• 08:47 Uhr: ➤ Zwei Corona-Fälle bei Athleten im olympischen Dorf
  • 08:22 Uhr: Fussballer teils noch mit Problemen bei Japan-Akklimatisierung
  • 07:31 Uhr: Speerwurf-Topfavorit Vetter vor Olympia: "Das Ziel ist Gold"

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➤ Zwei Corona-Fälle bei Athleten im olympischen Dorf

Zum ersten Mal sind Athleten im olympischen Dorf in Tokio positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Organisatoren der Sommerspiele bestätigten am Sonntag zwei Fälle bei Sportlern, die bereits in ihre Unterkünfte im Dorf eingezogen waren. Bereits am Vortag war ein Corona-Fall bei einem Offiziellen im olympischen Dorf vermeldet worden. Alle drei stammen nach Angaben des Internationalen Olympischen Komitees aus demselben ausländischen Team und haben sich in Quarantäne begeben. "Wir halten das Risiko minimal, aber es ist unvermeidlich, dass wir einige Fälle haben", sagte IOC-Olympiadirektor Christophe Dubi.

Zudem bestätigte Dubi einen Corona-Fall beim südkoreanischen IOC-Mitglied Seung-Min Ryu. Der Tischtennis-Olympiasieger von 2004 sei bei seiner Ankunft in Tokio positiv getestet worden. Ryu habe das Ergebnis zuvor selbst veröffentlicht und befinde sich nun in Selbst-Isolation, sagte Dubi. Ein weiterer Athlet war am Sonntag ebenfalls bei der Einreise positiv auf das Virus getestet worden.

Insgesamt registrierten die Organisatoren am Sonntag zehn Neuinfektionen im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen. Damit stieg die Gesamtzahl fünf Tage vor der Eröffnungsfeier auf 55 Fälle. "Wir glauben, dass wir die Lage im Griff haben", sagte Hidemasa Nakamura, der Leiter der zuständigen Abteilung des Organisationskomitees der Tokio-Spiele.

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Dezimierter Kader scheitert früh: Das war das DFB-Team für Olympia

100 Spieler standen Trainer Stefan Kuntz zur Auswahl, doch nach einer Absagenflut vertraten lediglich 18 von 22 möglichen den deutschen Fussball bei den Olympischen Spielen 2021 in Tokio. Sie standen auf verlorenem Posten und überstanden die Vorrunde nicht. Der Kader zum Durchklicken.

Die weiteren Olympia-News des Tages:

Olympia-Mannschaft gedenkt in Tokio Opfern der Hochwasserkatastrophe

11:35 Uhr: Die deutsche Mannschaft hat im olympischen Dorf in Tokio den Opfern der Hochwasserkatastrophe in der Heimat mit einer Schweigeminute gedacht. Ein Foto der Aktion twitterte der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) am Sonntag und schrieb auf dem offiziellen Kanal: "Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen." Auf einem Foto sind dazu die bereits nach Japan gereisten Athleten und andere Delegationsmitglieder vor der deutschen Unterkunft zu sehen.

Nach den verheerenden Unwettern im Westen Deutschlands hatte sich die Opferzahl zuletzt auf mehr als 150 erhöht. Allein der Kreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz meldete am Sonntagmorgen 110 Tote und 670 Verletzte. Auch im benachbarten Nordrhein-Westfalen kamen Dutzende Menschen ums Leben. Am Samstag hatten schwere Unwetter zudem auch Teile Bayerns und die Sächsische Schweiz getroffen.

Fussballer teils noch mit Problemen bei Japan-Akklimatisierung

08:22 Uhr: Einige Fussballer aus der deutschen Auswahl für die Olympischen Spiele in Japan haben noch mit der Akklimatisierung zu kämpfen. "Es gibt noch einzelne, die wirklich noch Probleme haben und nachts um vier wach sind oder zwei Stunden Serien schauen, weil sie nicht schlafen können", berichtete Maximilian Arnold vom Bundesligisten VfL Wolfsburg. Über seine eigene Situation scherzte der Vater: "Bei mir ist es nicht so, ich habe zwei Kinder, ich bin mal froh, wenn ich nachts nicht aufstehen muss, deshalb schlafe ich wie ein Bär. Ich hoffe, meine Frau sieht das nicht. Es ist was Schönes, mal wieder vom Wecker geweckt zu werden."

