• 17:57 Uhr: ➤ Kroos greift Kritiker der DFB-Elf an: "Wie die Fähnchen im Wind"
  • 12:01 Uhr: Die UEFA ermittelt nach Deutschland-Spiel gegen Ungarn
  • 10:45 Uhr: Effenberg würde Sané bei der EM nicht mehr in die Startelf stellen
  • 09:56 Uhr: Fehlende Mentalität: Ballack glaubt gegen England nicht an Deutschland-Sieg

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➤ Toni Kroos attackiert die Kritiker der deutschen Nationalmannschaft

Toni Kroos stört sich am Schwarz-Weiss-Denken in Bezug auf die deutsche Fussball-Nationalmannschaft. "Wir sind froh, in dieser Gruppe weitergekommen zu sein, was uns nicht jeder zugetraut hat. Auch wenn es jetzt natürlich wieder so ist, die ganzen Fähnchen im Wind: Nach Portugal waren wir Europameister, jetzt haben wir es nicht mehr verdient, weiterzukommen. Das kennen wir in so einem Turnier", sagte Kroos in seinem Podcast "Einfach mal luppen" mit Bruder Felix.

Den Kritikern rief Kroos am Ende der 20-minütigen Folge zu: "Wir sind im Achtelfinale - ob ihr wollt oder nicht." Ähnlich hatte er sich bei der WM 2018 nach seinem Siegtreffer in letzter Minute im zweiten Gruppenspiel gegen Schweden (2:1) geäussert. "Viele Leute in Deutschland hätte es sicher gefreut, wenn wir heute rausgeflogen wären", sagte er in Russland.

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DFB-Team in der Einzelkritik: Portugal-Held enttäuscht auf ganzer Linie

Deutschland ist haarscharf am vorzeitigen EM-Aus vorbeigeschlittert. Gegen Ungarn reicht ein später Treffer zum 2:2 - und damit für die Qualifikation für das Achtelfinale. Wer sich wie geschlagen hat, erfahren Sie in der Einzelkritik.

Die weiteren EM-News des Tages:

Corona-Infektionen unter Besuchern des EM-Spiels zwischen Dänemark und Russland

17:02 Uhr: Nach dem EM-Vorrundenspiel zwischen Dänemark und Russland in Kopenhagen sind bislang 16 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Darunter seien vier, bei denen die ansteckendere Delta-Variante nachgewiesen worden sei, teilte die dänische Behörde für Patientensicherheit am Freitag über Twitter mit.

Alle Zuschauer, die bei der Begegnung am Montag auf der Tribüne B - das ist die hinter einem der beiden Tore - gesessen haben, werden zum PCR-Test aufgefordert. Zugleich stieg die Zahl der Delta-Befunde nach dem vorherigen Dänemark-Spiel gegen Belgien: Mittlerweile sei die Variante bei neun Zuschauern entdeckt worden, schrieb die Behörde.

Drama bei EM 2021: So reagiert die Sportwelt auf Christian Eriksens Zusammenbruch

Bei der EM-Partie Dänemark gegen Finnland brach Spieler Christian Eriksen zusammen. Unter anderem die deutsche Nationalelf meldete sich zu den dramatischen Szenen zu Wort.

Didi Hamann nimmt Leroy Sané in Schutz: "Er kommt mir zu schlecht weg"

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Der deutsche Nationalstürmer Leroy Sané absolvierte gegen Ungarn im Finale der Gruppenphase der EM eines seiner schwächsten Länderspiele. Die Kritik an ihm fiel dementsprechend heftig aus.

Jeder Experte und jeder Fan, so scheint es, hat sich nach Deutschlands 2:2 gegen Ungarn auf einen Spieler eingeschossen. Leroy Sané avancierte aufgrund seiner miserablen Flanke kurz vor Spielende, als seinen in Postion gelaufenen Kollegen Kevin Volland und Timo Werner das Siegtor möglich gewesen wäre, zum Sinnbild des mässigen deutschen Auftritts.

