Das Coronavirus hat Deutschland, Europa und die Welt fest im Griff. Alle Entwicklungen zum Coronavirus im News-Blog.

Alle Meldungen vom Sonntag, 29. März

Aufnahmestopp am Klinikum Wolfsburg

20:40 Uhr: Das Klinikum Wolfsburg nimmt aufgrund von Corona-Infektionsfällen unter den Mitarbeitern keine neuen Patienten mehr auf. Diese werden auf umliegende Krankenhäuser verteilt, wie die Stadt am Sonntagabend mitteilte. Zudem seien ab sofort keine Besuche mehr erlaubt, "auch nicht die bisherigen Ausnahmen". Die Stadt hat stark mit der Coronavirus-Pandemie zu kämpfen - in einem Wolfsburger Alters- und Pflegeheim sind insgesamt 15 Menschen nach einer Covid-19-Erkrankung gestorben.

Ähnlich wie in dem Heim, in dem überwiegend Demenzkranke leben, werden auch im Klinikum die Vorsichtsmassnahmen weiter verschärft. Das gesamte Klinikpersonal arbeite "ab sofort im Vollschutz", hiess es von der Stadt: "Die Patienten werden so verteilt, dass nur noch ein Patient pro Zimmer liegt."

Moskau verhängt Ausgangssperre

19:42 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus verhängt die russische Hauptstadt Moskau eine Ausgangssperre. Von diesem Montag an dürfe man die Wohnung nur unter bestimmten Umständen verlassen, teilte Bürgermeister Sergej Sobjanin am Sonntagabend mit. Darunter fallen demnach der Weg zur Arbeit, zum Supermarkt, zur Apotheke und zum nächst gelegenen Müllcontainer. Auch Haustiere dürften nur in einem kleinen Radius um die eigene Wohnung herum ausgeführt werden.

Die Moskauer dürften sich "nicht mehr ohne Grund in der Stadt bewegen", meinte der Bürgermeister. Bislang gab es eine Ausgangssperre für Menschen im Alter von über 65 Jahren.

Novartis prüft Malaria-Mittel

19:10 Uhr: Der schweizerische Pharmakonzern Novartis setzt bei der Suche nach einem Heilmittel gegen das Coronavirus grosse Hoffnungen in das Malariamittel Hydroxychloroquin. "Präklinische Studien mit Tieren sowie erste Daten aus klinischen Studien zeigen, dass es das Coronavirus tötet", sagte Novartis-Chef Vasant Narasimhan der "SonntagsZeitung". Derzeit würden in Europa und den USA Patientinnen und Patienten für klinische Studien gesucht und in Zusammenarbeit mit den Aufsichtsbehörden in den USA und der Schweiz eine Zulassung per Eilverfahren geprüft.

Kreml: Video-Konferenzen sind praktisch und nicht so teuer

17:49 Uhr: Der Kreml hält Video-Konferenzen der Staats- und Regierungschefs der führenden Wirtschaftsmächte auch in Zukunft für eine denkbare Alternative. Sprecher Dmitri Peskow lobte am Sonntag im russischen Staatsfernsehen dieses Format: "Es ist praktisch, es ist schnell, es ist nicht so kostspielig wie grosse Gipfel-Treffen."

Virtuelle Treffen könnten deshalb auch für andere Zusammenkünfte genutzt werden. Sie böten sich vor allem mit Blick auf die Corona-Pandemie an, sagte der Sprecher von Präsident Wladimir Putin.

Die G20-Länder hatten sich am Donnerstag zusammengeschaltet, um per Video-Konferenz über gemeinsame Schritte zur Eindämmung der Pandemie zu beraten. Sie einigten sich dabei darauf, die Weltwirtschaft zunächst mit insgesamt fünf Billionen US-Dollar zu stützen. Peskow sagte, die Bereitschaft zur Zusammenarbeit sei "ein gutes Ergebnis".

Schweizerische Bundesbahnen stellen Personenverkehr mit Italien ein

17:23 Uhr: Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) haben den grenzüberschreitenden Reiseverkehr von und nach Italien bis auf Weiteres eingestellt. Grund seien Anordnungen der italienischen Behörden, teilte das Unternehmen am Sonntag mit Hinweis auf das Coronavirus bei Twitter mit.

Neben dem grenzüberschreitenden Regionalverkehr sind drei EC-Züge betroffen: Die Strecke Basel-Brig-Mailand, Genf-Brig-Mailand und Zürich-Mailand. Die Züge wenden in Brig beziehungsweise Chiasso. Der Güterverkehr ist von den Einschränkungen nach SBB-Angaben nicht betroffen.

Rund 57.000 Corona-Nachweise in Deutschland - 430 Tote

17:11 Uhr: In Deutschland sind bis Sonntagnachmittag rund 57.000 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit 13.630 nachgewiesenen Fällen und 110 Toten und Bayern mit 13.263 Fällen und ebenfalls 110 Toten. Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit einem Wert von 112,9 die meisten Infektionen, gefolgt von Bayern (101,4). Im Bundesschnitt waren es 68,5.

Mindestens 430 mit SARS-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Mehrere Deutsche starben im Ausland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Darunter waren zwei Touristen während einer Reise in Ägypten und ein 67-Jähriger Tourist auf Zypern. Auf der griechischen Insel Kreta starb ein 42 Jahre alter Deutscher.

Auch in Deutschland rechnen Experten mit einer hohen Dunkelziffer.

Virologe Fauci rechnet mit Millionen von Corona-Fällen in den USA

16:50 Uhr: Der Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten, Anthony Fauci, rechnet mit Millionen von Corona-Infizierten in den USA.

Ausgehend von der aktuellen Lage bestehe die Möglichkeit, dass 100.000 bis 200.000 Menschen in Folge der Pandemie sterben, sagte Fauci am Sonntag dem TV-Sender CNN.

Der angesehene Virologe machte zugleich jedoch deutlich, dass er wenig von Prognosen halte, da man leicht falsch liegen und die Leute in die Irre führen könne.

"Schauen Sie sich einfach die Daten an (...) und sorgen Sie sich nicht um diese Worst-Case- und Best-Case-Szenarien", sagte Fauci. "Wir haben ein ernsthaftes Problem in New York, wir haben ein ernsthaftes Problem in New Orleans und wir werden ernsthafte Probleme in anderen Gebieten entwickeln."

Die Zahl der nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 infizierten Menschen in den USA liegt nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität bei fast 125.000 - in keinem anderen Land der Welt ist die Zahl so hoch. Fast 2.200 Menschen sind bereits gestorben.

Mehr als fünf Millionen Atemschutzmasken in Saudi-Arabien beschlagnahmt

16:44 Uhr: In Saudi-Arabien haben die Behörden einem Medienbericht zufolge mehr als fünf Millionen illegal gehortete Atemschutzmasken beschlagnahmt.

In Hail nordwestlich der Hauptstadt Riad stellte das Handelsministerium rund 1,2 Millionen Masken sicher, wie die staatliche Nachrichtenagentur SPA am Sonntag berichtete.

Weitere rund vier Millionen Masken waren bereits am Mittwoch wegen Verstosses gegen Handelsbestimmungen in der westlichen Stadt Dschedda beschlagnahmt worden.

Die Verantwortlichen würden strafrechtlich belangt und die Ausrüstung werde wieder dem freien Markt zur Verfügung gestellt, teilte das Ministerium mit. Wegen Panikkäufen sind auch in Saudi-Arabien Atemschutzmasken knapp geworden.

In dem Land wurden nach offiziellen Angaben bisher mehr als 1.200 Infektionsfälle mit dem Coronavirus und vier Todesfälle gemeldet. Die Regierung hat landesweite Ausgangsbeschränkungen verhängt und den Zugang zu den Pilgerstätten Mekka und Medina gesperrt. Auch Inlandsreisen zwischen den Provinzen des Landes sind verboten.

Grönland führt wegen Corona-Krise Alkoholverbot für Hauptstadt ein

16:32 Uhr: Grönland führt auch aus Sorge vor Gewalt gegen Kinder während der Corona-Krise ein vorübergehendes Alkoholverbot ein. Die Massnahme gilt umgehend und bis zum 15. April für die Hauptstadt Nuuk sowie die nahe gelegenen Siedlungen Kapisillit und Qeqertarsuatsiaat, wie die grönländische Regierung am Wochenende mitteilte.

In der besonderen Situation müssten viele Vorkehrungen getroffen werden, um die Ausbreitung des Virus zu vermeiden, erklärte Regierungschef Kim Kielsen. "Der Kern meines Beschlusses ist aber, dass Kinder beschützt werden. Sie sollen ein sicheres Zuhause haben."

Hinzu komme, dass Menschen unter Alkoholeinfluss weniger aufmerksam seien, was letztlich das Infektionsrisiko erhöhe.

Gemäss den Auflagen von Kielsen dürfen in der Hauptstadtregion keine Getränke mit einem Alkoholgehalt jenseits von 2,25 Prozent ausgeschenkt werden. Es ist auch nicht mehr möglich, Alkohol im Laden zu kaufen.

Auf der grössten Insel der Erde leben rund 55.000 Menschen, davon ein knappes Drittel in Nuuk. Bislang sind in Grönland nach Angaben der dänischen Gesundheitsbehörde zehn Menschen positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben ist dort bislang niemand an Covid-19.

New Yorks Bürgermeister: Medizinische Ausrüstung nur für eine Woche

16:02 Uhr: New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio schlägt angesichts knapp werdender medizinischer Ausrüstung in der Corona-Krise Alarm. Er könnte den reibungslosen Betrieb der Krankenhäuser nur für eine Woche garantieren, sagte er am Sonntag dem TV-Sender CNN.

Dabei gehe es nicht nur um Masken, Schutzkleidung und dringend benötigte Beatmungsgeräte, sondern auch um medizinisches Personal. Die Ärzte und Pfleger könnten im jetzigen Tempo nicht über Wochen weiterarbeiten und bräuchten Unterstützung. "Hier in New York fühlt es sich wortwörtlich an wie zu Kriegszeiten", sagte de Blasio.

Die Millionenmetropole New York an der US-Ostküste hat sich zum Zentrum der Pandemie in dem Land entwickelt. Mit über acht Millionen Einwohnern ist sie die grösste US-Stadt und eines der kulturellen und finanzwirtschaftlichen Zentren der Welt.

Restaurants, Bars, Schulen, Museen und Broadwayshows sind geschlossen. Alle Bürger sind aufgerufen, Zuhause zu bleiben, "nicht lebenswichtige" Einrichtungen und Firmen sind geschlossen.

Mit Coronavirus infiziertes Baby stirbt in Illinois

15:34 Uhr: Im US-Bundesstaat Illinois wird der Tod eines Babys untersucht, das mit dem Coronavirus infiziert war. In Verbindung mit der Erkrankung Covid-19 habe es bislang noch keinen Todesfall eines Babys gegeben, erklärte das Gesundheitsamt des Staates am Samstag (Ortszeit) in einer Mitteilung.

Eine "umfassende Untersuchung" solle die genaue Todesursache klären, hiess es weiter. Das verstorbene Kind war demnach jünger als ein Jahr und starb in Chicago. Über Vorerkrankungen wurde zunächst nichts bekannt.

Der "New York Times" zufolge handelt es sich um den ersten bekannten Todesfall eines Kindes unter einem Jahr mit dem Virus in den USA. Die Zeitung weist allerdings darauf hin, dass nicht alle Behörden in den Bundesstaaten Details über Coronavirus-Tote veröffentlichen.

Erkenntnisse über die klinischen Merkmale infizierter Kinder sind noch begrenzt. Der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zufolge scheint der Krankheitsverlauf bei Kindern häufig geringer ausgeprägt zu sein als bei Erwachsenen.

Jedoch kämen auch - insbesondere bei jüngeren Kindern - schwere Verläufe vor.

Dem Robert Koch-Institut in Berlin zufolge gibt es bislang keine Hinweise darauf, dass Covid-19 auf das Kind im Mutterleib übertragbar ist. Eine Übertragung auf das Neugeborene sei über den engen Kontakt und eine Tröpfcheninfektion aber möglich.

Norwegen will sich mit Zufallstests besseres Corona-Bild verschaffen

15:30 Uhr: Um ein besseres Bild von der Zahl der Coronavirus-Infektionen im Land zu erhalten, will Norwegen bald auch Menschen ohne Symptome testen.

Die norwegischen Gesundheitsbehörden bereiteten sich darauf vor, solche zufälligen Tests in die Wege zu leiten, berichtete der norwegische Rundfunksender NRK am Sonntag.

Derzeit werde abgeklärt, wie dies durchgeführt und finanziert werden solle, sagte ein Vertreter des nationalen Gesundheitsinstituts dem Sender. Ziel solcher Zufallstests soll sein, die tatsächliche Ausbreitung des Coronavirus besser einschätzen zu können.

Vorbild soll dabei Island sein, das in Rekordzeit die an der Einwohnerzahl gemessen meisten Tests weltweit auf die Beine gestellt hatte.

Bis Mitte der Woche sind auf der Nordatlantik-Insel nach Angaben der isländischen Regierung 12.000 der rund 360.000 Einwohner getestet worden, darunter Tausende, die symptomfrei gewesen sind. Ziel soll es letztlich sein, die gesamte Bevölkerung zu testen.

Bis Sonntag wurden in Norwegen nach Behördenangaben 4.102 Infektionen nachgewiesen. 22 Menschen sind bislang nach einer Coronavirus-Infektion gestorben, ihr Durchschnittsalter lag bei 84 Jahren.

Rund 85.000 Menschen wurden bis dato auf Sars-CoV-2 getestet, was bedeutet, dass die Tests bei etwa vier Prozent positiv ausgefallen sind.

Österreichische Armee fliegt infizierten Soldaten mit "Blackhawk" ein

14:50 Uhr: Die österreichische Armee hat einen mit dem Coronavirus infizierten Soldaten aus dem Ausland zurückgeholt. Wie verschiedene Medien übereinstimmend berichten, sei der Bundesheer-Soldat am Samstag mittels eines "Blackhawk"-Hubschraubers aus Bosnien-Herzegowina ausgeflogen worden.

Der für die Rückholaktion genutzte Hubschrauber ist für die intensivmedizinische Betreuung während des Transports ausgestattet. Unter anderem befinden sich an Bord der Maschine ein Defibrillator und eine Sauerstoffanlage.

Bei dem infizierten Soldaten soll es sich um den einzigen Angehörigen des Bundesheeres handeln, der derzeit während eines Auslandseinsatzes an dem Virus erkrankt ist. Wie die österreichische Armee mitteilte, gehe es ihm den Umständen entsprechend.

Bundeswehr holt weitere Patienten aus Bergamo

14:33 Uhr: Die Bundeswehr hat am Sonntag ein Flugzeug nach Norditalien geschickt, um weitere Covid-19-Patienten abzuholen. Wie ein Sprecher der Luftwaffe mitteilte, flog ein Airbus A310 MedEvac am Mittag von Köln nach Bergamo, um sechs Italiener zur Intensivbehandlung nach Deutschland zu bringen.

Die Bundeswehr hatte bereits am Vortag in der von der Corona-Pandemie stark betroffenen Stadt sechs Patienten abgeholt und nach Köln geflogen.

Am Sonntag startete zudem ein Transportflugzeug A400M der Luftwaffe in Richtung Strassburg, um zwei Patienten abzuholen, die das Bundeswehrkrankenhaus in Ulm versorgen wird.

Robert Koch-Institut meldet rund 4.000 neue Infektionen an einem Tag

14:02 Uhr: Innerhalb eines Tages ist die Zahl der registrierten Corona-Infizierten in Deutschland um mindestens 4.000 Fälle gestiegen. Das geht aus den Daten hervor, die das Robert Koch-Institut am Sonntagvormittag veröffentlichte (Stand Sonntag 00.00 Uhr).

Demnach zählte es bislang insgesamt 52.547 Fälle - 63 pro 100.000 Einwohner. Das waren 3.965 Fälle mehr als am Vortag. Insgesamt seien bislang 389 Infizierte gestorben.

Die Zahlen lassen sich nicht einfach von Tag zu Tag vergleichen. So hat das RKI nach eigenen Angaben am Samstag von drei Bundesländern keine Zahlen übermittelt bekommen.

Nach Daten der Deutschen Presse-Agentur (dpa) sind in den Bundesländern bis Sonntagmittag (Stand 13.30 Uhr) insgesamt mehr als 56.500 Infektionen registriert worden. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit 13.630 nachgewiesenen Fällen und 110 Toten (Stand 29.3.), Bayern mit 13.263 Fällen und ebenfalls 110 Toten (Stand 29.3.) sowie Baden-Württemberg mit 10.819 Fällen und 118 Toten (Stand 28.3.).

Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit einem Wert von 105,1 die meisten Infektionen. Es folgt Bayern mit 101,4. Im Bundesschnitt waren es 66,9. Die Zahl der Toten in Deutschland ist nach dpa-Daten auf mindestens 428 gestiegen.

Experten gehen auch in Deutschland von einer hohen Dunkelziffer bei den Infektionszahlen aus.

Unternehmer Frank Thelen: "Mitte/Ende April geht es weiter"

13:56 Uhr: Der Unternehmer Frank Thelen (44/"Die Höhle der Löwen") bleibt in der Coronakrise optimistisch. Er erwarte nicht, dass Deutschland in eine tiefe Depression abstürze.

"Mein Bauchgefühl sagt mir, wir haben eigentlich keine grundlegenden Probleme, wir haben einen Pausenknopf gedrückt", sagte er am Sonntag bei einem virtuellen Treffen des Start-Up-Festivals "Bits & Pretzels".

Er könne sich vorstellen, dass zwischen dem 20. und 27. April "langsam die Büros, die Kitas, die Schulen wieder öffnen", sagte Thelen. "Mitte/Ende April können wir damit rechnen, dass es weitergeht."

Start-Ups seien agiler als grosse, etablierte Unternehmen und beispielsweise eher daran gewöhnt, von zu Hause aus zu arbeiten. "Kopf hoch, wir als Start-Ups haben wirklich die besten Voraussetzungen."

Anderen Branchen wie der Reise- und Eventbranche gehe es viel schlechter, betonte der 44-Jährige. Er glaube nicht, dass grosse Veranstaltungen mit mehr als 100 Besuchern in diesem Jahr noch stattfinden werden.

"Bits & Pretzels" lädt seit einigen Jahren während des Oktoberfestes nach München ein. Im vergangenen Jahr kamen mehrere tausend Besucher - vor allem, um Stargast Barack Obama zuzuhören.

Deutsche Post bereitet Einschränkungen wegen Corona-Pandemie vor

13:29 Uhr: Die Deutsche Post bereitet sich wegen der Corona-Pandemie auf "weitere Einschränkungen" ihrer Dienstleistungen vor. "Der Umgang mit solchen Einschränkungen ist uns in besonderen lokalen Quarantäne-Gebieten bereits vertraut", teilte die Deutsche Post am Sonntag mit.

Bisher gebe es keine wesentlichen Einschränkungen der Brief- und Paketversorgung in Deutschland. "Wir tun alles, um sowohl unsere Mitarbeiter wie auch unsere Kunden soweit es geht zu schützen und die Postversorgung wie gewohnt aufrecht zu erhalten", teilte das Unternehmen auf Anfrage mit und machte darüber hinaus keine weiteren Angaben.

Nach Informationen der "Welt am Sonntag" sieht eine Notfall-Planung vor, dass in extremen Situationen in "geschlossenen Gebieten" lediglich Einschreibebriefe und Sendungen an Behörden oder Gesundheitseinrichtungen zugestellt werden.

Ab einem Krankenstand bei der Post von 30 Prozent sollen demnach Briefe und Pakete nur noch an drei Tagen zugestellt werden. Ab einem Krankenstand von 80 Prozent sollen Zusteller nur noch einmal wöchentlich austragen. Zu diesen Details äusserte sich die Post nicht.

Spanien meldet neuen Höchststand an Corona-Toten an einem Tag

13:03 Uhr: Mit 838 Todesopfern durch das neuartige Coronavirus binnen 24 Stunden hat Spanien einen neuen traurigen Rekord gemeldet. Die Gesamtzahl der Corona-Opfer in dem Land stieg damit auf 6528, wie das Gesundheitsministerium in Madrid am Sonntag mitteilte.

Die Zahl der bestätigten Infektionen stieg innerhalb eines Tages um 9,1 Prozent auf 78.797 Fälle. Mit Ausnahme von Donnerstag war die Zahl der neu hinzugekommenen Corona-Opfer in Spanien in den vergangenen Tagen stetig gestiegen.

Deutschland nimmt weitere Covid-19-Patienten aus Frankreich und Italien auf

12:36 Uhr: Die Bundeswehr holt weitere Corona-Patienten aus dem Ausland zur Behandlung nach Deutschland. Ein Airbus startete am Sonntag von Wunstorf in Richtung Strassburg, um von dort zwei Patienten nach Stuttgart zu fliegen.

Die schwererkrankten Franzosen würden anschliessend im Bundeswehrkrankenhaus in Ulm versorgt, hiess es aus dem Verteidigungsministerium.

"Frankreich braucht jetzt unsere Hilfe. Und natürlich stehen wir unseren Freunden bei", sagte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU). Sie habe deshalb mit ihrer französischen Amtskollegin Florence Parly die Übernahme der Patienten vereinbart.

Wie ein Sprecher der Luftwaffe am Sonntag berichtete, ist demnächst noch ein Flug ins norditalienische Bergamo geplant.

Corona-Fälle auf deutschem Kreuzfahrtschiff - Rückholaktion gestartet

12:27 Uhr: Nach dem Coronaverdacht von 46 Menschen auf einem deutschen Kreuzfahrtschiff vor Australien, hat am Sonntag die Rückholaktion von Hunderten Passagieren begonnen.

Zuvor war bereits bei neun Menschen an Bord des Schiffes mit insgesamt 832 Passagieren eine Covid-19-Infektion bestätigt worden. Die Betroffenen werden in Krankenhäusern in Perth behandelt.

Auf dem Schiff sei ein "Krisenpunkt" erreicht worden, als zahlreiche Passagiere am Freitag über Corona-Symptome geklagt hätten. Das deutsche Kreuzfahrtschiff befindet sich seit Donnerstag in Freemantle südlich von Perth. Die meisten Passagiere sind Deutsche.

GroKo-Parteien in Coronakrise im Aufwind

11:36 Uhr: Die Parteien der grossen Koalition legen in der Coronakrise in der Wählergunst zu. Die CDU/CSU verbesserte sich im "Sonntagstrend" für die "Bild am Sonntag" um vier Prozentpunkte auf 32 Prozent. Die SPD legte um zwei Punkte auf 18 Prozent zu.

Die Grünen verloren dagegen laut der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar zwei Punkte und lagen mit 19 Prozent nur noch knapp vor der SPD.

Die AfD verschlechterte sich ebenfalls um zwei Punkte auf elf Prozent. Die Linke blieb bei neun Prozent. Die FDP büsste einen Punkt ein und lag mit sechs Prozent nur noch knapp über der Fünf-Prozent-Hürde.

Coronavirus breitet sich in Moskau rasant aus

11:15 Uhr: In der russischen Hauptstadt Moskau steigt die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen rasant. Mehr als 1.000 Menschen hätten sich bereits mit dem hochansteckenden Virus infiziert, teilte Bürgermeister Sergej Sobjanin am Sonntag mit.

"Die Situation im Zusammenhang mit der Ausbreitung hat ein neues Ausmass erreicht." Die meisten Corona-Fälle in Russland entfallen auf die Millionenmetropole Moskau. Landesweit wurden mehr als 1.500 Fälle bekannt.

In Moskau sei das Virus bislang bei sechs gestorbenen Menschen nachgewiesen worden, teilten die Behörden der Agentur Interfax zufolge mit. Unter den Infizierten seien auch 13 Kinder.

Um die Ausbreitung einzudämmen, sind seit Samstag Einkaufszentren, Restaurants, Bars und grössere Parks geschlossen. "Die meisten Moskauer hörten auch auf die Empfehlungen der Behörden und blieben zu Hause", meinte der Bürgermeister. Dennoch seien viele Leute unterwegs gewesen, ohne ausreichenden Abstand zu halten. Andere hätten sich draussen mit Freunden getroffen, so Sobjanin.

Auch etwa 20 Prozent der Moskauer im Alter von über 65 Jahren hätten entgegen der Auflagen ihre Wohnung verlassen. Sobjanin berief sich auf Handy-Daten. "Meine Lieben, Sie sind in Gefahr."

Joshua-Promoter: Ein Jahr Gratis-Tickets für NHS-Angestellte

10:52 Uhr: Der Promoter von Box-Star Anthony Joshua will sich mit kostenlosen Eintrittskarten bei den Angestellten des britischen Gesundheitsservices NHS für ihre Arbeit in der Coronakrise bedanken.

Wie Eddie Hearn per Twittervideo mitteilte, werde es für ein Jahr lang bei jedem Kampf 200 Tickets für NHS-Angestellte geben. "Es zählt für zwölf Monate von dem Zeitpunkt an, wenn wir wieder loslegen", sagte Hearn.

Der nächste Kampf von Weltmeister Joshua sollte am 20. Juni im Fussballstadion von Tottenham stattfinden. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie musste die Titelverteidigung gegen den Bulgaren Kubrat Pulew verlegt werden.

Etwa 600 Flüchtlinge in Ankerzentrum in Bayern unter Quarantäne

10:45 Uhr: Etwa 600 Bewohner des Ankerzentrums im bayerischen Geldersheim in Unterfranken sind nach vereinzelten Coronavirus-Infektionen unter Quarantäne gestellt worden.

Das teilte die Regierung von Unterfranken am Sonntag mit. Sieben der untergebrachten Flüchtlinge und ein externer Beschäftigter seien positiv auf das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden.

