Das Coronavirus hat Deutschland, Europa und die Welt fest im Griff. Alle Entwicklungen zum Coronavirus im Live-Blog.

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Alle Meldungen von Donnerstag, 16. April finden Sie hier:

Beschränkungen in New York bis Mitte Mai verlängert

18:51 Uhr: Im besonders heftig von der Corona-Pandemie betroffenen US-Bundesstaat New York sind die relativ strengen Ausgangsbeschränkungen bis Mitte Mai verlängert worden. In Absprache mit anderen Bundesstaaten der Region seien die Beschränkungen zunächst bis zum 15. Mai verlängert worden, sagte Gouverneur Andrew Cuomo bei seiner täglichen Pressekonferenz am Donnerstag.

Zahl der Corona-Todesfälle in den USA überschreitet Marke von 30.000

17:45 Uhr: In den USA sind mittlerweile mehr als 30.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete am Donnerstag insgesamt 30.990 Todesfälle. Gemessen an den Todeszahlen sind die USA demnach das am stärksten von der Corona-Pandemie betroffene Land der Welt - vor Italien mit 21.645, Spanien mit 19.130 sowie Frankreich mit 17.167 Toten.

In den USA wurden nach offiziellen Angaben insgesamt rund 640.000 Corona-Infektionen registriert. In den vergangenen zwei Tagen verzeichnete das Land eine Rekordzahl bei den täglichen Todesfällen. Allein in New York starben am Dienstag 3.778 Menschen, deren Tod nach Angaben der Behörden "wahrscheinlich" auf eine Infektion mit dem Coronavirus zurückzuführen sei. Die Metropole gilt als die am schlimmsten von der Pandemie betroffene Stadt der USA. Im gesamten Bundesstaat New York wurden bislang mehr als 14.000 Todesfälle registriert.

Drosten: Virus wird sich gleichmässiger in Deutschland verteilen

17:35 Uhr: Die bislang ausgeprägten regionalen Unterschiede bei der Coronavirus-Epidemie in Deutschland werden sich nach Einschätzung des Virologen Christian Drosten auflösen. Der anfängliche Effekt, dass sich das Virus nach Einschleppungen zunächst stark lokal verbreitet, wie bisher in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen, werde immer weiter verwischen, sagte der Charité-Wissenschaftler am Donnerstag im NDR-Podcast.

Es sei bereits zu sehen, dass sich die "lokale Clusterung" so langsam auflöse. "Das Virus wird sich jetzt über die nächsten Wochen und Monate, über den Sommer, in ganz Deutschland weiter verteilen." Zu dieser gleichmässigeren Verteilung komme es trotz der Massnahmen zur sozialen Distanzierung, da es immer noch Übertragungen gebe.

Auch positive Überraschungen seien möglich, sagte Drosten. Es gebe noch viele Restfragen, etwa zur Rolle der Kinder bei Sars-CoV-2. Auch steckten sich in Haushalten offenbar doch relativ wenige Menschen an, wie neue Daten aus China nahelegten. Vielleicht gebe es eine bisher unbemerkte Hintergrundimmunität durch Erkältungscoronaviren. Solche Aspekte müsse die Forschung klären.

Russland verschiebt grosse Siegesparade am 9. Mai

17:18 Uhr: Russland verschiebt die grosse Militärparade zum 75. Jahrestag des Sieges der Sowjetunion über den Hitlerfaschismus. Grund sei die Krise um die Coronavirus-Pandemie, teilte Kremlchef Wladimir Putin nach Angaben der Agentur Interfax am Donnerstag in Moskau mit.

Für Russland ist die symbolträchtige Parade am 9. Mai das wichtigste politische Ereignis in diesem Jahr.

Keine Maskenkontrollen im ÖPNV - Verkehrsträger setzen auf Vernunft

16:51 Uhr: In Bussen und Bahnen dürfte es nach den beschlossenen Lockerungen in der Corona-Krise bald wieder voller werden - was die Sicherheit angeht, setzen die Verkehrsträger dabei vor allem auf die Vernunft der Menschen.

"Wir bitten die Kundinnen und Kunden zum Beispiel vielerorts, sich in den Fahrzeugen zu verteilen, nicht kurz vor knapp zur Haltestelle zu kommen und mehr Zeit einzuplanen", teilte Oliver Wolff, Präsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), der Deutschen Presse-Agentur mit. "Bei den Bahnen gilt weiter: Es müssen nicht alle in den ersten oder letzten Wagen einsteigen."

Mehr als 133.200 Corona-Nachweise in Deutschland - 3.740 Tote

16:41 Uhr: In Deutschland sind bis Donnerstagnachmittag mehr als 133.200 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 16:15 Uhr: Mehr als 130.300 Infektionen). Mindestens 3.740 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 16.15 Uhr: 3.456). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Grossbritannien meldet 861 neue Corona-Todesfälle

16:31 Uhr: In Grossbritannien sind binnen 24 Stunden weitere 861 Menschen in Krankenhäusern nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das waren fast hundert neue Todesfälle mehr als am Vortag, wie das britische Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte. In den vergangenen Tagen hatte sich der Anstieg der Opferzahlen noch verlangsamt.

