• 22:50 Uhr: ➤ FIFA bestätigt Tod eines Bauarbeiters in Katar während der WM
  • 18:05 Uhr: Feiernde Fans Marokkos von Randalierern attackiert
  • 17:50 Uhr: Krisentreffen: Hansi Flick verschwindet kommentarlos
  • 17:12 Uhr: Schweizer Trainer Murat Yakin wehrt sich gegen Vorwürfe
  • 16:59 Uhr: Schrecksekunde für Kroatien: Mateo Kovacic verletzt sich im Gesicht
  • 15:54 Uhr: In dieser Kategorie war die deutsche Mannschaft in der Gruppenphase Weltmeister
  • 12:20 Uhr: Fifa-Boss Infantino lässt auf die WM in Katar nichts kommen

WM-Ticker hier aktualisieren

➤FIFA bestätigt Tod eines Bauarbeiters in Katar während der WM

  • 22:50 Uhr

Ein offenbar von den Philippinen stammender Arbeiter hat während der Fussball-Weltmeisterschaft in Katar sein Leben verloren. Der Mann sei infolge eines Unfalls bei Reparaturarbeiten im Teamhotel der saudi-arabischen Delegation gestorben, berichtete die US-Sportnachrichtenseite "The Athletic". Die FIFA bestätigte den Bericht auf dpa-Anfrage am späten Mittwochabend. Der Weltverband sei "zutiefst betrübt über diese Tragödie", die "Gedanken und unser Mitgefühl sind bei der Familie des Arbeiters", teilte ein Sprecher mit. Weitere Aussagen über den Unfall könne man erst treffen, wenn mehr Informationen bekannt seien. "The Athletic" zufolge ermittelte in dem Fall die katarische Regierung.

Die Sportnachrichtenseite hatte berichtet, dass es sich bei dem Verstorbenen um einen Mann namens Alex handele, der auf Anfang 40 geschätzt wird. Er soll demnach in einen Unfall mit einem Gabelstapler verwickelt gewesen sein. Beim Sturz von einer Rampe sei er mit dem Kopf auf Beton aufgeschlagen, heisst es weiter. Einen Sicherheitsgurt habe der Mann nicht getragen - warum, sei nicht bekannt.(dpa)

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Geschäftsführer Oliver Bierhoff und Bundestrainer Hansi Flick hat die WM 2022 als Duo gesprengt

Hansi Flick zeigt sich von Oliver Bierhoffs Abschied tief betroffen

Oliver Bierhoffs Rücktritt von seinen Ämtern beim DFB wirkt wie ein erstes Nachbeben des WM-Debakels. Bundestrainer Hansi Flick äussert sein grosses Bedauern über den beruflichen Verlust seines ersten Ansprechpartners und zudem Freundes.

Die weiteren Meldungen des Tages:

➤Feiernde Fans Marokkos von Randalierern attackiert

  • 18:05 Uhr

Mehrere Rechtsextremisten haben in Verona marokkanische Fussballfans angegriffen, als diese auf den Strassen den Sieg im WM-Achtelfinale gegen Spanien feierten. Spezialkräfte der Polizei nahmen am Dienstagabend 13 junge Leute fest, die nach Auskunft der Behörden vom Mittwoch den rechtsextremen Gruppierungen in der norditalienischen Stadt zuzuordnen sind.

Auf einem Amateurvideo ist zu sehen, wie sich vermummte Randalierer den Anhängern in der norditalienischen Stadt am Dienstagabend mit Ketten und Schlagstöcken näherten und zuschlugen. Vier Autos wurden beschädigt. Eine Frau wurde Medienberichten zufolge leicht verletzt, als eine Autoscheibe zu Bruch ging. Die Polizei meldete weiter, dass sie nach dem Vorfall schnell einschreiten und die mutmasslichen Täter aufhalten konnte. Deren Personalien wurden aufgenommen. Nun würden Videos gesichtet und weitere Ermittlungen eingeleitet.