Die infizierten Bewohner sollten in einem gesonderten Gebäude unterkommen. Für die Einrichtung gelte ein Aufnahme- und Verlegungsstopp.

RKI-Chef: Müssen damit rechnen, dass die Kapazitäten nicht reichen

10:30 Uhr: Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, kann nicht ausschliessen, dass sich die Versorgungssituation in der Coronakrise auch in Deutschland zuspitzen könnte. Das machte er mit Blick auf die dramatische Situation in Ländern wie Italien deutlich.

"Wir können nicht ausschliessen, dass wir hierzulande ebenfalls mehr Patienten als Beatmungsplätze haben. Ob es so kommt, ist Spekulation", sagte Wieler im Interview der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

"Wir müssen jedenfalls damit rechnen, dass die Kapazitäten nicht ausreichen, ganz klar." In Italien war die Zahl der Toten im Zuge der Corona-Pandemie am Samstag auf mehr als 10.000 gestiegen.

Rund 70 Prozent der Erreger stammten ursprünglich aus dem Tierreich, erläuterte Wieler, der studierter Veterinärmediziner ist, zu einem möglichen Ursprung des neuartigen Coronavirus.

"Eine Ursache für neue Erreger ist, dass wir immer stärkeren Kontakt zu vormals exotischen Tieren haben. Wir dringen immer tiefer in den Urwald vor, die Biodiversität wird durch Monokulturen reduziert", sagte der RKI-Chef. Dadurch könnten sich bestimmte Erreger schneller verbreiten. "Heikel ist zudem das Ernährungsverhalten in einigen Kulturen, vor allem in Asien, wo die Menschen alle möglichen Tiere verzehren, auch solche, die kurz vor dem Essen noch leben, so dass beim Schlachten Blut übertragen wird."

Altmaier plant Fitnessprogramm für Wirtschaft nach Coronakrise

10:12 Uhr: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat über die derzeitigen Hilfsprogramme hinaus für die Zeit nach der Coronakrise Pläne für eine Wiederbelebung der Konjunktur.

"Wir brauchen ein umfassendes Fitnessprogramm für die deutsche Wirtschaft", sagte der CDU-Politiker in einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Die Rettungspakete allein werden nicht genügen." Das Konzept solle sich nicht auf klassische Konjunkturprogramme beschränken, sondern strukturell die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft verbessern.

So müssten Deutschland und Europa den Rückstand bei der Digitalisierung aufholen und dafür sorgen, dass Arbeitsplätze der Zukunft nicht nur in Amerika und Asien entstünden.

Zudem müssten Bereiche wie Arzneimittel und Biotechnologie auch hierzulande angesiedelt sein. Als strategisches Ziel nannte Altmaier, eine wettbewerbsfähige Stahl- und Automobilindustrie zu erhalten.

"Der klimafreundlichste Stahl muss weiter in Europa produziert werden, wir müssen beim autonomen Fahren und bei klimaneutralen Antriebstechnologien Spitzenreiter werden."

NBA- und NHL-Clubbesitzer Dolan mit Coronavirus infiziert

09:18 Uhr: Der Besitzer der New York Knicks (NBA) und der New York Rangers (NHL), James Dolan, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der Club der nordamerikanischen Basketball-Liga NBA am Sonntag via Twitter mit.

Der 64-Jährige habe sich in Selbstisolation begeben und zeige nur wenig bis gar keine Symptome. Dolan führe die Geschäfte von zu Hause aus weiter.

Lambrecht empört über Stopp von Mietzahlungen finanzstarker Firmen

08:15 Uhr: Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hat sich empört über den Stopp von Mietzahlungen für Ladengeschäfte grosser Firmen geäussert. "Wenn jetzt finanzstarke Unternehmen einfach ihre Mieten nicht mehr zahlen, ist dies unanständig und nicht akzeptabel", sagte sie am Samstag in Berlin. Die Corona-Hilfsgesetze böten dafür keine Grundlage. Es gelte weiterhin: "Mieter müssen selbstverständlich ihre Miete zahlen. Falls sie tatsächlich infolge der Krise in ernsthafte Zahlungsschwierigkeiten geraten, kann ihnen lediglich für einen begrenzten Zeitraum nicht gekündigt werden."

Gerichte könnten überprüfen, ob die Voraussetzungen hierfür vorliegen, fügte Lambrecht hinzu. Mieter seien gut beraten, mit ihren Vermietern nach einer einvernehmlichen Lösung zu suchen, wenn sie tatsächlich in Zahlungsschwierigkeiten seien.

Zuvor hatten bekannte Handelsunternehmen wegen der angeordneten Ladenschliessungen die Mietzahlungen für ihre Filialen in Deutschland eingestellt. Darunter sind Handelsketten wie Deichmann und H&M sowie Markenhersteller wie Adidas. Deichmann sprach von einer "präventiven Massnahme, um die wirtschaftliche Handlungsfähigkeit des Unternehmens zu erhalten".

Coronavirus: Südkorea meldet 105 Neuinfektionen

05:51 Uhr: Südkorea verzeichnet weiter einen starken Wechsel von an- und absteigenden Zahlen bei den täglich neu erfassten Infektionen mit dem Coronavirus. Am Samstag seien 105 Fälle hinzugekommen, teilten die Gesundheitsbehörden am Sonntag mit. Am Freitag hatte die Zahl bei 146 gelegen, nach 91 am Donnerstag. Bisher wurden in dem Land 9.583 Menschen positiv auf den Sars-CoV-2-Erreger getestet. Die Zahl der Todesfälle, die in Verbindung mit dem Virus gebracht werden, kletterte um acht auf 152.

Die Behörden hatten die Bevölkerung im Zuge ihrer "Kampagne der sozialen Distanz" aufgerufen, am Wochenende geschlossene Räume wie Kirchen, Fitnesszentren oder Nachtclubs zu meiden, in denen normalerweise zahlreiche Menschen zusammenkommen. In Südkorea gibt es keine landesweite Ausgangssperre wegen des Covid-19-Ausbruchs.

Den Anstieg vom Freitag führten die Behörden unter anderem auf eine neue lokale Häufung von Infektionsfällen in der am stärksten von dem Ausbruch betroffenen Millionenstadt Daegu im Südosten zurück. Dort hatten sich Dutzende von Patienten in einem Krankenhaus angesteckt.

Sorgen bereitet den Behörden seit Tagen auch die Zunahme "importierter" Infektionsfälle. Zahlreiche Südkoreaner kehren aus Angst vor einer Ansteckung in Ländern, die eine rasche Ausbreitung des Virus verzeichnen, zurück.

Im März hatte sich bei den Infektionsfällen in Südkorea seit dem Höhepunkt Ende Februar mit über 900 Infektionsfällen innerhalb eines Tages ein deutlicher Abwärtstrend eingestellt.

Ehefrau von Kanadas Premier Trudeau von Covid-19 erholt

05:35 Uhr: Die Frau des kanadischen Premierministers Justin Trudeau, Sophie Grégoire Trudeau, hat die Lungenkrankheit Covid-19 überwunden.

"Ich fühle mich so viel besser und habe die Entwarnung von meinem Arzt und dem Gesundheitsamt von Ottawa erhalten", schrieb sie am Samstag (Ortszeit) auf Facebook. Sie drängte ihre Landsleute, zu Hause zu bleiben, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu verhindern. Anstelle sich direkt zu treffen solle man die sozialen Netzwerke nutzen.

Sophie Grégoire Trudeau hatte vor gut zwei Wochen mitgeteilt, nach einer Reise nach London positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden zu sein. Sie hatte angekündigt, in Isolation zu bleiben.

Sie fühle sich aber gut und habe nur leichte Symptome. Justin Trudeau hatte daraufhin angekündigt, er werde sich auch isolieren und von zuhause aus arbeiten, obwohl er keine Symptome hatte.

Auf Facebook schrieb Sophie Grégoire Trudeau nun: "Ich glaube fest daran, dass Wissenschaft UND Mitgefühl uns durch diese Krise bringen werden." Das bedeute, dass man die Vorschriften befolgen und vorerst zu Hause bleiben müsse. "Das sind herausfordernde Zeiten. Ich weiss, es ist nicht einfach, allein zu sein - wir alle sind soziale Wesen - mich eingeschlossen!"

Medienforscher: starke Verbreitung von Fake News in Coronakrise

05:00 Uhr: Die Corona-Pandemie beschert Falschmeldungen in sozialen Medien im Internet eine starke Verbreitung. "Falschinformationen gibt es im Prinzip immer", sagte der Jenaer Medienpsychologe Tobias Rothmund der Deutschen Presse-Agentur.

Aber wenn Menschen verunsichert seien oder sich bedroht fühlten, würden sie besonders stark weiterverbreitet. Im Extremfall führten solche Fake News nicht nur zu mehr Angst und Panik, sondern schadeten der Gesundheit - etwa bei irreführenden Tipps zur Vorbeugung oder Behandlung einer Infektion, warnte der Social-Media-Forscher. Jeder sei gefordert, Informationen kritisch zu hinterfragen, bevor er sie an Bekannte weiterleite.

Dudenhöffer erwartet drastischen Stellenabbau in Autoindustrie

04:15 Uhr: In der deutschen Autoindustrie droht aus Sicht von Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer der Verlust von mehr als 100.000 Arbeitsplätzen durch die Coronakrise.

Die Nachfrage dürfte dieses Jahr um 15 Prozent einbrechen, und nach den Erfahrungen aus der Finanzmarktkrise werde der Aufholprozess mehr als zehn Jahre dauern, schreibt der Professor in einer Studie, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

In den deutschen Werken gebe es über Nacht Überkapazitäten von 1,3 bis 1,7 Millionen Fahrzeugen. Kurzarbeitergeld überbrücke nur kurze Zeiten. Kein Unternehmen könne ungenutzte Produktionskapazität jahrelang vorhalten.

Deshalb seien 100.000 der heute 830.000 Arbeitsplätze bei Autobauern und Zulieferern in Deutschland gefährdet - "unter optimistischen Annahmen", schrieb Dudenhöffer.

Die Autoproduktion in Deutschland war vergangenes Jahr von 5,1 auf 4,7 Millionen Fahrzeuge gesunken. Der Wirtschaftsforscher rechnet dieses Jahr mit einem Verkaufsrückgang von 15 Prozent in Deutschland, 20 Prozent in China, 25 Prozent in Frankreich und den USA und 30 Prozent in Italien.

Damit dürfte die Produktion in Deutschland "bei optimistischer Prognose auf 3,8 Millionen Fahrzeuge schrumpfen. Unter einem pessimistischen Szenario erwarten wir lediglich 3,4 Millionen Fahrzeuge."

"Der Grund sind nicht Probleme in den Lieferketten, sondern ganz klar die fehlende Nachfrage", betonte Dudenhöffer: Die Autoindustrie habe "ein gravierendes, längerfristiges Nachfrageproblem." Das Wirtschaftswachstum nach dem Schulden-Crash 2009 lasse erwarten, dass die USA mindestens 10 Jahre bräuchten, um Anschluss an das Jahr 2019 zu finden.

Auch in Europa spreche wenig für einen Wachstums-Boom nach der Coronakrise: "In der Vergangenheit galt bei den grossen Krisen in Europa das Gegenteil." Um die Nachfrage zu beleben, schlug Dudenhöffer das Aussetzen der Mehrwertsteuer oder eine negative Mehrwertsteuer vor.

Sigmar Gabriel wirft EU Versagen in Coronakrise vor

01:59 Uhr Ex-Aussenminister Sigmar Gabriel hat der Europäischen Union Versagen bei der Bewältigung der Coronakrise vorgeworfen. "Offensichtlich haben wir eine Schönwetter-EU, denn in der grössten Bewährungsprobe seit ihrer Gründung versagt sie bisher vollständig", sagte der Ex-SPD-Chef im ZDF-Politmagazin "Berlin direkt". "Das Schlimmste war sicher am Anfang, dass selbst wir Deutschen nicht bereit waren, dorthin, wo die Menschen schon reihenweise umfielen und starben, nämlich nach Norditalien, Hilfsmittel zu liefern."

Gabriel stellte die Frage, ob es so dramatisch gewesen wäre, wenn Deutschland statt 156 Milliarden Euro an neuen Schulden 166 Milliarden aufgenommen hätte - und dann 10 Milliarden den Italienern und Spaniern als Ersthilfe zur Verfügung gestellt hätte. "Die beiden Länder hätten es uns vermutlich 100 Jahre gedankt, wenn wir das gemacht hätten. So werden sie sich daran erinnern, dass nicht ihre Nachbarvölker ihnen helfen - sondern die Chinesen." Jetzt sei es so, dass Deutschland den Eindruck vermittele, genauso zu handeln wie Amerika - "und zwar nicht nur wir in Deutschland, sondern jedes europäische Land, nämlich: My nation first! Wir denken an uns, nicht an den Nachbarn."

Gabriel warf auch den USA vor, Chancen verpasst zu haben. "Man stelle sich mal vor, wir hätten einen amerikanischen Präsidenten, der eine Rede halten würde und sagt: Die gesamte Stärke Amerikas packen wir jetzt in die Fertigung von Medizinprodukten, von Beatmungsgeräten, von Hilfsmaterialien - und zwar für unsere eigene Bevölkerung, aber auch für alle, die Hilfe brauchen. Was das für ein Signal der alten grossen westlichen Führungsmacht Amerika gewesen wäre!" Stattdessen erlebe man heute, wie sich die beiden grossen Länder USA und China mit Verschwörungstheorien eindeckten.

Sicherheitsexperten warnen vor Gefahren durch Corona-Pandemie

01:30 Uhr: Einer der wohl prominentesten europäischen Geheimdienstler, der frühere Agent des deutschen Geheimdiensts BND, Gerhard Conrad, warnt vor einer Bedrohung der Sicherheit durch die Covid-19-Pandemie. Vor allem in besonders schwer betroffenen Ländern könne es zu einer Schwächung der Sicherheitsstrukturen und damit zu einem Wiedererstarken terroristischer Netzwerke kommen, sagte Conrad der "Welt am Sonntag".

Deshalb müsse gerade in einer solchen Lage sowohl in Deutschland als auch international der Druck auf terroristische Strukturen aufrechterhalten werden, forderte Conrad, der sich als Vermittler in Gefangenenaustauschen und Nahost-Experte einen Namen gemacht hat. "Darüber hinaus verdienen jedoch in den kommenden Monaten die direkten und indirekten Auswirkungen der Pandemie auf die Stabilität der betroffenen Staaten weltweit ein besonders Mass an Aufmerksamkeit."

Der frühere Staatsminister und Geheimdienstkoordinator der Regierung von Bundeskanzler Helmut Kohl, Bernd Schmidbauer, sagte der Zeitung: "Ich werde in den nächsten Tagen Angela Merkel anschreiben und sie auffordern, die Aktivitäten der Sicherheitsbehörden hochzufahren." Die Kanzlerin müsse dafür sorgen, dass das Auftragsprofil für den BND in der Coronakrise angepasst werde.

Alle im Zusammenhang mit der Pandemie stehenden Informationen seien derzeit für Deutschland extrem wichtig. "Vor allem die Gefahr durch Extremisten und Terroristen, die eine solche Lage für ihre Zwecke ausnutzen wollen, ist gross", sagte Schmidbauer. Er denke etwa an Netzwerke in den Maghreb-Staaten und im Nahen Osten. Zudem könne die Virus-Krise zu einer starken Zunahme der Flüchtlingszahlen Richtung Europa führen.

SPD-Chef warnt vor Schüren falscher Erwartungen in Coronakrise

Alle Meldungen vom Samstag, 28. März

Spanien verschärft Ausgangsbeschränkungen

19:42 Uhr: Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat im Kampf gegen das Coronavirus eine weitere Verschärfung der bereits seit zwei Wochen geltenden Ausgangsbeschränkungen angekündigt. Ab Montag sollen aller Arbeitnehmer, die keine unbedingt notwendigen Arbeiten verrichten, zwei Wochen lang zu Hause bleiben, erklärte der Regierungschef am Samstagabend in einer Fernsehansprache. Welche Sektoren genau gemeint sind, sagte er nicht. Das Gehalt werde den Betroffenen in dieser Zeit weiter gezahlt, die nicht geleisteten Arbeitsstunden könnten sie später schrittweise nachholen.

Seit dem Inkrafttreten des Alarmzustandes am 15. März durften Angestellte und Selbstständige trotz Ausgangsbeschränkungen weiter in ihre Büros gehen. Jedoch war die Bevölkerung aufgefordert, so viel wie möglich von Zuhause aus zu arbeiten. Jetzt schickt Sánchez die meisten Arbeitnehmer komplett in eine Art "Zwangsurlaub". Die Bevölkerung darf bereits seit zwei Wochen nur noch in Ausnahmefällen aus dem Haus, so etwa zum Einkaufen und nur alleine. Spazieren gehen oder Sport im Freien sind in Spanien derzeit nicht erlaubt.

Mehr als 10.000 Tote in Italien

18:20 Uhr: In Italien sind seit Beginn der Pandemie mehr als 10.000 Corona-Patienten gestorben. Der Zivilschutz meldete am Samstag 889 neue Todesfälle. Damit stieg deren Gesamtzahl auf 10.023. Das ist die höchste Zahl weltweit.

Die Gesamtzahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Italien erhöhte sich am Samstag um fast 6000 auf 92.472. Die Zahl der geheilten Menschen stieg auf 12.384. Das sind 1434 mehr als am Freitag.

Für Grossbritannien sieht die Prognose ähnlich bitter aus: Das Land könne froh sein, wenn die Zahl der Todesfälle unter 20.000 bleibe, sagte der medizinische Direktor des Nationalen Gesundheitsdiensts NHS, Stephen Powis, bei einer Pressekonferenz am Samstag. Dafür müssten sich aber alle an die Regeln zur sozialen Distanzierung halten, so Powis. Die Kapazitäten der Krankenhäuser in dem stark von der Epidemie betroffenen London seien noch nicht erschöpft.

Ägypten droht mit Strafen bei "Falschnachrichten"

18:18 Uhr: Die Regierung in Ägypten hat allen mit hohen Strafen gedroht, die in sozialen Netzwerken "Falschnachrichten und Gerüchte" über die Ausbreitung des Coronavirus verbreiten. Verboten seien falsche Angaben zum Virus, die die öffentliche Ordnung stören oder in der Bevölkerung Panik auslösen könnten, teilte die Staatsanwaltschaft am Samstag mit. Es drohten Geldstrafen in Höhe von umgerechnet etwa 1.140 Euro und bis zu einem Jahr Gefängnis. Bis zu fünf Jahre Haft drohten, wenn das Ansehen Ägyptens geschädigt oder das Vertrauen in dessen öffentliche Finanzen geschwächt würde.

Trump: Erwägen, New York "unter Quarantäne zu stellen"

18:00 Uhr: Die US-Regierung erwägt nach Aussage von Präsident Donald Trump in der Coronaviruskrise, New York und andere besonders betroffene Landesteile abzuschotten. "Einige Leute würden New York gerne unter Quarantäne gestellt sehen, weil es ein Hotspot ist", sagte Trump am Samstag ausserhalb des Weissen Hauses zu Reportern.

Er spezifizierte, dass es bei den Überlegungen um Reisebeschränkungen für Bewohner von Regionen gehe, in denen sich besonders viele Menschen mit dem Coronavirus infiziert haben.

Neben New York werde auch über New Jersey und gewisse Teile von Conneticut nachgedacht, sagte Trump. Viele New Yorker würden derzeit nach Florida reisen. "Das wollen wir nicht", sagte Trump. Mit Blick auf mögliche Einschränkungen der Bewegungsfreiheit sagte Trump: "Ich würde es lieber nicht tun, aber vielleicht brauchen wir es."

Italien verschärft wegen Coronavirus Einreisebestimmungen

17:34 Uhr: Italien hat wegen der Corona-Pandemie die Einreisebestimmungen verschärft. Nach einer am Samstag vom Verkehrsministerium veröffentlichten Mitteilung muss jeder, der auf dem Luft-, See- oder Landweg einreist, unter anderem ganz genau den Grund seiner Reise, seinen Aufenthaltsort in Italien und seine Telefonnummer angeben. Die Reisenden müssen ausserdem mitteilen, wie sie ihren Zielort in Italien erreichen werden.

Auch Personen, die keine Symptome für eine mögliche COVID-19-Erkrankung zeigen, müssen sich demnach bei den örtlichen Gesundheitsbehörden melden und in eine 14-tägige Selbstisolation begeben.

Flug- und Schifffahrtsgesellschaften werden verpflichtet, bei ihren Passagieren schon beim Einchecken die Körpertemperatur zu messen und Personen ab 37,5 Grad nicht an Bord zu lassen.

FDP: Gegen Corona immune Menschen per App ausweisen

17:12 Uhr: Die FDP im Bundestag hat vorgeschlagen, eine App zum freiwilligen Ausweisen von Menschen einzusetzen, die gegen das Coronavirus immunisiert sind. Intelligente Apps und Mobilfunkdaten könnten helfen, die Ausbreitung des Virus einzudämmen, sagte Fraktionsvize Frank Sitta dem "Handelsblatt".

"Wesentlich wird dabei schon bald die Erfassung von bereits immunen Personen sein." Er hoffe, dass es nur noch eine Frage von Wochen sei, bis Antikörper-Tests massenhaft verfügbar sein werden. "Nachweislich immunisierte Personen könnten sich dann zum Beispiel auf ihrem Handy ausweisen, womit ihnen auch die Bewegungsfreiheit in sensibleren Gebieten gewährt werden könnte", sagte Sitta.

Trotz Frühlingswetters: Corona-Verbote werden überwiegend befolgt

16:54 Uhr: Schönstes Frühlingswetter von der Ostsee bis zu den Alpen hat am Samstag nach draussen gelockt - doch wegen der verhängten Restriktionen in der Corona-Krise verzichteten viele Menschen auf ausgiebige Ausflüge.

Die Polizei musste bei Kontrollen nur vereinzelt einschreiten. Das geht aus Polizeiberichten aus den Bundesländern hervor. Ein Schwerpunkt der Kontrollen waren Grünanlagen.

In Berlin allerdings musste der beliebte Boxhagener Platz in Friedrichshain gesperrt werden. Dort hatten sich nach Angaben eines Polizeisprechers rund 150 Personen aufgehalten. Lautsprecherdurchsagen mit der Aufforderung, den Platz zu verlassen, hätten nicht den gewünschten Erfolg gebracht.

Leergefegte Innenstädte, nur wenige Ausflügler auf Bergen und an Seen - so sah es etwa in Bayern aus. Vom Süden des Landes, wo sich zum Beispiel an Schliersee oder Tegernsee sonst Tausende Ausflügler tummeln, berichteten dpa-Korrespondenten von leeren Parkplätzen und nur wenigen Spaziergängern.

Die Dresdner Polizei stellte bis Samstagmittag keine Verstösse gegen die wegen der Corona-Pandemie geltende Allgemeinverfügung fest. Aber: Am Dresdner Elbufer wurde die Vorbereitung für ein Grillvergnügen gestoppt. "Wir haben an die Vernunft appelliert und sind auf Verständnis gestossen", berichtete der Polizeisprecher in der Landeshauptstadt.

Wetterbeobachter René Sosna berichtete vom Brocken. "Nur ein paar Wanderer sind oben, etwa zwei Dutzend." Bei solchem Wetter wie am Samstag wäre der Brocken normalerweise Ausflugsziel vieler Menschen aus der Region gewesen.

Grundsätzlich gilt in den meisten Bundesländern, dass man nur allein oder zu zweit unterwegs sein darf. Ausnahmen gelten für Familien und Bewohner einer gemeinsamen Wohnung.

Bei Aufenthalten ausserhalb der eigenen Wohnung ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen einzuhalten.

Airbus bringt Millionen Schutzmasken aus China - auch für Deutschland

16:14 Uhr: Für den Kampf gegen die Corona-Pandemie ist am Samstag ein Flugzeug mit rund vier Millionen Schutzmasken im spanischen Getafe in der Nähe von Madrid gelandet.

Das Material soll in Spanien, Deutschland, Frankreich und Grossbritannien verteilt werden, wie der Luftfahrtkonzern Airbus mitteilte. Die Maschine des Typs A330-200 sei am Donnerstag in Spanien gestartet, am Freitag in Tianjin im Nordosten Chinas gelandet und mit den Masken beladen umgehend nach Spanien zurückgekehrt.

Bereits in den vergangenen Tagen habe das Unternehmen Flüge zwischen Europa und China organisiert, um zahlreiche europäische Krankenhäuser mit Masken auszurüsten, hiess es.

Coronavirus: Zahl der Toten in Grossbritannien steigt auf über 1000

15:51 Uhr: Die Zahl der Toten durch die Lungenkrankheit Covid-19 ist in Grossbritannien am Samstag auf 1019 gestiegen. Wie das Gesundheitsministerium in London mitteilte, starben seit Freitag 260 Menschen an den Folgen einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus. Die Zahl der bestätigten Infektionen stieg auf rund 17.000.

Grossbritannien hatte lange damit gezögert, harte Massnahmen gegen die Ausbreitung des Virus einzuführen. Am Freitag war bekannt geworden, dass sich auch Premierminister Boris Johnson und Gesundheitsminister Matt Hancock inzwischen mit dem Erreger angesteckt haben. Auch Thronfolger Prinz Charles hatte sich mit Sars-CoV-2 infiziert.

Corona-Verdacht auf Kreuzfahrtschiff - Rückholaktion soll starten

15:20 Uhr: Nach dem Coronaverdacht von 46 Menschen auf einem deutschen Kreuzfahrtschiff vor Australien, soll eine Rückholaktion der nicht-infizierten Passagiere starten.