Insgesamt starben in Grossbritannien bislang 13.729 Infizierte. Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle überschritt am Donnerstag die Marke von 100.000.

Polizei löst Trauerfeier mit rund 200 Teilnehmern an Heilbronner Friedhof auf

16:27 Uhr: Im baden-württembergischen Heilbronn ist die Polizei gegen rund 200 Teilnehmer einer Trauerfeier an einem Friedhof vorgegangen. Die Menschen hätten sich zu einer Predigt und einem gemeinsamen Gebet vor dem Eingang versammelt und dabei die in der Coronakrise geltenden Abstandsregeln nicht eingehalten, teilten die Beamten am Donnerstag mit. Einsatzkräfte hätten daraufhin die Personalien der Teilnehmer aufgenommen. Die Beerdigung sei danach in kleinem Kreis erfolgt.

Kanzleramtsminister Braun rät von Familienfesten und Hochzeiten im Sommer ab

16:01 Uhr: Trotz der leichten Lockerungen der Corona-Schutzmassnahmen rät Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) davon ab, Familienfeste wie etwa Hochzeiten für den Sommer zu planen. In der aktuellen Lage sei dies nicht zu empfehlen, sagte Braun am Donnerstag "Bild Live". "Die Gefahr, dass man sie kurzfristig wieder absagen muss, weil das Virus noch den ganzen Sommer über im Land sein wird, ist einfach zu gross."

Braun fügte hinzu, eine Familienveranstaltung mit 150 Gästen aus dem ganzen Bundesgebiet sei "aus der Sicht des Infektionsgeschehens momentan auch nicht gut". Die Bundesregierung werde die Lockerungsmassnahmen aber alle zwei Wochen präzisieren.

"Dazu gehört auch zu prüfen, ab wie vielen Teilnehmern eine Veranstaltung untersagt bleibt", sagte Braun. Veranstaltungen über tausend Teilnehmer würden bis August aber "ganz sicher" untersagt bleiben. Derzeit sind überhaupt keine Veranstaltungen erlaubt.

Schweiz lockert Corona-Massnahmen - Schulunterricht ab 11. Mai

15:50 Uhr: Die Schweizer Regierung lockert vom 27. April an schrittweise die Massnahmen im Kampf gegen das Coronavirus. Wie Präsidentin Simonetta Sommaruga am Donnerstag mitteilte, dürfen dann unter anderem Friseursalons sowie Bau- und Gartenmärkte wieder öffnen. Die Geschäfte müssten aber ein "überzeugendes Schutzkonzept" vorlegen und dabei aufzeigen, wie die Kundschaft und die Angestellten geschützt werden.

Auch die Einschränkungen etwa für Arztpraxen, Krankenhäuser und medizinische Massagen werden mit dem 27. April aufgehoben. Zwei Wochen später soll, sofern die Infektionen mit Sars-CoV-2 unter Kontrolle bleiben, der Unterricht an den meisten Schulen wieder aufgenommen werden.

In der Schweiz läuft das öffentliche Leben wegen der Coronavirus-Pandemie seit Mitte März auf Sparflamme. Fast alle Geschäfte sowie alle Restaurants, Märkte, Museen und Freizeitbetriebe sind derzeit geschlossen. Hotels und andere Beherbergungsbetriebe wurden von der Massnahme ausgenommen. Private und öffentliche Veranstaltungen sind verboten.

Der dritte Schritt der Lockerungen soll nach Angaben von Sommaruga im Idealfall am 8. Juni folgen. Wie die Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete, sollen Berufs- und Hochschulen dann wieder Präsenzveranstaltungen abhalten dürfen. Gleichzeitig sollen Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe wie Museen, Bibliotheken, botanische Gärten und Zoos wieder öffnen und das Versammlungsverbot gelockert werden. Die Details zu dieser Etappe will der Bundesrat Keystone-SDA zufolge am 27. Mai beschliessen.

New Yorks "furchtloses Mädchen" jetzt mit Maske

15:46 Uhr: New Yorker passen in der grössten Krise aufeinander auf - und geben sogar ihrem "furchtlosen Mädchen" in der Wall Street eine Corona-Atemmaske.

Unbekannte hatten der etwa 1,20 Meter grossen Bronze-Statue, die der "New York Times" zufolge seit 2018 vor der berühmten New Yorker Börse steht und auf die Macht von Frauen in Führungspositionen aufmerksam machen soll, ihren neuen Schutz verpasst.

Ob sie ihn braucht, ist nicht ganz klar: Den gebotenen Mindestabstand an der verlassenen Wall Street in Downtown Manhattan einzuhalten, ist nämlich dieser Tage ein Kinderspiel.

