Die Bundesliga kehrt nach einer neunwöchigen Corona-Pause zurück. Die Fans dürfen zwar aus Sicherheitsgründen nicht in die Stadien, werden zum Neustart aber mit einem echten Leckerbissen verwöhnt. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum 26. Spieltag.

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Im Gegensatz zu Frankreich etwa hat sich die Deutsche Fussball-Liga (DFL) dazu entschieden, die Saison 2019/20 trotz der Coronakrise sportlich zu Ende zu bringen.

Bundesliga und 2. Liga knüpfen daher am 16. Mai dort an, wo Mitte März aufgehört wurde. Das bedeutet, dass der 26. Spieltag der nächste ist. Und da steht mit Borussia Dortmund gegen den FC Schalke 04 gleich ein Revierderby an.

Mit welchen Spielen geht es in der Bundesliga und der 2. Bundesliga weiter?

Die in der Bundesliga angesetzten Partien vom 16., 17. und 18. Mai:

  • Samstag, 15:30 Uhr: FC Augsburg - VfL Wolfsburg
  • Samstag, 15:30 Uhr: 1899 Hoffenheim - Hertha BSC
  • Samstag, 15:30 Uhr: RB Leipzig - SC Freiburg
  • Samstag, 15:30 Uhr: Borussia Dortmund - FC Schalke 04
  • Samstag, 15:30 Uhr: Fortuna Düsseldorf - SC Paderborn 07
  • Samstag, 18:30 Uhr: Eintracht Frankfurt - Borussia Mönchengladbach
  • Sonntag, 15:30 Uhr: 1. FC Köln - 1. FSV Mainz 05
  • Sonntag, 18:00 Uhr: 1. FC Union Berlin - FC Bayern München
  • Montag, 20:30 Uhr: SV Werder Bremen - Bayer 04 Leverkusen

Die in der 2. Bundesliga angesetzten Partien vom 16. und 17. Mai:

  • Samstag, 13:00 Uhr: Jahn Regensburg - Holstein Kiel
  • Samstag, 13:00 Uhr: VfL Bochum - 1. FC Heidenheim
  • Samstag, 13:00 Uhr: Erzgebirge Aue - SV Sandhausen
  • Samstag, 13:00 Uhr: Karlsruher SC - SV Darmstadt 98
  • Sonntag, 13:30 Uhr: Hannover 96 - Dynamo Dresden
  • Sonntag, 13:30 Uhr: Arminia Bielefeld - VfL Osnabrück
  • Sonntag, 13:30 Uhr: FC St. Pauli - 1. FC Nürnberg
  • Sonntag, 13:30 Uhr: SpVgg Greuther Fürth - Hamburger SV
  • Sonntag, 13:30 Uhr: SV Wehen Wiesbaden - VfB Stuttgart

Voraussetzung für den Wiederbeginn des Spielbetriebs in der Bundesliga und der 2. Bundesliga war das von der DFL erarbeitete und am 23. April vorgelegte Hygiene- und Sicherheitskonzept. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Bundesländer gaben daraufhin am 6. Mai grünes Licht für die Fortsetzung der Saison 2019/20.

Wann soll die Saison in der Bundesliga und in der 2. Bundesliga enden?

Mit dem Neustart bleibt die Liga ein Stück flexibler. Diese Flexibilität sei auch für den Fall von Neuansetzungen wegen möglicher auftretender Corona-Fälle wichtig, sagte Christian Seifert, Geschäftsführer der DFL.

Der 34. und letzte Spieltag ist in der Bundesliga für den 27. Juni und in der 2. Bundesliga für den 28. Juni angesetzt. Die Relegationsspiele (Hin- und Rückspiel) zwischen dem Sechzehnten der Bundesliga und dem Dritten der 2. Bundesliga sollen danach stattfinden.

Wie sieht das Training in Corona-Zeiten aus?

Bevor es losgeht, sollen die Mannschaften laut DFL-Hygienekonzept sieben Tage lang in "eine Quarantänemassnahme". Von diesem Wochenende an werden sich die Klubs also zum grössten Teil in ihre normalen Teamquartiere zurückziehen und diese nur zu den Trainingseinheiten verlassen.

Für diese Trainingseinheiten gelten folgende Regeln:

  • Es ist mindestens eine Testung aller am Trainingsbetrieb beteiligten Personen auf eine Infektion mit dem Coronavirus erforderlich.
  • Erlaubt ist ausschliesslich die Teilnahme durchweg negativ getesteter Spieler und Betreuer.
  • Das Training findet in Kleingruppen von höchstens sieben Spielern statt.
  • Ein Mindestabstand zwischen den Spielern von anderthalb bis zwei Metern ist empfohlen.
  • Der Trainingsbetrieb findet unter fortlaufendem Monitoring der Infektsituation statt.
  • Einige Spieler wurden von ihren Vereinen aufgefordert, sich zu Hause umzuziehen und nach dem Training auch dort zu duschen. Manche Klubs nutzen Einzelkabinen oder mehrere Teamkabinen zum Umziehen.

Was passiert, wenn in Vereinen Corona-Infektionen auftreten?

Die Vereine müssen auch bei einer Vielzahl von Corona-Fällen im Kader antreten - sofern sie grundsätzlich noch genug gesunde Spieler zur Verfügung haben.

DFL-Boss Seifert verwies auf die gültigen Regularien des Spielbetriebs, in denen festgelegt sei, wie viele Spieler ein Klub zur Verfügung haben müsse. "Wenn diese Anzahl von Spielern zur Verfügung steht, dann muss diese Mannschaft eben auch antreten", sagte Seifert. "Wenn sie nicht zur Verfügung steht, muss eine Mannschaft nicht antreten."

Wo werden die Geisterspiele im Fernsehen zu sehen sein?

Die Live-Rechte liegen beim Pay-TV-Sender Sky. Der grösste Geldgeber der Liga zeigt die Konferenz-Schaltungen der Bundesliga am Samstag und der 2. Bundesliga am Sonntag an den ersten beiden Spieltagen auf seinem frei zugänglichen Kanal Sky Sport News HD.

Ein generelles Live-Angebot der 163 ausstehenden Spiele in der Bundesliga und 2. Liga im Free-TV dürfte es aber nicht geben.

Wie geht es mit dem DFB-Pokal weiter?

Im DFB-Pokal stehen nur noch drei Spiele aus: die beiden Halbfinals und das Endspiel in Berlin.

Im Halbfinale treffen die Bundesligisten FC Bayern München und Eintracht Frankfurt sowie der Südwest-Regionalligist 1. FC Saarbrücken und der Bundesligist Bayer Leverkusen aufeinander.

DFL-Chef Seifert erwartet, dass "in absehbarer Zeit" die Halbfinals im DFB-Pokal terminiert werden. Dafür ist aber der DFB zuständig. Das Endspiel dürfte sehr wahrscheinlich erst im Juli stattfinden. (hau/dpa)