Der Aktion stehe nach Angaben der Behörden nichts im Wege, sagte der Geschäftsführer des Bonner Reiseveranstalters Phoenix, Benjamin Krumpen, der Deutschen Presse-Agentur am Samstag: "Personen, die positiv getestet sind, bekommen einen 14-tägigen Aufenthalt in einem Krankenhaus in Australien."
Alle anderen der 832 Passagiere könnten mit eigens dafür gecharterten Maschinen am Nachmittag des nächsten Tages lokaler Zeit nach Hause.

Die Gesundheitsbehörden seien jetzt noch einmal an Bord der "MS Artania" gewesen und hätten weitere Proben genommen. Das Ergebnis sei nicht vor morgen zu erwarten, sagte Krumpen.

Alle Gäste seien in ihren Kabinen und würden dann am nächsten Tag mit einem Transfer zum Flughafen gebracht. "Es ist sicher, dass die dann hier 14 Tage in häusliche Quarantäne kommen", sagte Krumpen.

An Bord des vor Australien ankernden deutschen Kreuzfahrtschiffs besteht bei mindestens 46 Menschen Verdacht auf das Coronavirus. Es handele sich um 30 Passagiere und 16 Crewmitglieder, sagte der Regierungschef des Bundesstaats von Westaustralien, Mark McGowan, am Samstag vor Journalisten in Perth und sprach von einer "dringenden Situation".

Auf Bali gestrandete europäische Touristen werden ausgeflogen

15:11 Uhr: Hunderte wegen der Corona-Pandemie auf Bali gestrandete Touristen aus Europa sind am Samstag aus dem Urlaubsparadies ausgeflogen worden.

"Ich bin froh, nach Hause zu kommen", sagte Marco Zeltner, einer von schätzungsweise mehreren tausend deutschen Touristen, die auf der indonesischen Urlaubsinsel festsitzen.

Zwei Flüge seien zuvor gestrichen worden, weshalb er seit zwei Wochen warte. "Aber es ist okay, Bali ist schön, also hätte es schlimmer kommen können."

Deutschland charterte seit Freitag sechs Flüge von Denpasar nach Frankfurt am Main. Die britischen Behörden buchten Sitze auf zwei Linienmaschinen nach London, und auch Frankreich organisierte Flüge für hunderte Staatsbürger nach Paris.

Nach Angaben der französischen Botschaft sassen zeitweise rund 2.000 französische Touristen in Indonesien fest. In Indonesien gibt es bislang 1.155 bestätigte Corona-Infektionen, 102 Menschen starben. Damit weist das Land die höchste Totenzahl in Südostasien auf.

Angst vor Corona-Pandemie: Einkaufszentren und Parks in Moskau zu

14:54 Uhr: Russland verschärft seine Anstrengungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Seit Samstag sind in Moskau alle Einkaufszentren, Restaurants und grösseren Parks für mindestens eine Woche geschlossen.

So etwas gab es seit Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr. In Bussen, U-Bahnen und auf den Strassen waren weniger Menschen in der grössten Stadt Europas unterwegs als sonst. Dennoch zog es bei frühlingshaftem Wetter viele Menschen an die frische Luft.

Die Vertreterin der Weltgesundheitsorganisation in Russland, Melita Vujnovic, beklagte der Staatsagentur Tass zufolge, dass viele Menschen nicht wenigstens zwei Meter Abstand voneinander nehmen: "Ich bin gerade durch Moskau gefahren, und der Anblick schmerzt."

In Russland gibt es noch vergleichsweise wenige Corona-Fälle, doch deren Zahl steigt rasant: Am Samstag wurden mehr als 1.264 Infizierte offiziell registriert. Gegen die Ausbreitung des Virus desinfizierten Spezialisten am Samstag viele Gehwege und Strassen.

Im Kampf gegen die hochansteckende Krankheit werden die Russen von Montag an in einen siebentägigen Zwangsurlaub geschickt. Ausserdem gibt es keine Flüge und Zugverbindungen mehr ins Ausland. Am Samstag wurden deshalb rund 600 in der Ukraine gestrandete Russen mit einem Sonderzug nach Moskau gebracht. Die Staatsagentur Ria Nowosti meldete unter Berufung auf Quellen, es werde nun erwogen, auch alle Flüge und Züge im grössten Land er Erde vorübergehend zu stoppen.

Berichte: Fussballprofi flüchtet vor Corona von Spanien nach Dänemark

13:58 Uhr: Der dänische Fussballprofi Pione Sisto ist Medienberichten zufolge ohne Erlaubnis seines Clubs Celta Vigo vor der Corona-Krise aus Spanien in sein Heimatland geflohen. Er muss nun mit einer Strafe seines Vereins rechnen, wie die dänische Nachrichtenagentur Ritzau unter Berufung auf spanische Medien berichtete. Eine offizielle Bestätigung von Celta Vigo gab es dazu am Samstag nicht.

Nach Angaben der spanischen Sportzeitung "AS" machte sich der 25 Jahre alte Offensivspieler per Auto aus der Stadt Vigo ins fast 3.000 Kilometer entfernte Kopenhagen auf, nachdem er in Spanien 14 Tage in Quarantäne gesessen hatte. Den Erstligaclub soll er erst darüber in Kenntnis gesetzt haben, als er bereits auf dem Weg war. Für Dänemark hat Sisto bereits mehrere Länderspiele bestritten, zum aktuellen Kader der dänischen Nationalmannschaft zählt er jedoch nicht.

Spanien ist neben Italien das am stärksten vom Coronavirus betroffene Land Europas. Dänemark hat seine Grenzen für Ausländer vor mehr als zwei Wochen geschlossen, um die Ausbreitung des Virus abzubremsen. Dänen wurden zugleich von der Regierung gebeten, in ihre Heimat zurückzukehren.

Universität: Mehr als 600.000 nachgewiesene Coronavirus-Infektionen

13:30 Uhr: Mehr als 600.000 Menschen haben sich weltweit nachweislich mit dem neuen Coronavirus infiziert. Kurz nach Samstagmittag bezifferte die renommierte Johns-Hopkins-Universität die Zahl der nachweislich Infizierten mit 614.884. Demnach starben mehr als 28.600 in Folge oder an der Lungenkrankheit Covid-19, die das Virus auslösen kann.

Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus. Es gebe in kaum einem Land genügend Tests, um die Menschen flächendeckend zu untersuchen. Allein in den USA sind mehr als 104.830 Infektionen nachgewiesen worden, in Italien mehr als 86.490 und in China mehr als 81.990.

Berlin nimmt Corona-Patienten aus Frankreich auf

12:51 Uhr: Berlin nimmt sechs schwerkranke Corona-Patienten aus Frankreich auf. Sie sollen an diesem Samstag in die Charité kommen, teilte eine Sprecherin mit. Die Infizierten werden den Angaben zufolge per Flugzeug von der Uniklinik Strassburg nach Berlin gebracht, um im Krankenhaus intensivmedizinisch behandelt zu werden.

Auch aus Italien werde aktuell ein Transport vorbereitet. Die Charité hat angeboten, in ausgewählten Einzelfällen zu helfen und schwererkrankte Corona-Patienten aus anderen Ländern aufnehmen zu können.

Berlins Bürgermeister Michael Müller (SPD) sagte dazu: "Solidarität hört nicht an der Stadtgrenze auf. Wir haben die Kapazitäten und können und wollen in Einzelfällen auch helfen und Unterstützung anbieten." In dieser akuten Krisensituation sei das selbstverständlich.

Über 800 Corona-Tote binnen 24 Stunden in Spanien

12:23 Uhr: Im besonders schwer vom Coronavirus betroffenen Spanien sind innerhalb von 24 Stunden 832 neue Todesopfer verzeichnet worden. Das ist der höchste Anstieg, der in dem Land bislang registriert wurde, wie die Gesundheitsbehörden in ihrer täglichen Bilanz mitteilten.

Insgesamt kletterte die Zahl der Opfer seit Freitag auf knapp 5700. Auch die Zahl der Infizierten stieg weiter an und lag am Samstagmittag bei rund 72.000 - etwa 8000 mehr als am Vortag. Jedoch hält sich damit der prozentuale Anstieg seit Tagen relativ niedrig.

Fast 50.000 Corona-Nachweise in Deutschland - mehr als 316 Tote

11:48 Uhr: In Deutschland sind bis Samstagvormittag mehr als 48.800 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit mehr als 12.000 nachgewiesenen Fällen und 88 Toten sowie Bayern mit mindestens 10.180 Fällen und 60 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 9.729 Fällen und 101 Toten. Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit einem Wert von 95,5 die meisten Infektionen.

Mehr als 316 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Zwei weitere Deutsche starben nach Auskunft des Robert Koch-Instituts während einer Reise in Ägypten.

Corona-Krise: Auch Spanien ruft Militär zum Transport der Leichen

11:33 Uhr: Nach Italien wird auch im schwer von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Spanien das Militär beim Transport der Leichen helfen. Dies teilte das Gesundheitsministerium am Samstag im Amtsblatt mit.

Die Streitkräfte würden wegen der grossen Zahl der Toten und des Fehlens verfügbarer Bestattungsinstitute während der Dauer des Alarmzustandes eingesetzt, hiess es. Wegen der vielen Todesopfer war zuletzt bereits die Eishalle in Madrid zum Leichenhaus umfunktioniert worden.

Die Regierung hat den Alarmzustand und die strenge Ausgangssperre um weitere zwei Wochen bis zum 11. April verlängert. Spanien ist nach Italien das am schwersten von der Krise betroffene Land Europas.

Merkel bittet die Bürger um Geduld in der Corona-Krise

11:02 Uhr: Mit einer persönlichen Nachricht hat Bundeskanzlerin Angela Merkel sich aus der häuslichen Quarantäne gemeldet und die Menschen in Deutschland um Geduld in der Corona-Krise gebeten.

Der Mensch sei "nun mal auf Kontakt und Nähe eingestellt, und darauf freue ich mich dann auch wieder", sagte die CDU-Politikerin, die nach Kontakt zu einem infizierten Arzt derzeit zu Hause bleibt, in ihrem am Samstag veröffentlichten Wochenend-Podcast.

"Niemand kann heute mit gutem Gewissen sagen, er wisse, wie lange diese schwere Zeit anhält", sagte Merkel. "Ich muss Sie bitten, seien Sie geduldig." Noch gäben die Neuinfektionen keinen Grund, die Regeln zu lockern.

EU-Kommission bereitet Exit-Strategie zu Corona-Kontaktsperren vor

10:52 Uhr: Die Europäische Kommission arbeitet an einer gemeinsamen Exit-Strategie aller EU-Staaten zur schrittweisen Aufhebung der Ausgangsbeschränkungen in der Corona-Krise. Mit Experten prüfe sie, "wann wir nach und nach die Massnahmen der "sozialen Distanz" wieder lockern könnten", sagte Kommissionschefin Ursula von der Leyen der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel.

"Das Entscheidende ist: Das darf nicht zu früh passieren, weil sonst das Risiko ist, dass das Virus wieder aufflackert", sagte von der Leyen. "Andererseits muss es so schnell wie möglich gehen, damit unsere Wirtschaft nicht unnötig weiter leidet. Wir vertrauen auf den Rat von Medizinern, aber auch von Wirtschaftsfachleuten, die sich mit Lieferketten auskennen."

Einen Zeitrahmen könne heute aber niemand präzise vorhersagen. Das müsse man von Woche zu Woche neu prüfen. Noch sei man in der Feuerlösch-Phase, dann komme eine Wiederaufbauphase. "Erst danach werden wir wieder in der Normalität sein, sagte die Kommissionschefin. "Diese Krise hinterlässt tiefe Spuren und wird uns lange beschäftigen."

Italiens Präsident: "Auch ich gehe nicht mehr zum Friseur"

10:03 Uhr: Italiens Präsident Sergio Mattarella hat sich in einer ungewollt komischen Situation die Sympathie seiner Landsleute zugezogen: Als sich der in Italien äusserst respektierte Staatschef am Freitag für eine Ansprache im Fernsehen vorbereitete, hüstelte und räusperte, ertönte die Stimme seines Beraters Giovanni Grasso aus dem Off, der ihn aufforderte, eine rebellische Haarsträhne zu glätten.

Der 78-jährige Präsident kam der Aufforderung zunächst ohne grosse Überzeugung nach und erklärte dann: "Eh Giovanni, auch ich gehe nicht mehr zum Friseur."

Sörgel für Corona-Tests bei Stadionbesuchern

09:54 Uhr: In der Debatte über verstärkte Corona-Tests in der deutschen Bevölkerung fordert der Nürnberger Pharmakologe Fritz Sörgel eine gezielte Untersuchung auch von Fussball-Fans. Zur genaueren Feststellung der Virus-Ausbreitung in Deutschland plädierte der Wissenschaftler in der Bild-Zeitung für Tests bei Stadionbesuchern am bislang letzten Bundesliga-Spieltag vor drei Wochen.

"Die Lage ist sehr, sehr ernst, und uns läuft immer mehr die Zeit davon. Die Klubs haben massenhaft Daten ihrer Anhänger. Sie könnten die Fans per Email anschreiben und zu einem Anti-Körper-Test aufrufen", erläuterte Sörgel seinen Plan.

Die Feststellung von gebildeten Immunitäten nach einer unwissentlichen Infizierung soll Rückschlüsse auf den Verbreitungsgrad des Virus ermöglichen. Der Vergleich von Stichproben bei 500 bis 1.000 Fans pro Verein mit den Daten der Gesamtbevölkerung könnte demnach Erkenntnisse über die Dunkelziffer bei der Zahl der Infektionen liefern.

Laut Sörgel drängt die Zeit. "Man muss jetzt anfangen. Es ist unsere letzte Chance für solch einen Massentest von Besuchern von Grossveranstaltungen", sagte der 69-Jährige.

Kanzleramtschef: Keine Lockerung der Massnahmen bis 20. April

08:53 Uhr: Kanzleramtschef Helge Braun hat klargestellt, dass es in der Corona-Pandemie vor dem 20. April keine Lockerungen der bestehenden Einschränkungen geben werde. "Wir reden jetzt bis zum 20. April nicht über irgendwelche Erleichterungen", sagte der CDU-Politiker dem "Tagesspiegel". "Bis dahin bleiben alle Massnahmen bestehen."

Ältere Menschen müssten noch deutlich länger als Jüngere mit Kontakteinschränkungen rechnen. "Eines ist allen Modellen gemein, egal, wie wir uns entscheiden: dass die älteren und vorerkrankten Menschen in unserer Gesellschaft wirksam vor einer Infektion geschützt werden müssen, bis es einen Impfstoff gibt", so Braun.

Auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hält es für zu früh, um über eine Lockerung der Massnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu sprechen. Das hatte sie am Donnerstag klargemacht. Wie Merkel sieht auch Braun als Messlatte für eine Trendwende und als Entscheidungsgrundlage für eine Lockerung der Einschränkungen die Entwicklung der Infektionsgeschwindigkeit. "Wenn wir es schaffen, die Infektionsgeschwindigkeit so zu verlangsamen, dass wir zehn, zwölf oder noch mehr Tage haben bis zu einer Verdopplung, dann wissen wir, dass wir auf dem richtigen Weg sind." Zuletzt verdoppelten sich die Fallzahlen in etwa alle drei Tage. "Unmittelbar nach Ostern werden wir sagen können, wie es generell nach dem 20. April weitergeht."

Er habe den Eindruck, dass sich die Bevölkerung vorbildlich an die Regeln halte. "Und deshalb bin ich überzeugt, dass wir in einigen Tagen ihren Erfolg sehen werden", betonte Braun.

Braun will sich nach eigenen Angaben an einem wie in Südkorea praktizierten Mix aus Massnahmen orientieren. "Die haben zum einen genau solche Kontaktbeschränkungen gemacht, wie wir das jetzt in Deutschland praktizieren. Sie haben darüber hinaus ein digitales Tracking verwendet, über das man quasi vollautomatisiert erfährt, falls man Kontakt zu Infizierten hatte." Daneben habe das Land einen sehr breiten Ansatz beim Testen.

Mit Blick auf das bessere Ausfindigmachen von Kontaktpersonen, zum Beispiel über eine spezielle Daten-App, betonte Braun, dass es sich mit dem Datenschutz vereinbaren lassen müsse. "Bei uns sähe sowas sicherlich ganz anders aus, als die Kontaktnachverfolgungs-App in China."

Politologe: Corona verändert politische Kommunikation

08:00 Uhr: Um mit den Bürgern in der Corona-Krise in Kontakt zu bleiben, nutzen einige Politiker verstärkt digitale Kanäle. Der Politikwissenschaftler Marcel Solar glaubt, dass die aktuelle Situation die Experimentierfreudigkeit erhöht: "Die Situation jetzt zwingt die Leute, andere Wege zu gehen – und das gilt eben auch für die politische Kommunikation."

Solars Ansicht nach könnte die Krise die Modernisierung der politischen Kommunikation beschleunigen: "Auch wenn vorher viele schon präsent waren in den sozialen Medien, glaube ich schon, dass das jetzt dem Ganzen nochmal einen Schub gibt", erklärt der Wissenschaftler, der an der Uni Düsseldorf die Stabsstelle Bürgeruniversität leitet.

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) etwa ist seit kurzem auf der Kurzvideo-Plattform TikTok unterwegs, die vor allem bei jungen Menschen beliebt ist. Auch das Bundesgesundheitsministerium informiert nun dort. Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) beantwortete vor wenigen Tagen Fragen von Nutzern der Social-Media-App Jodel.

Luftwaffe fliegt an Covid-19 erkrankte Italiener nach Deutschland

06:48 Uhr: Wegen der dramatischen Notlage norditalienischer Krankenhäuser in der Coronavirus-Krise fliegt die Luftwaffe Patienten nach Deutschland aus.

Der Airbus A310 MedEvac, die fliegende Intensivstation der Bundeswehr, sollte am Samstag sechs schwer erkrankte Italiener in Intensivbehandlung von Bergamo nach Köln bringen. Die Maschine sei am Morgen in Köln gestartet, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.

"In Zeiten grösster Not ist es selbstverständlich, dass wir unseren Freunden zur Seite stehen", sagte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) zu dem Einsatz. "Deshalb holen wir mit unserer fliegenden Intensivstation der Luftwaffe jetzt Schwerstkranke aus Italien zur Behandlung nach Deutschland. Das ist ein wichtiges Zeichen der Solidarität. Europa muss zusammenhalten."

Das Flugzeug sollte am späten Mittag zurück in Köln sein. Die Patienten sollten zur Behandlung in zivile Krankenhäuser gebracht werden. Nach dpa-Informationen sollen jeweils zwei Erkrankte im Katholischen Klinikum Bochum sowie in den Uni-Kliniken Köln und Bonn weiterbehandelt werden.

Die Luftwaffe bezeichnet den MedEcav-Airbus als "wichtiges Glied in der Rettungskette zur medizinischen Evakuierung schwer und schwerst verletzter Personen über grosse Distanzen". An Bord sind bis zu sechs Plätze für intensivmedizinische Behandlung. Zudem gibt es 38 weitere Liegeplätze, wobei für 16 Patienten eine verstärkte medizinische Überwachung mit Monitoren möglich ist. Damit können 44 Patienten liegend transportiert werden.

Die medizinische Besatzung kann bis zu 25 Menschen zählen. Die Luftwaffe hält auf dem Flughafen Köln-Wahn immer einen MedEvac-Airbus in 24-Stunden-Bereitschaft.

Coronavirus: 54 weitere "importierte" Fälle in China

06:35 Uhr: In China ist die Zahl "importierter Fälle" mit dem Coronavirus erneut gestiegen. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Samstag mitteilte, wurden 54 weitere Erkrankungen bei Menschen nachgewiesen, die nach China eingereist waren. Insgesamt zählt China damit bereits mehr als 600 solcher Fälle. Darüber hinaus starben drei weitere Menschen an Covid-19. Bisher hat China insgesamt 81 394 Coronavirusinfektionen gemeldet, darunter 3295 Todesfälle und 74 971 geheilte Patienten.

Aus Angst vor einer zweiten Infektionswelle hatte die Volksrepublik am Donnerstag angekündigt, Ausländer zunächst nicht mehr einreisen zu lassen. Ebenfalls angekündigt wurde eine starke Reduzierung der Flugverbindungen. Ab Sonntag soll jede chinesische Fluggesellschaften nur noch eine Verbindung pro Woche in jedes Land anbieten dürfen. Das gleiche gilt für ausländische Airlines, die nach China fliegen.

Macron fordert EU zum gemeinsamen Agieren gegen Corona-Krise auf

05:38 Uhr: Der französische Präsident Emmanuel Macron hat die EU aufgerufen, gemeinsam im Kampf gegen die Corona-Krise zu agieren. "Ich will kein egoistisches und geteiltes Europa", sagte er in einem am Samstag veröffentlichten Interview der drei italienischen Zeitungen "La Stampa", "La Repubblica" und "Corriere della Sera". "Wir werden diese Krise nicht ohne eine starke europäische Solidarität in gesundheitlicher und finanzieller Hinsicht überstehen." Er forderte ein gemeinsames Handeln, um die Ausgaben in dieser Krise zu finanzieren. "Die Zahl ist zweitrangig, es ist das Signal, das zählt."

Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten sich am Donnerstagabend trotz stundenlanger Diskussionen nicht auf finanzpolitische Krisenhilfen einigen können. Frankreich, Italien, Spanien und andere Ländern fordern die gemeinsame Aufnahme von Schulden, beissen damit aber bei Deutschland, den Niederlanden und anderen auf Granit. Bundeskanzlerin Angela Merkel bekräftigte nach dem Videogipfel ihre Ablehnung von sogenannten Corona-Bonds.

Macron sagte in dem Interview, beim Europäischen Rat hätten zehn Länder die Idee der Corona-Bonds unterstützt, damit den am stärksten von der Krise betroffenen Ländern geholfen werden könne. Einige Länder wie Deutschland seien zurückhaltend gewesen. Die Debatte darüber solle in den kommenden Wochen fortgesetzt werden. "Wir können diesen Kampf nicht aufgeben."

Macron monierte, es werde viel über chinesische oder russische Hilfe gesprochen. Warum werde aber nicht gesagt, dass Frankreich und Deutschland zwei Millionen Atemmasken und Zehntausende Schutzanzüge nach Italien geschickt habe. Das sei zwar nicht ausreichend, aber ein Anfang. Die Europäer hätten auch China zu Beginn der Pandemie geholfen und 50 Tonnen Material geschickt. "Europa muss stolz sein und sich stark fühlen, und das ist es auch."

Einige Länder verhielten sich so, als ob Italien oder Spanien für die Krise selbst verantwortlich seien, sagte Macron. Dabei seien sie die ersten Opfer, dieses Virus werde niemanden verschonen. Ihn beunruhige die Krankheit: "Jeder für sich". Macron betonte: "Wir müssen alles tun, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen, aber immer als Europäer handeln."

Jeder Zweite hat nichts gegen Handy-Ortung im Kampf gegen Corona

05:00 Uhr: Jeder zweite Deutsche hätte nichts gegen die Nutzung von Handy-Daten im Kampf gegen das Coronavirus. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sagten 50 Prozent, sie hielten die Ortung von Kontaktpersonen von Infizierten über die Standortdaten für sinnvoll. Nur 38 Prozent fänden das unangemessen, 12 Prozent machten keine Angaben.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte ursprünglich geplant, den Gesundheitsbehörden bei einer "epidemischen Lage von nationaler Tragweite" zu erlauben, Kontaktpersonen von Erkrankten anhand von Handy-Standortdaten zu ermitteln, dadurch ihre Bewegung zu verfolgen und sie im Verdachtsfall zu kontaktieren. Die Behörden hätten zudem Verkehrsdaten zur Bestimmung des Aufenthaltsortes nutzen dürfen - etwa um den Betroffenen über sein persönliches Risiko zu informieren.

Nach heftiger Kritik aus der Opposition, aber auch der SPD, stellte Spahn diese Pläne bei der Änderung des Infektionsschutzgesetzes zunächst zurück. Die YouGov-Umfrage zeigt aber, dass es eine gewisse Akzeptanz dafür gäbe. Überraschend ist, dass unter den Wählern der Grünen mit 61 Prozent die Zustimmung am grössten ist - noch vor denen der Union mit 60 Prozent. Von den AfD-Anhängern wären 55 Prozent für die Nutzung von Handy-Daten gegen die Ausbreitung des Coronavirus, von den Wählern von SPD und Linke jeweils 50 Prozent und im Lager des FDP 49 Prozent. Nur von den Nichtwählern sprachen sich mehr Befragte dagegen als dafür aus (43 zu 41 Prozent).

Inzwischen haben Unionspolitiker einen neuen Vorschlag ins Gespräch gebracht. Sie wollen möglichst bald eine App einsetzen, die Bürger freiwillig auf ihrem Handy installieren können. Sie soll wie eine Art digitales Tagebuch funktionieren und - falls sein Besitzer positiv auf das Coronavirus getestet wird - automatisch anonymisierte Hinweise an alle Menschen versenden, die in den zurückliegenden zwei Wochen mit ihm Kontakt hatten. Eine Nachricht würde allerdings wohl nur erhalten, wer eine solche App selbst auch auf sein Mobiltelefon heruntergeladen hat.

Karliczek: Corona-Impfstoff frühestens Ende des Jahres

04:45 Uhr: Bundesforschungsministerin Anja Karliczek sieht im Kampf gegen das Coronavirus frühestens Ende des Jahres einen Impfstoff. "Wir müssen davon ausgehen, dass ein Impfstoff, mit dem breitere Teile der Bevölkerung geschützt werden können, erst gegen Ende des Jahres oder Anfang des nächsten Jahres zur Verfügung steht", sagte die CDU-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Samstag). Für die Impfstoffforschung gelte: "Wir wollen so schnell wie möglich laufen - aber wir dürfen dabei nicht hinfallen. Wir müssen sicher sein, dass die Impfung wirkt und dem Patienten nicht schadet."