Das Team von Trainer Stefan Kuntz hatte sich zuletzt in einem Trainingslager in Wakayama vorbereitet und wollte am Sonntag nach Tokio fliegen, um das Teamhotel in Yokohama zu beziehen. "Bei mir ist es so, dass ich die Zeitumstellung noch nicht so richtig hinbekommen habe. Beim Trainer ist es aber auch eher egal, ob er nachts drei oder fünf Stunden schläft", sagte Kuntz mit einem Augenzwinkern.

Speerwurf-Topfavorit Vetter vor Olympia: "Das Ziel ist Gold"

07:31 Uhr: Weltklasse-Speerwerfer Johannes Vetter steht ohne Wenn und Aber zu seiner Favoritenrolle bei den Olympischen Spielen in Tokio. "Das Ziel ist Gold, ganz klar! Ich weiss, was ich drauf habe. Ich kenne mein Potenzial, und das möchte ich am Tag X, dem 7. August, natürlich dann auch auf den Platz bringen", sagte der 28-Jährige am Samstagabend im "Aktuellen Sportstudio" des ZDF.

Der Weltmeister von 2017 ist der Top-Favorit bei den am 23. Juli beginnenden Sommerspielen. Vetter hat vor dem Saisonhöhepunkt in Japan bereits 19 Wettkämpfe in Serie gewonnen, bei sieben Meetings übertraf der Modellathlet aus Offenburg in diesem Jahr schon die 90-Meter-Marke.

"Ich bin jetzt, glaube ich, die letzten Jahre auch noch mal ganz gut gereift, ich hab' viel durchgemacht, sportlich, auch privat", erzählte der Olympia-Vierte von Rio 2016. "Ich bin durch einige Täler durch, auch da habe ich es geschafft durchzukommen. Von daher habe ich auch keine Angst vor Niederlagen", meinte Vetter, der in der nächsten Woche "noch ein bisschen trainieren" will. "Am 25. Juli geht's los, ich bin noch relativ entspannt."

Kuntz über Beleidigung gegen Torunarigha: "Verletzt unsere Werte"

06:59 Uhr: Für Trainer Stefan Kuntz und das Team der deutschen Olympia-Fussballer hat es an der Entscheidung zum Abbruch des letzten Tests nach einer rassistischen Beleidigung gegen Jordan Torunarigha keine Zweifel gegeben. "Er war kaum einzukriegen, hat sich furchtbar aufgeregt, weil er gesagt hat, dass er wiederholt rassistisch beleidigt wurde", berichtete Kuntz über den Vorfall in der Partie gegen Honduras am Samstagabend im japanischen Wakayama. "Wir haben untereinander Blickkontakt aufgenommen. Da war für uns klar: Das verletzt unsere Werte, das können wir auch nicht dulden, wir nehmen da unseren Spieler komplett in Schutz."

Die deutsche Mannschaft verliess rund fünf Minuten vor Ende der Partie gegen den Olympia-Teilnehmer gemeinsam beim Stand von 1:1 das Feld. Das einzige Vorbereitungsspiel des Teams von Kuntz, das über dreimal 30 Minuten angesetzt war, fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

"Nachdem sich die Situation ein bisschen beruhigt hat, kam auch der gesamte Kader von Honduras rüber zu uns zur Bank und hat sich entschuldigt. Damit war das Thema für uns gegessen", sagte Kuntz. Das Team habe gemeinsam überlegt, ob der Angelegenheit noch weiter nachgegangen werden solle, sich aber dagegen entschieden. "Wir haben ein richtiges Statement gesetzt, wir haben richtig entschieden und gehandelt. Es war auch Jordans Wille, der gesagt hat, dass wir es damit gut sein wollen lassen", sagte Routinier Maximilian Arnold vom VfL Wolfsburg, der das Team bei Olympia als Kapitän anführen wird.

