• 17:26 Uhr: Lahm sieht genug Qualität in DFB-Elf - Aber: Eine Sache fehlt
  • 16:03 Uhr: Bobic schliesst Engagement beim DFB nicht aus
  • 15:24 Uhr: Max Eberl begrüsst den Rücktritt von Oliver Bierhoff
  • 14:43 Uhr: ➤ Freiburgs Trainer Streich schüttelt über TV-Experten den Kopf
  • 12:37 Uhr: Hamann kritisiert das Festhalten des DFB an Flick
  • 12:16 Uhr: Frankreichs Trainer äussert sich zum Tod eines WM-Gastarbeiters

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➤ "Vor ein paar Jahren noch selbst gekickt": Streich kritisiert TV-Experten

  • 14:43 Uhr

Trainer Christian Streich vom Bundesliga-Tabellenzweiten SC Freiburg hat deutliche Kritik am Auftritt einiger TV-Experten im Zuge des Ausscheidens der deutschen Fussball-Nationalmannschaft bei der WM in Katar geübt. Teilweise seien die Äusserungen "völlig daneben" gewesen, sagte der 57-Jährige dem SWR nach dem Trainingsauftakt mit den Breisgauern.

Streich störte sich vor allem daran, dass die Kritik von Leuten kam, die "vor ein paar Jahren selbst noch gekickt und sich über die Kritik von denen, die dort sassen, aufgeregt haben. Und jetzt hocken sie selber da und schwätzen teilweise Sachen, bei denen du dir denkst: Das kann nicht wahr sein".

In Zukunft werde er nach den Spielen wieder sofort ausschalten, dann brauche er auch "keine unqualifizierten Kommentare" schauen.

Er selbst führte das Aus des DFB-Teams vor allem auf die fehlende Arbeit in der Defensive zurück: "Natürlich haben wir auf manchen Positionen nicht die absolute Weltklasse, umso wichtiger wäre es gewesen, dass die ganze Mannschaft - koste es, was es wolle - gemeinsam verteidigt hätte." (sid)

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Lahm sieht genug Qualität in DFB-Elf - Aber: Eine Sache fehlt

  • 17:26 Uhr

Fussball-Weltmeister Philipp Lahm sieht die deutsche Fussball-Nationalmannschaft trotz des ernüchternden WM-Ausscheidens in der Vorrunde für die Europameisterschaft gut aufgestellt. "Genügend Qualität haben wir. Was uns fehlt, ist Stabilität, gerade wenn ich mir die Defensive anschaue. Und es muss sich eine Mannschaft finden, wo sich die Menschen und die Bevölkerung zu einhundert Prozent identifizieren können", sagte der Turnierdirektor am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in der Sportschule Egidius Braun in Leipzig-Abtnaundorf.

Vom WM-Aus der Mannschaft von Bundestrainer Hansi Flick in Katar zeigte er sich überrascht. "Die Spieler spielen bei Topmannschaften, haben internationale Erfahrung und als Deutschland ist man es nicht gewohnt, in der Vorrunde auszuscheiden", sagte der 39-Jährige.

Den nun folgenden personellen Umbruch an der Spitze des deutschen Fussballs sieht er als normale Aufarbeitung an. "Wenn Deutschland zwei Weltmeisterschaften hintereinander in der Vorrunde ausscheidet und dazwischen bei der Europameisterschaft im Achtelfinale ausscheidet, dann ist es klar, dass man, wie man so schön sagt, jeden Stein umdrehen und analysieren muss", sagte Lahm, der vor allem die Spieler in die Pflicht nimmt: "Viel wichtiger ist es, eine Mannschaft zu finden, die auf dem Platz zusammen agiert."

Er selbst wolle sich aus den Personaldiskussionen heraushalten. "Ich bin ehemaliger Spieler und habe sicherlich Expertise in Sachen Fussball, auf der anderen Seite bin ich aber Turnierdirektor und habe das Turnier zu organisieren." Er sieht seine primäre Aufgabe darin, das Zusammengehörigkeitsgefühl zu steigern. "Wir brauchen in unserem Land wieder ein Gemeinschaftserlebnis wie 2006, dass man sich und die Welt feiert", sagte Lahm. (dpa)

Bobic schliesst Engagement beim DFB nicht aus

  • 16:03 Uhr

Fredi Bobic schliesst ein Engagement beim Deutschen Fussball-Bund (DFB) nicht aus. "Die Inhalte müssen immer im Vordergrund sein", sagte der Geschäftsführer Sport von Hertha BSC am Freitagnachmittag bei MagentaTV über einen möglichen Job als Sportdirektor beim DFB. Er könne, was seine Person betreffe, "nie etwas ausschliessen. Das ist im Fussball so". Er wisse, "wie dynamisch ein Fussballgeschäft sein kann". Aktuell liege sein Fokus auf Hertha BSC, "aber wenn ich um Rat gefragt werde, werde ich gerne etwas dazu sagen".