Karliczek sagte weiter: "Wir reizen die Forschungsmöglichkeiten bis aufs Letzte aus. Wir sind bereit, weitere Gelder zur Verfügung zu stellen, wenn es erfolgversprechende Projekte gibt. Am Geld wird die Corona-Forschung nicht scheitern."

Coronavirus: Südkorea meldet erneuten Anstieg von Infektionen

04:40 Uhr: Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Südkorea ist wieder deutlich auf über 100 gestiegen. Am Freitag seien 146 Fälle festgestellt worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Samstag mit. Am Tag zuvor waren es noch 91 gewesen. Bisher wurden in dem Land 9478 Menschen positiv auf den Sars-CoV-2-Erreger getestet. Die Zahl der Todesfälle, die in Verbindung mit dem Virus gebracht werden, kletterte um fünf auf 144.

Den Anstieg führten die Behörden unter anderem auf eine neue lokale Häufung von Infektionsfällen in der am stärksten von dem Ausbruch betroffenen Millionenstadt Daegu im Südosten zurück. Dort hatten sich Dutzende von Patienten in einem Krankenhaus angesteckt. "Es gibt weiter ein erhöhtes Risiko durch solche Cluster-Infektionen", sagte Yoon Tae Ho von der Zentrale für das Katastrophen-Management.

Sorgen bereitet den Behörden seit Tagen auch die Zunahme "importierter" Infektionsfälle. Zahlreiche Südkoreaner kehren aus Angst vor einer Ansteckung in Ländern, die eine rasche Ausbreitung des Virus verzeichnen, zurück. Am Freitag traten die verstärkten Einreisekontrollen einschliesslich einer Virustest-Pflicht für Ankommende aus Europa auch für Reisende aus den USA in Kraft.

Im März hatte sich bei den Infektionsfällen in Südkorea seit dem Höhepunkt Ende Februar mit über 900 Infektionsfällen innerhalb eines Tages ein deutlicher Abwärtstrend eingestellt.

Erstes Coronavirus-Opfer in Jordanien

03:45 Uhr: Nun ist auch in Jordanien das erste Coronavirus-Opfer registriert worden. Eine 83-jährige Frau, die auch an einer Blutvergiftung gelitten habe, sei an Covid-19 gestorben, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Petra am Samstag unter Berufung auf das Prinz-Hamsah-Krankenhaus. In Jordanien sind 212 Corona-Fälle registriert. Am Mittwoch hatte das Königreich mitgeteilt, seine am vergangenen Samstag verkündete unbefristete Ausgangssperre lockern zu wollen - kleine Geschäfte für Grundbedarfsgüter dürften wieder geöffnet werden.

Coronavirus-Schnelltest in den USA zugelassen

03:23 Uhr: In den USA ist ein Schnelltest zugelassen worden, der innerhalb weniger Minuten eine Infizierung mit dem neuartigen Coronavirus nachweisen soll. Die Test-Kits würden von einem mobilen Labor ausgewertet, das nur etwa so gross sei wie ein Toaster, und könne damit auch ausserhalb von Krankenhäusern eingesetzt werden, teilte der Hersteller Abbott am Freitagabend (Ortszeit) mit. Der Test stelle innerhalb von fünf Minuten fest, ob eine Probe mit Sars-CoV-2 infiziert sei, ein gesichertes negatives Ergebnis dauere 13 Minuten, hiess es.

Die US-Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde FDA erklärte, der Test sei im Rahmen eines Dringlichkeitsverfahrens bis auf Widerruf zugelassen worden. Der Hersteller erklärte, innerhalb eines Monats rund fünf Millionen Tests produzieren zu wollen.

Am vergangenen Wochenende hatte die FDA im gleichen Verfahren bereits einen Test genehmigt, der innerhalb von 45 Minuten Ergebnisse liefern soll. Der Test des Herstellers Cepheid soll allerdings vor allem in Krankenhäusern zum Einsatz kommen. Bisher mussten die meisten Tests in den USA an Labore geschickt werden; Ergebnisse waren daher in der Regel erst nach mehreren Tagen verfügbar.

Vier Tote auf Kreuzfahrtschiff vor Panama

00:40 Uhr: Auf einem Kreuzfahrtschiff vor Panama sind vier Passagiere gestorben. Es handle sich um vier ältere Menschen, teilte die Reederei Holland America Line am Freitag mit, ohne weitere Details zu nennen. Zwei Menschen an Bord seien positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden, hiess es weiter. 53 Passagiere und 85 Besatzungsmitglieder hätten sich mit Grippe-ähnlichen Symptomen beim Medizinerteam an Bord gemeldet.

Das in den USA beheimatete Unternehmen hatte das Schiff "Zaandam" vor wenigen Tagen vor der südamerikanischen Pazifikküste unter Quarantäne gestellt. Alle Passagiere sollten bis auf Weiteres in ihren Zimmern bleiben, hiess es. Sie und die Crew hätten alle Schutzmasken erhalten.

Die "Zaandam" hat 1243 Passagiere und 586 Besatzungsmitglieder an Bord. Sie war am 7. März von Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires zu einer Kreuzfahrt aufgebrochen, die eigentlich am 21. März im chilenischen San Antonio enden sollte. Wegen der Corona-Pandemie hatte Chile allerdings inzwischen alle seine Häfen für Kreuzfahrtschiffe geschlossen. Zuletzt habe am 14. März im südchilenischen Punta Arenas jemand das Schiff verlassen, teilte die Reederei mit.

Diese bemühte sich um eine Durchfahrtserlaubnis durch den Panamakanal, um dann durch die Karibik nach Fort Lauderdale im US-Staat Florida zu fahren. Die Kanalverwaltung teilte am Freitag allerdings mit Hinweis auf die "Zaandam" mit: Wenn ein Schiff jemanden an Bord habe, der positiv auf das Coronavirus getestete worden sei, dürfe es den Kanal nicht nutzen.

Die "Zaandam" stand derweil vor der Westküste des mittelamerikanischen Panama und wurde von einem weiteren Schiff des Unternehmens aus unter anderem mit Medikamenten versorgt. Die gesunden Passagiere sollen den Angaben zufolge auf das zweite Schiff gehen. Holland America Line stellte inzwischen vorübergehend den Kreuzfahrtbetrieb ein.

Alle Meldungen vom Freitag, 27. März

Acht weitere Tote in Wolfsburg nach Coronavirus-Infektion

23:10 Uhr: In Wolfsburg sind acht weitere Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das teilte der Sprecher der Stadt am Freitagabend mit. Demnach handelt es sich um sechs Frauen und zwei Männer zwischen 76 und 100 Jahren. Weitere Angaben machte die Stadt unter Verweis auf den Datenschutz nicht.

Insgesamt gab es in Wolfsburg bisher zehn Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Das Gesundheitsamt Wolfsburg zählte am Freitag 98 Menschen, die mit Sars-CoV-2 infiziert sind.

In ganz Niedersachsen lag die Zahl nachgewiesener Infektionen am Freitag bei 3175, 449 mehr als am Vortag. Die Zahl der Toten stieg auf zwölf. Unklar war, ob die acht Todesfälle in Wolfsburg schon in diese Zahl mit eingerechnet waren.

Trump unterzeichnet Billionen Konjunkturpaket

22:20 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat ein massives Konjunkturpaket unterzeichnet, mit dem rund 2 Billionen US-Dollar in die Wirtschaft gepumpt werden sollen. Trump teilte am Freitag auf Twitter mit, er habe gerade «das grösste wirtschaftliche Hilfspaket in der amerikanischen Geschichte» unterschrieben. Mit einem Volumen von 2,2 Billionen US-Dollar «wird dieses Gesetz die dringend benötigte Hilfe für die Familien, die Arbeiter und die Unternehmen unserer Nation bringen». Nur Stunden zuvor hatte nach dem von Trumps Republikanern dominierten Senat auch das von den Demokraten kontrollierte Repräsentantenhaus den Gesetzesentwurf beschlossen.

Gesetzespaket mit Corona-Hilfen im Bundesgesetzblatt veröffentlicht

21:35 Uhr: Das Gesetzespaket mit den Milliardenhilfen für Unternehmen und Bürger in der Corona-Krise ist am Freitagabend im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden und damit in Kraft getreten. Am Vormittag hatte der Bundesrat das Hilfspaket mit Massnahmen zur Rettung von Arbeitsplätzen und Unternehmen, zur Unterstützung von Krankenhäusern sowie zur Sicherung von Lebensunterhalt und Wohnung der Bürger einstimmig beschlossen. Am Nachmittag war es von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier unterzeichnet worden. Die ersten Gelder sollen noch vor dem 1. April bei den Betroffenen ankommen.

Mehr als 48.300 Corona-Nachweise in Deutschland - mehr als 315 Tote

21:10 Uhr: In Deutschland sind bis Freitagnachmittag mehr als 48 300 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit mehr als 12 000 nachgewiesenen Fällen und 88 Toten sowie Bayern mit mindestens 10 180 Fällen und 60 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 9729 Fällen und 101 Toten. Gerechnet auf 100 000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit einem Wert von 95,5 die meisten Infektionen.

Mehr als 315 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Zwei weitere Deutsche starben nach Auskunft des Robert Koch-Instituts während einer Reise in Ägypten.

NRW holt 14 Corona-Patienten aus Italien und Frankreich

20:25 Uhr: In den kommenden Tagen sollen 14 Corona-Patienten aus Italien und Frankreich nach Nordrhein-Westfalen gebracht werden. Mehrere Kliniken nehmen insgesamt zehn Patienten aus Italien und vier aus Frankreich auf, wie die Staatskanzlei am Freitagabend mitteilte. Die Infizierten aus Italien würden von der Luftwaffe in das Bundesland geflogen.

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sagte laut Mitteilung: "Gerade unsere Freunde in Italien brauchen in diesen Tagen unsere Solidarität. Mit der Aufnahme der Patienten wollen wir signalisieren: Ihr seid nicht allein"

Merkel telefoniert mit Trump

20:20 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat mit US-Präsident Trump telefoniert. Schwerpunkt des Gesprächs sei der Austausch zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie gewesen, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitagabend mit. Beide hätten vereinbart, hierzu im engen Kontakt zu bleiben und Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu nutzen.

Die Vereinigten Staaten haben nach Angaben von US-Experten inzwischen mehr bekannte Coronavirus-Infektionen als jedes andere Land der Welt.

Weiteres Thema des Telefonats seien die Entwicklungen in Afghanistan gewesen. Man sei sich einig gewesen, "dass im gemeinsamen Bemühen um Frieden und Stabilität in Afghanistan auch weiterhin eine enge
Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten von
Amerika erforderlich ist".

BVB-Kapitän Reus spendet 500.000 Euro

20:10 Uhr: Der Dortmunder Fussball-Nationalspieler Marco Reus beweist in der Corona-Krise Hilfsbereitschaft und hat die Aktion "Help your Hometown" ins Leben gerufen. Mit einer Spende von 500 000 Euro wollen er und seine Frau Scarlett dazu beitragen, dass lokale Kleinunternehmen die finanziellen Notlage meistern.

"Das gesellschaftliche Leben, wie wir es kennen, steht still. Und genau das stellt kleine und alt eingessene Firmen vor Riesenprobleme. Sie haben trotz ihrer leidenschaftlichen Arbeit nicht die Rücklagen bilden können, um Wochen ohne Kunden zu überstehen Aber gerade diese Läden machen jede Stadt einzigartig. Hier möchten wir helfen", sagte der BVB-Kapitän am Freitag in einer Videobotschaft auf Instagram.

Darüber hinaus rief der gebürtige Dortmunder zu einer Beteiligung an der Aktion auf. "Ich möchte euch dazu ermutigen, die lokalen Betriebe in eurer Heimatstadt zu unterstützen. Es geht aktuell nur gemeinsam - mehr denn je", sagte Reus.

Trump-Tirade gegen GM wegen Mangel an Beatmungsgeräten

18:35 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat den Autobauer General Motors (GM) wegen angeblich unzureichender Hilfe bei der Produktion von Beatmungsgeräten zur Bewältigung der Corona-Krise attackiert. "Wie üblich mit "diesem" General Motors, scheinen die Dinge einfach nie zu funktionieren", twitterte Trump am Freitag. Der Konzern halte sein Versprechen nicht ein, "sehr schnell" 40 000 Beatmungsgeräte zu liefern, behauptete er. Trump deutete an, nun das für Kriegszeiten vorgesehene Gesetz "Defense Production Act" einzusetzen, um stärker in die Privatwirtschaft eingreifen zu können.

Der US-Präsident steht wegen seines Krisenmanagements und relativierenden Äusserungen zur Corona-Pandemie selbst heftig in der Kritik. Noch am Vorabend hatte er im Sender Fox News Zweifel an einem von US-Bundesstaaten beklagten Versorgungsmangel angebracht. "Ich glaube nicht, dass man 40 000 oder 30 000 Beatmungsgeräte braucht", sagte er in einer Talkshow. Ob der Einsatz des Kriegsgesetzes etwas an der Lage ändern würde, scheint indes unklar. Die Herstellung der benötigten Geräte gilt als sehr komplex und die Unternehmen beteuern, bereits auf Hochtouren an Lösungen zu arbeiten.

Italien meldet fast 1.000 Tote an einem Tag

17:51 Uhr: Italien hat an einem Tag fast 1.000 Tote im Zuge der Corona-Pandemie gemeldet und damit so viele wie an keinem Tag zuvor. Die Zahl stieg um 969 auf 9.134, wie der Zivilschutz am Freitag in Rom mitteilte.

Die Gesamtzahl der Infizierten stieg um fast 6.000 auf 86.498. Damit liegt Italien weltweit etwa gleichauf mit den USA. Die Kurve der Neuinfektionen flachte sich aber nach Aussagen des obersten Gesundheitsinstituts etwas ab - sie hat allerdings noch nicht ihren Höhepunkt erreicht.

Mehr als 46.600 Corona-Nachweise in Deutschland - mindestens 285 Tote

17:33 Uhr: In Deutschland sind bis Freitagnachmittag mehr als 46.600 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der dpa hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit mehr als 11.500 nachgewiesenen Fällen und 85 Toten sowie Bayern mit mindestens 10.180 Fällen und Baden-Württemberg mit mehr als 8.400 Fällen. Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit einem Wert von 95,5 die meisten Infektionen.

Mindestens 285 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Zwei weitere Deutsche starben nach Auskunft des Robert Koch-Instituts während einer Reise in Ägypten.

Thüringen schickt Team aus Ärzten und Pflegern nach Italien

16:41 Uhr: Während andere Bundesländer wie Sachsen an Corona erkrankte Patienten aus Italien aufnehmen, schickt Thüringen ein Ärzteteam in das Land.

In den kommenden Tagen werde sich ein Team aus Ärzten und Pflegekräften des Universitätsklinikums Jena auf den Weg in die Lombardei machen, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag in Erfurt mit. Solidarität sei "das Gebot der Stunde".

Mit den Experten des Universitätsklinikums sollen auch vier Beatmungsgeräte nach Italien gebracht werden. Bei den Pflegekräften handelt es sich nach Angaben des Klinikums um Mitarbeiter, die vor vier Jahren nach Jena gekommen waren. Gemeinsam mit Freiwilligen aus dem Ärzteteam kehren sie nun für die Hilfe in der Corona-Krise in ihre Heimat zurück.

Ausgangssperre führt am Kap zum Run auf Tierheime

16:29 Uhr: Eine weitreichende dreiwöchige Ausgangssperre im Kampf gegen das Coronavirus hat in Südafrika zum Run auf Tierheime geführt. Da neben Joggingrunden auch Gassi-Gänge verboten sind, suchten viele Südafrikaner dort für ihre vierbeinigen Lieblinge ein Quartier.

Tierheim-Betreiberin Megan Wylie erklärte dem TV-Sender News 24, sie habe kaum 48 Stunden Zeit gehabt, um Notquartiere für 117 Hunde zu finden. "Wir wurden mit Emails quasi überflutet", sagte sie.

Die Ausgangssperre trat am Freitag in Kraft. Das Land meldete am gleichen Tag mehr als 1.000 Infizierte - zwei davon sind gestorben.

Bundeswehr bereitet sich auf Corona-Einsatz mit 15.000 Soldaten vor

16:21 Uhr: Die Bundeswehr bereitet sich auf einen umfassenden Unterstützungseinsatz in Deutschland wegen der Corona-Pandemie vor. Es gehe um "die Aufstellung eines Kontingents zur Hilfeleistung", sagte ein Sprecher des Kommandos Streitkräftebasis am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. "Das Personal kommt dabei aus den verschiedenen Organisationsbereichen der Teilstreitkräfte."

Wie der "Spiegel" berichtete, soll das Kontingent 15.000 Soldaten umfassen. In einem Plan der Bundeswehrführung würden detailliert die Einsatzfelder beschrieben: So sollten etwa 5.500 Soldaten für "Absicherung" und "Schutz" eingesetzt werden und weitere 6.000 für die "Unterstützung der Bevölkerung".

600 Mitglieder der Feldjäger sind dem Bericht zufolge für "Ordnungs-Verkehrsdienst" vorgesehen und rund 250 Soldaten der ABC-Abwehr für Desinfektionsmassnahmen. 2.500 Logistiksoldaten sollten sich mit 500 Lastwagen um "Lagerung, Transport, Umschlag" kümmern.

Absichtlich angehustet: Strafverfahren gegen 38-Jährigen

16:08 Uhr: Mit den Worten "Ich habe Corona" hat ein 38-Jähriger einen jungen Mann an einer Supermarktkasse in Nordrhein-Westfalen absichtlich angehustet - und nun ein Strafverfahren wegen Körperverletzung am Hals.

Der 38-Jährige sei in Brilon aggressiv aufgetreten und habe sich über eine kurzzeitig unbesetzte Kasse aufgeregt, erklärte die Polizei am Freitag. Ein 24-Jähriger habe bei dem Vorfall am Donnerstag versucht, den Mann zu beruhigen. Dabei sei er dann angehustet worden.

Ob der 38-Jährige tatsächlich mit dem Coronavirus infiziert ist, müsse nun das Gesundheitsamt des Hochsauerlandkreises prüfen, sagte ein Polizeisprecher.

Auch in Gütersloh wurden Menschen absichtlich angehustet. In der Fussgängerzone habe ein 52 Jahre alter Rollstuhlfahrer am Donnerstagmittag mehrere Menschen grundlos bedrängt. Die 57-Jährige, die er zuerst belästigte und anhustete, verständigte die Polizei. Für den Gütersloher zieht das ein Strafverfahren wegen Körperverletzung nach sich.

Italiens Gesundheitsbehörde: Kurve der Neuansteckungen flacht ab

15:43 Uhr: Die Kurve der Neuinfektionen mit dem Coronavirus scheint sich in Italien nach Aussagen des obersten Gesundheitsinstituts abzuflachen - hat allerdings noch nicht ihren Höhepunkt erreicht. "Wir sind noch nicht auf dem Höhepunkt (...). Aber es gibt positive Anzeichen", sagte der Präsident des nationalen Gesundheitsinstitutes (ISS), Silvio Brusaferro, am Freitag in Rom.

Seit dem 19./20. März gebe es eine leichte Abflachung der Kurve der neuen Ansteckungen - die Kurve falle aber noch nicht ab, "wir sind in einer Verlangsamung der Steigung". Er warnte eindringlich davor, dass man nun über eine Lockerung der Ausgangssperren nachdenke. Diese müssten strikt eingehalten werden.

Italien hat bisher mehr als 80.000 Infizierte mit einer hohen Dunkelziffer, mehr als 8.100 infizierte Menschen sind bisher gestorben.

Virologe: "Müssen für mindestens ein Jahr unser Verhalten ändern"

15:18 Uhr: Der Virologe Alexander Kekulé hat in einem Podcast des "MDR" einen 3-Punkte-Plan zu einer geordneten Rückkehr in ein normales Leben nach der Coronakrise erstellt. Der Wissenschaftler sei sich zwar einerseits sicher, dass wir weiter unser Verhalten ändern müssen. Dabei sollen allerdings möglichst wenig wirtschaftliche, soziale und psychologische Kollateralschäden einhergehen.

1. Smart Distancing:

Kontaktverbote und Ausgangsbeschränkungen könnten gelockert werden, wenn die Menschen intelligent Abstand hielten. Die einfachste Massnahme dafür sei, dass "Menschen, wenn sie sich anderen weiter als zwei Meter nähern, eine einfache OP-Maske tragen". Der Mund-Nasen-Schutz schützt andere. Laut neuerer Daten könne man sich auch selbst damit schützen.

Zusätzlich sollte auch weiterhin auf Händeschütteln und auf Grossveranstaltungen wie Fussballspiele eine Weile verzichten werden - mindestens bis Ende des Jahres.

Der Virologe gibt sich optimistisch: "Wenn wir parallel die Risikogruppen schützen, könnten wir das soziale Leben wieder hochfahren. Das ist meines Erachtens ganz wichtig, damit wir Herr der Lage werden."

2. Individuelle Vigilanz

Damit sei laut Kekulé die persönliche Aufmerksamkeit gemeint. "Wir müssen für jeden die Möglichkeit schaffen, sich jederzeit und anonym testen zu lassen", sagt er. Ein Schnelltest müsse so einfach wie ein Schwangerschaftstest funktionieren.

Auf diese Weise könnte Deutschland eine westliche Antwort auf die totalitären Methoden in Asien geben. Mit Eigenverantwortung und Vertrauen liesse sich eine sanfte Methode finden, um die Krankheit unter Kontrolle zu halten, ohne alle einzusperren.

Entgegen der Pläne des Gesundheitsministers Jens Spahn brauche es auch keine Mobilfunkdaten. "Ich bin total gegen diese Handyüberwachung. Das ist ein Einschnitt in die Grundrechte, der in diesem Fall nicht gerechtfertigt ist", erklärt Kekulé. Es brauche keine Geodaten von den Menschen, wenn sie selbst vernünftig sind.

Mathematisch betrachtet, habe Sars-CoV-2 einen Reproduktionsfaktor von drei. Statistisch gesehen stecke ein Kranker also drei andere mit dem Coronavirus an. Wenn wir also zwei von den dreien verhindern würden, erläutert Kekulé, steckt einer nur einen an und die Krankheit nimmt nicht mehr zu.

So könnten relativ schnell Schulen und Kindertageseinrichtungen wieder öffnen. Dafür schlägt der Virologe vor, dass Kinder von Infektionsgefährdeten (etwa Ärzte, Krankenschwestern) vor dem ersten Tag getestet werden.

3. Deeskalierende Grenzkontrollen

Eine Überwachung der Grenzen sei wichtig, sagt der Virologe.Darum sollten üblichen Einreisekontrollen wie Fiebermessung, individuelle Befragung und Aufklärung und Angabe des Aufenthaltsortes aufrechterhalten werden. Gelockert werden könnten Grenzkontrollen, wenn auch Antigen-Schnelltests zur Verfügung stünden.

Britischer Gesundheitsminister positiv auf Coronavirus getestet

14:21 Uhr: Nach dem britischen Premierminister Boris Johnson ist auch Gesundheitsminister Matt Hancock positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte Hancock am Freitag per Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Auch er habe nur milde Symptome, sagte der Minister in einer Videobotschaft. Johnson und Hancock begaben sich in häusliche Isolation und kündigten an, aus dem Homeoffice zu arbeiten. "Wir können alle lernen, dass Arbeiten von zuhause wirklich, wirklich effektiv sein kann", so Hancock.

Philippinischer Präsident Duterte in Selbstquarantäne

13:59 Uhr: Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte und ein Grossteil seiner Regierung befinden sich wegen der Coronavirus- Infektion mehrerer Mitarbeiter in einer zweiwöchigen Quarantäne. Der Staatschef sei bereits seit drei Tagen isoliert, teilte Senator Christopher Go, ein früherer Berater des Präsidenten, am Freitag mit.

Duterte werde seinen 75. Geburtstag an diesem Samstag somit alleine verbringen müssen. Ob der Präsident Symptome zeige, sagte er nicht. Er habe die Lage im Land unter Kontrolle, betonte der Senator.

Zuvor war bekannt geworden, dass der Stabschef der Streitkräfte, Felimon Santos, sowie mehrere andere Offizielle positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet wurden. Der General hatte an mehreren Kabinettssitzungen teilgenommen. Er selbst habe sich vermutlich bei einem infizierten Marine-Offizier angesteckt, hiess es. "Ich habe keine Symptome, aber die Vorschriften sagen, dass ich 14 Tage in Selbstquarantäne gehen muss", sagte Verteidigungsminister Delfin Lorenzana.

Duterte hatte in dem südostasiatischen Land für sechs Monate den Notstand erklärt, um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Die Massnahme soll eine schnellere Bereitstellung von Geldern und Ressourcen während der Pandemie ermöglichen. In dem Inselstaat haben die Gesundheitsbehörden bislang 803 bestätigte Fälle von Covid-19 sowie 54 Tote wegen der Lungenkrankheit gemeldet. Darunter sind auch mindestens zehn Ärzte.

Frankreich erwartet am Wochenende Welle von Corona-Kranken

13:35 Uhr: Frankreich erwartet am Wochenende die bisher grösste Welle von Corona-Kranken: Premierminister Edouard Philippe warnte am Freitag in Paris nach einem Krisentreffen der Regierung vor einer "extrem grossen Welle, die "über Frankreich hinwegspült". Neben den überlasteten Krankenhäusern im Elsass riefen auch die Pariser Kliniken um Hilfe.

Philippe sagte weiter, in den kommenden Tagen werde die Situation für die Krankenhäuser und die Bürger besonders schwierig werden. Er sprach von einer "Krise, die andauern wird, von einer Gesundheitslage, die sich nicht schnell verbessert". Mit bisher knapp 1.700 Toten gehört Frankreich nach Italien und Spanien zu den am meisten betroffenen Ländern der EU. Innerhalb von 24 Stunden war die offizielle Zahl der Toten nach Angaben vom Donnerstagabend um 365 gestiegen.