Japan verhängt landesweiten Notstand - Ärzte fordern mehr Virus-Tests

15:29 Uhr: Japan hat wegen steigender Coronavirus-Fälle den Notstand auf das ganze Land ausgeweitet. Das entschied Ministerpräsident Shinzo Abe am Donnerstag.

Er hatte diesen kürzlich zunächst nur für den besonders betroffenen Grossraum Tokio und einzelne andere Provinzen bis zum 6. Mai verhängt und die Bürger aufgerufen, möglichst zu Hause zu bleiben. Harte Ausgangssperren wie in Europa bedeutet der Notstand in Japan aber nicht. Japanische Ärzte warnten angesichts der staatlichen Restriktion von Coronavirus-Tests vor einem Zusammenbruch des Gesundheitssystems. Wie japanische Medien berichteten, forderten Krankenhäuser in der Stadt Kyoto in einer gemeinsamen Erklärung den Staat auf, Coronatests mit öffentlichen Mitteln auch für Patienten zuzulassen, die keine Symptome aufzeigen.

Bislang würden in Japan nur Coronatests bei Patienten von der Versicherung bezahlt, die Symptome wie Fieber haben, hiess es. Als Folge dieser Politik könnten sich Ärzte und Krankenschwestern bei Operationen oder Geburten infizieren, wenn symptomlose Patienten das Virus in sich tragen. Bei vielen Menschen führt eine Infektion mit SARS-CoV-2 zu keinen oder zumindest nur sehr milden Symptomen.

Winfried Kretschmann: "Das Virus ist ein fieses Ding"

15:08 Uhr: Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) macht sich Gedanken über den Charakter des Coranavirus. Er könne verstehen, dass die Menschen mehr Planungssicherheit wollten, sagte Kretschmann am Donnerstag in Stuttgart. "Aber das Virus ist doch nicht da, um Klarheit zu schaffen. Wir kennen es nicht, wir hatten so etwas noch nie. Das ist halt ein fieses Ding."

Kretschmann bat deshalb auch um Geduld mit den Entscheidungsträgern. Beim Management der Krise könne "nicht immer alles rund laufen, auch wenn das Virus immer rund dargestellt wird".

So müssten auch vermeintliche oder tatsächliche Ungerechtigkeiten hingenommen werden. "Die machen nicht wir, die macht das Virus", sagte der Ministerpräsident. "Das Virus ist halt nicht gerecht."

Zu seiner langsam herauswachsenden charakteristischen Igelfrisur sagte Kretschmann, er gehe erst wieder zum Friseur, wenn das auch erlaubt sei: "Man sieht meiner Frisur an, dass ich mich selbst an die Regeln halte."

Durch Coronakrise: Erneut 5,2 Millionen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA

14:41 Uhr: Wegen der Zuspitzung der Corona-Pandemie haben in den USA die vierte Woche in Folge Millionen Menschen einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe gestellt. In der Woche bis zum 11. April wurden 5,2 Millionen Neuanträge registriert, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Damit haben innerhalb eines Monats rund 22 Millionen Menschen ihren Job verloren. Allein in der Vorwoche hatten 6,6 Millionen Menschen einen Erstantrag auf Unterstützung gestellt.

Zahl der Corona-Todesfälle in Spanien steigt um rund 550 auf 19.000

14:36 Uhr: In Spanien sind weitere 551 Menschen an der Lungenerkrankung COVID-19 gestorben. Damit stieg die Zahl der Todesopfer in der Coronakrise auf 19.130, wie die Gesundheitsbehörden am Donnerstag mitteilten. Die Zahl der Infektionsfälle stieg um 5.183 auf 182.816 - offiziell die zweithöchste Zahl weltweit nach den USA.

Die Zahl der Todesfälle ist seit zwei Wochen rückläufig. Die spanischen Behörden gehen davon aus, dass der Höhepunkt der Pandemie Anfang April überschritten wurde. Damals wurden an einem Tag 950 Todesfälle gezählt.

Die offiziellen Opferzahlen sind in Spanien jedoch zunehmend umstritten: Nach Angaben der Regionalbehörden in Madrid und Katalonien tauchen tausende Tote nicht in der nationalen Statistik auf. Katalonien gab die Zahl der COVID-19-Todesfälle am Mittwoch mit mehr als 7.000 an, während in der nationalen Statistik von Donnerstag 3.855 aufgeführt wurden. Die Region Madrid verweist auf mehr als 10.000 Tote, das spanische Gesundheitsministerium nennt für die Region 6.877 Todesfälle.

In Spanien gelten besonders strenge Beschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus. Seit dem 14. März gilt für die Bevölkerung eine strikte Ausgangssperre.