Der DFB sucht nach dem am Montag verkündeten Rücktritt von Direktor Oliver Bierhoff einen Nachfolger, im Gespräch ist auch eine Doppellösung. Zunächst müsse der DFB Profile erstellen und wissen, was er in Zukunft will, sagte der 51 Jahre alte Bobic. Erst danach sollte es um die Wahl der richtigen Person gehen. "Das können auch andere sein, das muss nicht immer ich sein", sagte Bobic.

Dass sein Name in der Debatte um die Bierhoff-Nachfolge immer wieder genannt wird, sei ihm nicht egal. "Es ist natürlich so, dass das mit einem etwas macht. Das ist ganz selbstredend und auch ganz klar." Er gehe aber "ruhig und strukturiert vor" und habe bei Hertha BSC viel zu tun, "das ist mein Hauptfokus, das ist mein wichtigster Fokus, den ich gerade aktuell habe".

Befragt nach dem Verhältnis zu Bundestrainer Hansi Flick sagte Bobic, er habe "mit Hansi nie ein grosses Problem gehabt". Er schätze ihn als Mensch und als Trainer, "der unheimlich vieles erreicht hat in sehr kurzer Zeit". Flick geniesse bei ihm eine sehr hohe Anerkennung. "Ich hoffe einfach nur, dass er auch das Quäntchen Glück hat und das richtige Händchen hat, auch für die Zukunft im Hinblick auf die EM 2024." (dpa)

Berti Vogts

"Kritik war nicht gewünscht": Ex-Bundestrainer Berti Vogts kritisiert den DFB

Der ehemalige Fussball-Bundestrainer Berti Vogts hat sich in einer Kolumne über den DFB geäussert. "In den vergangenen Jahren gab es zu viel Harmonie", schrieb der 75-Jährige. Auch Oliver Bierhoff habe Dinge versäumt. (Bildquelle: Getty Images/Wochit)

Max Eberl begrüsst Oliver Bierhoffs Rücktritt: "Neuen Input bekommen"

  • 15:24 Uhr

Max Eberl hält die Entwicklungen beim Deutschen Fussball-Bund (DFB) nach dem frühen WM-Aus der Nationalmannschaft für richtig. "Ich denke, dass so ein Wandel auch mal guttut", sagte der neue Geschäftsführer Sport von Bundesligist RB Leipzig bei seiner Vorstellung am Freitag.

Nachdem Deutschland in Katar die K.-o.-Runde verpasst hatte, hatten sich der DFB und Oliver Bierhoff, "Geschäftsführer Nationalmannschaften und Akademie", am Montag getrennt. "So leid es mit für Olli tut, finde ich den Entscheid richtig, da neue Schritte zu gehen und neuen Input zu bekommen", sagte Eberl und betonte: "Ich sage bewusst nicht bessere, weil ich glaube, Olli hat alles nach bestem Wissen und Gewissen getan."

Bierhoff habe seine Aufgabe "sehr lange und sehr gut gemacht", sagte Eberl: "Aber auch ich habe gemerkt, wenn man lange irgendwo ist, hört man gewisse Dinge vielleicht nicht mehr so", man habe "gewisse Scheuklappen" und eine "gewisse Eingefahrenheit, die vielleicht auch nicht produktiv ist".

Ein Wandel bei DFB wäre "wichtig", sagte Eberl: "Weil wir haben schon Probleme und es kommt eine problematische Zukunft auf uns zu". Derzeit habe man noch "herausragende Spieler", aber es komme eine "Zeit danach", auf die man sich vorbereiten müsse: "Da sehe ich schon einigen Verbesserungsbedarf beim DFB". (sid)

Geschäftsführer Oliver Bierhoff und Bundestrainer Hansi Flick hat die WM 2022 als Duo gesprengt

Hansi Flick zeigt sich von Oliver Bierhoffs Abschied tief betroffen

Oliver Bierhoffs Rücktritt von seinen Ämtern beim DFB wirkt wie ein erstes Nachbeben des WM-Debakels. Bundestrainer Hansi Flick äussert sein grosses Bedauern über den beruflichen Verlust seines ersten Ansprechpartners und zudem Freundes.