Auf dem Twitter-Account des Nationalteams von Honduras wurde der Vorfall zunächst gar nicht erwähnt, es wurde lediglich ein 1:1 als Ergebnis veröffentlicht. Anschliessend äusserte der Verband, dass es sich um ein Missverständnis auf dem Spielfeld gehandelt habe. Dazu gefragt sagte Kuntz: "Ich weiss nicht, wie es Ihnen ging, wenn Sie mit einer Sechs nach Hause kamen. Da habe ich zu meiner Mutter auch immer gesagt: Es war ein Missverständnis zwischen der Lehrerin und mir. Das lassen wir am besten mal unkommentiert."

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Der Zeitplan für die Olympischen Sommerspiele in Tokio nach Wettkampftagen.

Das Olympia-Tagebuch vom 17. Juli zum Nachlesen:

Olympia-News: Rassismus-Attacke gegen Torunarigha - DFB-Test abgebrochen

12:18 Uhr: Die Generalprobe der deutschen Olympia-Fussballer für die Sommerspiele in Tokio ist fünf Minuten vor Ende vorzeitig abgebrochen worden. Nach Angaben des Deutschen Fussball-Bunds wurde Verteidiger Jordan Torunarigha in der Partie gegen Honduras am Samstag in Wakayama rassistisch beleidigt, die deutsche Mannschaft verliess gemeinsam beim Stand von 1:1 das Feld. Der letzte Test des Teams von Auswahl-Trainer Stefan Kuntz fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, weitere Details gab es zunächst nicht.

Die Partie war über dreimal 30 Minuten angesetzt, der 23 Jahre alte Torunarigha von Hertha BSC stand sowohl im zweiten als auch im dritten Drittel auf dem Platz. Honduras war in den ersten 30 Minuten in Führung gegangen, der Augsburger Felix Uduokhai erzielte im letzten Drittel den Ausgleich.

Kuntz nutzte die Partie bis zum Abbruch zum kräftigen Rotieren und setzte alle 18 Spieler des Kaders ein. Zu Beginn baute der Coach auf Marco Richter (FC Augsburg), Max Kruse (1. FC Union Berlin) und Nadiem Amiri (Bayer Leverkusen) in der offensiven Dreierkette.

Das deutsche Team konnte nach zahlreichen Absagen nur mit 15 Feldspielern und drei Torhütern nach Japan reisen. Erlaubt ist ein Kader von 22 Spielern. Am Sonntag (10:00 Uhr) fliegt die DFB-Auswahl nach Tokio und bezieht ihr Teamhotel in Yokohama.

Dort startet der Silbermedaillengewinner von Rio 2016 am Donnerstag (13:30 Uhr/ARD und Eurosport) gegen Olympiasieger Brasilien ins Turnier. Die weiteren Gruppen-Gegner sind am Sonntag kommender Woche Saudi-Arabien und drei Tage später die Elfenbeinküste. Die jeweils ersten beiden Teams der vier Vierergruppen erreichen das Viertelfinale.

Südkorea muss umstrittene Banner im olympischen Dorf entfernen

13:11 Uhr: Wegen umstrittener Plakate im olympischen Dorf hat Südkoreas Olympia-Team Ärger bekommen. Das Internationale Olympische Komitee bestätigte am Samstag, die Südkoreaner zum Abhängen der Banner mit Referenzen an einen Krieg mit Japan im 16. Jahrhundert aufgefordert zu haben. "Das Dorf ist ein geschützter Bereich", sagte IOC-Präsident Thomas Bach in Tokio. Politische Stellungnahmen seien im Athletendorf nicht erlaubt. Südkoreas Olympisches Komitee bestätigte den Vorfall. Die Banner waren in Japan als provokant empfunden worden.

Zugleich werde in olympischen Arenen Japan keine Fahne mit aufgehender Sonne und 16 Strahlen zeigen dürfen. Dieses Symbol wird in vielen asiatischen Ländern als Zeichen für Japans kriegerische Vergangenheit gesehen und abgelehnt.

Südkorea und Japan sind seit Jahrhunderten Rivalen und waren mehrfach in Kriege verwickelt. Zuletzt waren die Beziehungen wieder stark abgekühlt. Noch offen ist, ob Südkoreas Regierungschef Moon Jae-in zur Eröffnungsfeier nach Tokio reist und sich am Rande mit Japans Ministerpräsident Yoshihide Suga trifft.

