hat ihre Vorbereitung auf den Achtelfinal-Klassiker gegen England ohne Ilkay Gündogan und Antonio Rüdiger fortgesetzt. Gündogan fehlte beim Training am Sonntagmorgen in Herzogenaurach aufgrund einer Schädelprellung, die er sich im Spiel gegen Ungarn (2:2) zugezogen hatte.

Rüdiger pausierte wegen einer Erkältung. Er soll am Nachmittag eine individuelle Einheit absolvieren. Nach derzeitigem Stand können aber beide Spieler mit zum Spiel gegen England am Dienstag nach London reisen.

Bundestrainer Joachim Löw standen damit im Adi-Dassler-Stadion 23 Spieler zur Verfügung, da auch Lukas Klostermann (Muskelverletzung im Oberschenkel) weiter nicht am Mannschaftstraining teilnehmen kann. Der Leipziger absolvierte eine Einheit im Fitnesszelt neben dem Rasenplatz. Dagegen steht einer Startelf-Rückkehr von Thomas Müller gegen die bei der EM noch ungeschlagenen und sogar gegentorlosen "Three Lions" nichts im Wege.

Das DFB-Team muss in der K.o.-Phase den legendären Nimbus der Turniermannschaft neu aufleben lassen. Dieser soll auch gegen die Engländer zünden, für die Deutschland ein gefürchteter Angstgegner bei Welt- und Europameisterschaften ist. "Wir wollen natürlich immer wieder in diese englische Turnierwunde reinstechen. Wir wollen sie unsicher machen", sagte Müller am Wochenende bei Magenta TV. Der Weltmeister von 1966 scheiterte seit dem Titelgewinn im eigenen Land bei grossen Turnieren immer wieder vorzeitig, auch gegen Deutschland.

Klopp: "Deutschland abzuschreiben wäre verrückt"

11:02 Uhr: Liverpools Teammanager Jürgen Klopp ist vor dem EM-Achtelfinale der deutschen Fussball-Nationalmannschaft am Dienstag gegen England (18.00 Uhr/ARD und MagentaTV sowie bei uns im Live-Ticker) in London trotz der durchwachsenen Leistung gegen Ungarn (2:2) optimistisch. "Deutschland deswegen jetzt abzuschreiben, wäre doch verrückt", sagte Klopp der "Bild am Sonntag".

Die DFB-Auswahl habe ein bisschen Glück gehabt, meinte Klopp. "Jetzt haben wir gegen Frankreich ordentlich gespielt, Portugal dominiert wie kaum ein anderer Gegner in den letzten Jahren. Und gegen Ungarn haben wir uns schwergetan, ja. Aber mehr ist doch nicht passiert", sagte der 54-Jährige: "Manchmal brauchst du als Mannschaft gerade so ein Spiel. Und jetzt machen wir Dienstag halt wieder ein richtiges daraus."

England wartet seit dem WM-Triumph 1966 gegen Deutschland auf einen grossen Titel. In der Vorrunde hat die Mannschaft von Teammanager Gareth Southgate zwar nicht restlos überzeugt, blieb in drei Spielen aber ohne Gegentor.


Niederländer Makkelie pfeift deutsches Achtelfinale gegen England

10:45 Uhr: Der Niederländer Danny Makkelie pfeift am Dienstag den Achtelfinal-Klassiker zwischen der deutschen Nationalmannschaft und England in London. Das gab die Europäische Fussball-Union (UEFA) am Sonntag bekannt.

Danny Makkelie pfeift Deutschland gegen England.

Für den 38 Jahre alten Polizisten ist es der dritte Einsatz bei dieser EM. Makkelie leitete das Eröffnungsspiel zwischen Italien und der Türkei (3:0) sowie die Partie zwischen Finnland und Russland (0:1). Dabei verteilte er insgesamt sieben Gelbe Karten. Bei Länderspielen der DFB-Auswahl war Makkelie bislang zweimal im Einsatz. In der WM-Qualifikation gab es im Oktober 2017 ein 3:1 in Nordirland. Das Freundschaftsspiel im Juni 2015 gegen die USA ging jedoch 1:2 verloren.

Die Spieler von Bayern München und Borussia Dortmund haben gute Erinnerungen an Makkelie, der seit 2011 FIFA-Schiedsrichter ist. In der vergangenen Champions-League-Saison pfiff er die Bayern beim Vorrundensieg in Salzburg (6:2), zudem war er beim BVB-Erfolg im Achtelfinal-Hinspiel beim FC Sevilla (3:2) im Einsatz.