Städtetagspräsident: Werden uns an Maskentragen gewöhnen müssen

14:20 Uhr: Die ersten Lockerungen in der Corona-Krise werden aus Sicht von Städtetagspräsident Burkhard Jung dazu führen müssen, dass Menschen verstärkt Masken tragen. Es sei von allen "eine verantwortungsvolle Entscheidung gefragt, wenn es in Zukunft um das Tragen von Mund-Nase-Schutzmasken im ÖPNV und in Geschäften geht", sagte der Leipziger SPD-Oberbürgermeister den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

"Das wird unseren Alltag und auch das Bild in unseren Städten verändern. Aber wir werden uns daran für einige Zeit gewöhnen müssen." Mit den Masken könne man andere Menschen besser vor Infektionen schützen, wenn das öffentliche Leben wieder etwas mehr erwacht. "Und wir wollen ja mehr Lebendigkeit in unseren Innenstädte", sagte Jung.

Bayern lockert Ausgangsbeschränkung minimal

14:02 Uhr: Bayern lockert die Ausgangsbeschränkung zur Eindämmung des Coronavirus minimal: Ab kommenden Montag ist im Freien auch der Kontakt zu einer Person ausserhalb des eigenen Hausstands erlaubt. Diese Änderung, mit der Bayern auf die bundesweit vorherrschende Linie einschwenkt, gab Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach einer Kabinettssitzung am Donnerstag in München bekannt.

Zudem beschloss die Staatsregierung Stufenpläne zur langsamen Wiedereröffnung der Schulen und von Geschäften:

Europa laut WHO "im Auge des Sturms" der Corona-Pandemie

13:33 Uhr: Die Coronavirus-Pandemie hat Europa nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO immer noch fest im Griff. "Wir befinden uns weiterhin im Auge des Sturms", erklärte der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge, auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen am Donnerstag. Trotz einiger "optimistisch stimmender Anzeichen" in Spanien, Italien, Deutschland, Frankreich und der Schweiz nehme die Zahl der Infektionen in Europa insgesamt weiter zu.

In Ländern wie Grossbritannien, der Türkei, der Ukraine, Belarus und Russland habe sich der Anstieg der Neuinfektionen nicht verlangsamt. In den vergangenen zehn Tagen habe sich die Zahl der Infektionen europaweit verdoppelt und nähere sich nun der Marke von einer Million, sagte Kluge. Damit entfielen rund die Hälfte aller bestätigten Infektionsfälle weltweit auf Europa.

Hubertus Heil stellt neue Arbeitsschutzregeln für Zeit der Corona-Pandemie vor

13:16 Uhr: Vor der geplanten schrittweisen Öffnung der Geschäfte hat Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) bundesweit und branchenübergreifend einheitliche Arbeitsschutzregeln in Zeiten der Corona-Pandemie vorgestellt.

Das Kabinett habe den neuen Arbeitsschutzstandard COVID-19 am Donnerstag im Umlaufverfahren verabschiedet, sagte Heil in Berlin. "Auf diese Standards können sich alle verlassen und an diese Standards müssen sich auch alle halten." Es werde zwar Kontrollen geben - im Vordergrund stünden aber "Beispiele und Beratung".

Heil stellte zehn Eckpunkte vor. Dazu gehört etwa ein Sicherheitsstandard von mindesten 1,5 Metern bei der Arbeit - "in Gebäuden, im Freien und in Fahrzeugen". Betriebe müssten dies etwa durch Absperrungen, Markierungen oder Zugangsregelungen umsetzen. Ein weiterer Punkt auf der Liste sind Waschgelegenheiten und Desinfektionsspender, die der Arbeitgeber bereitstellen müsse. Beschäftigte dürften möglichst wenig direkten Kontakt zueinander haben, Schichtwechsel, Pausen oder Anwesenheiten im Büro müssen demnach "durch geeignete organisatorische Massnahmen entzerrt" werden.

Bislang gab es keine Rechtsgrundlage für diese Regeln - "die haben wir jetzt", sagte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, Stefan Hussy. Die Berufsgenossenschaften erarbeiten demnach für die verschiedenen Branchen konkrete Empfehlungen. Für das Friseurhandwerk etwa sollen sie Ende dieser Woche veröffentlicht werden. Dann habe die Branche Zeit, sich bis zur Öffnung am 4. Mai vorzubereiten.

Ifo-Institut: Deutschland bei Medizin nicht am Tropf Asiens

12:57 Uhr: Deutschland hat im Handel mit medizinischen Gütern laut Ifo-Institut vergangenes Jahr einen Überschuss von 37 Milliarden Euro erwirtschaftet. "Die These, dass Deutschland beim Handel medizinischer Güter am Tropf der Globalisierung hängt, ist empirisch nicht belegbar", betonten die Wirtschaftsforscher am Donnerstag. "Einen Überschuss gibt es sowohl beim Handel von Arzneien als auch von medizinischer Ausrüstung wie etwa Beatmungsgeräten oder Desinfektionsmitteln."