Erster Coronafall im Olympischen Dorf von Tokio

09:25 Uhr: Eine Woche vor der Eröffnung der Olympischen Spiele ist ein erster Coronafall im Olympischen Dorf von Tokio entdeckt worden. Die Organisatoren teilten am Samstag mit, dass eine Person in der Wohnanlage positiv getestet worden sei.

"Das war der allererste Fall im Dorf, der während des Screening-Tests gemeldet wurde", sagte Masa Takaya, Sprecher des Organisationskomitees, auf einer Pressekonferenz. Der oder die Betroffene sei nun in einem Hotel untergebracht. Während der Spiele sollen Tausende Menschen im Athletendorf wohnen.

Japanische Medien berichteten, dass die positiv getestete Person aus dem Ausland stamme. Ob es sich um einen Athleten oder eine Athletin oder ein Mitglied eines Betreuerstabes handelt, wurde nicht mitgeteilt.

OK-Chefin Seiko Hashimoto versicherte, die Organisatoren seien bereit, schnell zu reagieren, falls es einen grösseren Ausbruch gebe. "Wir tun alles, um einen COVID-Ausbruch zu verhindern. Sollte es doch zu einem Ausbruch kommen, werden wir sicherstellen, dass wir einen Plan haben, um zu reagieren", sagte sie.

Wegen der ansteigenden Infektionszahlen in Tokio gilt dort für die Zeit der Sommerspiele (23. Juli bis 8. August) der Notstand. Zuschauer sind dort bei den Wettkämpfen nicht zugelassen. Die japanische Bevölkerung steht den um ein Jahr verschobenen Sommerspielen inmitten der Pandemie zum Grossteil ohnehin skeptisch gegenüber.

Brasilianischer Gewichtheber wegen Doping-Verdachts nicht nach Tokio

09:07 Uhr: Nach einer positiven Dopingprobe ist der brasilianische Gewichtheber Fernando Reis nicht zu den Olympischen Spielen nach Tokio geflogen. Das Nationale Olympische Komitee Brasiliens teilte am Freitag (Ortszeit) mit, der 31-Jährige sei von der Delegation ausgeschlossen. Bei einem Test bei Reis am 11. Juni seien Spuren eines Wachstumshormons festgestellt worden.

Der Anwalt von Reis bestritt, dass sein Mandant leistungssteigernde Mittel eingenommen habe, und kündigte an, gegen die Suspendierung vorzugehen. Reis sei einer der meistgetesteten Athleten der Welt, sagte er der Website "Globo Esporte".

Reis gehörte in der Klasse ab 109 Kilogramm zum erweiterten Kreis der Medaillenanwärter. Er war 2012 in London Olympia-Elfter und daheim in Rio 2016 -Fünfter. Zwei Jahre nach der WM 2018 erhielt er wegen der Disqualifikation eines anderen Athleten nachträglich Bronze im Zweikampf und gewann damit als erster Gewichtheber aus Brasilien eine Medaille bei einem bedeutenden internationalen Wettkampf

US-Basketballer in Tokio auch ohne Love - McGee und Johnson rücken nach

08:54 Uhr: Die US-Basketballer müssen beim Olympia-Turnier in Tokio neben Allstar Bradley Beal auch auf Kevin Love verzichten. Der Forward von den Cleveland Cavaliers hat sich noch nicht vollständig von einer Verletzung in der rechten Wade erholt, die ihn schon weite Teile der Saison kostete. Als Ersatz wurden JaVale McGee (Denver Nuggets) und Keldon Johnson (San Antonio Spurs) ins Team berufen.

"Ich bin unglaublich enttäuscht", liess Love, Olympiasieger von 2012, am Freitag mitteilen: "Aber um an den Spielen teilzunehmen, musst du in Topform sein." Aufgrund der schwierigen Saison war seine Berufung in den Kader ohnehin überraschend gekommen.

Keine 24 Stunden vor Loves Absage hatte der US-Verband bereits mitgeteilt, dass Beal nicht mit nach Japan reisen kann. Der dreimalige NBA-Allstar von den Washington Wizards unterliegt dem Corona-Protokoll. Jerami Grant von den Detroit Pistons wurde "zur Sicherheit" ebenfalls auf die Liste gesetzt.