Kolumne: Olaf Thon vermisst bei Leroy Sané die Basics

Auch Sky-Experte Dietmar Hamann findet, dass Sané "in den letzten Jahren" aus seinen Möglichkeiten nicht "das Maximale" gemacht habe. Hamann aber, wie Sané derzeit früher beim FC Bayern tätig, schwimmt auch gegen den Strom, indem er betont: "Ich würde den Glauben an den Spieler noch nicht verlieren." Natürlich müsse Sané "irgendwann anfangen, Verantwortung zu übernehmen und Konstanz in seine Leistungen zu bringen." Hinsichtlich der Bewertung des Spiels gegen Ungarn aber "kommt er mir zu schlecht weg. Da hätte man jeden gleich kritisieren müssen, die Abwehr, das Mittelfeld, den Sturm."

Dietmar Hamann übt Kritik an den Kritikern Leroy Sanés

Mit einem glücklichen Remis rutschte Deutschland gegen Ungarn auf der letzten Rille ins Achtelfinale der EM. Anschliessend konzentrierte sich die Kritik an der gezeigten Leistung vor allem auf einen deutschen Spieler: Leroy Sané von Bayern München. Sky-Experte Didi Hamann betrachtet das nicht als fair gegenüber dem 25-Jährigen. © Sky

Italien hofft auf seinen Einsatz: Verletzter Kapitän Giorgio Chiellini trainiert wieder

15:57 Uhr: Italiens Kapitän Giorgio Chiellini ist vor dem EM-Achtelfinale gegen Österreich ins Teamtraining zurückgekehrt. Der 36 Jahre alte Innenverteidiger absolvierte am Freitag in Florenz grosse Teile der abschliessenden Einheit vor dem Spiel mit der Mannschaft.

Ob es bei dem Fussball-Profi von Juventus Turin nach seiner Oberschenkelverletzung schon für die Startelf in der Partie am Samstag (21:00 Uhr/LIVE bei uns im Ticker) in London reichen wird, ist weiter offen. Lazio Roms Francesco Acerbi könnte ihn ersetzen.

Sicher fehlen wird am Samstag gegen Österreich Rechtsverteidiger Alessandro Florenzi. Der 30 Jahre alte Profi von Paris Saint-Germain konnte nach seiner im EM-Eröffnungsspiel erlittenen Verletzung an der Wade am Freitag weiter nicht am Mannschaftstraining teilnehmen. Für ihn wird voraussichtlich Giovanni di Lorenzo auflaufen. Offen ist zudem, ob Trainer Roberto Mancini im Dreier-Mittelfeld neben Jorginho und Nicolò Barella auf den wieder genesenen Marco Verratti setzt oder ob erneut Manuel Locatelli in der Startelf stehen wird.

England-Verband warnt Fans vor Schmähgesängen gegen Deutschland

13:28 Uhr: Englische Fussballfans, die beim EM-Achtelfinale am Dienstag gegen Deutschland beleidigende oder verunglimpfende Lieder singen, riskieren ein Stadionverbot. Der englische Fussballverband richtete eine entsprechende Warnung an die Fans.

Man verurteile jegliches Benehmen im Wembley-Stadion, das "diskriminierend oder respektlos" sei, teilte die FA am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. "Wir werden gegebenenfalls Massnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass alle Spiele in England ein sicheres und angenehmes Erlebnis sind."

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Zuvor hatte die britische Zeitung "Telegraph" berichtet, FA-Verantwortliche seien besorgt über mögliche nationalistische Gesänge der England-Fans, die auf den Zweiten Weltkrieg Bezug nehmen. Vor dem Gruppenspiel der Three Lions gegen Kroatien hatten einige Zuschauer vor dem Wembley-Stadion das Lied "Ten German Bombers" gesungen, in dem Abschüsse deutscher Flugzeuge im Zweiten Weltkrieg thematisiert werden.

Ein Video davon kursierte in sozialen Medien. Zu diesem Zeitpunkt war noch nicht klar, dass Engländer und Deutsche bei der EM aufeinander treffen würden.

"Wir freuen uns alle auf Englands Achtelfinale gegen Deutschland", teilte die FA mit. "Mit 40.000 Fans im Wembley-Stadion verspricht es, ein ganz besonderer Anlass zu werden. Wir ermutigen all unsere Fans, sich positiv hinter die Mannschaft zu stellen, und das bedeutet, England vor dem Spiel, währenddessen und danach auf die richtige Art zu unterstützen."

Der Verband kündigte an, sich vor der Partie am Dienstag (18:00 Uhr/LIVE bei uns im Ticker) noch einmal mit dieser Botschaft an die Fans zu wenden.