Nur 0,8 Prozent der Arznei-Importe stammten aus Indien und China. Ausserhalb der EU seien die USA, die Schweiz und Grossbritannien wichtige Bezugsquellen, und 72 Prozent kämen aus EU-Staaten. "Bei Importen ist die Anzahl der Bezugsquellen wichtiger als die Frage, ob ein Produkt heimisch produziert oder importiert wird", schrieben die Ifo-Forscher: "Mit der Zahl der Zulieferer sinkt die Abhängigkeit, und bei einer hinreichend hohen Zahl kann die Versorgung sogar stabiler sein als allein durch heimische Produktion." Die EU sollte Einfuhrzölle für alle medizinischen Produkte abschaffen. Deutschland kaufe zwei Drittel der Medizin-Importe in mehr als 30 Ländern ein.

Um Versorgungsengpässen vorzubeugen, sollte Deutschland aber einen nationalen Medikamentenvorrat anlegen, schlugen die Autoren der Studie vor. Die Vorräte müssten so lange reichen, bis die heimische Volkswirtschaft im Krisenfall selbst die Versorgung sicherstellen könne.

Bayern lockert Corona-Ausgangsbeschränkung minimal - Skepsis für Oktoberfest

12:38 Uhr: Bayern lockert die Ausgangsbeschränkung zur Eindämmung des Coronavirus minimal: Künftig ist im Freien auch der Kontakt zu einer Person ausserhalb des eigenen Hausstands erlaubt. Diese Änderung, mit der Bayern auf die bundesweit vorherrschende Linie einschwenkt, gab Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach einer Kabinettssitzung am Donnerstag in München bekannt.

Gleichzeitig sagte Söder, dass er einer Durchführung des Oktoberfestes "sehr skeptisch" gegenüberstehe. In den nächsten zwei Wochen will er deswegen mit Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) beraten. Dieser teile aber seine Bedenken.

Frankreich erwägt Abschaltung von Atomreaktoren - Stromverbrauch bricht ein

11:21 Uhr: Wegen der Coronavirus-Pandemie erwägt Frankreich die Abschaltung mehrerer Atomreaktoren. Der mehrheitlich staatliche Betreiber Electricité de France (EDF) begründete dies am Donnerstag mit einem Einbruch des Stromverbrauchs um bis zu 20 Prozent. Der Konzern verwies darauf, dass zahlreiche Wirtschaftsbereiche zum Erliegen gekommen seien.

Um die Versorgung mit Strom im kommenden Winter sicherzustellen, könnte "die Produktion von mehreren Atomreaktoren in diesem Winter und Herbst ausgesetzt werden", hiess es in einer Erklärung von EDF. Ziel sei es, Brennstoffe einzusparen. Welche Reaktoren im Gespräch sind, teilte der Versorger nicht mit.

Gates-Stiftung spendet armen Ländern erneut 150 Millionen Dollar für Kampf gegen Corona

11:02 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus unterstützt die Stiftung von Bill und Melinda Gates arme Länder mit einer Spende von 150 Millionen Dollar.

Zugleich rief die Stiftung am Mittwoch zu einer internationalen Zusammenarbeit bei der Entwicklung und Herstellung eines Impfstoffes auf. Notwendig seien Milliarden Impfdosen, sagte Mark Suzman, Generaldirektor der Bill und Melinda Gates-Stiftung, am Mittwoch vor Journalisten. "Es gibt sieben Milliarden Menschen auf dem Planeten und wir müssen praktisch jeden impfen, aber wir haben nicht die Produktionskapazitäten", sagte Suzman.

Die Stiftung stelle weitere 150 Millionen Dollar zur Verfügung, um die internationalen Bemühungen zu unterstützen, sagte Suzman. Ein Grossteil des Geldes solle für die Entwicklung von COVID-19-Tests, die therapeutische Behandlung und Impfstoffe aufgewendet werden und sicherstellen, dass alles weltweit verfügbar sei. Ein Teil des Geldes solle den ärmsten Ländern in Südasien und im südlichen Afrika helfen, in denen es für den Kampf gegen das Corona-Virus an Material, Ausrüstung und Infrastruktur fehlt. Die Gates-Stiftung hatte bereits im Februar 100 Millionen Dollar gespendet.

Die Stiftung unterstützt vor allem die Entwicklung eines Impfstoffes, der die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus aufhalten könnte. Derzeit werden weltweit rund hundert potenziell Impfstoffe von Wissenschaftlern entwickelt und getestet. Viele könnten bei kleinen Tests zunächst vielversprechend erscheinen, die meisten würden in grossen Studien - sogenannten Phase-Drei-Tests - jedoch scheitern, sagte Suzman.

Medienberichte: London will Corona-Massnahmen um drei Wochen verlängern

10:44 Uhr: Grossbritannien will die Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie britischen Medien zufolge um drei Wochen verlängern. Die Entscheidung solle nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats Cobra noch am Donnerstag offiziell verkündet werden. Gesundheitsminister Matt Hancock sagte dem Sender BBC: "Für Änderungen ist es noch zu früh. Die Zahlen gehen noch nicht zurück." Details nannte der Minister nicht.