Auch die Pariser Krankenhäuser forderten Hilfe: Es müssten dringend Patienten in andere Regionen verlegt werden, "um für die Kranken von morgen oder übermorgen Platz zu schaffen", sagte der leitende Arzt Bruno Riou von der öffentlichen Krankenhausgesellschaft Assistance Publique - Hôpitaux de Paris (AP-HP). Der Pariser Grossraum ist neben dem Osten Frankreichs das am stärksten betroffene Gebiet.

Aus dem Krisengebiet im Elsass sollten weitere Patienten per Flugzeug in andere Landesteile verlegt werden. Zum Transport von 20 Kranken in den Westen war zuvor erstmals auch ein medizinisch umgerüsteter TGV-Schnellzug zum Einsatz gekommen.

Ende von Merkels Quarantäne offen

13:18 Uhr: Das Ende der häuslichen Quarantäne von Kanzlerin Angela Merkel ist vorerst offen. Die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer sagte am Freitag, massgeblich für ein Ende der Quarantäne seien die Empfehlungen der Experten und Ärzte sowie der Wissenschaftler des Robert-Koch-Institutes.

Die Kanzlerin werde in der kommenden Woche das Kabinett leiten - je nach dem, wie die Empfehlungen ausfielen telefonisch oder auch "persönlich, sollte die Quarantäne aufgehoben werden".

Merkel hatte sich am vergangenen Sonntagabend in häusliche Quarantäne begeben. Sie war darüber unterrichtet worden, dass sie zwei Tage zuvor zu einem Arzt Kontakt hatte, der positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Der Mediziner hatte Merkel vorbeugend gegen Pneumokokken geimpft. Inzwischen fielen zwei Corona-Tests der Kanzlerin negativ aus.

Wie eine Sprecherin mitteilte, stehe Anfang kommender Woche ein weiterer Test bei der Kanzlerin auf das Coronavirus an. Sollte auch dieser Test negativ ausfallen, müssten Wissenschaftler darüber entscheiden, ob Merkel weiter in freiwilliger Quarantäne bleiben solle.

Erstmals Corona-Fall im Kreml

12:53 Uhr: Im Kreml hat sich erstmals ein Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Er könne einen Fall bestätigen, sagte Sprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge.

Der Mitarbeiter hatte demnach keinen Kontakt zu Präsident Wladimir Putin gehabt. Der Kremlchef selbst setze seine Arbeit wie gewohnt fort, werde nun aber besser geschützt. "Es handelt es sich um zusätzliche vorbeugende Massnahmen, die man auch sonst anwenden sollte", sagte Peskow, ohne Details zu nennen.

In Russland gibt es mit Stand Freitag 1.036 bestätigte Corana-Infektionen und nach Angaben der Johns Hopkins Universität drei Tote.

Boris Johnson hat sich mit Coronavirus infiziert

12:27 Uhr: Der britische Premierminister Boris Johnson hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Das teilte er am Freitag per Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Er habe milde Symptome, Husten und Fieber, entwickelt, wie er in einer Videobotschaft sagte. "Ich arbeite von zu Hause, ich bin in Selbstisolation." Dank moderner Technologie könne er weiterhin mit seinem Top-Team kommunizieren, um den Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie in seinem Land anzuführen.

Mehrheit der Deutschen lobt Krisenmanagement der GroKo

12:05 Uhr: Die grosse Mehrheit der Bürger ist einer Umfrage des ZDF-"Politbarometers" zufolge mit dem aktuellen Krisenmanagement der Bundesregierung zufrieden:

  • 89 Prozent der Befragten finden, die Regierung mache in der Corona-Krise gute Arbeit.
  • Lediglich 8 Prozent bewerteten die Arbeit als schlecht.

Auch für die konkreten Massnahmen, die zur Bekämpfung des Coronavirus beschlossen wurden, gibt es breite Zustimmung:

  • 75 Prozent bezeichneten sie als richtig.
  • 20 Prozent meinten, die Massnahmen müssten härter ausfallen.
  • Nur 4 Prozent äusserten die Auffassung, das Vorgehen sei übertrieben.
  • Die seit dieser Woche geltenden verschärften Ausgangsbeschränkungen finden sogar 95 Prozent angemessen.

Auf die Frage, was von den Massnahmen zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise zu halten sei, gab es viel positive Resonanz:

  • 74 Prozent der Befragten finden die Massnahmen gerade richtig.
  • 18 Prozent meinten, die Bundesregierung tue hier zu wenig und
  • 2 Prozent sagten, es sei zu viel.

Grundsätzlich sollte für die Bewältigung von Krisen wie der aktuellen vor allem der Bund zuständig sein, finden viele Bürger.

  • Knapp drei Viertel (73 Prozent) sprachen sich in der Umfrage dafür aus.
  • 23 Prozent waren der Ansicht, die Kompetenzen sollten weiterhin vor allem bei den Bundesländern liegen.

Ihre eigene Gesundheit sehen 52 Prozent der Befragten durch das Coronavirus bedroht. 48 Prozent empfinden die aktuelle Lage insgesamt als stark belastend, 52 Prozent hingegen nicht.

Für das "Politbarometer" hatte die Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag des ZDF von Montag bis Donnerstag 1473 Wahlberechtigte telefonisch befragt. Der Fehlerbereich wurde mit plus/minus zwei bis drei Prozentpunkten angegeben.

Zwei Drittel aller weltweiten Covid-19-Todesfälle in Europa

11:35 Uhr: Etwa jede zweite bestätigte Infektion mit dem Coronavirus sowie zwei Drittel aller damit verbundenen Todesfälle gehen bislang auf Europa zurück.

Wie das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) auf Twitter mitteilte, wurden bis Donnerstagvormittag weltweit 467.710 Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 nachgewiesen, davon 232.470 in den Ländern der Europäischen Union, des Europäischen Wirtschaftsraums sowie in Grossbritannien.

Weltweit starben demnach bis zu dem Zeitpunkt 20.947 Menschen an der Covid-19-Erkrankung, darunter 13.692 in Europa.

Deutschland hatte nach Angaben des ECDC hinter Italien (74.386) und Spanien (47.610) die europaweit drittmeisten Infektionen (36.508), im Vergleich zu den anderen Ländern aber deutlich weniger Todesfälle: Während in Italien mehr als 7.500 und in Spanien über 3.400 Menschen an Covid-19 gestorben seien, seien es in Deutschland bis Donnerstag nur 198 gewesen.

Lesen Sie dazu auch: "Warum sterben in Deutschland relativ wenige an COVID-19?"

Experten fürchten Anstieg von psychischen Krankheiten und Suiziden

11:27 Uhr: Experten haben vor einem Anstieg bei psychischen Krankheiten und Suiziden in der Corona-Krise gewarnt. "Die Versorgungsqualität geht gerade in den Keller", sagte der Vorsitzende der Stiftung Deutsche Depressionshilfe, Ulrich Hegerl, der "Rheinischen Post".

Demnach bezog er sich auf das eingeschränkte Angebot in psychiatrischen Kliniken sowie auf Praxen, die planbare Behandlungen verschieben und Termine reduzieren. "Das könnte Leben kosten", warnte Hegerl weiter.

Depressionen seien jährlich die Ursache für die meisten Suizide. "Durch die krankheitsbedingte Interesse- und Antriebslosigkeit fällt es sehr schwer, den Tag zu strukturieren." Eine mögliche Folge sei, dass die Betroffenen auch tagsüber grübelnd im Bett lägen. Die Depressionshilfe empfahl Betroffenen daher, auch in der sozialen Isolation aktiv zu bleiben und einen Tagesrhythmus zu pflegen.

Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde machte auch auf Risiken für bisher gesunde Menschen aufmerksam. "Andauernde Gefühle von Unsicherheit, Angst und Isolation erzeugen Stress und sind ein Risikofaktor für Gesunde", sagte Vorstandsmitglied Iris Hauth der "Rheinischen Post". Mögliche Folgen könnten Schlafstörungen, Angststörungen oder depressive Gefühle sein.

Wenn Sie oder eine Ihnen nahestehende Person von Suizid-Gedanken betroffen sind, wenden Sie sich bitte an die Telefon-Seelsorge unter der Telefonnummer 08 00/ 11 10 - 111 (Deutschland), 142 (Österreich), 143 (Schweiz).

NRW verschiebt Abiturprüfungen um drei Wochen

11:18 Uhr: Wegen der Corona-Krise verschiebt Nordrhein-Westfalen die Termine für die Abiturprüfungen um drei Wochen in den Mai. Die Prüfungen sollen am 12. Mai beginnen und bis zum 25. Mai dauern, wie Landeschulministerin Yvonne Gebauer (FDP) mitteilte. Mit der Verschiebung werde "Planungssicherheit für die angehenden Absolventen" geschaffen und "auch in dieser besonderen Situation für faire Bedingungen" gesorgt.

Gebauer kündigte zugleich an, sie werde "in den nächsten Tagen noch Abstimmungsgespräche zwischen den Ländern anregen, um ein möglichst gleichgerichtetes Vorgehen bei den Abiturprüfungen in Deutschland zu erreichen". Aufgrund der Festlegungen einzelner Bundesländer, ihre Abiturtermine zu einem noch späteren Zeitpunkt zu schreiben, seien "die Möglichkeiten dafür jedoch begrenzt".

Studie: Ohne Gegenmassnahmen bis zu 40 Millionen Corona-Tote

11:11 Uhr: Ohne Gegenmassnahmen hätte die Coronavirus-Pandemie dem Imperial College in London zufolge in diesem Jahr bis zu 40 Millionen Menschen weltweit das Leben kosten können. Das geht aus einer Studie hervor, die am Donnerstagabend veröffentlicht wurde.

Die Forscher spielten dabei in einem mathematischen Modell mehrere Szenarien durch. Im schlimmsten Fall hätten sich demnach sieben Milliarden Menschen, also beinahe die gesamte Menschheit, innerhalb dieses Jahres mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert.

Um die Bedeutung dieser Massnahmen deutlich zu machen, spielen die Forscher drei Szenarien durch:

  • Würden alle Länder harte Massnahmen zu einem Zeitpunkt ergreifen, bei dem es erst 0,2 Corona-Tote pro 100.000 Einwohnern gibt, könnten 95 Prozent der Todesfälle verhindert und 38,7 Millionen Menschenleben gerettet werden, heisst es in dem Bericht.
  • Würden die Massnahmen erst bei einer Zahl von 1,6 Toten pro 100.000 Einwohner eingeführt, sinke die Zahl der geretteten Leben jedoch auf 30 Millionen.
  • Mit schwächeren Massnahmen wie einer Strategie zur Verlangsamung der Pandemie und Abschirmung der älteren Bevölkerung seien 20 Millionen Tote durch die Lungenkrankheit Covid-19 zu erwarten.

Macron kündigt neue Corona-Initiative mit Trump an

10:36 Uhr: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat angesichts der Coronakrise mit den USA und anderen Ländern eine neue Initiative angekündigt.

Er habe eine sehr gute Diskussion mit US-Präsident Donald Trump gehabt, schrieb Macron in der Nacht zu Freitag auf Twitter. "Angesichts der Krise von Covid-19 bereiten wir in den nächsten Tagen zusammen mit anderen Ländern eine neue wichtige Initiative vor."

Am Donnerstag fanden zwei internationale Gipfeltreffen im Kampf gegen das Virus statt - ein ausserordentlicher Gipfel der führenden Wirtschaftsmächte (G20) und ein EU-Gipfel. Frankreich und die USA sind beide Mitglieder der G20. Die Staats- und Regierungschefs der G20 hatten ein gemeinsames Vorgehen in der Krise beschlossen. "Wir bekennen uns nachdrücklich dazu, dieser gemeinsamen Bedrohung geeint entgegenzutreten", hiess es in ihrer Erklärung nach einem Videogipfel.

Corona-Hotspot Ischgl? Verbraucherschützer sammelt Hinweise

10:24 Uhr: Die Kritik am Land Tirol und vor allem dem beliebten Wintersportort Ischgl als mögliche Keimzellen des Coronavirus reisst weiterhin nicht ab. Ein österreichischer Verbraucherschützer hat nach eigenen Angaben inzwischen 400 Zuschriften von Menschen gesammelt, die glauben, sich in Tirol mit Sars-CoV-2 infiziert zu haben.

"Den Schwerpunkt bilden derzeit deutsche Urlauber mit 356 Meldungen. Bislang betreffen rund 90 Prozent der Meldungen Ischgl und das Paznauntal", teilte Peter Kolba vom Verbraucherschutzverein VSV am Freitag mit. Die Zuschriften sammelt er seit Mittwoch.

Kolba hatte Anfang der Woche zunächst Tirols Landeschef Günther Platter, Landesräte, Bürgermeister und Seilbahngesellschaften bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Diese teilte aber mit, dass sie auf der Grundlage von gesammelten Medienberichten keine Ermittlungen einleiten werde. Daher wolle er nun Zeugen und die Schilderungen von Betroffenen anbieten, "die den Verdacht, dass aus kommerziellen Gründen die Schliessung der Ski-Gebiete verzögert wurde, verstärken", erklärte Kolba.

Einen Kontakt zum österreichischen Verbraucherschutzverein VSV finden Sie hier.

Experte: Keine Trendwende der Coronakrise in Norditalien absehbar

10:01 Uhr: Trotz leicht sinkender Neu-Infektionen mit dem Coronavirus ist Norditalien nach Einschätzung eines Experten noch nicht über den Berg. Der Höhepunkt stehe noch bevor, sagte der Medizinische Direktor der Gesundheitsbehörde der Provinz Bergamo, Carlo Alberto Tersalvi, am Freitag im Deutschlandfunk.

Es sei zu früh, von einer Trendwende zu sprechen. Es sei ein erstes "gutes Signal", dass sich das Tempo der bestätigten Neuinfektionen verlangsamt habe.

Die Lage in den sechs Krankenhäusern der Provinz Bergamo sei weiter "sehr kritisch", sagte Tersalvi. Die Kliniken seien voll mit Intensivpatienten und "am Limit". Etwas Entlastung verschaffe die hausärztliche Versorgung. Viele weniger schwer Erkrankte würden zu Hause behandelt. "Das hilft", sagte Tersalvi, der die Zusammenarbeit aller Kliniken in der Provinz steuert.

Die italienische Bevölkerung sei sehr alt, und die Lungenkrankheit Covid-19 betreffe vor allem Alte, sagte Tersalvi. Das habe für "sehr grosse Probleme und sehr viele Todesfälle gesorgt". Die Versorgung der vielen kleinen Dörfer sei ausgesprochen schwierig; vielen älteren Menschen mache das mache Angst.

Die Schutzmassnahmen in Deutschland hält Tersalvi indes für angemessen. Wenn man - wie in der Provinz Bergamo - jeden Tag 100 bis 120 Tote zähle, dann seien die in Deutschland verhängten Restriktionen "nicht übertrieben".

Fahrstunden trotz Corona-Krise - Polizei stellt Auto sicher

9:48 Uhr: Die Polizei hat das Auto eines Fahrlehrers im niedersächsischen Gifhorn sichergestellt, der trotz der Kontaktbeschränkungen weiter unterrichten wollte. Der 61-Jährige habe trotz Verbots angekündigt, auch künftig Fahrstunden geben zu wollen, teilte die Polizei am Freitag mit.

Die Beamten kontrollierten den Mann am Donnerstag, als er gerade Fahrunterricht gab - obwohl dies nach der Allgemeinverfügung des Landkreises Gifhorn ausdrücklich untersagt sei. Ein Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet. In Gifhorn gilt eine Allgemeinverfügung zur Verhinderung der Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2. Darin finden sich auch Beschränkungen für die Ausübung von bestimmten Berufen.

Mülltrennung wegen Corona extra-wichtig

9:24 Uhr: Mehr Zeit zu Hause - mehr Müll zu Hause: Das Bundesumweltministerium hat die Menschen in Deutschland aufgefordert, in der Corona-Krise Abfall zu vermeiden und zu sortieren.

Das gelte aber nicht für Haushalte mit infizierten Personen oder begründeten Verdachtsfällen, teilte das Ministerium von Svenja Schulze (SPD) mit: Dort gehörten auch Bio- und Verpackungsmüll sowie Altpapier in stabile und zugeknotete Tüten in die Restmülltonne.

Altglas, Pfandflaschen, Elektromüll oder Batterien sollten nach Ende der häuslichen Quarantäne normal entsorgt werden. Für alle anderen Haushalte sei Mülltrennung nun "wichtiger denn je". Es kommt auf alle an, "damit die Restabfalltonnen nicht überquellen und Hygieneregeln eingehalten werden", teilte das Umweltministerium mit. "Umso wichtiger sind während der Coronavirus-Pandemie die Abfallvermeidung und die richtige Abfalltrennung."

Lindner erfreut über Debatte um Lockerungen

08:53 Uhr: FDP-Chef Christian Lindner hat die Debatte über Lockerungen der coronabedingten Einschränkungen begrüsst. Das sei ein "positives Zeichen" für die Menschen im Land, sagte er am Freitag im Deutschlandfunk. Wann dafür der richtige Zeitpunkt sei, müssten aber die Gesundheitsexperten entscheiden.

Dennoch sollte das staatliche Handeln auf die Frage gerichtet sein, wann es wieder ein normales Leben geben könne. Auf Dauer seien die Beschränkungen "untragbar" auch für die wirtschaftliche Entwicklung im Land.

Auf die Frage, ob die Bundesregierung angesichts erster Insolvenzen ihre Strategie wechseln sollte, erwiderte Lindner: "Auch als Oppositionspolitiker sage ich nein." Dafür seien die Voraussetzungen noch nicht gegeben.

Frau entkommt Kidnappern und muss in Quarantäne

08:42 Uhr: Eine Kanadierin, die in Westafrika von Islamisten entführt worden war, ist nach ihrer glücklichen Flucht wieder in ihrem Heimatland eingetroffen - ganz frei ist sie aber noch nicht: Sie muss wegen der Corona-Pandemie zunächst in eine 14-tägige Quarantäne, wie ihre Familie am Donnerstag mitteilte.

Die Frau aus Sherbrooke in der Provinz Québec und ihr italienischer Freund waren im Dezember 2018 in der Nähe der Stadt Bobo-Dioulasso in Burkina Faso gekidnappt worden. Medienberichten zufolge wurden sie ins Nachbarland Mali verschleppt, wo sie schliesslich fliehen konnten.

Sie sei glücklich, wieder in der Heimat zurück zu sein, teilte die Frau mit. "Mein Herz ist nun bei all denen, die in dieser kritischen Zeit der Pandemie leiden."

Keine "italienischen Verhältnisse" befürchtet

08:11 Uhr: Der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft geht davon aus, dass Deutschland in der Coronakrise vorerst keine Situation wie in Italien droht.

"Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir es zumindest für die nächsten zwei Wochen schaffen werden, italienische Verhältnisse zu vermeiden", sagte Gerald Gass dem ZDF-"Morgenmagazin".

Allerdings müssten die Ausgangsbeschränkungen eingehalten werden, betonte er. "Wir müssen Anfang, Mitte nächster Woche sehen, dass sich die Kurve abflacht, damit die Zahl der Patienten nicht ins Unendliche wächst, denn dann ist auch ein so gutes System wie in Deutschland bei allem Engagement der Krankenhäuser überfordert."

Gass zufolge ist die Zahl der Beatmungsplätze in deutschen Krankenhäusern inzwischen von 20.000 auf rund 30.000 aufgestockt worden. "Wir gehen davon aus, dass in den kommenden Monaten die bestellten Geräte geliefert werden", sagte er. Dies entspräche weiteren 1.500 Geräten pro Monat.

Für das medizinische Personal sei die aktuelle Lage eine "grosse Herausforderung", sagte Gass. Die Mitarbeiter müssten Überstunden machen und hätten teilweise freiwillig ihren Urlaub abgesagt. Zum Teil seien Kollegen aus dem Ruhestand zurückgekehrt, "um jetzt mit anzupacken in dieser wirklich besonderen Situation".

Emotionales Dankeschön von Klopp und Liverpool

07:39 Uhr: Angeführt von Trainer Jürgen Klopp haben die Profis und Mitarbeiter des FC Liverpool den grossen Einsatz aller Helfer im Gesundheitswesen in der Corona-Krise gewürdigt.

"Wir wollen all diesen fantastischen Menschen danke sagen. Es ist unglaublich, was ihr tut", sagte Klopp zu Beginn einer vierminütigen Video-Botschaft des Champions-League-Siegers. Auch auf Deutsch fügte der 52 Jahre alte Fussballlehrer "vielen Dank" an. Danach sprachen die Stars des englischen Tabellenführers kurze Grüsse in ihren Muttersprachen in die Kamera.

"Ihr seid Helden", lobte Abwehrriese Virgil van Dijk Ärzte, Krankenschwestern, Pfleger und alle anderen, die Erkrankten während der Coronavirus-Pandemie Hilfe leisten.

Auch die früheren Bundesliga-Profis Roberto Firmino, Joel Matip, Xherdan Shaqiri und Naby Keita sowie die Top-Torjäger Mohamed Salah und Sadio Mané nahmen kurze Videogrüsse auf. Zudem sind eine Reihe weiterer Clubangestellter zu sehen.

Hunde sollen Coronavirus bald erschnüffeln können

07:18 Uhr: In Grossbritannien sollen Hunde dafür trainiert werden, mit ihrem extrem ausgeprägten Geruchssinn möglicherweise Infektionen mit dem Coronavirus zu erschnüffeln. Die Wohlfahrtsorganisation Medical Detection Dogs ging für dieses Projekt eine Partnerschaft mit Wissenschaftlern ein, wie sie am Freitag mitteilte.

Den Plänen zufolge sollen die feinen Nasen der Vierbeiner innerhalb von sechs Wochen derart für den von COVID-19 ausgehenden Geruch sensibilisiert werden, dass sie zur Diagnose eingesetzt werden können.

"Grundsätzlich sind wir uns sicher, dass Hunde COVID-19 entdecken könnten", erklärte die Vorsitzende von Medical Detection Dogs, Claire Guest. Derzeit würden noch Methoden geprüft, wie der von Corona-Patienten ausgehende Geruch eingefangen werden könne, um ihn den Hundenasen zu präsentieren.

Bundesrat will Corona-Massnahmenpaket beschliessen

07:09 Uhr: Der Bundestag hat im Eilverfahren zugestimmt, dass ein Hilfspaket von historischem Ausmass bedürftige Bürgern in der Coronakrise finanziell unterstützen soll. Heute wird der Bundesrat das Paket endgültig auf den Weg bringen.

Doch wer profitiert überhaupt konkret oder darf sich Hoffnungen auf Unterstützung machen? Wie ist zum Beispiel die Situation von Mietern, Eltern und Arbeitnehmern? Einen Überblick mit allen Antworten finden Sie hier.

Vereinzelt Angriffe auf Deutsche im Ausland

06:46 Uhr: Wegen der Corona-Krise ist es in einigen Ländern vereinzelt zu Diskriminierungen oder sogar Gewalt gegen Deutsche gekommen.

"Es gab einige Anfeindungen in manchen Ländern, in denen kursierte, dass das Virus von Europäern eingeschleppt worden sei. Es gab auch tätliche Angriffe", sagte der Krisenbeauftragte des Auswärtigen Amts, Frank Hartmann, der Deutschen Presse-Agentur. "Das sind aber Einzelfälle. Die grosse Sorge, dass ein anti-europäischer Rassismus in der Krise entstehen könnte, die sehe ich nicht."

Wo die Fälle aufgetreten sind, sagte Hartmann nicht. Aus Indien berichteten einzelne Reisende, dass sie mit "Corona, Corona"-Rufen beschimpft worden seien. Andere erzählten, sie seien wegen ihrer Staatsbürgerschaft von Hotels abgewiesen worden. Indien zählte zu den ersten Ländern, das fast allen Ausländern die Einreise wegen der Corona-Krise verbot.

Südkorea meldet leichten Rückgang von Infektionen

05:05 Uhr: Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Südkorea ist wieder leicht zurückgegangen. Wie die Gesundheitsbehörden am Freitag mitteilten, kamen am Donnerstag 91 Fälle hinzu.

Damit liegt die Zahl der täglich erfassten Fälle seit einigen Tagen um die Schwelle von 100. Bisher wurden in dem Land 9.332 Menschen positiv auf den SARS-CoV-2-Erreger getestet. Es wurden 139 Todesfälle in Verbindung mit dem Virus gebracht.

Zwar stellte sich in Südkorea seit dem Höhepunkt Ende Februar mit über 900 Infektionsfällen innerhalb eines Tages ein deutlicher Abwärtstrend ein. Doch warnen die Behörden, dass sich die Zahl wegen einer Zunahme der "importierten" Fälle und durch lokale Häufungen wieder schnell erhöhen könne.

Am Donnerstag wurden nach 30 Fällen am Vortag bei weiteren 13 Personen das Virus festgestellt, die aus dem Ausland eingetroffen waren.

Infektionsketten per Handy-App zurückverfolgen

04:21 Uhr: Im Kampf gegen die rasche Verbreitung der Lungenkrankheit COVID-19 wollen Politiker der Union möglichst bald eine App einsetzen, die Bürger freiwillig auf ihrem Handy installieren.

Sie soll wie eine Art digitales Tagebuch funktionieren und - falls sich sein Besitzer mit dem Coronavirus infiziert - automatisch anonymisierte Hinweise an alle Menschen versenden, die in den zurückliegenden zwei Wochen mit ihm Kontakt hatten.

"Jeder Einzelne könnte helfen, indem er die App herunterlädt", sagte der CSU-Politiker Michael Kuffer. Eine entsprechende Kampagne liesse sich schnell in die Tat umsetzen. Das bedeute aber nicht, dass die ursprünglichen Pläne von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) damit begraben wären.