Marokkos Nationalmannschaft hatte überraschend im WM-Achtelfinale die favorisierten Spanier nach Elfmeterschiessen mit 3:0 geschlagen. Daraufhin kam es in vielen Städten weltweit zu spontanen Siegesfeiern von Fans der Nordafrikaner. (dpa)

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Hansi Flick gibt nach Krisensitzung des DFB keinen Kommentar ab

  • 17:50 Uhr

Hansi Flick hat nach einem rund zweistündigen Krisengespräch mit DFB-Präsident Bernd Neuendorf und DFL-Aufsichtsratchef Hans-Joachim Watzke das Hotel in einem Vorort von Frankfurt wieder verlassen. Der Bundestrainer gab bei seiner Abfahrt keinen Kommentar ab. Flick war um kurz vor halb drei Uhr zu dem Treffen mit den Fussball-Spitzenfunktionären zur Analyse des WM-Scheiterns in Katar erschienen.

Neuendorf hatte am Freitag, einen Tag nach dem WM-K.o. in Katar, die Sitzung einberufen. Ursprünglich hatte auch Oliver Bierhoff teilnehmen sollen. Der Vertrag mit dem DFB-Geschäftsführer war allerdings bereits am Montag aufgelöst worden. Ob Flick Bundestrainer bleibt und die Nationalmannschaft zur Heim-EM 2024 führen wird, ist weiterhin offen. (dpa)

Feiernde Fans Marokkos von vermummten Extremisten angegriffen

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"Unperson" Leo Messi: Mexikanische Abgeordnete verfolgt skurrilen Plan

  • 17:23 Uhr

Die mexikanische Abgeordnete María Clemente García will Lionel Messi in ihrer Heimat zur "Persona non grata" erklären lassen. Die 37-Jährige von der linksgerichteten Morena-Partei richtete eine entsprechende Forderung direkt an das Aussenministerium. Chancen dürfte sie damit aber kaum haben.

Die Politikerin wirft dem Superstar und Kapitän der argentinischen Nationalmannschaft Verachtung und mangelnden Respekt gegenüber Mexiko vor. Sie beruft sich dabei auf Szenen aus der Umkleidekabine der Argentinier nach dem 2:0 in der WM-Gruppenphase gegen Mexiko, die bereits einen mexikanischen Box-Weltmeister zunächst zu wilden Beleidigungen und einer Drohung gegenüber Messi hatten hinreissen lassen.

Mit ein bisschen Abstand hatte sich der hochdekorierte Profi-Faustkämpfer Canelo Álvarez dann aber ziemlich kleinlaut für seine verbalen Angriffe entschuldigt.

Messi hatte in der Kabine in der allgemeinen Jubelstimmung beim Ausziehen der Fussballschuhe mit einem Schuh ein mexikanisches Trikot berührt, das auf dem Boden - wie einige und einiges anderes auch - lag. Wie ein Video zeigte, schaute Messi in dem Moment nicht nach unten und bekam die zufällig erscheinende Berührung gar nicht mit.

María Clemente García interpretiert die Szene anders und befindet - wie auch zunächst Boxer Álvarez -, dass Messi das mexikanische Trikot "verächtlich getreten" habe. Sie ist eine der beiden ersten transsexuellen Abgeordneten in Mexiko und hat schon für den ein oder anderen Skandal gesorgt. (dpa)

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Murat Yakin wehrt sich: "Gegentore waren keine Frage des Systems"

  • 17:12 Uhr

Ex-Bayern-Profi Xherdan Shaqiri und der frühere Frankfurter Haris Seferovic zeigten nach dem deutlichen 1:6 gegen Portugal im Achtelfinale der WM wenig Verständnis für die Taktik von Trainer Murat Yakin. Dieser hatte nach dem erkältungsbedingten Ausfall des Mainzer Aussenverteidigers Silvan Widmer hinten zunächst eine Dreier- statt der gewohnten Viererkette aufgeboten. "Unmittelbar nach dem Spiel ist es immer sehr emotional für die Spieler", sagte der Coach dazu. Sein Job sei es jetzt, "sie aufzubauen und zu motivieren".

Wie schon am Abend zuvor verteidigte Yakin seine taktische Umstellung. Die ersten Gegentore seien "nicht eine Frage des Systems und der Positionen" gewesen, erklärte er. Er habe die Taktik mit der Mannschaft besprochen und sie sei auch nicht gänzlich neu für sie gewesen. Man hätte auch überlegt, so zu spielen, wenn Widmer fit gewesen wäre, so Yakin. Nach mehreren Krankheitsfällen habe dem Team aber auch die Frische gefehlt.