Viele Topstars, unter anderem LeBron James (Los Angeles Lakers), sind bei den Sommerspielen in Tokio (23. Juli bis 8. August) ohnehin nicht dabei. Das Team führt Superstar Kevin Durant von den Brooklyn Nets an.

Das Olympia-Tagebuch vom 16. Juli zum Nachlesen:

Entscheidung endgültig: Basketball-Star Schröder fehlt bei Olympia

15:36 Uhr: Basketball-Star Dennis Schröder wird der deutschen Nationalmannschaft wie erwartet bei den Olympischen Spielen in Tokio fehlen. Der Deutsche Basketball Bund (DBB) verkündete am Freitag die endgültige Entscheidung. Grund sind die hohen Versicherungsanforderungen, die schon eine Teilnahme Schröders am Qualifikationsturnier in Split/Kroatien verhindert hatten. Dort hatte der 27-Jährige als Zuschauer verfolgt, wie sich das Team überraschend für Olympia qualifizierte.

"Ich wäre unglaublich gerne in Tokio mit dabei gewesen. Es sind die Olympischen Spiele, das ist für einen Sportler so ziemlich das Grösste, und von einer Teilnahme an Olympia habe ich immer geträumt", sagte Schröder: "Ich bin natürlich sehr enttäuscht, dass ich bei diesem bedeutungsvollen Turnier nicht zusammen mit dem Team auflaufen und kämpfen kann." Er sei beim bevorstehenden Mega-Event "der grösste Fan des Teams", so Schröder weiter.

Bundestrainer Henrik Rödl hatte schon am vergangenen Mittwoch beim Medientraining in Trier wenig Hoffnung auf eine Wende in der Causa Schröder gehabt. "Wir mussten ja mit dieser Entwicklung rechnen. Doch es ist natürlich klar, dass man für einen Weltklassespieler wie Dennis nichts unversucht lässt", sagte der Coach nach der finalen Entscheidung: "Dennis gehört zum Team, das hat er nicht zuletzt in Split gezeigt. Wir freuen uns sehr über seine Unterstützung."

Für Tokio hatte Rödl zuvor bereits die zwölf Spieler nominiert, die in Kroatien das Ticket gelöst hatten. Am Sonntag bricht der DBB-Tross nach Japan auf, eine Woche später (6:40 Uhr MESZ) trifft die Nationalmannschaft zum Olympia-Auftakt auf Italien. Zuletzt hatte sich der Deutsche Basketball Bund (DBB) darum bemüht, doch noch eine Lösung in der Causa Schröder zu finden.

Dies war schon vor dem Qualiturnier wegen seines hohen Marktwertes in Abstimmungen zwischen Schröders Management, dem DBB und einer Versicherung nicht möglich gewesen. Schröder, der zuletzt für die Los Angeles Lakers in der US-amerikanischen Profiliga NBA spielte, ist derzeit "free agent" und deshalb schwieriger zu versichern.

Olympia-Fussballer Henrichs lobt Gastfreundschaft der Japaner

14:46 Uhr: Olympia-Fussballer Benjamin Henrichs hat die Gastfreundschaft der Japaner gelobt. Bislang sei er zwar noch nicht viel draussen gewesen, aber das Hotelpersonal sei sehr dankbar über jede nette Geste. "Die sind einfach so froh, wenn du einfach Konnichiwa zurück sagst und winkst", sagte Henrichs am Freitag auf einer Pressekonferenz des DFB. Neben den japanischen Grussformeln geniesse er die vielen neuen Eindrücke. "Es gibt zum Frühstück Sushi, was ich bisher auch noch nicht gesehen haben."

Mit Olympia gehe für ihn ein Traum in Erfüllung. "Die Vorfreude ist riesig", sagte der 24-jährige Abwehrspieler von RB Leipzig. Seine stärkste Erinnerung an Olympia sei der damalige Weltrekord des jamaikanischen Sprinters Usain Bolt. "Jetzt bin ich selber Teil davon und darf vielleicht sogar das Olympische Dorf sehen."

Dann müssen die deutschen Fussballer aber eine Runde weiterkommen. Am kommenden Samstag steht ein Testspiel gegen Honduras an. Danach startet die Mannschaft gegen Brasilien am 22. Juli (13"30 Uhr MESZ/ARD und Eurosport) in Yokohama ins Olympia-Turnier. Weitere Gegner sind Saudi-Arabien und die Elfenbeinküste.