Der Obmann der Union im Innenausschuss des Bundestages, Armin Schuster (CDU), sagte: "Jens Spahn hatte eine richtige Idee, aber es war ebenso richtig, dass er sein Konzept für eine Nachverfolgung von Infektionsketten per Handy-Ortung angesichts des politischen Widerstands einiger Parteien dann aus dem Entwurf herausgenommen hat".

Andernfalls wäre die Verabschiedung des Corona-Nothilfe-Pakets am Mittwoch gefährdet gewesen. Es werde jedoch weiter daran gearbeitet, eine mehrheitsfähige Lösung zu finden.

Alle Meldungen vom Donnerstag, 26. März

Merkel gegen Debatte über Lockerungen

23:02 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht noch keinen Grund, über eine Lockerung der Massnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu sprechen. "Es kann noch nicht der Zeitpunkt sein", sagte sie am Donnerstag in Berlin. Im Moment dauere es immer noch nur vier bis fünf Tage, bis sich die Infektionen verdoppeln. Diese Zeitspanne müsse sehr viel weiter gestreckt werden. Deswegen müsse sie die Menschen in Deutschland um Geduld bitten.

Inzwischen sind in Deutschland mehr als 43.000 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Mehr als 260 Infizierte sind bundesweit gestorben. Bund und Länder haben beispiellose Massnahmen beschlossen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, darunter einen Neun-Punkte-Plan, der zwischenmenschliche Kontakte minimieren soll. Dieser Beschluss war erst am vergangenen Sonntag vereinbart worden. Zuletzt hatte bereits die Debatte darüber begonnen, wann die Massnahmen wieder gelockert werden können.

16-jährige Französin stirbt an Covid-19

20:50 Uhr: Die Zahl der Todesfälle nach einer Infektion mit dem Coronavirus ist in Frankreich weiter stark gestiegen. Innerhalb von 24 Stunden habe es 365 neue Fälle gegeben, sagte Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon am Donnerstag in Paris. Damit liege die Zahl nun bei 1696. Erstmals sei in Frankreich auch eine Jugendliche unter den Todesopfern - die 16-jährige Covid-19-Patientin sei in der Region Paris gestorben, so Salomon.

Den Angaben zufolge befinden sich derzeit 3375 Patientinnen und Patienten mit schweren Krankheitsverläufen auf Intensivstationen. Die Zahl der bestätigten Infektionen ist um rund 4000 Fälle auf 29.155 gestiegen.

Erstmals über 100 Tote an einem Tag in Grossbritannien

20:10 Uhr: Grossbritannien hat erstmals mehr als 100 Todesfälle in einem Zeitraum von 24 Stunden durch das neuartige Coronavirus verzeichnet. Wie das Gesundheitsministerium in London am Donnerstagabend mitteilte, starben seit dem Vortag 115 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19. Die Zahl der Toten im Vereinigten Königreich stieg damit auf 578 an. Rund 11.700 Menschen waren nachweislich mit dem Virus infiziert. Die tatsächliche Zahl der Infizierten dürfte allerdings sehr viel höher sein. Grossbritannien hat bislang im Vergleich zu Deutschland nur wenige Tests durchgeführt und lange mit der Einführung drastischer Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie gezögert.

Deutschland nimmt Patienten aus Italien auf

19:57 Uhr: Deutschland will weitere schwer erkrankte Corona-Patienten aus Italien aufnehmen. Das Auswärtige Amt berichtete am Donnerstagabend auf Twitter von Zusagen aus verschiedenen Bundesländern zur Behandlung von 47 Intensivpatienten. Aussenminister Heiko Maas (SPD) schrieb dazu unter italienischer Flagge: "Wir stehen an der Seite unserer Freundinnen & Freunde." Beteiligt sind unter anderem Kliniken in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Sachsen, Hessen und Berlin.

In anderen Bundesländern werden Intensivpatienten aus Frankreich und Italien bereits behandelt. Beide Länder sind von der Pandemie besonders betroffen. Thüringen kündigte an, ein Team der Universitätsklinik Jena zur Versorgung von Covid-19-Patienten nach Italien zu schicken. Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe: "Solidarität ist das Gebot der Stunde."

Ärztepräsident rät zu einfachen Schutzmasken

19:07 Uhr: Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hat in der Corona-Krise zum Tragen von Schutzmasken einfacher Art aufgerufen. "Mein Rat: besorgen Sie sich einfache Schutzmasken oder basteln Sie sich selbst welche und tragen Sie diese im öffentlichen Raum", sagte der 59-Jährige der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Die Masken würden keinen Schutz vor einer Ansteckung garantieren. "Aber sie können ein wenig helfen, das Risiko zu verringern, andere anzustecken oder selbst angesteckt zu werden."

Einfache Masken aus Stoff oder anderen Materialien seien zwar nur ein Hilfskonstrukt. "Aber sie sind besser als nichts, weil sie die Atemluft filtern", sagte der Allgemeinmediziner, der von dem Kauf professioneller Schutzmasken dringend abriet: "Wenn Sie nicht im Gesundheitswesen tätig sind oder entsprechende Vorerkrankungen haben, dann brauchen Sie keine FFP2- oder FFP3-Masken." Diese würden von Erkrankten, vor allem aber von Ärzten und Pflegern dringender benötigt.

Keine Quarantäne für Einreisende

18:54 Uhr: Das Corona-Krisenkabinett der Bundesregierung hat sich nicht auf eine bundeseinheitliche Verpflichtung zur häuslichen Quarantäne nach Einreise aus einem Nicht-EU-Staat verständigt. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen erfuhr, stiess ein entsprechender Vorschlag aus dem Innenministerium auf wenig Resonanz und wurde deshalb am Donnerstag nicht auf die Tagesordnung gesetzt.

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus war überlegt worden, aus Nicht-EU-Staaten ankommende Reisende für zwei Wochen in häusliche Quarantäne zu schicken. Da für die meisten Nicht-EU-Bürger derzeit ein Einreiseverbot gilt und auch EU-Bürger nur weiterreisen dürfen in ihr Heimatland, hätte dies im Wesentlichen Deutsche und Ausländer mit Aufenthaltserlaubnis und Wohnort in Deutschland betroffen. Einzelne Kommunen haben zudem Verfügungen erlassen, die Rückkehrer aus Risikogebieten zur Quarantäne verpflichten.

Das Bundesgesundheitsministerium, das Auswärtige Amt und das Bundeskanzleramt halten dies jedoch nach dpa-Informationen zum jetzigen Zeitpunkt für unverhältnismässig. Es wurde dem Vernehmen nach ausserdem auf die hohe Arbeitsbelastung für die Gesundheitsämter hingewiesen. Ausserdem hiess es den Angaben zufolge, Deutschland sei ohnehin Covid-19-Risikogebiet.

Wieder Anstieg bei Infektionen in Italien

18:32 Uhr: Nach einem leichten Rückgang bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Italien sind die Zahlen wieder angestiegen. Insgesamt hatten sich bis Donnerstag nachweislich 80.539 Menschen infiziert, das sind 6153 mehr als am Vortag, wie der Zivilschutz mitteilte. Die Zahl der Toten stieg weiter stark: Bis Donnerstag waren es 8165 - das sind 662 mehr als am Vortag. Allerdings waren dabei etwa 50 Tote aus dem Piemont nicht mit eingerechnet. In den letzten Tagen waren die Neuinfektionen etwas niedriger gewesen, so dass die Hoffnung gewachsen war, dass die strikten Ausgangsbeschränkungen Wirkung zeigten.

Die Stadt Bergamo, die in Italien am schwersten von der Corona-Pandemie betroffen ist, hat fast sieben Mal mehr Tote als normalerweise in einer Woche verzeichnet: Letzte Woche seien dort 313 Menschen gestorben, teilte die Kommune am Donnerstag mit. In den letzten zehn Jahren seien durchschnittlich 45 Tote pro Woche gezählt worden.

Corona-Pandemie in Italien: Über Hundertjähriger verlässt Krankenhaus

17:35 Uhr: In Italien ist ein 101-Jähriger nach Angaben der Stadt Rimini nach einer Corona-Infektion geheilt aus dem Krankenhaus entlassen worden. Herr P., wie die Vize-Bürgermeisterin den Mann nannte, sei 1919 geboren worden, als die Spanische Grippe in Europa wütete. Er habe harte Zeiten durchlebt mit Krieg, Schmerz und Hunger, aber auch Fortschritt und Wiederaufbau gesehen, schrieb Gloria Lisi. "Wir kennen ihn persönlich, aber wir wollen seinen Namen nicht öffentlich bekannt geben", bestätigte eine Sprecherin der Vize-Bürgermeisterin auf Anfrage der dpa am Donnerstag.

Der Mann sei am Mittwoch aus dem Hospital Infermi in der Adria-Stadt Rimini in der Emilia-Romagna entlassen worden und zu seiner Familie gekommen, schrieb Lisi. Gerade weil es viele Berichte gebe, dass die Covid-19-Krankheit die älteren Menschen in grosser Zahl töte, hätten die Ärzte mit dieser Heilung ein Zeichen der Hoffnung gesetzt: "Um uns zu lehren, dass es auch mit 101 Jahren noch eine Zukunft gibt."

Portugal verzeichnet starken Anstieg der Corona-Todesopfer

17:30 Uhr: Die Coronavirus-Krise spitzt sich auch in Portugal zu. Die Zahl der Todesopfer kletterte am Donnerstag um 17 auf insgesamt 60, wie die Gesundheitsbehörden mitteilten. Das ist ein Anstieg von fast 40 Prozent in nur 24 Stunden. Die Zahl der Bürger, die sich mit dem Virus Sars-CoV-2 infizierten haben, stieg unterdessen um 18 Prozent auf mehr als 3.500.

Von den Infizierten lagen am Donnerstag den amtlichen Angaben zufolge insgesamt 252 Covid-19-Kranke in Krankenhäusern - davon 61 auf Intensivstationen. Gesundheits-Staatssekretär António Sales macht sich Sorgen um die Kapazitäten der Krankenhäuser. "Es ist immens wichtig, dass nicht alle Infizierten gleichzeitig krank werden", sagte er vor Journalisten in Lissabon. Die Behörden betonten aber, die Lage sei immer noch unter Kontrolle.

Zur Eindämmung der Krise hatte das Land am Mittwoch voriger Woche erstmals in Demokratie-Zeiten den Ausnahmezustand verhängt. Die sozialistische Regierung von Ministerpräsident António Costa darf seitdem die Rechte etwa der Bürger, der Medien und der Unternehmen deutlich einschränken. Eine strikte, zweiwöchige Einschränkung der Bewegungsfreiheit ist in Portugal noch bis zum 2. April in Kraft.

Astronauten geben Tipps für die Isolation

17:06 Uhr: Insgesamt 363 Tage verbrachte Astronaut Alexander Gerst im All. Seine Erfahrung an Board der Internationalen Raumstation ISS, wo er auf engstem Raum und weit entfernt von Freunden und Verwandten lebte, will er nun nutzen, um Menschen Ratschläge zu geben, wie sie gut durch die Corona-Isolation kommen.

Am Donnerstagnachmittag nimmt der auch als "Astro-Alex" bekannte Astronaut mit Kollegen aus der Raumfahrt an einer digitalen Talkshow der "European Space Agency" (ESA) teil. Moderiert wird die Sendung von dem Wissenschaftsjournalist Rangar Yogeshwar. Ziel der Sendung ist es, den Zuschauern praktische Tipps zu geben, wie sie Selbstisolation und Quarantäne durchstehen, ohne einen Lagerkoller zu bekommen. Dazu wollen Gerst und seine Kollegen beispielsweise darüber sprechen, wie man am besten mit Konflikten umgeht.
Die Talkshow ist Teil des Programms "#SpaceConnectsUS" der ESA. Unter dem Motto will die ESA, zusammen mit der Organisation "Asteroid Day", Menschen in Isolation dazu ermutigen "sich an der Wissenschaft und unserem Heimatplaneten zu erfreuen."

Hier geht es zum Livestream der ESA.

Bundesbildungsministerin dankt Lehrern in schwieriger Lage

16:41 Uhr: Bundesbildungsministerin Anja Karliczek hat sich bei Lehrerinnen und Lehrern in Deutschland für den Einsatz in der Coronakrise bedankt. "Sowohl als Ministerin als auch als Mutter ist es für mich wichtig, dass wir alles dafür tun, dass die gewohnt hohe Unterrichtsqualität, die wir in ganz Deutschland haben, zu jeder Zeit für jeden Schüler und jede Schülerin angeboten werden kann - auch und gerade in einer kritischen Zeit, wie wir sie gerade durchleben", sagte Karliczek (CDU) am Donnerstag in Berlin.

Sie danke den Lehrkräften dafür, dass sie sich unter erschwerten Umständen bemühten, alles so normal wie möglich zu halten, damit das Lernen in Deutschland weiter stattfinden könne. An vielen Schulen zeigten diese ein grosses Engagement, die Ausfälle durch digitales Lehren und Lernen abzufedern.

G20-Staaten wollen Coronakrise gemeinsam bewältigen

16:26 Uhr: Die Staats- und Regierungschefs der führenden Wirtschaftsmächte haben sich bei einem G20-Videogipfel darauf verständigt, bei der Bekämpfung der Coronakrise an einem Strang zu ziehen. "Wir bekennen uns nachdrücklich dazu, dieser gemeinsamen Bedrohung geeint entgegenzutreten", heisst es in der Abschlusserklärung, die am Donnerstag von der Bundesregierung in Berlin verbreitet wurde.

Man werde "weder einzeln noch gemeinsam Mühen scheuen", um Leben zu schützen und Arbeitsplätze und Einkünfte zu sichern. Zudem wolle man sich gemeinsam darum bemühen, finanzielle Stabilität zu bewahren, Wachstum neu zu beleben und Störungen im Handel und in globalen Versorgungsketten so gering wie möglich zu halten, um gestärkt aus der Krise hervorzugehen. Die G20 will auch hilfebedürftigen Ländern Unterstützung zukommen lassen.

Zu dem Videogipfel hatte der saudische König Salman eingeladen, dessen Land dieses Jahr der G20 vorsitzt. Die Staatengruppe vereint zwei Drittel der Weltbevölkerung, 85 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung und 75 Prozent des Welthandels. Ihr gehören unter anderen die USA, China und Russland an. Für Deutschland nahm Bundeskanzlerin Angela Merkel an der Videoschalte teil.

Pharmabranche fordert mehr Rückendeckung in Coronakrise

15:57 Uhr: Die deutsche Pharmaindustrie hat mehr Rückendeckung von der Politik gefordert, um in der Coronakrise die Produktion und den Standort zu sichern. Als Reaktion auf die Pandemie solle die Branche als systemrelevant eingestuft werden, erklärte der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) am Donnerstag in Berlin. Das würde den Beschäftigten volle Bewegungsfreiheit geben.

Zudem müssten die Pharma-Unternehmen in die Beschaffung von Schutzkleidung einbezogen werden, hiess es in einem Brief an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). Fehlten nötige Schutzkleidung und Desinfektionsmittel, drohten Produktionseinschränkungen. Ferner seien mehr Corona-Tests nötig, um wichtiges Personal in Produktion und Qualitätskontrolle nach Verdachtsfällen "freizuprüfen" oder bei milden Symptomen Infektionen auszuschliessen. Mitarbeiter in versorgungskritischen Bereichen etwa in Praxen und Kliniken müssten vorrangig getestet werden.

Gerade in der Krise gelte es, die Pharma-Branche zu stärken. "Wir sind bei der Versorgung der Menschen in unserem Land zu stark von aussereuropäischen Standorten abhängig", sagte der BPI-Vorstandsvorsitzende Martin Zentgraf mit Blick auf die Debatte um Arznei-Engpässe.

Da Wirkstoffe etwa für Antibiotika stark in Indien und China produziert werden, stockt es bei Produktionsunterbrechungen oder Arznei-Verunreinigungen schnell in der Lieferkette. Engpässe bei Arzneien gibt es schon länger. Im Zuge der Coronakrise mehrten sich zuletzt aber Rufe, die Pharmaproduktion in Europa auszubauen.

Coronakrise: König Felipe besucht riesiges Feldkrankenhaus in Madrid

15:34 Uhr: Der spanische König Felipe VI. hat am Donnerstag das in der Coronakrise zu einer riesigen Klinik umfunktionierte Messezentrum Ifema in Madrid besucht. Mit Schutzmaske und Handschuhen bekleidet wollte sich der Monarch selbst ein Bild von der Lage in dem am Wochenende in Rekordzeit eröffneten Feldkrankenhaus machen.

Zunächst waren in mehreren Hallen fast 1.400 Betten eingerichtet worden, insgesamt könnte die Ifema Platz für bis zu 5.000 Patienten bieten - mehr als jede andere Klinik in Spanien. Auch Intensivpatienten sollen dort betreut werden.

"Dies ist ein Ort der Hoffnung für die Moral ganz Spaniens und unseren gemeinsamen Willen, das Virus zu besiegen", sagte Felipe. Die Ifema-Klinik sei "ein wahres Symbol dafür, wozu wir in der Lage sind, wenn wir gemeinsam für ein gemeinsames Ziel arbeiten."

Felipe wurde von mehreren Ministern und dem Bürgermeister von Madrid, José Luis Martínez-Almeida, begleitet und liess sich von Verantwortlichen und Mitarbeitern über Details der neuen Klinik und die weiteren Pläne informieren.

Covid-19-Patienten besuchte der 52-Jährige aus Sicherheitsgründen nicht. Der rund einstündige Besuch war streng geheimgehalten worden, selbst Medien wurden nicht über die königliche Visite unterrichtet.

Spanien ist eines der am heftigsten von der Krise betroffenen Länder. Bis Donnerstag stieg die Zahl der Fälle auf 56.000, rund 4.000 Menschen starben landesweit an Covid-19. Madrid ist der Hotspot, die Hälfte aller Todesfälle wurde bislang in der Hauptstadt verzeichnet. Viele Krankenhäuser sind völlig überfüllt.

Drogeriemarktkette: Mangel an Toilettenpapier bald beendet

15:14 Uhr: Der Chef der Drogeriemarktkette dm, Christoph Werner, macht Hoffnung auf ein baldiges Ende des Toilettenpapiermangels in den Regalen. Er sei sicher, dass das Phänomen nur kurzzeitig auftrete, sagte er dem "Handelsblatt" (Donnerstag). In Gaststätten und Hotels werde derzeit nichts verbraucht. "Die Produktion muss also nur umgeleitet werden, der Nachschub ist gesichert."

Warten heisst es derzeit auch für dm-Online-Kunden. "Wegen der enormen Nachfrage ist die Lieferzeit kurzzeitig von zwei bis drei Werktagen auf neun bis zwölf Werktage hochgeschnellt", sagte Werner. "Das bekommen wir in den Griff, wir sind bald wieder bei zwei Tagen." Einen Testlauf zur Abholung bestellter Waren in der Filiale habe man ausgesetzt, "weil die Mengen in den Märkten explodierten". dm arbeite aber daran, diese Möglichkeit des Einkaufens bundesweit anzubieten.

Mit Blick auf Hamsterkäufe und leere Regale beklagte Werner zum Teil massive Anfeindungen gegen Mitarbeiter in den etwa 2.000 dm-Filialen. "Auch ich habe bitterböse Briefe erhalten: Zum Beispiel, wie sich unsere Mitarbeiter erdreisten könnten zu reglementieren, wie viel Toilettenpapier man kaufen dürfe."

Drosten: Grippemittel könnte auch gegen das Coronavirus helfen

14:53 Uhr: Bei der Forschung mit Blick auf die Behandlung von Covid-19-Erkrankten gehe es momentan um den Einsatz existierender Medikamente, sagte der Chefvirologe der Berliner Charité, Christian Drosten. Seiner Einschätzung nach gibt es mindestens zwei Substanzen die "vielversprechender" seien.

Konkret nannte er das Grippe-Medikament Favipiravir, das in einigen asiatischen Ländern zugelassen sei. Man sehe bei dieser Substanz eine "Anfangsevidenz für eine Wirkung." Aaber diese sei klein. Man brauche mehr Studien, um dazu etwas zu sagen.

Drosten: Viele Tests bewahren uns vor vielen Toten in Deutschland

14:39 Uhr: In Deutschland werden nach Schätzung des Chefvirologen der Berliner Charité, Christian Drosten, inzwischen pro Woche rund 500.000 Tests auf eine Coronavirus-Infektion durchgeführt.

"Der Grund, warum wir in Deutschland im Moment so wenige Todesfälle haben, gegenüber der Zahl der Infizierten, ist hinreichend damit zu erklären, dass wir extrem viel Labordiagnostik in Deutschland machen", sagte Drosten am Donnerstag in Berlin.

Letzte Schätzungen liessen vermuten, dass wöchentlich rund eine halbe Million sogenannter PCR-Tests durchgeführt würden. Dabei werden Abstriche aus Nase oder Rachen genommen und im Labor auf Viren-Erbgut untersucht.

Wien spendiert seinen Senioren Taxi-Gutscheine

14:12 Uhr: Die Stadt Wien spendiert angesichts des Infektionsrisikos mit dem Coronavirus allen Senioren und Seniorinnen über 65 Jahre einen Taxi-Gutschein in Höhe von 50 Euro. Die Mittel für die Aktion sind am Donnerstag vom Gemeinderat freigegeben worden.

Von der Massnahme können rund 300.000 ältere Menschen profitieren. Mit den Taxi-Gutscheinen könne die ältere Generation zu den notwendigen Terminen mit dem Taxi fahren und so das Infektionsrisiko durch mögliche Kontakte in Bussen und Bahnen minimieren, sagte Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ).

Staubsauger-Hersteller spendet Beatmungsgeräte

14:04 Uhr: Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie hat die britische Regierung 10.000 Atemwegsgeräte bei dem Hausgeräte-Spezialisten Dyson bestellt. Premierminister Boris Johnson habe seine Firma entsprechend um Hilfe gebeten, schrieb Sir James Dyson in einer E-Mail an seine Mitarbeiter.

Der Unternehmer versprach ausserdem, weltweit 5.000 der neuen Geräte zusätzlich zur Rettung von Covid-19-Lungenkranken zu spenden. Die Firma ist vor allem für beutellose Staubsauger bekannt.

Spahn: Bei Coronakrise "noch Ruhe vor dem Sturm"

13:31 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rechnet mit weiter steigenden Belastungen für Krankenhäuser und Praxen in der Coronakrise. "Noch ist das die Ruhe vor dem Sturm", sagte der CDU-Politiker am Donnerstag bei einer Pressekonferenz zusammen mit mehreren Experten. "Keiner kann genau sagen, was in den nächsten Wochen kommt."

Spahn sprach davon, dass sich die Ärzte und Pfleger in den Krankenhäusern derzeit auf die grösste Herausforderung der letzten Jahrzehnte vorbereiten würden.

Daher sei es weiterhin nötig, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und gleichzeitig die Kapazitäten in den Kliniken auch mit Intensivbetten zu erhöhen.

Wie Prof. Dr. Lothar H. Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts, erklärte, gebe es derzeit auch noch keine "Schlüsselindikatoren", anhand derer man bestimmen könne, wann Ausgangsbeschränkungen und andere Corona-Massnahmen gelockert werden können.

Auch Mitarbeiter von Lidl und Kaufland erhalten Bonuszahlung

11:45 Uhr: Auch die 140.000 Mitarbeiter von Lidl und Kaufland erhalten einen Bonus für ihren anstrengenden Einsatz in der Corona-Krise. Jeder Mitarbeiter in der Filiale, in der Logistik und in den Produktionsbetrieben erhalte im April eine Sonderzahlung von bis zu 250 Euro, teilte am Donnerstag die Schwarz-Gruppe mit, zu der die beiden Ladenketten gehören.

Insgesamt lässt sich der Handelsriese die Prämien rund 35 Millionen Euro kosten. Zuvor hatte bereits Rewe eine Prämie für seine Mitarbeiter und die Beschäftigten der konzerneigenen Discountkette Penny angekündigt.

Die Mitarbeiter in Vertrieb, Logistik und Produktion hätten in den vergangenen Wochen Aussergewöhnliches geleistet, damit die Menschen in Deutschland jeden Tag mit frischen Lebensmitteln versorgt werden, erklärten Lidl Deutschland-Chef Matthias Oppitz und sein Kaufland-Pendant, Ralf Imhof.

Der Bonus für die Lidl- und Kaufland-Beschäftigten werde als Warengutschein ausgezahlt, damit die Prämie möglichst als Netto-Zahlung bei den Beschäftigten ankomme.

Flughafen Paris-Orly schliesst in kommender Woche wegen Coronavirus

11:19 Uhr: Der Flughafen Paris-Orly wird wegen des Coronavirus ab dem 1. April geschlossen. Ab dem 31. März 2020 um 23.30 Uhr und bis auf Weiteres würden alle Flüge, die in Paris-Orly durchgeführt werden, auf den Pariser Flughafen Charles de Gaulle verlegt, teilte der Flughafenbetreiber am Donnerstag auf seiner Webseite mit. Bis dahin werden alle Flüge am Terminal 3 abgewickelt, Terminal 1,2 und 4 sind bereits geschlossen. Reisende sind dazu aufgerufen, sich über den aktuellen Status ihres Fluges zu informieren.

Medien: Geistlicher in päpstlichem Gästehaus positiv auf Coronavirus getestet

11:00 Uhr: Ein italienischer Geistlicher, der im selben Gebäude wie Papst Franziskus lebt, ist Medienberichten zufolge positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Mann, der seit Jahren im Gästehaus Santa Marta wohne, sei ins Krankenhaus eingeliefert worden, berichteten mehrere italienische Zeitungen am Donnerstag. In Italien sind laut der der Zeitung "Avvenire" bereits 67 Priester am Coronavirus gestorben.