Pierluigi Tami, der Direktor der Schweizer Nationalteams, nannte das WM-Aus eine "grosse Enttäuschung", bewertete die Leistungen in Katar insgesamt aber auch positiv. Schon kurz nach dem Spiel hatte er klargestellt, dass das Ergebnis den Posten von Yakin, dessen Vertrag mit der EM 2024 endet, nicht gefährden würde. (dpa)

Nike-Teams überzeugen bei WM – Adidas-Mannschaften schwach

Bei der Fussball-Weltmeisterschaft duellieren sich nicht nur die Nationen, sondern auch die grossen Sportartikelhersteller Nike und Adidas. Bei der WM in Katar stehen die Nike-Teams sehr gut da. Von den acht Nationalmannschaften, die sich für das Viertelfinale qualifiziert haben, spielen sechs Teams in Nike-Trikots.

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Schrecksekunde für Kroatien: Mateo Kovacic verletzt sich im Gesicht

  • 16:59 Uhr

Kroatiens Nationalspieler Mateo Kovacic hat sich nach eigener Aussage im Fitnessstudio im WM-Quartier in Doha verletzt. So erklärte der 28 Jahre alte Mittelfeldspieler des FC Chelsea seine Schürfwunden im Gesicht, die er zuletzt noch nicht hatte. Sein Einsatz am Freitag im Viertelfinale gegen Rekord-Weltmeister Brasilien (16:00 Uhr) ist aber nicht gefährdet.

"Es ist nichts Ernstes, nur ein Unfall im Fitnessstudio", sagte Kovacic, der auch noch Scherze seines Mitspielers Dejan Lovren ertragen musste. "Er lügt", sagte Lovren zu dessen Erklärung der Hautabschürfungen. (dpa)

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Die deutsche Elf hätte bei der WM die meisten Tore erzielen müssen

  • 15:54 Uhr

Weil im Fussball in jedem Spiel die Tore zählen - und nicht die Chancen dazu - musste die deutsche Nationalmannschaft die WM-Endrunde in Katar bereits nach drei Partien verlassen. Die vielen Abschlüsse, zu denen der viermalige Weltmeister kam, sicherten dem Team von Bundestrainer Hansi Flick nach Auswertung der entsprechenden Statistiken aber wenigstens einen Titel: Die Auswahl des DFB kam in der Gruppenphase auf die höchste Zahl "erwarteter Tore" ("expected Goals", kurz xG) aller 32 Teilnehmer.

Deutschland aber gewann nur ein Spiel, mit 4:2 gegen Costa Rica - und lag seltsamerweise auch hier im Trend. Nur bei der Hälfte der Spiele gewann das Team mit dem höheren xG-Wert - in der Bundesliga lag die Quote in einem vergleichbaren Zeitraum zuletzt bei 66,6 Prozent.

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Weitere Erkenntnisse der Analyse-Kommission der Fifa, zu der die früheren Erfolgstrainer Arsene Wenger und Jürgen Klinsmann gehören: Freie "Zehner" sterben aus, dafür agieren Torhüter als Regisseure. "Das ist eine grosse Veränderung", so Wenger. Klinsmann ergänzte: "Wir sehen, dass der Torhüter der Spielmacher Nummer eins ist. Er ist das Rückgrat der Mannschaft." Weil Neuer und Co. mit- und den Gegner damit häufig überspielten, blieb der erwartete Anstieg an Pressing-Situationen aus.

Zudem wird das Spiel oft nach aussen verlagert. Wenger ist überzeugt, "dass die Teams mit den besten Flügelspielern die grössten Chancen auf den Titel haben". Weltmeister Frankreich, der im Viertelfinale auf Vize-Europameister England trifft, werde "bis zum Ende gefährlich bleiben", glaubt er. (sid/hau)

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Nike ist der Gewinner bei den WM-Ausrüstern

  • 13:22 Uhr

Fussball-Weltmeisterschaften sind längst nicht mehr nur grosse Bühnen für die beteiligten Nationalmannschaften und deren Spieler. Wichtig ist auch, welcher Ausrüster sich durchsetzt. Das ist in Katar keine Frage.

Sechs von acht Viertelfinalisten werden vom US-Konzern Nike ausgestattet: Das sind Weltmeister Frankreich, Vize-Weltmeister Kroatien, Rekord-Weltmeister Brasilien, Vize-Europameister England, die Niederlande und Portugal.