Er musste ganz dringend: Bremer Augustinsson verlässt die Pressekonferenz

13:21 Uhr: Ludwig Augustinsson hielt es nicht mehr aus. Während sein Auswahlkollege Kristoffer Olsson gerade eine Frage bei einer Pressekonferenz der schwedischen Nationalmannschaft zum EM-Achtelfinalspiel in der kommenden Woche beantwortete, ergriff Augustinsson das Wort. "Ich kann nicht länger bleiben, ich komme wieder", sagte Augustinsson, ehe der Bremer Verteidiger eilig das Podium verliess. Er musste dringend auf die Toilette. "Die letzten 20 Minuten waren echt hart", sagte er nach seiner Rückkehr. Augustinsson trifft mit den Schweden im Glasgower Hampden Park am Dienstag auf die Ukraine. Anstoss ist um 21 Uhr (LIVE bei uns im Ticker).

Verdacht auf Diskriminierung: Die UEFA ermittelt nach Deutschland-Spiel

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Ungarns Fans fielen während des EM-Gruppenfinals in München unangenehm auf und mussten von zahlreichen Polizisten bewacht werden.

Die Europäische Fussball-Union UEFA hat wegen des Verdachts "diskriminierender Vorfälle" beim letzten EM-Gruppenspiel des deutschen Nationalteams gegen Ungarn eine Disziplinarverfahren eingeleitet. Das teilte die UEFA am Freitag mit. Es werde wegen des möglichen Fehlverhaltens ungarischer Fans während der Partie am vergangenen Mittwoch ermittelt.

Knapp zwei Stunden vor Spielbeginn hatten ungarische Fans nach Angaben der Polizei vom Donnerstag "homophobe Sprechchöre" skandiert, sie versuchten demnach auch "gemeinsam in einen anderen Block überzuwechseln".

Einzelne Auseinandersetzungen von Anhängern beider Mannschaften konnten die Sicherheitskräfte laut Mitteilung schnell unterbinden. Wegen der aufgeheizten Stimmung kurz vor dem Abpfiff postierten sich Polizeikräfte vor dem ungarischen Fanblock. Dabei habe man "einen möglichen Platzsturm" verhindern wollen, hiess es. Wegen der starken Polizeipräsenz sei es aber ruhig geblieben, die Fans seien später friedlich abgezogen. Dennoch verzeichnete die Polizei aufgrund verschiedener Delikte am Rande der Partie mehrere Festnahmen.

Wegen möglicher "diskriminierender Vorfälle" hatte die UEFA bereits am vergangenen Sonntag in Bezug auf die ersten EM-Spiele Ungarns gegen Portugal am 15. Juni (0:3) und gegen Frankreich am 19. Juni (1:1) Ermittlungen eingeleitet.

Französische Spieler waren von einigen Fans teils wüst und rassistisch beschimpft worden. Wenn der schwarze Stürmer Kylian Mbappé am Ball war, ertönten immer wieder Affenlaute von den Rängen. Dies berichtete ein dpa-Reporter aus dem Stadion. Angreifer Karim Benzema, der algerische Wurzeln hat, wurde ebenfalls vereinzelt verbal angepöbelt.

Nach dem ersten Gruppenspiel in Budapest hatten portugiesische Medien berichtet, dass Superstar Cristiano Ronaldo von manchen Zuschauern in der Puskas Arena übel angefeindet wurde.

Goretzka schweisst den Ball ins ungarische Tor - und erlöst Deutschland

Dank eines späten Treffers von Leon Goretzka gegen Ungarn zieht Deutschland ins EM-Achtelfinale ein. Der Ball des Bayern-Stars wurde noch entscheidend abgefälscht. Vorschaubild: picture alliance

Viele finnische Fans haben sich bei EM-Spiel mit dem Coronavirus infiziert

11:01 Uhr: Dutzende finnische EM-Fans haben sich in Russland mit dem Coronavirus angesteckt. 86 Corona-Infektionen wurden bislang bei Personen nachgewiesen, die zuletzt über die Landesgrenze zu Russland nach Finnland zurückgekehrt sind. Das berichteten unter anderem der Rundfunksender Yle und die Zeitung "Hufvudstadsbladet". Finnland hatte am Montag sein drittes EM-Vorrundenspiel gegen Belgien in St. Petersburg bestritten. Hunderte Finnen waren dafür in die russische Stadt gereist.

