• 13:54 Uhr: ➤ Katars WM-Organisationskomitee kommentiert Angabe der Todeszahlen
  • 13:01 Uhr: Lothar Matthäus prophezeit deutschen Kantersieg über Costa Rica
  • 10:47 Uhr: Fifa verkündet Strafe gegen den DFB
  • 07:24 Uhr: Portugal-Star sorgt sich um Flitzer mit Regenbogenflagge
  • 06:20 Uhr: Enrique verrät: Verabredung mit Flick zum WM-Finale

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➤ Katars WM-Organisationskomitee kommentiert Angabe der Todeszahlen

  • 13:54 Uhr

Der Generalsekretär des Organisationskomitees, Hassan al-Thawadi, hat in einem Interview von mehreren Hundert toten Gastarbeitern im Zusammenhang mit der WM in Katar gesprochen. "Die Schätzung ist bei etwa 400, zwischen 400 und 500. Ich habe die exakte Zahl nicht", sagte al-Thawadi in dem Gespräch mit Piers Morgan für den britischen TV-Sender "Talk TV". Morgan hatte gefragt: "Wissen Sie, wie viele Menschen in Katar in den letzten zwölf Jahren bei Bauarbeiten im Zusammenhang mit der Fussball-Weltmeisterschaft ums Leben gekommen sind, seit Sie den Zuschlag erhalten haben? Mit anderen Worten: neue Hotels, neue Brücken, was auch immer. Wie hoch ist die realistische Gesamtzahl der Arbeitsmigranten, die infolge der Arbeiten für die Fussballweltmeisterschaft gestorben sind?"

Das Organisationskomitee wies am Dienstagnachmittag darauf hin, dass sich die Aussage von al-Thawadi auf nationale Statistiken für alle arbeitsbedingten Todesfälle landesweit in Katar, für alle Branchen und Nationalitäten im Zeitraum von 2014 bis 2020 beziehe. Diese Zahl liege bei 414.

Bisher hatten der Weltverband Fifa und offizielle Stimmen aus Katar von drei Todesfällen auf WM-Baustellen gesprochen. Auf den Stadion- und anderen offiziellen WM-Baustellen habe es drei arbeitsbedingte und 37 nicht arbeitsbedingte Todesfälle gegeben. Medienberichten zufolge dagegen sollen seit der WM-Vergabe 2010 mehrere Tausend Arbeiter auf katarischen Baustellen ums Leben gekommen sein.

Trotz der hohen Opferzahlen betonte Al-Thawadi die Reformen, die im Golfstaat in den vergangenen Jahren angeschoben worden und unabhängig von der WM notwendig gewesen seien: "Die Verbesserungen in Bezug auf Sicherheits- und Gesundheitsstandards sowie die Abschaffung des Kafala-Systems haben wir vorgenommen, weil es unseren eigenen Werten entspricht", sagte der 44-Jährige. Die Vergabe des Turniers nach Katar habe diesen Prozess lediglich beschleunigt. (dpa/sid)

Die weiteren Meldungen des Tages:

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Lothar Matthäus prophezeit deutschen Kantersieg über Costa Rica

  • 13:01 Uhr

Rekordnationalspieler Lothar Matthäus sieht die deutsche Fussball-Nationalmannschaft im Gruppenfinale gegen Costa Rica eindeutig in der Favoritenrolle. "Costa Rica ist für mich kein Prüfstein für uns, wenn wir konzentriert sind. Sie sind limitiert", urteilte RTL-Experte Matthäus.

Die Mannschaft von Bundestrainer Hansi Flick liegt vor dem direkten Duell am Donnerstag (20:00 Uhr MEZ/ARD und MagentaTV) als Letzter der Gruppe E zwei Punkte hinter Costa Rica. Für Matthäus kein Massstab: "Sie sind glücklich, dass sie hier dabei sind. Sie sind auch glücklich, dass sie gegen Japan gewonnen haben."

Die deutsche Elf müsse einfach nur die gleiche Mentalität mitbringen wie gegen Spanien: "Dann kann es ein sehr einfaches Spiel gegen Costa Rica werden, mit einem sehr hohen Ergebnis. Womit ich auch klar rechne." (sid)

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Wie erreicht Deutschland das WM-Achtelfinale?
Wie erreicht Deutschland das WM-Achtelfinale?

Fifa verkündet Strafe gegen den DFB

  • 10:47 Uhr

Der Deutsche Fussball-Bund muss nach dem Regelverstoss bei der Pressekonferenz vor der WM-Partie gegen Spanien eine Geldstrafe in Höhe von 10.000 Schweizer Franken (umgerechnet rund 10.100 Euro) zahlen. Der zudem jetzt verwarnte DFB war nur mit Bundestrainer Hansi Flick und nicht wie vorgeschrieben zusätzlich mit einem Spieler bei der Fragerunde im internationalen Medienzentrum vertreten. Das Strafmass teilte der Weltverband Fifa am Dienstag mit.

Begründet worden war das Vorgehen von Flick mit der aus seiner Sicht langen Anreise vom Teamquartier im Norden Katars in die gut 100 Kilometer entfernte Hauptstadt. Diese sei rund 30 Stunden vor dem Anpfiff keinem der 26 Spieler seines Kaders zuzumuten, sagte Flick. Die Regel, dass die Pressekonferenz vor einem WM-Spiel im Medienzentrum in Al-Rajjan abgehalten werden muss, gilt für alle 32 WM-Teilnehmer. Die Partie am Folgetag endete 1:1.