Hamann kritisiert das Festhalten des DFB an Flick und fordert harten Hund

  • 12:37 Uhr

Der frühere Nationalspieler Dietmar Hamann hält eine weitere Zusammenarbeit des Deutschen Fussball-Bundes mit Bundestrainer Hansi Flick nach dem frühen Ausscheiden bei der Weltmeisterschaft in Katar für falsch. "Ich hätte mir tatsächlich einen kompletten Neustart gewünscht", sagte der heutige Sky-Experte in einem "ran"-Interview. "Im Nachhinein kommt jetzt unter anderem heraus, dass es offenbar Differenzen zwischen dem Bayern-Block und dem Rest gegeben haben soll - und genau all diese Spieler werden auch in den nächsten Monaten und Jahren noch dieselben sein. Somit wüsste ich nicht, warum sich das Klima innerhalb der Mannschaft bis zur Heim-EM 2024 nachhaltig verbessern sollte."

Flicks Statement, in dem er den Weggang von Ex-DFB-Sportdirektor Oliver Bierhoff bedauerte, rief bei Hamann Irritationen hervor. "Flick hat einen Vertrag mit dem DFB und nicht mit Oliver Bierhoff." Dass sich Flick nach dem Vorrunden-Aus "dann hinstellt und sagt, dass er nun erstmal schauen müsse, wie das im Verband jetzt alles so weitergeht, wer vielleicht auf Bierhoff folgt und somit letztlich auch noch Ansprüche anmeldet, bei solchen Entscheidungen womöglich ein Mitspracherecht zu bekommen, hat mich da schon sehr stark gewundert", sagte Hamann.

Einen Ersatz-Kandidaten für Flick hat der 49-Jährige nicht im Hinterkopf. Er fordert aber einen Coach, der in der Lage ist, "harte Entscheidungen" zu treffen. Der niederländische Nationaltrainer Louis van Gaal sei ein solcher Typ, sagte Hamann, der die Sorge hat, dass im DFB "trotzdem einfach weiter verwaltet wird". (dpa)

Didier Deschamps äussert sich zum Tod eines WM-Gastarbeiters

  • 12:16 Uhr

Die Frage nach einem bei der Fussball-WM in Katar gestorbenen Bauarbeiter passte Didier Deschamps nicht wirklich. "Das ist ein sensibles Thema. Ich möchte mein Bedauern ausdrücken, auch im Namen des Verbandes", sagte der französische Cheftrainer in der Pressekonferenz. Deschamps fügte dann aber an: "Die Frage hat vielleicht für Sie eine Priorität, aber meine Priorität liegt auf dem Spiel. Das heisst nicht, dass wir abseits des Fussballs gefühllos sind. Aber man sollte nicht alles mischen."

Die Fifa hatte am Mittwochabend einen Bericht der US-Sportnachrichtenseite "The Athletic" bestätigt, wonach ein Mann infolge eines Unfalls bei Reparaturarbeiten im Teamhotel der Delegation von Saudi-Arabien ums Leben gekommen war. Der Weltverband sei "zutiefst betrübt über diese Tragödie", die "Gedanken und unser Mitgefühl sind bei der Familie des Arbeiters", teilte ein Sprecher der FIFA mit.

Deschamps, dessen Team am Samstag (20:00 Uhr MEZ/ZDF und MagentaTV) im Viertelfinale in Al-Chaur auf Mitfavorit England trifft, wirkte betrübt und sagte dann: "Was soll ich sagen? Sie haben die Frage gestellt, aber Sie kannten meine Antwort. Ich bin hier mit meinem Team. Wir sind Fussballer. Fussballer sind nicht in einer Position, Probleme abseits des Fussballs zu lösen." (dpa)

WM 2022: Die Viertelfinal-Partien im Überblick

Mit der Begegnung Kroatien gegen Rekordweltmeister Brasilien starten die Viertelfinals der WM in Katar am Freitag. Die zweite K.o.-Runde der Wüsten-WM bietet einiges an Spannung. Wo können die Favoriten scheitern? Wer steht Neymar, Messi und Co. im Weg? Der SID gibt eine Vorschau auf die Viertelfinals der Weltmeisterschaft.