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Viele finnische Fans haben sich von ihrem Besuch in Sankt Petersburg anlässlich des EM-Gruppenspiels gegen Russland eine Corona-Infektion mitgebracht.

Dabei seien noch nicht alle an der Grenze gemachten Corona-Tests analysiert worden. Rund 800 weitere seien zudem ohne Test eingereist, weil die Testkapazitäten an der Grenze nicht ausgereicht hätten. Es wird deshalb mit einem weiteren Anstieg gerechnet.

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Die finnische Gesundheitsbehörde THL wies Russland-Rückkehrer darauf hin, sich maximal 72 Stunden nach der Reise testen zu lassen und Kontakte in der Zwischenzeit zu vermeiden. Die Corona-Lage habe sich in Russland im Juni schnell verschlechtert. Die Neuinfektionszahlen stiegen im ganzen Land, auch in grossen Städten wie Moskau und St. Petersburg. Finnlands Regierungschefin Sanna Marin äusserte sich am Rande eines EU-Gipfels in Brüssel besorgt über die Lage der Rückkehrer.

EM 2021: Stiko-Chef Mertens warnt vor Zuschauer-Massen in London

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, hält Massen an Fans in den Stadien für ein grosses Risiko. Wegen der Ausbreitung der Corona-Variante Delta rät er von der Austragung der EM-Finalspiele in London ab.

Stefan Effenberg: "Sané darf bei dieser EM nicht mehr von Beginn an spielen"

10:45 Uhr: Der frühere Fussball-Nationalspieler Stefan Effenberg rät Bundestrainer Joachim Löw dringend davon ab, bei der EM weiter auf Leroy Sane zu setzen. "Sane ist immer noch nicht angekommen in der Nationalmannschaft. Bis heute", schreibt Effenberg in seiner Kolumne für t-online.

Sané hatte im Gruppenfinale gegen Ungarn bei einem Konter in Überzahl mit einer schlampigen Flanke in die Mitte die grosse Chance zum möglichen 3:2-Siegtor gegen Ungarn und den Gruppensieg verschenkt. Kevin Volland und Timo Werner lauerten in der Mitte - der Ball flog ins Nirgendwo. Direkt danach schwenkten die Kameras auf den Bundestrainer, der wild gestikulierend auf seine Assistenten Marcus Sorg und Andreas Köpke einredete. "Wir hätten sogar den Siegtreffer machen können", bemerkte Löw später.

Der Chefcoach sprach nach dem erzwungenen 2:2 auch noch erbost über "die Eckbälle, die, so wie sie kamen, nicht zielführend sind". Löw dürfte da auch eine Ecke von Sané gemeint haben, die im hohen Bogen ins Niemandsland flog - von der einen zu anderen Eckfahne.

Vor allem die Konter-Szene aber stand sinnbildlich für den ersten 90-Minuten-Einsatz von Sané, der bei der Fussball-EM nicht zündet.

Effenbergs Schlussfolgerung lautet daher: "Löw darf Sane in dieser Form bei der EM nicht mehr von Beginn an aufstellen. Er tut der Mannschaft damit keinen Gefallen, aber auch Sane selbst nicht. Ihm fehlt das Selbstbewusstsein - und das führt dazu, dass er seine eigentlich fantastischen Fähigkeiten nicht einbringen kann."

Der Münchner Flügelstürmer stand gegen Ungarn erstmals im Turnier in der Startelf. Dabei habe er laut Effenberg "über die gesamte Spielzeit einen unglücklichen Eindruck" gemacht.

Neben Sane müsse Löw für das Achtelfinale am Dienstag gegen England ausserdem Ilkay Gündogan "opfern, der im Nationaltrikot leider nicht die Leistung bringt, die er in der abgelaufenen Saison bei Manchester City auf den Platz bekommen hat".