Die Zeitungen "La Stampa" und "Il Messaggero" berichteten, das Gästehaus werde nun desinfiziert. Als Vorsichtsmassnahme habe der Pontifex eine Zeit lang alleine in seinem Zimmer gegessen, schrieb "La Stampa".

US-Infektiologe: Coronavirus könnte saisonal wiederkehren

10:52 Uhr: Der renommierte US-Experte Anthony Fauci hat davor gewarnt, dass das neuartige Coronavirus in Zukunft immer wieder saisonal auftreten könnte.

Deshalb müssten dringend ein Impfstoff und wirksame Behandlungsmöglichkeiten entwickelt werden, sagte der Leiter des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten (NIAID) Fauci am Mittwoch in Washington.

Das Virus beginne sich nun auch in der südlichen Erdhalbkugel, wo der Winter anbricht, auszubreiten, sagte Fauci. Sollte es in den südlichen Ländern tatsächlich zu einem "erheblichen Ausbruch" kommen, müssten die Länder der Nordhalbkugel "darauf vorbereitet sein, dass wir einen zweiten Zyklus haben werden".

Derzeit werden bereits zwei Impfstoffe in den USA und China an Freiwilligen getestet. Bis sie auf den Markt kommen, könnten ein bis anderthalb Jahre vergehen.

Auch an Möglichkeiten zur Behandlung der durch das Virus ausgelösten Lungenkrankheit COVID-19 wird geforscht. Unter anderem ist dafür das Malariamittel Chloroquin im Gespräch.

Chinesische Wissenschaftler kommen in einem bislang noch nicht begutachteten Fachbeitrag zu dem Schluss, dass sich das Virus bei Kälte besser ausbreitet als in heissem und feuchtem Klima.

Es wird angenommen, dass Speicheltröpfchen, durch die das Virus weitergegeben wird, bei kaltem Wetter länger in der Luft bleiben und das immunsystem durch Kälte geschwächt wird.

Zudem kann das Virus möglicherweise auf heissen Oberflächen nicht so lange überleben, da die es umgebende Fettschicht schneller austrocknet. Allerdings ist ein warmes Klima kein Garant dafür, dass das Virus gar nicht mehr auftritt. So wurden etwa in Australien fast 2.500 Infektions- und acht Todesfälle registriert.

Mehr als 37.900 Corona-Nachweise in Deutschland - 215 Tote

10:40 Uhr: In Deutschland sind bislang mehr als 37.900 Infektionen mit dem Coronavirus registriert. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit mehr als 10.400 Fällen sowie Bayern und Baden-Württemberg mit jeweils mehr als 7.200 Fällen. Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit 78,8 die meisten Infektionen.

Mindestens 215 mit SARS-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Zwei weitere Deutsche starben nach Auskunft des Robert Koch-Instituts während einer Reise in Ägypten.

Katastrophenmediziner schildern dramatische Lage im Elsass

10:31 Uhr: Katastrophenmediziner haben sich im Auftrag des baden-württembergischen Innenministeriums ein Bild von der Lage in Strassburg gemacht - und berichten über dramatische Zustände an der Grenze zu Deutschland. Demnach arbeiten infizierte Mediziner an der Universitätsklinik Strassburg weiter mit Corona-Patienten, und über 80-Jährige werden nicht mehr beatmet. Stattdessen erfolge "Sterbebegleitung mit Opiaten und Schlafmitteln", schreiben die Mitarbeiter des Deutschen Instituts für Katastrophenmedizin in Tübingen in dem Bericht, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Unter der Annahme, dass sich die Entwicklung, wie sie im Elsass bestehe, bald in Deutschland einstellen werde, sei eine optimale Vorbereitung von "allerhöchster Dringlichkeit". Mehrere Medien haben darüber berichtet.

Steinmeier stimmt Bürger auf weitere schwierige Wochen ein

10:00 Uhr: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier stimmt die Bürger wegen der Coronakrise auf weitere schwierige Wochen ein. Abstand halten sei "das Gebot der Stunde" - diese Stunde dauere allerdings keine 60 Minuten, sondern "womöglich Wochen", sagte Steinmeier in einer am Donnerstag veröffentlichten Videobotschaft.

Nur durch Verzicht könne aktuell verhindert werden, "dass wir dauerhaft verlieren, was wir lieben", mahnte Steinmeier.

Solidarität sei derzeit "existenziell wichtig", betonte der Bundespräsident. Viele Menschen handelten danach und gingen etwa für ältere Nachbarn einkaufen oder hängten Lebensmitteltüten für Obdachlose an "Gabenzäune". "Sie alle, Sie sind die Heldinnen und Helden in der Coronakrise", lobte Steinmeier. Mit einigen habe er in den vergangenen Tagen telefoniert.

Nach Angaben des Bundespräsidialamts führt Steinmeier derzeit "zahlreiche" Telefonate mit Bürgern, "die in der Coronakrise besonders gefordert sind". Dazu zählten etwa Pfleger, Ärztinnen, Sozialarbeiter, Lehrerinnen und Supermarktmitarbeiterinnen. "In den Gesprächen informiert sich der Bundespräsident über die aktuellen Erfahrungen in ihrem Alltag, über ihre jeweiligen Herausforderungen und Probleme." Ausserdem danke er den Menschen für ihr Engagement.

In seiner Videobotschaft betonte Steinmeier ausserdem, wie wichtig internationale Solidarität und Zusammenarbeit seien. "Das Virus hat keine Staatsangehörigkeit, und das Leid macht nicht vor Grenzen halt. Aber ebenso wenig sollten wir es tun."

Steinmeier verwies unter anderem auf grenzüberschreitende Forschungskooperationen zur Suche nach Impfstoffen und Therapieansätzen gegen das Coronavirus. "Bündeln wir weltweit alles Wissen und alle Erfahrung, alle Kreativität und Energie! Das ist mein Appell", sagte er. "Darein setze ich meine Hoffnung."

Bereits vor zehn Tagen hatte sich das Staatsoberhaupt in dieser Form zur Coronakrise geäussert. Laut Bundespräsidialamt sind regelmässige Stellungnahmen Steinmeiers per Videobotschaft geplant.

Apple spendet zehn Millionen Atemschutzmasken an US-Mediziner

09:40 Uhr: Apple hat zehn Millionen Atemschutzmasken beschafft und spendet sie an amerikanische Mediziner. Weitere Millionen Masken sollen in besonders schwer betroffene Regionen in Europa gehen, wie Konzernchef Tim Cook in der Nacht zum Donnerstag über Twitter ankündigte. Sie würden Apple-Zulieferern abgekauft und die Aktion werde mit lokalen Regierungen koordiniert, erläuterte er.

In Kalifornien niedergelassene Unternehmen sind ausserdem seit den verheerenden Waldbränden von 2018 verpflichtet, Atemschutzmasken für ihre Mitarbeiter vorzuhalten. Facebook hatte jüngst 720.000 Masken aus dieser Reserve gespendet.

Notizblock

Saarland passt Verfügung zu Ausgangsbeschränkungen wegen Corona an

09:25 Uhr: Seit Mitternacht gelten im Saarland veränderte Regeln bei den Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie. Die Landesregierung habe die Allgemeinverfügung an die Beschlussempfehlung des Bundes angepasst, teilte ein Regierungssprecher in Saarbrücken mit.

Sport und Bewegung an der frischen Luft seien alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder mit den Personen, die im selben Haushalt leben, möglich. Zuvor waren Sport und Bewegung draussen mit bis zu fünf Personen erlaubt, mit denen man nicht in einem Haushalt lebt, wenn ein Mindestabstand eingehalten wurde. Es bleibe im Saarland bei der Ausgangsbeschränkung, nach der das Verlassen der eigenen Wohnräume nur noch bei triftigen Gründen erlaubt sei. Besuche bei Freunden oder Bekannten seien auch weiter nicht gestattet.

Darüber hinaus sei eine Regelung für Hotels und sonstige Beherbergungsbetriebe getroffen worden, erklärte der Regierungssprecher. Ab sofort seien nur noch Übernachtungen aus beruflichen oder wichtigen persönlichen Gründen gestattet. Das treffe etwa zu, wenn die eigene Wohnung unbewohnbar sei.

Russland setzt Flugverkehr ins Ausland aus

08:41 Uhr: Russland setzt von diesem Freitag an fast alle Flugverbindungen ins Ausland aus. Das wies die Regierung in Moskau der Staatsagentur Tass zufolge am Donnerstag an. Davon ausgenommen seien Flüge, mit denen im Ausland festsitzende Russen in ihre Heimat zurückgeholt werden sollen.

Nicht betroffen von der Regelung sind Inlandsflüge. Der Flugverkehr etwa nach Deutschland war zuletzt bereits deutlich zusammengestrichen worden. So flog die Fluggesellschaft Aeroflot lediglich noch Berlin an.

In Russland haben sich nach offiziellen Angaben bislang (Stand von gestern) 658 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das Virus war bislang bei drei gestorbenen Menschen nachgewiesen worden. Wladimir Putin hatte die kommende Woche als arbeitsfrei erklärt, um die Ausbreitung der Lungenkrankheit einzudämmen.

Zuckersüsse Idee gegen Corona-Einsamkeit

08:27 Uhr: Quarantäne, Kontaktverbot, Ausgangsbeschränkungen - Wie auch immer man es nennt oder wovon man betroffen ist, haben all diese Massnahmen eines gemeinsam: Die Gefahr, dass Menschen sich einsam fühlen, steigt momentan von Tag zu Tag.

So geschehen ist das gestern auch bei einem Elfjährigen aus dem Raum Ansbach, der allein zu Hause war und unter Tränen den Notruf wählte. Doch die Beamten sorgten mit einer zuckersüssen Idee für ein Happy End. Die ganze Geschichte lesen Sie hier.

Zwei Ortsteile in Sachsen-Anhalt unter Quarantäne

08:16 Uhr: Wegen der hohen Anzahl von Infizierten sind zwei Ortsteile der Stadt Jessen (Elster) in Sachsen-Anhalt von der Aussenwelt abgeschirmt: Jessen und Schweinitz stehen unter Quarantäne.

Seit 7 Uhr kontrollieren Feuerwehrleute und Polizisten die Zufahrtsstrassen, wie der Sprecher des Landkreises Wittenberg bestätigte. Die Quarantäne ist bis zum 10. April angekündigt.

Dem Sprecher zufolge sind rund 8000 Einwohner betroffen. Anlass für die Massnahmen ist ein Corona-Ausbruch in einem Pflegeheim. Von 16 Infizierten mussten bereits drei ins Krankenhaus gebracht werden.

Privatinsolvenzen werden wegen Coronavirus steigen

07:54 Uhr: Das Informationsunternehmen Crifbürgel erwartet in diesem Jahr wegen des Coronavirus mehr private Insolvenzen. "Das Coronavirus wird die Wirtschaft schwer belasten, wobei die Auswirkungen heute noch gar nicht abschätzbar sind", sagte Geschäftsführer Christian Bock am Donnerstag in Hamburg.

"Wir müssen jedoch davon ausgehen, dass es in der Folge auch wieder mehr Privatinsolvenzen in Deutschland geben wird." Gegenwärtig rechne er mit einem Anstieg um mindestens zehn Prozent.

Bereits jetzt gelten circa 6,8 Millionen Bürger als überschuldet und können ihre Verpflichtungen kaum mehr bedienen. Für viele dieser Personen sorge ein Schock auf der Einkommensseite für ein erhöhtes Risiko einer Privatinsolvenz. Am Arbeitsmarkt werde es durch die Krise zu massiven Einschnitten kommen.

"Arbeitslosigkeit - und die damit verbundene Einkommensverschlechterung - ist der Haupttreiber für eine Privatinsolvenz. Wenn die Arbeitslosigkeit ansteigt, verfügen die Personen bei weiterhin hohen Kosten über weniger Geld", sagte Bock.

700 Prozent mehr Klopapier verkauft

07:13 Uhr: Die Gewinner der Coronakrise sind die Hersteller von Toilettenpapier. Hamsterkäufe beim Hygieneartikel haben den Absatz massiv erhöht. Von Februar zum März 2020 sei eine Steigerung um 700 Prozent zu verzeichnen, sagte Christian Böttcher, Sprecher des Bundesverbands des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH), ohne genaue Zahlen zu nennen.

Das Toilettenpapier nehme beim Kaufverhalten der Deutschen eine Sonderstellung ein, so der Sprecher. Wegen der Angst, man dürfe irgendwann nicht mehr das Haus verlassen, werde gebunkert. Es entstehe eine paradoxe Situation. Böttcher: "Einige wissen nicht, wohin damit. Andere haben zu wenig."

Sieben Corona-Fälle auf deutschem Kreuzfahrtschiff

06:44 Uhr: An Bord eines vor Australien ankernden deutschen Kreuzfahrtschiffs sind mindestens sieben Menschen am Coronavirus erkrankt. Es handele sich hierbei um fünf Passagiere und zwei Crewmitglieder, teilte der Bonner Reiseveranstalter Phoenix am Mittwochabend mit.

Allen an Bord von "MS Artania" gehe es aber gut, keine der infizierten Personen befinde sich in einem gesundheitlich kritischen Zustand. Alle Gäste sollten mit eigens gecharterten Flugzeugen voraussichtlich am Samstag aus Australien ausgeflogen werden. Das Schiff bietet laut Phoenix 510 Besatzungsmitgliedern und 1200 - meist deutschen - Passagieren Platz.

US-Senat verabschiedet Billionen-Konjunkturpaket

04:50 Uhr: Der US-Senat hat wegen der Coronavirus-Pandemie ein massives Konjunkturpaket beschlossen, mit dem rund 2 Billionen US-Dollar in die Wirtschaft gepumpt werden sollen. Das von Republikanern, Demokraten und der Regierung ausgehandelte Gesetzespaket wurde in der Nacht zum Donnerstag mit überwältigender Mehrheit angenommen.

Nun muss noch das Repräsentantenhaus zustimmen, was im Lauf der Woche passieren sollte. Präsident Donald Trump hat angekündigt, das Gesetzespaket dann umgehend mit seiner Unterschrift in Kraft zu setzen.

"Das ist ein stolzer Moment für den Senat", sagte der republikanische Mehrheitsführer in der Parlamentskammer, Mitch McConnell. Die Senatoren hatten seit Freitag praktisch rund um die Uhr um das Paket gerungen. Nach Angaben der Regierung handelte es sich um das umfangreichste Konjunkturpaket der US-Nachkriegsgeschichte.

Zahl der Toten steigt in den USA auf über 1000

03:58 Uhr: In den USA hat die Zahl der durch das Coronavirus ums Leben gekommenen Menschen am Mittwoch die Marke von 1.000 überschritten. Das geht aus Daten der Universität Johns Hopkins hervor. Demnach starben mittlerweile sogar mehr als 1.030 Menschen an COVID-19. Mehr als 68.500 Infizierte wurden bestätigt.

Nur China und Italien haben bislang mehr Infizierte registriert. New York ist die US-Stadt mit den meisten Opfern - hier wurden allein 280 Tote gezählt. Für das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum gelten weitreichende Ausgangssperren. Restaurants, Bars, Schulen, Museen und Broadwayshows sind geschlossen.

Ausgangsverbot in Spanien bis 11. April verlängert

02:13 Uhr: In dem von der Coronavirus-Krise besonders schwer betroffenen Spanien müssen die knapp 47 Millionen Bürger nun sogar bis zum 11. April weitgehend zu Hause bleiben.

Das Parlament in Madrid billigte am frühen Donnerstagmorgen einen Antrag der linken Regierung auf Verlängerung des Alarmzustands um weitere zwei Wochen. Im Rahmen dieser dritthöchsten Notstandsstufe ist seit dem 15. März im ganzen Land unter anderem ein strenges Ausgangsverbot in Kraft.

Ministerpräsident Pedro Sánchez sprach in seiner Rede von einem "Albtraum", der aber "bald vorbei sein" werde. Dafür tue seine Regierung alles. Die Verlängerung des Alarmzustands wurde nach einer elfstündigen Marathonsitzung gegen zwei Uhr morgens ohne Gegenstimmen angenommen.

Nur 43 der insgesamt 350 Abgeordneten nahmen an der Debatte und der anschliessenden Abstimmung im "Congreso de los Diputados" persönlich teil. 307 zogen es wegen des Virus vor, aus sicherer Ferne die Stimme abzugeben.

Alle Meldungen vom Mittwoch, 25. März

New York baut provisorische Leichenhalle

23:00 Uhr: Angesichts ansteigender Totenzahlen in der Corona-Krise hat die Millionenmetropole New York eine provisorische Leichenhalle errichtet. Die weissen Zelte wurden ausserhalb des Bellevue Krankenhauses in Manhattan aufgebaut, wie Fotos zeigten und lokale Medien übereinstimmend am Mittwoch berichteten. Die Internetseite "Politico" berichtete unter Berufung auf anonyme Quellen im Heimatschutzministerium, dass erwartet würde, dass die Leichenschauhäuser in der Ostküstenstadt nächste Woche an ihre Kapazitätsgrenze stossen.

New York hat in der Corona-Pandemie mit etwa 200 Toten nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität mit Abstand die meisten US-Opfer.

Slowakei erlaubt Staatszugriff auf Handydaten

22:34 Uhr: Von einer notwendigen Massnahme zur Eindämmung der Coronavirus-Infektionen spricht die Regierung, vor einer drohenden "Bespitzelung der Bürger" warnt die Opposition: In einem ausserordentlichen Schnellverfahren hat das slowakische Parlament am Mittwoch mit 91 Ja- gegen 43 Nein-Stimmen einer Gesetzesnovelle zugestimmt, die dem Staat den Zugriff auf ansonsten geschützte Handydaten der Bürger erlaubt. Damit darf die staatliche Gesundheitsbehörde künftig anhand der Mobiltelefon-Lokalisierungsdaten verfolgen, wo sich mit dem neuartigen Coronavirus Infizierte bewegen und mit wem sie sich treffen.

Man will damit kontrollieren, ob Infizierte nicht gegen Quarantäne-Vorschriften verstossen. Ausserdem soll die Massnahme ermöglichen, nach einem positiven Test auf Covid-19 alle jene Menschen zu warnen, mit denen die infizierte Person zuvor in Kontakt getreten war.

Finnland führt strenge Massnahmen für Region um Helsinki ein

22:00 Uhr: Die finnische Regierung geht mit verschärften Massnahmen vor allem für die Region rund um die Hauptstadt Helsinki gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus vor. Die Bewegungsfreiheit zwischen der südlichen Landschaft Uusimaa rund um Helsinki und dem Rest Finnlands werde von diesem Freitag bis zum 19. April eingeschränkt, gab Ministerpräsidentin Sanna Marin am Mittwochabend auf einer Pressekonferenz bekannt. In der Zeit sei es verboten, nach Uusimaa hinein- oder aus der Landschaft herauszufahren. Ausnahmen gebe es unter anderem für Fahrten zur Arbeit. In Uusimaa wohnen mehr als 30 Prozent aller Finnen.

Die Einschränkung der Bewegungsfreiheit sei die einzige Möglichkeit zur Begrenzung der Corona-Ausbreitung, sagte Marin. Die geplante Schliessung von Restaurants, Kneipen, Nachtclubs und Cafés für Kunden lasse sich dagegen bis zum Wochenende noch nicht umsetzen, sagte Marin.

Rumänien will alle Bewohner von Ballungsräumen auf Corona testen

21:30 Uhr: In Rumänien soll die gesamte Bevölkerung der Hauptstadt Bukarest und anderer grösserer Ballungsräume auf eine Infektion getestet werden. Das kündigte Gesundheitsminister Victor Costache am Mittwochabend an. Mobile Teams sollten von Haus zu Haus gehen und den Bürgern Testmaterial abnehmen.

Vorbild sei dabei das Corona-Krisenmanagement in Südkorea, wo ebenfalls breit getestet worden sei, sagte der Minister weiter. Für die Aktion würden in Bukarest "mindestens zwei, maximal fünf Millionen" Test-Sets gebraucht. Nächste Woche erwarte man den Import von etwa 180.000 Tests. Der Sender "Digi24" rechnete vor, dass für eine Untersuchung all dieser Menschen 2660 Tage oder mehr als sieben Jahre benötigt würden.

Mehr als 37.000 Corona-Nachweise in Deutschland - mehr als 200 Tote

21:01 Uhr: In Deutschland sind bislang mehr als 37.000 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit fast 9.700 Fällen sowie Bayern mit fast 7.300 und Baden-Württemberg mit mehr als 7.200 Fällen. Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit 78,8 die meisten Infektionen.

Mehr als 200 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben.

Spanien: Krankenwagen mit Corona-Patienten mit Steinen beworfen

20:40 Uhr: Mehrere Krankenwagen mit insgesamt 28 älteren Corona-Patienten sind in Spanien mit Steinen beworfen worden. Die Attacke habe sich bereits am Dienstag in La Línea de la Concepción im Süden des Landes ereignet, berichtete die spanische Polizei am Mittwoch. Dutzende Menschen hätten damit verhindern wollen, dass die infizierten und zum Teil an Covid-19 erkrankten Rentner, die aus einer anderen Gemeinde stammen, in ein Heim der andalusischen Stadt verlegt und dort unter Quarantäne gesetzt werden.

Die Rentner waren zuvor aus ihrem Wohnheim in der rund hundert Kilometer nördlich von La Línea gelegenen Gemeinde Alcalá del Valle evakuiert worden, weil es dort eine grosse Ausbreitung des Coronavirus gegeben hatte. Drei Heimbewohner starben, mindestens die Hälfte der Mitarbeiter der Residenz wurden positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet. La-Línea-Bürgermeister Juan Franco kritisierte am Mittwoch die gewalttätigen Proteste, sagte aber auch, die Verlegung der Senioren sei "nicht gut geplant" gewesen.

Mehr als 25.000 bestätigte Infektionen in Frankreich

20:32 Uhr: In Frankreich gibt es erstmals mehr als 25.000 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Die Zahl der Fälle sei innerhalb eines Tages um 2.933 auf insgesamt 25.233 gestiegen, teilte Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon am Mittwoch in Paris mit. Demnach wurden 1.331 Todesfälle verzeichnet. Rund 11.500 Patienten würden landesweit in Krankenhäusern behandelt, gut 2.800 davon auf Intensivstationen. Ein Drittel der Patienten in den Kliniken sei jünger als 60 Jahre, sagte Salomon.

WHO-Chef warnt für zu früher Aufhebung von Corona-Restriktionen

19:53 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt davor, die strikten Massnahmen zur Eindämmung des gefährlichen neuen Coronavirus zu früh wieder aufzuheben. "Das letzte, was Länder nun brauchen, ist, dass Schulen und Unternehmen öffnen, nur um dann wegen eines Wiederauflebens (des Virus) erneut zur Schliessung gezwungen zu werden", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch in Genf.

US-Präsident Donald Trump will die Beschränkungen möglichst schon Ostern, also in zweieinhalb Wochen, wieder aufheben. Die Folgen der Schutzmassnahmen für die Wirtschaft würden verheerender als die Auswirkungen der Pandemie, sagte er am Dienstag dem Sender Fox News.

Italien: Zahl der Neuinfektionen sinkt leicht

19:15 Uhr: In Italien ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus über mehrere Tage leicht gesunken. Zugleich blieb die Zahl der Toten infolge der Pandemie mit 683 innerhalb eines Tages weiter hoch. Wie der Zivilschutz in Rom am Mittwoch mitteilte, verzeichneten die Behörden bei den aktuell Infizierten rund 3.500 Fälle mehr als am Dienstag. Auch an den drei vorausgegangenen Tagen war das Plus an registrierten Neuinfektionen jeweils leicht gefallen. Mehrere Experten mahnten, dass man erst nach einer Woche oder mehr von einer wirklichen Trendumkehr bei den Infektionen ausgehen könne.

Insgesamt registrierte Italien bisher 74.386 Corona-Fälle. Mehr als 7..500 Menschen starben seit Februar in Folge des Erregers Sars-CoV-2. Italien ist in Europa das am härtesten getroffene Land. Mehr als 9000 Menschen gelten inzwischen als geheilt. Am Dienstag hatten die Behörden 743 neue Corona-Tote beklagt.

Kanzleramtschef Braun: Junge dürfen später einmal als erste wieder raus

18:30 Uhr: Die Bundesregierung will die strengen Kontaktbeschränkungen infolge der Corona-Krise nach den Worten von Kanzleramtschef Helge Braun später einmal zunächst für junge und gesunde Menschen wieder lockern. Der CDU-Politiker sagte am Mittwoch in der Social-Media-App Jodel: "Die nächste Phase lautet natürlich: Junge Menschen, die nicht zu den Risikogruppen gehören, dürfen wieder mehr auf die Strasse."

Aktuell hänge viel davon ab, ob die Infektionskurve mit den beschlossenen Massnahmen flach gehalten werden könne. "Das zeigt sich in den nächsten zwei Wochen", sagte Braun. Dann könne man hoffentlich auch die Frage nach einem Ende der Einschränkungen beantworten.

G7-Aussenminister ohne gemeinsame Leitlinien für Corona-Krise

18:25 Uhr: Die Aussenminister sieben führender westlicher Industriestaaten haben sich in einer Videokonferenz nicht auf gemeinsame Leitlinien für den Kampf gegen das Coronavirus einigen können. Hauptgrund: Die USA bestanden schon in den Vorgesprächen darauf, dass in einer möglichen Abschlusserklärung die chinesische Herkunft des Virus genannt wird.