Die deutsche Auswahl war am Mittwoch im Trainingslager-Teamhotel "Wakayama Marina City" in Osaka angekommen. Das Team war bereits am Morgen in Tokio gelandet und von dort nach Osaka weitergeflogen.

Notstand verhängt: Japan schliesst Zuschauer bei Olympia in Tokio aus

Während der Olympischen Spiele wird in Tokio erneut der Corona-Notstand herrschen. Das entschied die Regierung von Ministerpräsident Yoshihide Suga wie erwartet am Donnerstag.

Frühere Gold-Schwimmerin Antje Buschschulte: Wir sind keine Medaillen-Nation mehr

12:35 Uhr: Die fünffache Olympia-Medaillengewinnerin Antje Buschschulte zählt den deutschen Schwimmsport nicht mehr zur Weltspitze. "Deutschland ist schon länger keine grosse Schwimm-Nation mehr, die auf jeden Fall olympische Medaillen gewinnt", sagte der Ex-Star im Interview mit der Deutschen Sporthilfe (Freitag). Zu ihren Zeiten sei bei den Frauen eine Medaille "fast immer ein realistisches Ziel" gewesen. "In der Lage sind wir nicht mehr." Die deutschen Beckenschwimmer hatten bei den Olympischen Spielen 2012 in London und 2016 in Rio keine Medaillen gewonnen.

Vor den Olympischen Spielen in Tokio fühlt Buschschulte angesichts Einschränkungen wegen der Coronavirus-Pandemie mit den deutschen Startern. "Mein Sportlerherz blutet. Keiner will Spiele vor leeren Rängen, mit wenig Flair und auch nicht gegen den Willen der ausrichtenden Nation", sagte die 42-Jährige. Andererseits sei die Verschiebung auf 2021 für viele Athleten schon ein harter Schlag gewesen: "Eine weitere Verschiebung wäre rein sportlich eine Katastrophe."

IOC-Präsident Bach bittet Japans Regierung um Zulassung von Zuschauern

12:06 Uhr: IOC-Präsident Thomas Bach hat Japans Premierminister Yoshihide Suga gebeten, im Falle einer Verbesserung der Coronalage in Tokio bei den Olympischen Spielen doch noch Zuschauer zuzulassen. Dies berichteten japanischen Medien am Freitag übereinstimmend. Nach Aussagen von Topbeamten aus dem Büro des Premiers vermied es Suga jedoch, dem deutschen IOC-Chef eine klare Antwort zu geben.

Die Aussichten auf einen Erfolg von Bachs Vorstoss seien offenbar äusserst gering. Eine Kursänderung mit der Zulassung von japanischen Zuschauern sei "für die japanische Regierung nicht akzeptabel", so ein Beamter. Auch wenn sich die Infektionslage in der Hauptstadt verbessere, fuhr dieser fort, "haben wir keine Zeit. Wie sollen die Tickets verkauft werden?"

Die Corona-Situation in Tokio verschlechtert sich zudem derzeit täglich. Die Fallzahlen steigen sprunghaft. Am Freitag wurden 1.271 neue Infektionen mit COVID-19 gemeldet, 449 mehr als in der Woche zuvor. "Die Lage verschlechtert sich rapide", erklärte Tokio-Gouverneurin Yuriko Koike und regte die Leute an, wieder vermehrt von zu Hause aus zu arbeiten.

Tokio befindet sich ohnehin in seinem vierten Corona-Notstand, der bis zum 22. August andauern soll.

Ein Gewichtheber aus Uganda ist verschwunden

12:01 Uhr: Ein Gewichtheber aus Uganda wird im Vorfeld der Olympischen Spiele in Tokio vermisst. Wie die Stadt Izumisano City in einem Statement am Freitag mitteilte, erschien der 20-jährige Julius Ssekitoleko nicht zu seinem täglichen Coronatest. Ausserdem war der Sportler nicht in seinem Hotelzimmer im Trainingslager aufzufinden.

"Die Stadt unternimmt alle Anstrengungen, um nach der Person zu suchen. Wir haben die Angelegenheit der Polizei gemeldet", hiess es in einer Mitteilung. Zuletzt wurde Ssekitoleko kurz nach Mitternacht im Hotel von einem Teamkollegen gesehen.