Lothar Matthäus: "Ohne Jamal Musialas Einzelleistung fällt Leon Goretzkas Tor nicht"

Der frühere ungarische Nationaltrainer Lothar Matthäus lobt nach dem deutschen Zitter-Remis gegen die Magyaren den nunmehr jüngsten deutschen EM-Spieler in der Geschichte: Jamal Musiala sei mit seiner Einzelleistung vor Leon Goretzkas Ausgleichstor "der Gewinner des gestrigen Spiels." (Teaserbild: picture alliance/dpa/Christian Charisius) © Sky

EM-Gruppenphase: Weniger Fouls und Verwarnungen, aber deutlich mehr Elfmeter

10:11 Uhr: Bei der Fussball-Europameisterschaft wurden bislang deutlich weniger Fouls gepfiffen als bei der Endrunde 2016 in Frankreich. Wie Roberto Rosetti, Schiedsrichterchef der Europäischen Fussball-Union am Freitag ausführte, ahndeten die Unparteiischen in der Gruppenphase 806 Vergehen. Vor fünf Jahren waren es im gleichen Zeitraum 911 Fouls gewesen. "Wir haben die Schiedsrichter nicht gebeten, weniger Fouls zu pfeifen", sagte Rosetti während einer Medienrunde. "Wir wollen eine korrekte Ahndung der Foulspiele."

In den bisherigen 36 Partien wurden 98 Gelbe Karten gezeigt, ebenso deutlich weniger als noch vor fünf Jahren (129). Bei beiden Turnieren gab es in der Gruppenphase zweimal die Rote Karte. Allerdings bekamen die Teams in diesem Jahr bislang doppelt so viele Elfmeter zugesprochen, in Frankreich waren es nur sieben gewesen. Das sei auch auf den Videobeweis zurückzuführen. Im Jahr 2016 "haben wir gerade erst damit angefangen, über den Videobeweis nachzudenken", sagte Rosetti.

Bislang korrigierte der Videoassistent zwölf Entscheidungen der Schiedsrichter, sieben Mal direkt, fünf Mal schaute sich der Unparteiische die Szene am Spielfeldrand noch einmal an. Die Hälfte der Korrekturen hatten mit Abseitsentscheidungen zu tun. In den 36 Partien seinen 179 Szenen durch den Videoassistenten gecheckt worden, sagte Rosetti. 91,6 Prozent der Entscheidungen auf dem Platz waren korrekt.

EM 2021: So schön war die Gruppenphase

Noch träumen 16 von 24 gestarteten Mannschaften vom grossen Wurf, von der Krönung mit dem EM-Titel. Doch mit Italien, Belgien und den Niederlanden ragen bereits drei Teams mit bisher drei Siegen heraus. Dazu kommen Dänemarks Euphorie nach dem Eriksen-Schock, die wie 2016 starken Waliser - und eine Entdeckung im DFB-Team. (Teaserbild: imago images/Gladys Chai von der Laage) © ProSiebenSat.1

Michael Ballack vermisst bei deutschen EM-Spielern Mentalität und Flexibilität

09:56 Uhr: Michael Ballack blickt mit Skepsis auf das Achtelfinalspiel der deutschen Fussball-Nationalmannschaft bei der EM-Endrunde am 29. Juni (18:00 Uhr/LIVE bei uns im Ticker) in London gegen England.

"Wir tun uns immer schwer, wenn es gegen Nationen geht, die über die Mentalität und die Zweikämpfe kommen. Auch wir haben Jungs, die diese Eigenschaften mitbringen, aber zu wenige", schrieb der ehemalige Nationalmannschafts-Kapitän in seiner Kolumne für das RedaktionsNetzwerk Deutschland.

Kritik übte der 44-Jährige an der mangelnden Flexibilität der deutschen Akteure: "Leider haben wir eine Vielzahl von Spielern, die das nicht gelernt haben und an ihre Grenzen stossen, wenn man die Spiele in schwierigen Situationen mit anderen Mitteln gewinnen muss, als eigentlich geplant war."

Dazu trägt nach Ballacks Meinung auch die Herangehensweise des scheidenden Bundestrainers Joachim Löw bei. "Grundsätzlich finde ich es gut, wenn man sein Ding durchzieht, wenn man von seiner Idee überzeugt ist. Bei Jogi Löw habe ich aber den Eindruck, dass er dies erst recht macht, wenn von aussen Veränderungen diskutiert werden", äusserte Ballack.