Ungarns Verband fordert heimische EM-Fans zu Fairness auf

10:22 Uhr: Ungarns Fussball-Verband hat vor dem letzten EM-Spiel in Budapest die heimischen Fans zu Fairness in der Puskas Arena aufgerufen. Verbandschef Sandor Csanyi bat die Zuschauer darum, die Nationalhymnen der jeweiligen Mannschaften nicht auszubuhen und "jegliche ausgrenzenden (rassistischen, homophoben, chauvinistischen) Äusserungen zu unterlassen". Verunglimpfungen würden die Leistung der ungarischen Nationalmannschaft und das Image des Landes überschatten.

Während der EM wurde im Spiel des in der Vorrunde ausgeschiedenen Co-Gastgebers Ungarn gegen Frankreich Stürmerstar Kylian Mbappé von den Rängen der Puskas Arena rassistisch beleidigt. Auch Stürmer Cristiano Ronaldo war portugiesischen Medien zufolge zuvor von Besuchern teils übel beschimpft worden.

Wegen möglicher "diskriminierender Vorfälle" hatte die UEFA in Bezug auf diese ersten EM-Spiele Ungarns gegen Portugal am 15. Juni (0:3) und gegen Frankreich am 19. Juni (1:1) Ermittlungen eingeleitet.

Heute (18.00 Uhr/ARD und Magenta TV) treffen die Niederlande und Tschechien aufeinander. Oranje-Kapitän Georginio Wijnaldum wird eine spezielle Kapitänsbinde mit der Aufschrift "One Love" am Arm tragen, womit die Mannschaft und er ein Zeichen gegen Ausgrenzung setzen wollen.

Ungarns Verbandschef appellierte, dass "eine sportliche Atmosphäre" unerlässlich sei, wenn das Land auch in Zukunft "prestigeträchtige Sportereignisse" ausrichten und die ungarische Mannschaft Spiele vor vollem Haus austragen wolle. Zugleich bedankte sich Csanyi für die "fantastische Atmosphäre", die bislang im Stadion geherrscht habe.

UEFA begrüsst Regenbogen-Werbung der Sponsoren

09:57 Uhr: Die Europäische Fussball-Union hat die Regenbogen-Werbung einiger Partner während der EM-Spiele am Samstag begrüsst. Die Entscheidung dazu stünde jedem Sponsor frei und jene, "eine Botschaft der Toleranz und Gleichstellung zu übermitteln", werde absolut unterstützt, teilte die UEFA mit. Während der Achtelfinalspiele in Amsterdam und London waren einige Werbebanden und Schriftzüge bunt gefärbt - wohl insbesondere angesichts der "Pride Week", die am Samstag unter anderem in Berlin mit dem alljährlichen Christopher Street Day gefeiert wurde.

Die Regenbogenfarben als Zeichen für Toleranz und sexuelle sowie geschlechtliche Vielfalt waren in der vergangenen Wochen ein riesiges EM-Thema gewesen, weil die UEFA untersagt hatte, dass die Münchner-Arena zum deutschen Spiel gegen Ungarn bunt strahlt. Vorausgegangen war ein Antrag der Stadt München, der auch auf den Protest gegen ein in Ungarn erlassenes Gesetz zielte, das die Informationsrechte von Jugendlichen in Hinblick auf Homosexualität und Transsexualität einschränkt.

ZDF: Fast elf Millionen sehen Italiens Zittersieg

09:12 Uhr: Das ZDF verbuchte beim 2:1-Zittersieg des viermaligen Fussball-Weltmeisters Italien nach Verlängerung im EM-Achtelfinale gegen Österreich eine gute Quote. Im Schnitt 10,82 Millionen Zuschauer sahen den Erfolg der Azzurri, der Marktanteil betrug starke 43,3 Prozent.

Erstmals im Verlauf der EM wurde bei der Reichweite ausserhalb der Übertragung eines Spiels mit deutscher Beteiligung eine zweistellige Millionenmarke erreicht.

Positiver Coronatest: Kroatien ohne Perisic gegen Spanien

08:46 Uhr: Vize-Weltmeister Kroatien muss am Montag im EM-Achtelfinale gegen Mitfavorit Spanien in Kopenhagen ohne den zweifachen Torschützen Ivan Perisic auskommen. Der Flügelspieler von Inter Mailand wurde am Samstag positiv auf das Coronavirus getestet. Das gab der kroatische Fussballverband bekannt.

Perisic hatte am Dienstag gegen Schottland (3:1) mit einem Treffer und einer Vorlage grossen Anteil am Achtelfinaleinzug der Kroaten. Der 32-Jährige muss nun für zehn Tage in Quarantäne und würde Kroatien auch in einem möglichen Viertel- und Halbfinale fehlen. Alle anderen Tests der kroatischen Delegation waren negativ.

Das EM-Tagebuch vom 26. Juni zum Nachlesen finden Sie hier

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Mit Material der dpa, afp und sid
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