Die Delegation aus Uganda war bereits im vergangenen Monat nach Japan gereist, um in Izumisano in der Präfektur Osaka ein Trainingslager abzuhalten. Zwei Mitglieder der Mannschaft waren nach der Ankunft in Japan positiv auf das Coronavirus getestet worden, obgleich alle Team-Mitglieder geimpft sein sollen. Die Mannschaft war als eine der ersten in Japan angekommen, nahm aber wegen der positiven Corona-Bescheide erst vergangene Woche das Training auf.

Für Alexandra Burghardt war die Verschiebung der Olympischen Spiele ein Glücksfall

Als Juniorin war Alexandra Burghardt ein vielversprechendes Sprinttalent. Doch seit 2015 stagnierten ihre Zeiten. Die Sporthilfe schickte ihr im Dezember 2020 gar eine Einladung zu ihrer Abschiedsfeier. Burghardt musste schlucken - und gab alles, um sich den Traum von Tokio zu erfüllen. Nun ist sie die Zweitschnellste in Europa. © Sky

Olympiasieger Mo Farah wünscht sich Pranger für Hater aus dem Internet

10:26 Uhr: Im Kampf gegen rassistische Beleidigungen im Internet hat der vierfache Olympiasieger Mo Farah eine stärkere Kontrolle von Online-Nutzern sozialer Netzwerke gefordert. User sollten ihre Pass- und Führerscheindaten sowie Adressen angeben müssen, um sie schneller identifizieren zu können sagte der 38 Jahre alte Brite in einem am Freitag veröffentlichten Interview mit der BBC.

"Diese Leute haben Jobs, haben Familien zu ernähren, sie haben vielleicht ziemliche gute Jobs, also sollte ihr Unternehmen wissen, was sie getan haben. Lasst uns sie so sehr an den Pranger stellen, wie wir können." Der Langstreckenläufer betonte: "Die Social-Media-Firmen müssen viel mehr tun, sie müssen für das verantwortlich gemacht werden, was die Leute anstellen."

Farah sagte, er sei selbst Ziel "schockierender" Online-Hetze geworden. Die Angriffe gegen schwarze Sportler im Internet nähmen zu, sagte Sir Mo wenige Tage nach rassistischen Attacken gegen die drei Elfmeter-Fehlschützen der englischen Nationalmannschaft im Finale der Fussball-Europameisterschaft.

Japanische Zeitung schildert olympisches "Chaos": "Die Corona-Blase ist bereits geplatzt"

08:55 Uhr: Die japanische Tageszeitung "Asahi Shimbun", einer der Sponsoren der Spiele, berichtete von "Chaos" auf Flughäfen unter den Mitarbeitern, die versuchten, olympische Delegationen zu führen. Auch in Hotels gebe es Probleme bei der Durchsetzung der Verhaltensregeln für Olympia-Teilnehmer. Es sei bereits eine Woche vor Beginn der Spiele "offensichtlich" geworden, dass die Pläne der Organisatoren zur Trennung von Olympia-Teilnehmern und der allgemeinen Bevölkerung "kläglich gescheitert" seien. Die "Blase", in der sich die Athleten und ihre Bezugspersonen eigentlich befinden sollen, um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern, sei "bereits geplatzt", hiess es.

An den Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Civey kann jeder teilnehmen. In das Ergebnis fliessen jedoch nur die Antworten registrierter und verifizierter Nutzer ein. Diese müssen persönliche Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angeben. Civey nutzt diese Angaben, um eine Stimme gemäss dem Vorkommen der sozioökonomischen Faktoren in der Gesamtbevölkerung zu gewichten. Umfragen des Unternehmens sind deshalb repräsentativ. Mehr Informationen zur Methode finden Sie hier, mehr zum Datenschutz hier.