Argentinien trägt Adidas, Marokko Puma. Beide Unternehmen stammen aus Herzogenaurach bei Erlangen und wurden einst nacheinander von den Brüdern Adolf (Adidas) und Rudolf Dassler (Puma) gegründet. Noch bei der WM 1990 in Italien rüstete Adidas 15 von 24 Teilnehmern aus, Puma einen.

Nike betrat die WM-Bühne erst 1998, also vier Jahre nach dem ersten Turnier in den USA. Deren Nationalmannschaft trug 1990 in Italien und 1994 im eigenen Land noch das Adidas-Logo auf dem Trikot. 1998 in Frankreich aber kleidete Nike neben den USA bereits den späteren Finalisten Brasilien, dessen Halbfinal-Gegner Niederlande, Italien, Südkorea und den damaligen Afrika-Meister Nigeria ein. (hau)

WM 2022: Schützenfest ohne Ronaldo: Portugal im Viertelfinale

Auch ohne Superstar Cristiano Ronaldo in der Startelf ist Portugal bei der WM gegen die Schweiz ins Viertelfinale eingezogen. Der Europameister von 2016 setzte sich vor allem dank des Ronaldo-Vertreters und Dreifach-Torschützen Goncalo Ramos mit 6:1 (2:0) durch und erreichte erstmals seit 16 Jahren wieder die Runde der besten Acht.

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Fifa-Präsident Infantino gerät wegen des Verlaufs der WM ins Schwärmen

  • 12:20 Uhr

Fifa-Präsident Gianni Infantino hat den bisherigen WM-Verlauf in Katar überschwänglich gelobt. "Ich habe alle Spiele gesehen und um es ganz einfach und deutlich zu sagen, dies war die beste Gruppenphase einer WM, die es je gab", sagte der Schweizer in einem vom Fussball-Weltverband verbreiteten Video am Mittwoch. "Die Spiele in den wunderschönen Stadien waren sehr, sehr hochklassig, das war bereits klar. Und auch das Publikum bei den Spielen war unglaublich." Infantino sprach von einem Zuschauerschnitt von über 51.000.

Im TV haben Infantino zufolge "schon mehr als zwei Milliarden Zuschauer" die WM-Spiele verfolgt. In Deutschland waren die Quoten im Vergleich zu früheren Turnieren deutlich zurückgegangen. "Das ist wirklich unglaublich: Zweieinhalb Millionen Menschen in den Strassen von Doha und mehrere Hunderttausend jeden Tag in den Stadien, die alle zusammen feiern, jubeln, ihre Teams anfeuern, eine fantastische Atmosphäre, grossartige Tore und unglaubliche Spannung", sagte Infantino. (dpa)

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Cristiano Ronaldos Freundin äussert sich zu dessen Reservisten-Dasein

  • 12:04 Uhr

Cristiano Ronaldos Partnerin Georgina Rodriguez hat die Joker-Rolle des Superstars im WM-Achtelfinale beklagt. "Schade, dass wir den besten Spieler der Welt nicht 90 Minuten lang geniessen konnten", schrieb die 28-Jährige auf Instagram. Rodriguez hatte das 6:1 Portugals gegen die Schweiz im Lusail Stadion verfolgt, Ronaldo war nach zuletzt schwachen Leistungen erst in der 74. Minute eingewechselt worden.

"Während die elf Spieler die Hymne sangen, waren alle Augen auf dich gerichtet", schrieb Rodriguez mit Blick auf das grosse Interesse der Fotografen an dem auf der Ersatzbank sitzenden Ronaldo. "Die Fans haben nicht aufgehört, deinen Einsatz zu fordern und deinen Namen zu rufen." Die Zuschauer im grössten WM-Stadion hatten Ronaldo in der zweiten Halbzeit mit Sprechchören gefordert und dessen Einwechslung lautstark bejubelt.

Deutliches Zeichen: Irans Fussballer singen Hymne nicht mit

Das iranische Nationalteam in Katar schweigt während der Nationalhymne demonstrativ. Es ist eine starke Geste, die den Fussballern Ärger einbringen dürfte. Im Iran gehen Sicherheitskräfte Augenzeugen zufolge unterdessen zunehmend brutal gegen Demonstranten vor. (Teaserbild: Mike Egerton/PA Wire/dpa)