Umfrage zeigt: Deutsche Fans trauen der Fifa nicht mehr über den Weg

  • 12:03 Uhr

Die deutschen Fussball-Fans sehen grossen Reformbedarf beim Weltverband Fifa und Ansatzpunkte für einen generellen Strukturwandel. 71,1 Prozent finden laut einer Studie der Voting-App FanQ, dass die Fifa ihre Rolle als Monopolist im Weltfussball missbraucht.

51 Prozent wünschen sich andere Führungsstrukturen, damit die Fifa wieder glaubwürdiger wird. 34,5 Prozent stimmten der Aussage "voll" oder "eher" zu, dass es einen konkurrierenden Fussballverband zur FIFA geben sollte, während 43,7 Prozent dieser Aussage "überhaupt nicht" oder "eher nicht" zustimmten.

Auch beim Deutschen Fussball-Bund (DFB) sehen die Anhänger Ansatzpunkte für innovatives Handeln. 56 Prozent glauben, dass der DFB seine Führungsstrukturen ändern muss, um sportlich wieder mehr Erfolg zu haben. 39 Prozent sind der Überzeugung, dass man durch eine solche Veränderung mehr Glaubwürdigkeit erlangen könnte. Über 3.500 Fans nahmen an der vierten FanQ-Studie teil. (sid)

Berti Vogts

"Kritik war nicht gewünscht": Ex-Bundestrainer Berti Vogts kritisiert den DFB

Der ehemalige Fussball-Bundestrainer Berti Vogts hat sich in einer Kolumne über den DFB geäussert. "In den vergangenen Jahren gab es zu viel Harmonie", schrieb der 75-Jährige. Auch Oliver Bierhoff habe Dinge versäumt. (Bildquelle: Getty Images/Wochit)

Turnierchef der WM irritiert mit Aussage zu totem Gastarbeiter

  • 09:43 Uhr

Nach dem Tod eines Gastarbeiters, der während der laufenden WM ums Leben gekommen sein soll, hat sich nun auch WM-Cheforganisator Nasser Al Khater mit einer irritierenden Aussage zu Wort gemeldet. "Ich meine, der Tod ist ein natürlicher Teil des Lebens, sei es bei der Arbeit oder im Schlaf. Natürlich ist ein Arbeiter gestorben. Unser Beileid geht an seine Familie. Aber es ist schon seltsam, dass Sie sich bei Ihrer ersten Frage ausgerechnet darauf konzentrieren wollten", erklärte er laut "Bild" und "Spiegel" in einer Medienrunde.

Zuerst hatte das Onlineportal "The Athletic" über den Tod des Mannes von den Philippinen berichtet. Demnach sei der Arbeiter während der Gruppenphase im Quartier von Saudi-Arabien von einer Plattform gestürzt, die von einem Gabelstapler in die Höhe gehoben worden war. In einem Krankenhaus sei er seinen Verletzungen erlegen.

Katar untersucht nun den Tod des Gastarbeiters. "Sollte die Untersuchung zu dem Schluss kommen, dass die Sicherheitsprotokolle nicht eingehalten wurden, wird das Unternehmen gerichtlich belangt und mit empfindlichen Geldstrafen belegt werden", sagte ein katarischer Regierungsbeamter der Nachrichtenagentur AFP. Der Fussball-Weltverband Fifa erklärte, er sei "zutiefst betrübt über diese Tragödie". Sobald man von dem Unfall erfahren habe, "haben wir uns mit den örtlichen Behörden in Verbindung gesetzt, um weitere Einzelheiten zu erfahren", hiess es in einer Erklärung. (ska/sid)

In 100 Sekunden erklärt: Darum sollte die WM nicht bedenkenlos gefeiert werden

Die WM in Katar steht in der Kritik: Korruption, keine Fussballkultur, eingeschränkte Menschenrechte und Gastarbeiter, die ihr Leben lassen mussten. Wir erklären Ihnen in 100 Sekunden, warum diese WM ein Problem für westliche Länder darstellt.

Brasiliens Trainer verteidigt Freudentänze

  • 07:37 Uhr

Brasiliens Trainer Tite hat die Tanzaufführungen seiner Spieler nach Toren bei der Fussball-WM vehement verteidigt. Zunächst mal wolle er sich nicht gegenüber denjenigen rechtfertigen, die nichts über die brasilianische Geschichte wissen würden, sagte der 61-Jährige vor dem WM-Viertelfinale am Freitag (16:00 Uhr MEZ/MagentaTV) gegen Kroatien. "Es geht nicht darum, dass man sich irgendwem gegenüber respektlos verhält. Diese Tänze sind einfach das, was wir sind", sagte Tite. "Wir werden weiter damit machen, die Dinge auf unsere Art und Weise zu tun." Zu dieser Art und Weise zählen eben auch die Freudentänze nach Torerfolgen.