Mehrheit der Japaner hält Corona-Massnahmen bei den Spielen für nicht ausreichend

08:23 Uhr: Eine grosse Mehrheit der Japaner hält die Corona-
Massnahmen für die Teilnehmer der Olympischen Spiele für unzureichend. In einer am Freitag veröffentlichten Umfrage der japanischen Nachrichtenagentur Jiji Press unter 2.000 Männern und Frauen über 18 Jahre erklärten 66,7 Prozent, die Massnahmen zum Schutz vor einer Ausbreitung des Coronavirus seien "nicht ausreichend". Lediglich 12,7 Prozent halten sie für ausreichend. Die Organisatoren der Spiele und das Internationale Olympische Komitee (IOC) haben immer wieder betont, die Spiele seien auch für die Bürger "sicher".

Rund 85 Prozent der Bewohner des Olympischen Dorfes werden nach Angaben des IOC geimpft in Japan ankommen. Auch die meisten Begleiter und Medienvertreter sind schon geimpft. Einen Unterschied soll das jedoch beim Aufenthalt in Japan nicht machen, wo ein Grossteil der Bevölkerung noch nicht geimpft ist. Für die ersten 14 Tage ist für jeden Olympia-Beteiligten die Bewegungsfreiheit in Wettkampfstätten, Unterkünften und in offiziellen Orten mit Olympia-Bezug beschränkt.

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Das DHB-Team zum Durchklicken: Nach Bronze 2016 soll nun Gold her

Bundestrainer Alfred Gislason reist mit 17 Männern zu den Olympischen Spielen 2021 in Tokio. Nach Bronze 2016 soll es nun die Gold-Medaille werden. Das DHB-Team zum Durchklicken.

Novak Djokovic nimmt an den Spielen in Tokio teil

07:02 Uhr: Tennis-Star Novak Djokovic hat seinen Start bei den Olympischen Spielen in Tokio bestätigt und geht damit auf die Jagd nach dem Golden Slam. "Ich habe meinen Flug nach Tokio gebucht und werde mich stolz dem Team Serbia für die Olympischen Spiele anschliessen", teilte der Weltranglistenerste aus Serbien am Donnerstag auf Twitter mit: "Für mich war es immer eine besondere Freude und Motivation, für Serbien zu spielen und ich werde mein Bestes geben, um uns alle glücklich zu machen!"

Djokovic (34) hatte zuletzt in Wimbledon seinen 20. Grand-Slam-Titel geholt. Mit einem Erfolg bei den US Open würde Djokovic als Erster bei den Tennis-Herren seit 1969 alle Grand-Slam-Turniere in einem Kalenderjahr gewinnen. Als bisher Einzige im Tenniszirkus holte Steffi Graf 1988 auch Olympia-Gold und schaffte sogar den sogenannten Golden Slam. Das könnte auch Djokovic gelingen.

Zuvor hatten viele Stars auf einen Olympia-Start verzichtet. Serena Williams (USA) fliegt ebenso wenig nach Japan wie Rafael Nadal (Spanien), Roger Federer (Schweiz) - alle waren schon Olympiasieger. Auch Rio-Silbermedaillengewinnerin Angelique Kerber sagte wegen einer Oberschenkelverletzung ab. Bei den Olympischen Spielen wollte Kerber vom 24. Juli bis 1. August im Einzel sowie im Mixed-Wettbewerb mit Alexander Zverev antreten. Zudem sind Dominic Thiem und(Österreich) Simona Halep (Rumänien) nicht dabei.

Corona-Verdachtsfall bei den US-Basketballern: Bradley Beal verpasst Olympia

06:28 Uhr: NBA-Profi Bradley Beal von den Washington Wizards wird nicht an den Olympischen Spielen in Tokio teilnehmen. Wie der US-Basketballverband am Donnerstag bekanntgab, wurde der 28-Jährige am Mittwoch unter das Gesundheits- und Sicherheitsprotokoll gestellt und bleibt auch dort, so dass er nicht mit dem Olympiasieger nach Japan fliegen kann. Das bedeutet, dass es sich um einen Corona-Verdachtsfall handelt.

Aus "grosser Vorsicht" wurde auch Jerami Grant von den Detroit Pistons unter das Gesundheits- und Sicherheitsprotokoll gestellt, hiess es weiter. Ob er mit nach Japan fliegt, teilte der Verband nicht mit. Zudem wurde ein für Freitag geplantes Testspiel gegen Australien abgesagt.

Das Olympia-Tagebuch vom 15. Juli zum Nachlesen

Mit Material der dpa, afp und sid