Die nächste Pressekonferenz im Medienzentrum findet für den DFB am Mittwoch am Vortag des letzten und entscheidenden Gruppenspiels gegen Costa Rica statt. (dpa)

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Die Fans Costa Ricas freuen sich auf das Gruppen-Finale gegen Deutschland

Costa Ricas Fans sind jetzt heiss auf das Gruppen-Finale gegen Deutschland

Costa Ricas überraschende Rückkehr ins WM-Turnier wird von den Fans der Mittelamerikaner gefeiert. Das unerwartete 1:0 über Japan eröffnet einem der Underdogs wieder alle Chancen. Dessen Anhang fiebert dem Gruppenfinale gegen Deutschland entgegen: "Wir nehmen es mit allen auf!"

Portugal-Star sorgt sich um Flitzer mit Regenbogenflagge

  • 07:24 Uhr

Portugals Ruben Neves (25) sorgt sich um den WM-Flitzer, der in Katar mit einer Regenbogenflagge auf den Platz gestürmt war und damit ein Zeichen für die Menschenrechte gesetzt hat. "Ich hoffe, dem Jungen passiert nichts. Wir alle haben seine Botschaft verstanden, die ganze Welt hat sie verstanden", sagte Neves nach dem 2:0 (0:0) gegen Uruguay.

In der Mixed Zone im Lusail Stadium auf das Thema angesprochen, wurde Neves von einem Mitarbeiter des Weltverbandes Fifa etwas ins Ohr geflüstert.

Der Flitzer war während der zweiten Halbzeit auf das Spielfeld gerannt und befand sich etwa 30 Sekunden auf dem Rasen, bevor er von Sicherheitsleuten abgeführt wurde. Neben der Regenbogenflagge trug der Mann ein T-Shirt mit dem Schriftzug "Save Ukraine" ("Rettet die Ukraine") auf der Vorderseite und "Respect for Iranian Woman" ("Respekt für iranische Frauen") auf dem Rücken.

Die TV-Zuschauer bekamen von der Szene wenig zu sehen, sie wurde so gut es geht aus dem Weltbild herausgehalten. Der Flitzer war nur kurz zu sehen, anschliessend der Schiedsrichter mit der Flagge in der Hand.

Das Turnier in Katar ist vor allem wegen der Lage der Menschenrechte in dem Golfemirat das umstrittenste in der Geschichte der Fussball-Weltmeisterschaften. Unter anderem ist Homosexualität in Katar unter Strafe gestellt. (afp)

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Regenbogen-Flitzer
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WM 2022 in Katar: Flitzer mit drei wichtigen Botschaften - Wer ist der Mann?

Beim Spiel Portugal gegen Uruguay stürmt ein Flitzer mit Regenbogen-Flagge auf das Feld. Auch auf seinem T-Shirt hat er wichtige Botschaften untergebracht. Wer ist der Mann? Die Bilder der WM 2022.

Luis Enrique verrät: Verabredung mit Flick zum WM-Finale

  • 06:20 Uhr

Hansi Flick und sein Kollege Luis Enrique haben ein "Rendezvous" zum WM-Endspiel in Katar. "Wir haben uns für das Finale verabredet, als wären wir ein Paar. Halb im Scherz, halb im Ernst haben wir gesagt: Wir sehen uns am 18. Dezember wieder. Hoffentlich wird es wahr", berichtete der spanische Nationalcoach am Montagabend auf seinem Twitch-Kanal.

Das Gespräch, auf das Luis Enrique sich bezog, fand nach dem 1:1 zwischen der deutschen Fussball-Nationalmannschaft und dem Weltmeister von 2010 am Sonntag im Al-Bayt-Stadion noch am Spielfeldrand statt. Flick hatte danach gesagt, er wolle keine Details preisgeben.

Beide Trainer versicherten sich in der Vergangenheit häufiger ihrer gegenseitigen Wertschätzung. Luis Enrique (52) lobte nun erneut auch Flicks Mannschaft. "Niemand wird daran zweifeln, dass Deutschland das Finale erreichen kann. Deutschland ist immer eine Richtgrösse", sagte er. (sid)

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Spanien-Coach gedenkt nach Deutschland-Partie verstorbener Tochter

Der spanische Nationaltrainer Luis Enrique hat nach dem WM-Gruppenspiel gegen Deutschland seiner verstorbenen Tochter Xana gedacht. Am 27. November 2022 wäre die jüngste Tochter des spanischen Nationaltrainers 13 Jahre alt geworden. Sie starb 2019 an Knochenkrebs. (Teaserbild: imago images/Uk Sports Pics Ltd)
Mit Material von sid, afp und dpa.
Interessiert Sie, wie wir über die WM in Katar berichten? Wir haben unsere Beweggründe in einem Text für Sie zusammengefasst.

Die WM-News der vergangenen Tage zum Nachlesen:

Sandro Wagner

TV-Experte Sandro Wagner erzürnt Twitter-User mit "Bademäntel"-Spruch

Die Begegnung Spanien – Deutschland war hart umkämpft. Doch für Aufregung der besonderen Art sorgte ZDF-Co-Kommentator Sandro Wagner. Der Ex-Profi bezeichnete das traditionelle Gewand der katarischen Männer "Thwab" als "Bademantel". Das konnte der Sender natürlich so nicht stehenlassen.