Europameister Thomas Helmer: "Die Engländer stehen gegen uns unter Zugzwang"

Für den Gewinn der EM 1996 in England gab Thomas Helmer alles - vor allem auch im Halbfinale gegen den Gastgeber im Wembley-Stadion. Unvergessen die dicken Kniebandagen, mit denen Helmer das Spielfeld verliess. 25 Jahre später glaubt er, dass England im Achtelfinale der leichtere Gegner sein wird als Ungarn in der Gruppenphase. (Teaserbild: imago/Sven Simon) © Sky

Deutschland verlor im ersten Elfmeterschiessen einer EM seinen Titel

09:24 Uhr: Mit dem Abschluss der Gruppenphase ist das EM-Turnier in der K.-o.-Phase angekommen. Ab jetzt wird jede Niederlage mit dem Ausscheiden bestraft. Dessen bitterste Form ist die - nachdem der noch bitterere Losentscheid vor Jahrzehnten abgeschaft wurde - das Elfmeterschiessen. Deutschland hat bei einer EM das erste bestritten, das ursprünglich auch nicht geplant war. Es sollte ein Wiederholungsspiel stattfinden. Ein Überblick.

  • 20. Juni 1976 in Belgrad: CSSR - Deutschland 2:2 n.V., 5:3 i.E.
  • 21. Juni 1980 in Neapel: Italien - CSSR 1:1 n.V., 8:9 i.E.
  • 24. Juni 1984 in Lyon: Spanien - Dänemark 1:1 n.V., 5:4 i.E.
  • 22. Juni 1992 in Göteborg: Niederlande - Dänemark 2:2 n.V., 4:5 i.E.
  • 22. Juni 1996 in London: England - Spanien 0:0 n.V., 4:2 i.E.
  • 22. Juni 1996 in LiverpooL Frankreich - Niederlande 0:0 n.V., 5:4 i.E.
  • 26. Juni 1996 in Manchester: Tschechien - Frankreich 0:0 n.V., 6:5 i.E.
  • 26. Juni 1996 in London: England - Deutschland 1:1 n.V., 5:6 i.E.
  • 29. Juni 2000 in Amsterdam: Italien - Niederlande 0:0 n.V., 3:1 i.E.
  • 24. Juni 2004 in Lissabon: Portugal - England 2:2 n.V., 6:5 i.E.
  • 26. Juni 2004 in Faro: Schweden - Niederlande 0:0 n.V., 4:5 i.E.
  • 20. Juni 2008 in Wien: Kroatien - Türkei 1:1 n.V., 1:3 i.E.
  • 22. Juni 2008 in Wien: Spanien - Italien 0:0 n.V., 4:2 i.E.
  • 24. Juni 2012 in Kiew: England - Italien 0:0 n.V., 2:4 i.E.
  • 27. Juni 2012 in Donezk: Portugal - Spanien 0:0 n.V., 2:4 i.E.
  • 25. Juni 2016 in St. Etienne: Schweiz - Polen 1:1 n.V., 4:5 i.E.
  • 30. Juni 2016 in Marseille: Polen - Portugal 1:1 n.V., 3:5 i.E.
  • 02. Juli 2016 in Bordeaux: Deutschland - Italien 1:1 n.V., 6:5 i.E.

Sebastian Vettel gönnt England den EM-Titel

09:06 Uhr: Der viermalige Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel sieht die deutsche Fussball-Nationalmannschaft vor dem EM-Achtelfinale gegen England nicht in der Favoritenrolle. "Ich wünsche mir, dass Deutschland weiterkommt, aber das bessere Team soll gewinnen", sagte Fussball-Fan Vettel dem britischen TV-Sender Sky im Fahrerlager im österreichischen Spielberg: "Ich bevorzuge natürlich ein Team, aber ich freue mich auch, wenn England gewinnt. Dann würde ich mich freuen, wenn England auch den Titel holt."

Die Begegnung am Dienstag (18:00 Uhr/ARD und Magenta TV) in London wird der 33 Jahre alte Vettel auf jeden Fall im Fernsehen verfolgen. Für den Hessen wird es auch persönlich ein spezielles Duell, weil er seit diesem Jahr für den britischen Autobauer Aston Martin im Cockpit sitzt. "Ich fahre für ein englisches Team und liebe Grossbritannien aus vielen Gründen. Wenn es nicht Deutschland wird, hoffe ich, dass es England wird", sagte Vettel zu seinem Favoriten auf den EM-Titel.

Das EM-Tagebuch vom 24. Juni zum Nachlesen finden Sie hier

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Mit Material der dpa, afp und sid