Der frühere Champions-League-Sieger Roy Keane hatte die Tänze der Seleção beim 4:1-Erfolg im Achtelfinale gegen Südkorea als "respektlos" dem Gegner gegenüber kritisiert. Im Anschluss daran hatten schon Tites Spieler wie Raphinha oder Lucas Paquetá angekündigt, trotz der aufgekommenen Kritik weiter tanzen zu wollen. Sogar Tite hatte nach dem Tor von Richarlison im Südkorea-Spiel mitgetanzt. "Sie könnten meine Enkel sein, und ich habe eine Verbindung zu ihnen. Und wenn ich tanzen muss, um eine Verbindung zu ihnen herzustellen, dann werde ich weiter mit ihnen tanzen", antwortete der Coach auf die Frage, ob er nochmal mit seinen Spielern tanzen würde, sollten diese ihn dazu auffordern. (dpa)

Berti Vogts kritisiert fehlender Reibung beim DFB

  • 07:36 Uhr

Die fehlende Reibung beim Deutschen Fussball-Bund ist nach Ansicht des früheren Bundestrainers Berti Vogts Grund für die sportliche Krise der Nationalmannschaft. "In den vergangenen Jahren gab es zu viel Harmonie im DFB. Das hat zum Stillstand an vielen Stellen geführt", schrieb Vogts in der "Rheinischen Post" (Freitag). Daher hoffe er, dass der frühere Nationalspieler Matthias Sammer den DFB künftig wieder als kritischer Geist unterstützt.

Im Verband fehle jemand, der auch Unangenehmes anspreche, urteilte Vogts. "Das ist sicherlich auch etwas, was sich Oliver Bierhoff vorwerfen lassen muss. Ich habe ihn oft darauf hingewiesen, aber Kritik war nicht gewünscht in seinem Umfeld", erklärte der 75-Jährige. Nun müsse DFB-Vizepräsident Hans-Joachim Watzke mit Sammer "wieder eine gesunde Streitkultur im DFB" etablieren. (dpa)

Keller nimmt Bierhoff in Schutz

  • 05:42 Uhr

Der frühere DFB-Präsident Fritz Keller hat den zurückgetretenen Nationalmannschaftsdirektor Oliver Bierhoff in Schutz genommen und sieht in den Diskussionen um die "One Love"-Binde einen der Hauptgründe für das deutsche Vorrunden-Aus bei der Fussball-WM in Katar. Politiker und andere DFB-Funktionäre hätten "das Team zu Aktionen überredet, die One-Love-Binde zu tragen und dann ersatzweise diese Geste mit dem zugehaltenen Mund zu zeigen", sagte Keller in einem Interview der "Stuttgarter Zeitung" und der "Stuttgarter Nachrichten" (Freitag) und fügte hinzu: "Die Mannschaft war sich uneinig, der Kapitän und der Mannschaftsrat wurden gedrängt, es zu tun. Dann gibt es Diskussionen in der Mannschaft über Dinge, die nichts mit dem Sport zu tun haben – das geht nicht." (dpa)

England fiebert Sterling-Rückkehr entgegen

  • 04:46 Uhr

Raheem Sterling wird im Trainingscamp der Engländer in Al-Wakra mit Vorfreude zurückerwartet. Der Offensivspieler soll am Freitag - und damit einen Tag nach seinem 28. Geburtstag - bei den Three Lions ankommen und damit auch für das WM-Viertelfinale gegen Frankreich am Samstagabend (20.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) eine Option sein.

"Das wird uns massiv helfen, er ist ein atemberaubender Spieler. Wir sind glücklich, dass bei ihm alles in Ordnung ist. Er wird eine grosse Rolle spielen im Viertelfinale", sagte Mittelfeldspieler Kalvin Phillips am Donnerstag in einer Medienrunde. Ob es nachträglich Geschenke oder eine Feier gibt, liessen die Beteiligten augenzwinkernd offen. Sterling war rund um das Achtelfinale gegen Senegal (3:0) in die Heimat gereist, nachdem in seiner britischen Heimat eingebrochen wurde. (dpa)

Mit Material von sid, afp und dpa.
Interessiert Sie, wie wir über die WM in Katar berichten? Wir haben unsere Beweggründe in einem Text für Sie zusammengefasst.

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