Die Ausgangsbeschränkungen waren am 23. März verhängt worden. Die Briten dürfen ihre Wohnungen kaum noch verlassen. Erlaubt sind der Einkauf wesentlicher Dinge wie Lebensmittel und Medikamente. Alle Läden, die nicht zur Grundversorgung dienen, sind geschlossen. Sport ist nur einmal am Tag und nur mit Mitgliedern desselben Haushalts erlaubt. Versammlungen von mehr als zwei Personen sind verboten.

Wegen der vergleichsweise wenigen Tests, die bisher gemacht wurden, gelten die britischen Corona-Statistiken als wenig aussagekräftig. Sie enthalten vor allem nicht die vielen Opfer in Pflegeheimen. Experten fürchten, dass Grossbritannien das am schlimmsten von der Pandemie betroffene europäische Land mit Blick auf die Todesrate werden könnte.

Auch Premierminister Boris Johnson hatte sich mit dem Coronavirus angesteckt und musste drei Nächte lang auf der Intensivstation behandelt werden. Er erholt sich derzeit auf dem Landsitz Chequers in der Nähe von London gemeinsam mit seiner schwangeren Verlobten Carrie Symonds. Auch sie hatte sich nach eigenen Angaben mit dem Virus angesteckt. Johnson wird von Aussenminister Dominic Raab vertreten.

Mehr als 131.400 Corona-Nachweise in Deutschland - 3.554 Tote

10:27 Uhr: In Deutschland sind bis Mittwochvormittag mehr als 131.400 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 10:15 Uhr: Mehr als 128.500 Infektionen). Mindestens 3.554 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 10:15 Uhr: 3.222). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts haben in Deutschland rund 77.000 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

Besonders hohe Zahlen registrierter Infektionen haben den Statistiken der Bundesländer zufolge Bayern mit mehr als 34.600 nachgewiesenen Fällen und mindestens 995 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 27.600 Fällen und mindestens 708 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 26.000 bestätigten Fällen und mindestens 820 Toten.

Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 265,1 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 158,1. Allerdings ist die Anzahl der erfolgten Tests pro 100.000 Einwohner in den Bundesländern unterschiedlich hoch. Die Uhrzeit, wann ein neuer Tagesstand gemeldet wird, variiert ebenfalls von Bundesland zu Bundesland. Zudem melden einige der Bundesländer ihre Zahlen jeweils nicht immer zur gleichen Uhrzeit. Mehrere Deutsche starben ausserdem im Ausland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

Ursula von der Leyen: "Europa steht auf" gegen die Corona-Krise - EU nicht schlecht reden

10:21 Uhr: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat davor gewarnt, die Europäische Union in der Corona-Krise schlecht zu reden.

Zwar sei anfangs niemand auf die Pandemie vorbereitet gewesen und gerade Italien hätte mehr geholfen werden müssen, sagte von der Leyen am Donnerstag im Europaparlament in Brüssel. Dafür entschuldige sich Europa als Ganzes und habe erkannt, dass man sich gegenseitig schützen müsse.

"Und die Wahrheit ist, dass Europa in der Welt nun zum stark pochenden Herz der Solidarität geworden ist", sagte von der Leyen. "Das wahre Europa steht auf, das Europa, das füreinander da ist, wenn es am dringendsten gebraucht wird." Inzwischen unterstützten sich die Staaten gegenseitig mit medizinischem Personal und Gerät. "Das macht mich stolz, Europäerin zu sein", sagte von der Leyen.

Natürlich wollten nun einige immer noch mit dem Finger auf andere zeigen und Schuldige suchen. Populistische Reden seien leichter auszusprechen als unpopuläre Wahrheiten. "Hier sage ich: Stopp! Hört auf damit und habt den Mut, die Wahrheit zu sagen", sagte von der Leyen in der Sondersitzung vor nur wenigen Abgeordneten.

Saarlands Ministerpräsident Hans: Zu früh, um über Sommerurlaub zu sprechen

09:45 Uhr: Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans hat bei der schrittweisen Lockerung der Corona-Beschränkungen zur Geduld aufgerufen. "Es ist jetzt zu früh, um über den Sommerurlaub zu debattieren", sagte der CDU-Politiker am Donnerstag im RTL-"Frühmagazin". Man taste sich jetzt ganz vorsichtig wieder an die Normalität heran. "Wir fahren quasi auf Sicht mit beiden Händen am Lenkrad, und ich glaube, dass auch nur dieses Handeln auch letztendlich verantwortungsvoll ist."

Klar sei aber, dass es auch im Sommer keine grossen Konzerte oder Massenveranstaltungen geben werde, sagte Hans. "Man kann sich nur schlecht vorstellen, dass man mit Schutzkleidung im Hochsommer auf einem Konzert steht." Inzwischen werden immer mehr Festivals und Konzerte abgesagt oder verschoben.