Rodriguez schrieb mit Blick auf Portugals Nationaltrainer Fernando Santos, sie wünsche sich, dass "Gott und dein lieber Freund Fernando weiterhin Hand in Hand gehen". Santos hatte Ronaldo nach dessen bislang schwachen Turnierleistungen und dem Ärger um seine Auswechslung gegen Südkorea auf die Bank gesetzt und Youngster Gonçalo Ramos in die Startelf beordert. Dem 21-Jährigen von Benfica Lissabon gelangen gegen die Schweiz drei Tore. (dpa/hau)

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Belgiens Eden Hazard tritt aus dem Nationalteam zurück

  • 11:57 Uhr

Angreifer Eden Hazard von Real Madrid hat am Mittwoch seinen Abschied aus der belgischen Fussball-Nationalmannschaft bekannt gegeben. Die Roten Teufel, WM-Dritte von 2018, waren in der Gruppenphase der WM in Katar gescheitert.

Eden Hazard, dessen Bruder Thorgan bei Borussia Dortmund unter Vertrag steht und der ebenfalls im belgischen WM-Kader stand, schrieb in den sozialen Medien, dass "heute eine Seite umgeblättert wird". Bereits am vergangenen Donnerstag hatte Eden Hazard offenbar in der Kabine einigen Mitspielern seinen Entschluss, aus dem Nationalteam zurückzutreten, angekündigt.

In seinem Schreiben an die Fans hiess es: "Danke für eure Liebe. Vielen Dank für eure beispiellose Unterstützung. Danke für all die freudigen Momente, die wir seit 2008 geteilt haben. Die nächste Generation steht bereit. Ich werde euch aber sehr vermissen." (sid)

In 100 Sekunden erklärt: Darum sollte die WM nicht bedenkenlos gefeiert werden

Die WM in Katar steht in der Kritik: Korruption, keine Fussballkultur, eingeschränkte Menschenrechte und Gastarbeiter, die ihr Leben lassen mussten. Wir erklären Ihnen in 100 Sekunden, warum diese WM ein Problem für westliche Länder darstellt.

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Bericht: Iranischer Kommandeur nach Tod von Fussballfan festgenommen

  • 10:25 Uhr

Einem Bericht der Zeitung "Hammihan" (Mittwoch) zufolge ist im Iran nach der Tötung eines Fussballfans ein Kommandeur der Sicherheitskräfte festgenommen worden. Der Fall hatte vergangene Woche für Schlagzeilen gesorgt. Nach dem WM-Aus der iranischen Nationalmannschaft hatten Sicherheitskräfte in der Küstenstadt Bandar Ansali einen 27-Jährigen getötet, der über die Niederlage gejubelt haben soll. Ob der Kommandeur selbst geschossen haben soll und welche Konsequenzen ihm drohen, war zunächst unklar.

Im Iran gab es bis zum Ausscheiden der Nationalmannschaft Debatten, ob das Team bei der WM angesichts der massiven staatlichen Gewalt gegen Demonstranten unterstützt werden soll. Nach der Niederlage gegen die USA hatten viele spontan Schadenfreude ausgedrückt. (dpa)

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Thomas Müller schreibt ungewohnt kurzen Newsletter

  • 09:46 Uhr

Deutschlands Fussball-Nationalspieler haben weiter am frühen und ernüchternden WM-K.o. beim Turnier in Katar zu knabbern. Wie schon beschrieben, "brauche ich aktuell noch ein paar Tage, um alles rund um die WM und unser frühzeitiges Ausscheiden zu verdauen und für mich einzuordnen", schrieb Thomas Müller in einem Newsletter.

"Die Müller Mail kommt immer von Herzen und ich habe Spass daran, meine Gedanken mit euch hier jeden Monat zu teilen", betonte der Vize-Kapitän des FC Bayern München in seiner "monatlichen Runde". Das Schreiben des Weltmeisters von 2014 fiel ungewöhnlich knapp aus. "Somit hören wir uns in alter Frische im Januar wieder. Bis dahin wünsche ich euch eine besinnliche Weihnachtszeit mit euren Liebsten!", verabschiedete sich Müller.

Auch Ersatztorhüter Marc-André ter Stegen vom FC Barcelona hat noch mit dem Aus zu kämpfen. "Es ist immer noch schwierig, die richtigen Worte zu finden", so der Keeper bei Twitter. Man sei immer noch enttäuscht, aber trotzdem stolz, dass man das Land habe vertreten dürfen. Die deutsche Nationalmannschaft musste wie beim Turnier vor vier Jahren schon nach der Vorrunde abreisen. (dpa)

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5,82 Millionen Fans verfolgen Schweizer WM-Debakel

  • 09:34 Uhr

Das Schweizer 1:6-Debakel im WM-Achtelfinale gegen Ex-Europameister Portugal verfolgten in der Live-Übertragung der ARD am Dienstagabend 5,82 Millionen Fussball-Fans. Der Marktanteil betrug 21,0 Prozent.