Markus Söder empfiehlt Sommerurlaub in Deutschland: "Wundervolle Ziele"

09:23 Uhr: Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat den Bürgern angesichts der Corona-Pandemie empfohlen, einen Sommerurlaub in Deutschland zu planen.

"Meine Einschätzung ist, wenn man das Infektionsgeschehen anderer Länder anschaut, ist der Urlaub wohl besser in Deutschland zu machen", sagte Söder am Mittwochabend "Bild Live". Es gebe "wundervolle Ziele".

Am Mittwoch hatte Deutschland erste Lockerungen der Corona-Beschränkungen beschlossen. Momentan sind die Bürger allerdings noch aufgefordert, generell auf Reisen zu verzichten. Weltweit besteht eine Reisewarnung. Es ist unklar, wann es zu ersten Lockerungen kommt.

Auch Streetart-Künstler Banksy arbeitet im Home Office

09:14 Uhr: Der mysteriöse Streetart-Künstler Banksy ist während der Corona-Pandemie aufs Arbeiten im Home Office umgestiegen und zeigt im Internet sein neues Kunstprojekt: ein Badezimmer. Auf Instagram postete der Brite ein Bild, auf dem er mehrere Ratten an die Wand gemalt hat. Die herumstehenden Gegenstände sind so arrangiert, dass es so aussieht, als hätten die Ratten diese Unordnung verursacht. Darunter schreibt Banksy: "Meine Frau hasst es, wenn ich von zu Hause aus arbeite."

Der anonyme Künstler wurde mit Graffitis mit gesellschaftskritischen und kontroversen Motiven weltberühmt. Beispielsweise soll er das Grafitto eines Mädchens mit einer Rettungsweste und einer Seenotfackel in Venedig produziert haben. Banksys Identität ist noch immer ein Rätsel: Bekannt ist, dass er aus Bristol stammt und Ende der 90er Jahre nach London kam.

Japanische Ärzte warnen vor Kollaps: Forderung nach mehr Corona-Tests

08:02 Uhr: Japanische Ärzte haben angesichts der staatlichen Restriktion von Coronavirus-Tests vor einem Zusammenbruch des Gesundheitssystems gewarnt. Wie japanische Medien am Donnerstag berichteten, forderten Krankenhäuser in der Stadt Kyoto in einer gemeinsamen Erklärung den Staat auf, Coronatests mit öffentlichen Mitteln auch für Patienten zuzulassen, die keine Symptome aufzeigen.

Bislang würden in Japan nur Coronatests bei Patienten von der Versicherung bezahlt, die Symptome wie Fieber haben. Als Folge dieser Politik könnten sich Ärzte und Krankenschwestern bei Operationen oder Geburten infizieren, wenn symptomlose Patienten das Virus in sich tragen, hiess es. Bei vielen Menschen führt eine Infektion mit Sars-CoV-2 zu keinen oder zumindest nur sehr milden Symptomen.

Schausteller warnen vor Massensterben der Volksfeste durch Corona-Krise

07:40 Uhr: Angesichts der Coronavirus-Krise warnen die deutschen Schausteller vor einem Massensterben der Volksfeste. "Eine 1.200 Jahre alte Kultur in Deutschland steht auf dem Spiel", sagte der Präsident des Deutschen Schaustellerbundes DSB, Albert Ritter, der "Augsburger Allgemeinen" (Donnerstagsausgabe). "Unsere Branche ist mit am härtesten von der Corona-Krise betroffen", betonte er. "Die Absagen treffen uns wie ein Berufsausübungsverbot."

Die 5.000 hauptberuflichen Schaustellerfamilien und ihre 55.000 Mitarbeiter stünden mit dem Rücken zur Wand. "Eigentlich ist das Ende schon erreicht", sagte Ritter. Die Schausteller treffe die Krise auch deshalb besonders dramatisch, weil sie in der Regel auf den Herbst-Volksfesten oder auf dem Weihnachtsmarkt ihre letzten Einnahmen erzielt hätten und dann in die traditionelle Winterpause gegangen seien. "Wir haben jetzt vier Monate ohne Einnahmen, aber mit vielen Kosten."

Ritter forderte, die Volksfeste unter Auflagen wie Abstandsregelungen und Schutzmassnahmen wieder zuzulassen. "Wenn wir wieder aufmachen, dann wollen wir das verantwortungsvoll tun", sagte der Verbandschef.

Erster NFL-Spieler mit Coronavirus infiziert

07:25 Uhr: NFL-Profi Brian Allen von den Los Angeles Rams hat sich als erster Profi der American-Football-Liga mit dem Coronavirus infiziert. Dies teilte sein Verein am Mittwoch (Ortszeit) mit.

Der Spieler fühle sich gut, sei gesund und auf dem Weg der Genesung, hiess es in der Club-Mitteilung. Alle Trainingsgelände der NFL-Teams sind wegen der Pandemie derzeit gesperrt.

Sonnen hinter Plexiglas? Italien will Strandsaison retten

07:22 Uhr: Der Sommer am Strand ist den Italienern heilig - nun fragen sich die Menschen, ob das Coronavirus auch ihren Sommerurlaub ruinieren wird. Gute Ideen sind daher besonders gefragt. "Wir bekommen die absurdesten Vorschläge, wie die Saison zu retten ist", sagt Mauro Vanni vom Verband der Badeanstalten in der Urlaubsstadt Rimini der Deutschen Presse-Agentur. "Einige Firmen wollen Plexiglas-Boxen um die Sonnenliegen bauen, andere Tunnels zum Strand graben, die wir mit Desinfektionsmittel abspritzen sollen."

Das seien aber tollkühne und unrealistische Vorschläge, denn sicher sei: Solange man sich nicht zu nahe kommen dürfe, könne man auch den Strandurlaub vergessen.

"Also, die Signora aus Deutschland mit ihrem Sonnenöl will doch nicht mit Maske und Gummihandschuhen am Strand liegen. Und Kindern kann man am Strand auch nicht beibringen, dass sie sich nicht zu nahe kommen können. Der Strand ist ein Ort, an dem man sich per se einfach nahe kommt, gemeinsam isst, lacht, Zeit verbringt."

Karliczek sieht Schulen vor "enormer Herausforderung"

06:40 Uhr: Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) sieht die Schulen in der Corona-Krise vor einer "enormen Herausforderung". Die nun beschlossene schrittweise Öffnung der Schulen sei "unter strenger Einhaltung der Infektionsschutzregeln zu organisieren", sagte Karliczek dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Donnerstagsausgaben). "Es sind viele komplexe Fragen zu lösen, ohne eine Erhöhung der Infektionsrate zu riskieren."

Alle, die im Schulwesen Verantwortung trügen, verdienten nun Unterstützung und Respekt. Karliczek begrüsste, dass sich Bund und Länder auf eine gemeinsame Linie verständigt hätten. Die Einigung über die schrittweise Wiedereröffnung der Schulen sei für Millionen Schüler, Eltern und Lehrer von grosser Bedeutung. "Hier gibt es nun eine erste Orientierung und eine Perspektive, wie es in den kommenden Wochen weitergeht."

Trump will am Donnerstag Marschroute für Corona-Lockerungen verkünden

06:00 Uhr: US-Präsident Donald Trump will am Donnerstag seine Marschroute für ein Wiederhochfahren der US-Wirtschaft bekannt geben. Trump sagte am Mittwoch in Washington, die USA hätten den Höhepunkt bei den Corona-Fallzahlen wahrscheinlich hinter sich. Kurz danach veröffentlichte die Johns-Hopkins-Universität ihre neuesten Zahlen: Binnen 24 Stunden starben in den USA fast 2.600 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion - die höchste Todesfallzahl an einem einzigen Tag weltweit.

"Es ist eindeutig, dass unsere aggressive Strategie wirkt", sagte Trump. "Der Kampf geht weiter, aber die Daten deuten darauf hin, dass wir landesweit den Höhepunkt von neuen Fällen hinter uns haben." Diese "ermutigenden Entwicklungen" führten dazu, dass die Leitlinien für die US-Bundesstaaten zur Lockerung des landesweiten Shutdowns festgelegt werden könnten.

Diese wolle er am Donnerstag bekannt geben. "Morgen wird ein grosser Tag", sagte Trump. "Wir werden die Bundesstaaten wieder öffnen, einige Staaten viel früher als andere." In einigen Staaten könnten die Corona-Einschränkungen vor dem 1. Mai gelockert werden.

Lesen Sie auch: Gelockerte Corona-Fesseln: Diese Massnahmen ändern sich

Linke will EU-Parlament auf Corona-Bonds festlegen

05:30 Uhr: Im Kampf gegen die Folgen der Pandemie verlangt die Linke eine Festlegung des EU-Parlaments auf Corona-Bonds. Fraktionschef Martin Schirdewan sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Antwort des Parlaments auf die Krise falle zu schwach aus. "Wir brauchen kein zögerliches Schulterklopfen, sondern echte europäische Solidarität in Form von Corona-Bonds", fügte er hinzu.

Das Europäische Parlament berät am Donnerstag in einer Sondersitzung eine Resolution, die die meisten Fraktionen mittragen - nicht aber die Linke. Schirdewan sagte, man werde versuchen, Corona-Bonds über Änderungsanträge in das Papier aufzunehmen. In der erwarteten Rezession reichten die vorgesehenen Kredite des Eurorettungsschirms ESM nicht. Sie würden nur Staatsschulden vergrössern und seien mit einer Kürzungspolitik verbunden, sagte der Linken-Politiker.

Mit Material der dpa und der AFP
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