Beim Nachmittagsspiel mit dem Überraschungssieg von Marokko gegen Ex-Weltmeister Spanien im Elfmeterschiessen (0:0 n.V., 4:0 i.E.) schalteten im Ersten 4,42 Millionen Zusehende (MA: 27,8 Prozent) ein. Im ARD-Ranking für Dienstag belegten die Reichweiten der WM-Spiele die Plätze eins und drei.

Beide Achtelfinals am Dienstag wurden auch vom Streamingdienst MagentaTV, der alle 64 WM-Begegnung ausstrahlt, live übertragen. (sid)

An den Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Civey kann jeder teilnehmen. In das Ergebnis fliessen jedoch nur die Antworten registrierter und verifizierter Nutzer ein. Diese müssen persönliche Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angeben. Civey nutzt diese Angaben, um eine Stimme gemäss dem Vorkommen der sozioökonomischen Faktoren in der Gesamtbevölkerung zu gewichten. Umfragen des Unternehmens sind deshalb repräsentativ. Mehr Informationen zur Methode finden Sie hier, mehr zum Datenschutz hier.

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Ronaldo schweigt zum Spiel, findet jedoch Worte für jemand anderen

  • 07:24 Uhr

Cristiano Ronaldo war schon fast am Ausgang des Lusail-Stadions angekommen, da blieb er doch noch einmal kurz stehen. Fragen zum Sportlichen wollte der Kapitän von Portugals Fussball-Nationalmannschaft nach seiner Joker-Rolle beim 6:1 im WM-Achtelfinale gegen die Schweiz nicht beantworten - aber Zeit für ein paar Worte an einen ganz Grossen des Fussballs hatte er dann doch.

"Gute Besserung, gute Besserung. Ich wünsche eurem König nur das Beste", sagte der 37 Jahre alte Superstar einem brasilianischen Journalisten, der ihn nach Pelé fragte. Die 82 Jahre alte brasilianische Fussball-Legende liegt seit mehreren Tagen im Krankenhaus in São Paulo, wo er sich von einer Atemwegserkrankung im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion erholt. (sid)

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Sabiri zu Marokkos Erfolg: "Spezieller Moment für ganz Afrika"

  • 04:44 Uhr

Der frühere deutsche U21-Nationalspieler Abdelhamid Sabiri hat den WM-Viertelfinal-Einzug seiner marokkanischen Nationalmannschaft als "speziellen Moment für ganz Afrika, für die gesamte arabische Welt und für alle Moslems um uns herum", bezeichnet. "Wir versuchen, sie glücklich zu machen und uns glücklich zu machen", sagte der 26-Jährige von Sampdoria Genua am Dienstagabend nach dem 3:0-Sieg im Elfmeterschiessen gegen den früheren Fussball-Weltmeister Spanien.

Die Marokkaner erreichten dadurch zum ersten Mal die Runde der besten Acht bei einer WM und treffen dort am Samstag (16:00 Uhr) auf Portugal. "Für uns Spieler ist das der glücklichste Tag in unserem Leben. Denn es ist nicht einfach, dorthin zu kommen, wo wir jetzt hingekommen sind. Deshalb haben wir das auch verdient", sagte Sabiri. (dpa)

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Torflut im Achtelfinale

  • 00:01 Uhr

Tore satt bekamen die Zuschauer bei der Fussball-WM in Katar in der ersten K.-o.-Runde zu sehen. Insgesamt 28 Treffer fielen in den acht Partien - so viele wie noch nie, seit das Achtelfinale bei der Weltmeisterschaft 1986 in Mexiko wieder eingeführt worden war.

Am treffsichersten zeigten sich die Portugiesen, die zum Abschluss des Achtelfinals am Dienstagabend gleich sechs Mal trafen. Viertelfinal-Teilnehmer Marokko steuerte dagegen keinen Treffer zur Torflut bei - die drei verwandelten Versuche gegen Spanien im Elfmeterschiessen gingen nicht in die Statistik ein. (dpa)

Mit Material von sid, afp und dpa.
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