Die Aussenminister Deutschlands und Grossbritanniens, Heiko Maas und Dominic Raab, legten in der Schalte am Mittwoch aber ein gemeinsames Papier vor, auf dessen Basis nun weiter über ein gemeinsames Vorgehen beraten werden soll. "Zum Vorgehen haben wir uns geeinigt, dass nunmehr auf Grundlage der deutsch-britischen Vorschläge zentrale Eckpunkte einer koordinierten Antwort der G7 auf die Krise abgestimmt werden sollen", sagte Maas nach den Beratungen. "In einer Zeit des globalen Ausnahmezustands kommt der "Gruppe der Sieben" eine entscheidende Bedeutung zu. Gerade die wirtschaftlich stärksten Nationen müssen in diesen Tagen solidarisch und verantwortungsvoll handeln und über eigene Interessen hinaus denken."

Die USA hatten vor dem Aussenministertreffen einen Entwurf für eine gemeinsame Erklärung vorgelegt, in dem der Begriff "Wuhan-Virus" enthalten war, der von den anderen Mitgliedern nicht akzeptiert wurde. Schon in den Vorgesprächen einigte man sich deshalb, ganz auf eine gemeinsame Erklärung zu verzichten. Der G7 gehören neben den USA, Grossbritannien und den USA auch Frankreich, Grossbritannien, Italien und Kanada an.

Mehr als 400.000 Briten wollen Gesundheitsdienst helfen

18:20 Uhr: An einem einzigen Tag meldeten sich mehr als 400.000 Briten als freiwillige Helfer des staatlichen Gesundheitsdienstes NHS im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Das sagte Premierminister Boris Johnson am Mittwoch vor Journalisten in London. Sie sollen Essen und Medikamente ausliefern, Patienten zu Terminen fahren und mit Menschen in Isolation telefonieren. Johnson bedankte sich bei den Freiwilligen und lobte deren Engagement.

Saudi-Arabien riegelt Riad sowie Mekka und Medina ab

17:59 Uhr: Saudi-Arabien riegelt wegen der Ausbreitung des Coronavirus die Hauptstadt Riad sowie die muslimischen Wallfahrtsorte Mekka und Medina ab.

Das Königreich verschärft ausserdem die Ausgangssperre in den drei Städten, wie die amtliche Nachrichtenagentur SPA am Mittwoch berichtete. Das Gesundheitsministerium hatte zuvor den zweiten Corona-Todesfall in Saudi-Arabien gemeldet. Die Zahl der Infizierten erhöhte sich demnach auf 900. Saudi-Arabien ist das am schwersten von der Pandemie betroffene Land unter den Monarchien der Golfregion.

Deutsche Bahn: 75 bis 80 Prozent des üblichen Angebots

17:56 Uhr: Die Deutsche Bahn hat ihr Angebot reduziert, um Beschäftigte und die Flotte zu schonen. Derzeit fahren noch 75 bis 80 Prozent der Züge, wie der bundeseigene Konzern am Mittwoch mitteilt.

Die Bahn reagiert damit auf Kritik der Lokführergewerkschaft GDL. Deren Vorsitzender Claus Weselsky hatte gefordert, die Kapazitäten angesichts der niedrigen Auslastung auf 50 Prozent runterzufahren. "Wir müssen nicht auf Teufel komm raus heisse Luft transportieren", sagt er.

Roboter überwacht Ausgangsbeschränkungen in Tunis

17:50 Uhr: Die Szenen wirken wie aus einem Science Fiction-Film: Ein kleiner, gepanzerter Roboter fährt durch fast menschenleere Strassen und hält die wenigen Fussgänger an, die sich noch draussen aufhalten.

Um die wegen des Coronavirus geltenden Ausgangsbeschränkungen zu kontrollieren, setzt die tunesische Polizei einen Roboter in der Hauptstadt Tunis ein. Gesteuert wird das Fahrzeug von einer Einsatzzentrale aus, wie in einem am Mittwoch veröffentlichten Video des tunesischen Innenministeriums zu sehen ist.

Frauenfussball: Coronafall beim 1. FFC Frankfurt

17:42 Uhr: Auch die Frauenfussball-Bundesliga hat ihren ersten Coronafall. Eine Spielerin des 1. FFC Frankfurt wurde positiv getestet, das gab der Klub am Mittwoch bekannt. Frankfurt teilte nicht mit, um welche Akteurin es sich handelt.

Die Betroffene hatte nach FFC-Angaben die typischen Krankheitssymptome, danach wurde der Test veranlasst. Da die Spielerin wie ihre Teamkolleginnen zuletzt individuell trainierte, ist kein Coronatest für die Mannschaft und das Trainer- sowie Betreuerteam vorgesehen. "Die Spielerin zeigt leichte Symptome, ihr geht es den Umständen aber entsprechend gut", sagt FFC-Manager Siegfried Dietrich.

Das Mannschaftstraining ist derzeit bis zum 6. April ausgesetzt, der Spielbetrieb in der Bundesliga ruht mindestens bis zum 19. April.

Jüdischer und muslimischer Sanitäter in Israel beten: Foto geht viral

17:21 Uhr: Ein Foto, das einen jüdischen und einen muslimischen Rettungssanitäter in Israel beim Gebet zeigt, geht in sozialen Medien viral. Das Bild wird als Symbol der Versöhnung zu Zeiten der Corona-Krise gewertet.

Es zeigt zwei Mitarbeiter des jüdischen Rettungsdienstes Magen David Adom neben ihrem Krankenwagen. Der muslimische Sanitäter kniet auf einem Gebetsteppich. Sein jüdischer Kollege trägt einen schwarz-weissen Gebetsschal. Die beiden Männer kehren sich den Rücken zu, jeder ist offenbar vertieft im eigenen Gebet, es entsteht aber der Eindruck einer Einheit.

"Ein schönes Bild, das zeigt, wie Israelis in Zeiten der Krise zusammenkommen", schrieb Magen David Adom. Ungeachtet ihrer Herkunft und Religion seien alle Mitarbeiter dem Kampf gegen das Coronavirus verpflichtet.

Zweiter Corona-Test von Bundeskanzlerin Merkel negativ

17:01 Uhr: Auch der zweite Coronavirus-Test von Bundeskanzlerin Angela Merkel ist negativ ausgefallen. Dies teilt ein Regierungssprecher am Mittwoch mit: "Die Bundeskanzlerin arbeitet weiterhin aus der häuslichen Quarantäne und wird sich Anfang der kommenden Woche erneut testen lassen."

Merkel hatte am vergangenen Freitag Kontakt zu einem mit dem Coronavirus infizierten Arzt.

Bundestag beschliesst Klinik-Hilfen und nationale Epidemie-Lage

16:53 Uhr: Die Kliniken in Deutschland bekommen Milliardenhilfen zum Schutz vor Finanznöten wegen der Corona-Krise. Der Bundestag beschliesst am Mittwoch ein Gesetz von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), das Mehrkosten und Einnahmeausfälle auffangen soll.

Für den Ausbau der Intensivbetten für schwer kranke Corona-Patienten soll es Bonuszahlungen geben. Das Parlament stellt zudem eine "epidemische Lage von nationaler Tragweite" fest. Es beschliesst ein Gesetz, das dem dem Bund deswegen befristet zusätzliche Kompetenzen gibt, um im Krisenmanagement in ganz Deutschland schneller reagieren zu können.

Die Krankenhäuser sollen für jedes nun frei gehaltene Bett 560 Euro pro Tag bekommen. Für jede neue Intensiv-Behandlungseinheit mit künstlicher Beatmung soll es 50.000 Euro Bonus geben. Für Mehrkosten bei Schutzausrüstung soll es Zuschläge geben. Hintergrund ist, dass die Kliniken planbare Operationen und Neuaufnahmen vorerst aussetzen sollen. Dies soll Kapazitäten freimachen, um für Corona-Patienten mit schwereren Verläufen vorbereitet zu sein.

Der Bund kalkuliert allein als Ausgleich dafür mit Mehrausgaben von 2,8 Milliarden Euro. Zudem soll die Zahl von bisher 28.000 Intensivbetten verdoppelt werden.

Historisches Hilfspaket in Corona-Krise beschlossen

16:49 Uhr: Der Bundestag hat ein beispielloses, milliardenschweres Hilfspaket in der Corona-Krise beschlossen. Es umfasst Massnahmen zur Rettung von Arbeitsplätzen und Unternehmen, zur Unterstützung von Krankenhäusern sowie zur Sicherung von Lebensunterhalt und Wohnung der Bürger. Der Bundesrat muss am Freitag noch zustimmen.

Bundestag setzt Notfallregelung der Schuldenbremse in Kraft

16:27 Uhr: Als Reaktion auf die Corona-Krise hat der Bundestag einen Nachtragshaushalt von historischer Grössenordnung beschlossen. Das Parlament votierte am Mittwoch mit den Stimmen aller Fraktionen mit Ausnahme der AfD für die Vorlage aus dem Bundesfinanzministerium, die eine Neuverschuldung von 156 Milliarden Euro vorsieht.

Um eine Schuldenaufnahme in dieser Höhe zu ermöglichen, setzt der Bundestag erstmals die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse aus.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) rechtfertigt den beispiellosen Schritt mit der Notlage, die durch die Corona-Krise entstanden sei. Die Krise sei "in der Geschichte der Bundesrepublik ohne Vorbild" und zugleich eine "schicksalhafte Herausforderung für die ganze Menschheit". Deutschland könne sich die neuen Schulden leisten: "Deutschland geniesst höchste Bonität an den Finanzmärkten."

UNO-Hochkommissarin: Von COVID-19 gefährdete Gefängnis-Insassen entlassen

16:20 Uhr: UNO-Hochkommissarin Michelle Bachelet wendet sich mit der Bitte an Regierungen, ältere Gefangene, Insassen mit leichten Delikten oder solche mit Vorerkrankungen aus den Gefängnissen zu entlassen um eine Ausbreitung von COVID-19 in den Gefängnissen weltweit einzudämmen.

"In vielen Ländern sind die Gefängnisse überfüllt, teils sogar in gefährlichem Masse. Menschen müssen oft unter unhygienischen Bedingungen leben [...]. Körperliche Distanz und Selbstisolation sind unter solchen Umständen schlicht nicht möglich", so Bachelet.

Lufthansa-Passagierjet bringt auf erstem Frachtflug Masken mit

16:03 Uhr: Mit Schutzmasken und anderer medizinischer Ausrüstung an Bord ist der erste Lufthansa-Passagierjet als reiner Frachtflieger in Frankfurt gelandet. Die Maschine vom Typ Airbus A330 war von Shanghai in China gut elf Stunden unterwegs gewesen, wie die Lufthansa Cargo am Mittwoch berichtet.

Neben den Frachträumen des Jets seien auch die Staufächer über den Sitzen und die Kabine genutzt worden für insgesamt 30 Tonnen Fracht. Die modernste Frachtmaschine der LH Cargo fasst zum Vergleich 103 Tonnen.

Warnungen vor antijüdischen Verschwörungstheorien in Corona-Krise

15:53 Uhr: Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, warnt vor massenhaft kursierenden antijüdischen Verschwörungstheorien in Verbindung mit dem Coronavirus. Die Pandemie schaffe ein Klima der allgemeinen Verunsicherung, was Beschuldigungen einzelner Personengruppen idealen Nährboden liefere, sagt Klein dem Berliner "Tagesspiegel". "Antisemitische Hassreden verbreiten sich schnell im Internet und dort insbesondere auf den gängigen Social-Media-Plattformen."

Verschwörungstheoretikern, rechten Hetzern und Antisemiten scheine offenbar nichts zu absurd, um es nicht zu verbreiten. "Die Rede ist da von einer jüdischen Übernahme der Weltwirtschaft, jüdischen Gewinnen aus einem möglichen Impfstoff, von Israel entwickelten Biowaffen oder einem jüdischen Versuch, die Weltbevölkerung zu reduzieren. Krudester Antisemitismus bricht sich Bahn", sagte Klein.

Guterres: Coronavirus ist eine "Bedrohung für die gesamte Menschheit"

15:35 Uhr: Die Coronavirus-Pandemie ist nach Einschätzung von UN-Generalsekretär António Guterres eine "Bedrohung für die gesamte Menschheit".

Guterres startete deshalb am Mittwoch einen weltweiten UN-Nothilfe-Aufruf zur Bekämpfung des Erregers der Lungenkrankheit COVID-19 in den ärmsten Ländern der Welt. Bis zum Jahresende sollen zwei Milliarden Dollar (1,8 Milliarden Euro) zusammenkommen.

RKI: Aufenthalt in Corona-Risikogebiet nicht mehr Test-Kriterium

15:10 Uhr: Für Coronavirus-Tests hat das Robert Koch-Institut (RKI) angesichts der Pandemie seine Linie angepasst. Das bisherige Kriterium, dass ein Patient in einem Gebiet mit Covid-19-Fällen gewesen sein muss, entfalle, sagt RKI-Präsident Lothar Wieler.

Angesichts der immer weiteren Ausbreitung des Erregers mache es "irgendwann keinen Sinn mehr, nach einzelnen Gebieten zu unterscheiden". Das Institut prüfe auch, wie es in Zukunft mit der Frage der Einstufung anderer Länder oder Regionen als Risikogebiet umgehe.

Prinzipiell sollten nur Menschen mit Symptomen getestet werden, bekräftigte Wieler. Die Entscheidung anhand weiterer Kriterien, wie Kontakt zu einem bestätigten Sars-CoV-2-Fall, treffe der behandelnde Arzt. Ziel sei es, die Testressourcen gezielter einzusetzen, betonte Wieler. Wer mild erkrankt sei und mangels Testkapazitäten derzeit nicht getestet werden könne, solle zu Hause bleiben und Abstand zu anderen halten, appellierte der RKI-Chef.

Bundestag beschliesst Nachtragshaushalt - 156 Milliarden neue Schulden

15:05 Uhr: Der Bundestag hat einen Nachtragshaushalt zur Finanzierung der Hilfspakete in der Corona-Krise beschlossen. Vorgesehen sind darin neue Schulden in Höhe von 156 Milliarden Euro. Der Bundesrat muss den Plänen am Freitag noch zustimmen.

Bremer Bürgerschaft erhält Brief mit rechtsextremer Corona-Drohung

14:40 Uhr: Ein Unbekannter hat einen Brief mit rechtsextremen Drohungen unter Bezugnahme auf das Coronavirus an die Bremer Bürgerschaft geschickt.

Der von Spezialisten untersuchte Umschlag enthielt eine erdähnliche Substanz, die aber ungefährlich war, wie die Polizei in der Hansestadt am Mittwoch mitteilte. In einem beiliegenden Schreiben mit rechtsextremem Inhalt wurde demnach behauptet, dass es sich um mit dem Coronavirus verseuchte Erde handle.

Schleswig-Holstein zieht Absage von Abschlussprüfungen zurück

14:20 Uhr: Schleswig-Holstein will dem Vernehmen nach seine Abschlussprüfungen an den Schulen wegen der Coronakrise nun doch nicht absagen. Das wird am Mittwoch aus Teilnehmerkreisen einer Schaltkonferenz der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) berichtet. Es seien bei der Besprechung "sehr deutliche Worte" Richtung Schleswig-Holstein gefallen.

Die Kieler Bildungsministerin Karin Prien (CDU) hatte am Dienstag angekündigt, wegen der Coronakrise alle Schulabschlussprüfungen ausfallen zu lassen. Fast alle Länder hätten das in dem Gespräch kritisiert. Es gebe die Tendenz, dass die Länder ihre Prüfungen abhalten wollten.

Thailand schliesst wegen Corona-Pandemie die Grenzen

14:10 Uhr: Thailand wird zur Eindämmung der Corona-Pandemie von diesem Donnerstag an bis Ende April seine Grenzen schliessen. Ältere und gesundheitlich schwache Menschen sollten zu Hause bleiben, sagt Regierungschef Prayut Chan-o-cha in einer Fernsehansprache am Mittwoch.

Zudem werde es Massnahmen gegen Hamsterkäufe und die Verbreitung von Fake News geben. Thailand stünden schwere Zeiten bevor, sagt Prayut weiter.

Britische Gesundheitsbeauftragte: Paare sollten ihre Beziehung prüfen

14:05 Uhr: Die britische Regierung hat Paare mit getrennten Haushalten aufgefordert, ihre Beziehung wegen der Ausgangsbeschränkungen durch die Coronavirus-Epidemie auf Belastbarkeit zu testen.

Die Paare sollten sich entscheiden, ob sie gemeinsam einen Haushalt bilden, oder Abstand voneinander halten wollten, sagte Jenny Harries, die stellvertretende Gesundheitsbeauftragte der britischen Regierung am Mittwoch vor Journalisten.

Für Missachtung der Quarantäne in Italien bis zu fünf Jahre Haft

13:57 Uhr: Die Regierung in Italien hat die Geldstrafen für Verstösse gegen die Ausgangsbeschränkungen für alle Bürger wegen der Corona-Pandemie drastisch erhöht.

Ausserdem gab sie bekannt, dass wer positiv auf das Coronavirus getestet sei und sich vorsätzlich nicht an die Quarantäneauflage halte und die Wohnung verlasse, mit Gefängnis von einem bis zu fünf Jahren bestraft werden könne. Das stand in einem am Dienstagabend veröffentlichten Dekret der Regierung in Rom.

Kurz zuvor hatte Ministerpräsident Giuseppe Conte höhere Geldstrafen von 400 bis 3.000 Euro angekündigt für die Verletzung von Coronavirus-Regeln durch die Menschen.

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Zehn Tote in Würzburger Seniorenheim - Alle Bewohner werden getestet

13:45 Uhr: Im Würzburger Seniorenheim St. Nikolaus sind inzwischen zehn Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Die Einrichtung ist ein Schwerpunkt bei Todesfällen im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Bayern. Von 149 Heimbewohnern seien 29 positiv getestet worden, sagte Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU) am Mittwoch. Er ist auch Vorsitzender des Stiftungsrates des Würzburger Bürgerspitals, zu dem die Einrichtung gehört. Von den 86 Mitarbeitern seien 33 positiv getestet.

RKI räumt unberechtigte Verwendung seines Twitter-Accounts ein

13:10 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat eine unberechtigte Verwendung seines Twitter-Accounts eingeräumt. "Wir haben sehr schnell auf den Fake-Tweet reagiert, ihn gelöscht und das Passwort geändert", sagte Sprecherin Susanne Glasmacher am Mittwoch. Am Morgen hatten sich mehrere Twitter-Nutzer darüber empört, dass das RKI einen Tweet zum Streit um die politische Einordnung des AfD-Politikers Björn Höcke weiterverbreitet hatte. Kurze Zeit später twittert das RKI: "Leider hat sich heute morgen 25.3. jemand unberechtigt kurzfristig Zugang zum RKI-Twitter-Account verschafft. Der Retweet stammt nicht vom RKI und wurde umgehend gelöscht."

Papst ruft in Corona-Krise Gott um Hilfe - Gebet aller Christen

13:00 Uhr: Papst Franziskus hat bei einem Vaterunser-Gebet, das Christen aller Welt sprechen sollten, Gott um Hilfe in der Corona-Krise gerufen.

"In diesem Moment wollen wir um Gnade für die Menschheit bitten, die von der Coronavirus-Pandemie schwer getroffen wurde", sagte der Pontifex am Mittwoch vor dem Vaterunser, das Christen aller Konfessionen zusammen beten sollten.

"Wir tun es gemeinsam, Christen jeder Kirche und Gemeinschaft, jeden Alters, jeder Sprache und jeder Nation." Er betete für die Kranken und ihre Familien sowie für die Mitarbeiter in Behörden und Krankenhäusern.

NRW entlässt Gefangene, um Corona-Ansteckungsgefahr zu verringern

12:40 Uhr: Nordrhein-Westfalens Justizminister Peter Biesenbach (CDU) greift im Zuge der Coronakrise zu einer ungewöhnlichen Massnahme: Die 36 Justizvollzugsanstalten werden angewiesen, ihre Gefangenen, die noch eine kurze Haftstrafe von bis zu 18 Monaten verbüssen, freizulassen. Das berichtet "Focus online".

Geht es nach dem Politiker soll dieser Schritt helfen, die "Ausbreitung des Coronavirus zu verringern. Die Justiz erfüllt auch in Corona-Zeiten ihre Aufgaben und hält den Kernbereich des Rechtsstaates aufrecht".

Nach ersten Schätzungen betrifft die Massnahme 1.000 der rund 16.000 Inhaftierten und Verwahrten in den Haftanstalten des Bundeslands. Sexualstraftäter seien von der Massnahme nicht betroffen, heisst es.

Spanien verzeichnet mehr Corona-Todesopfer als China

12:23 Uhr: Die Zahl der Corona-Todesopfer in Spanien hat die Opferzahlen Chinas überholt. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Madrid vom Mittwoch starben bislang 3.434 Menschen in Spanien an der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit COVID-19.

Binnen eines Tages seien weitere 738 Todesopfer hinzugekommen. Trotz der vor elf Tagen verhängten strikten Ausgangssperre stieg die Zahl der nachweislich Infizierten auf 47.610 an.

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Ausgangsbeschränkung in Frankreich - neues Formular nach Verschärfung

12:18 Uhr: Nach der Verschärfung der Ausgangsbeschränkungen in Frankreichs Kampf gegen das Coronavirus gibt es nun auch ein neues Formular zum Verlassen des Hauses. Wichtigste Änderung ist, dass die Französinnen und Franzosen nun auch die Uhrzeit angeben müssen, zu welcher sie vor die Tür gegangen sind.

Frankreichs Premierminister Édouard Philippe hatte am Montagabend sportliche Aktivitäten an der frischen Luft oder Spaziergänge mit den Kindern oder dem Hund auf maximal eine Stunde begrenzt.

Weiterhin erlaubt ist etwa, Lebensmittel einzukaufen, Hilfsbedürftige zu unterstützen oder Fahrten zur Arbeit, wenn Homeoffice nicht möglich ist.

Bei Arztbesuchen gibt es nun eine Konkretisierung: Nur Beratungen, die nicht aus der Ferne durchgeführt werden können oder nicht aufschiebbar sind, sind zulässig. Ausserdem dürfen Patientinnen und Patienten mit einer Langzeiterkrankung eine medizinische Fachkraft aufsuchen.

Hinzugekommen sind zwei neue Gründe: Gerichtliche oder administrative Vorladungen oder Aufgaben im allgemeinen Interesse nach behördlicher Anordnung.

Deutsches Kreuzfahrtschiff darf nicht in Australien andocken

12:00 Uhr: Laut Informationen des "Spiegel" darf das deutsche Kreuzfahrtschiff "MV Artania" nicht im australischen Perth anlegen. Nachdem 25 der 800 Passagiere an Bord über Atembeschwerden berichtet hatten, hatte die Besatzung um medizinische Hilfe gebeten.

Australische Behörden weigern sich jedoch, das Schiff andocken zu lassen. Stattdessen wurde medizinisches Personal auf den Kreuzer geschickt.

Auch die "Vasco da Gama", die überwiegend australische und neuseeländische Passagiere an Bord hat, darf nicht in Perth andocken. Die Fahrgäste müssen nun auf Rottnest Island für 14 Tage in Quarantäne gehen.

Dichtes Gedrängel in Londoner U-Bahnen trotz Pandemie

11:26 Uhr: Trotz der Corona-Gefahr sind auch am Mittwoch viele Londoner U-Bahnen sehr voll gewesen. Fahrgäste beschwerten sich in sozialen Medien über die Zustände. "Das ist unsicher und nicht fair", schrieb etwa eine Krankenschwester. Die U-Bahn sei überfüllt, twitterte Barry Trimble, der sich um Krebspatienten kümmert. Abstand zu halten, sei so unmöglich. "Wir brauchen mehr Leute, die zu Hause bleiben, und mehr Züge, die in den Stosszeiten morgens und abends fahren."

Ex-Grünen-Chef Özdemir hat bei Corona-Erkrankung das Schlimmste überstanden

11:15 Uhr: Der mit dem Coronavirus infizierte Ex-Grünen-Chef Cem Özdemir hat das Gröbste überstanden. "Die Symptome sind zum Glück relativ schnell verschwunden und liessen eine Ansteckung mit Covid-19 auf den ersten Blick auch nicht vermuten", sagte Özdemir der "Rhein-Neckar-Zeitung" von Mittwoch. Er bleibe aber weiter zuhause, hob Özdemir hervor.

Türkei holt Tausende Studenten aus dem Ausland heim

10:55 Uhr: Die Türkei hat wegen der Verbreitung der Lungenkrankheit COVID-19 rund 2.700 Studenten aus europäischen Ländern wie Italien und Polen sowie aus Nord-Zypern und Ägypten heimgeholt. Das geht aus Tweets von Vizepräsident Fuat Oktay vom Mittwoch hervor. Die Betroffenen stünden zunächst für 14 Tage unter Quarantäne. Aussenminister Mevlüt Cavusoglu sagte am Vormittag im Fernsehen, die 2.721 Studenten seien mit elf Flügen aus acht Ländern zurückgebracht worden. Unter Quarantäne stehen unter anderem bereits Tausende Staatsbürger, die von Pilgerfahrten nach Saudi-Arabien zurückgekehrt waren.

Scholz: "Vor uns liegen harte Wochen"

10:52 Uhr: Angesichts der Bedrohung durch die Corona-Pandemie haben im Bundestag alle Fraktion das Massnahmenpaket der Bundesregierung für Gesundheitsschutz und finanzielle Hilfen unterstützt. Aus Sicht der Opposition fehlt bislang aber ein Plan für das, was in zwei oder drei Monaten notwendig sein wird.

Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) sagte am Mittwoch in der Generaldebatte zur Lockerung der Schuldenbremse und zum historisch einmaligen Hilfspaket für Unternehmen und Bürger in der Corona-Krise: "Vor uns liegen harte Wochen. Wir können sie bewältigen, wenn wir solidarisch sind."

Scholz dankte Ärzten, Verkäufern, Busfahrern und anderen, die trotz des Infektionsrisikos das öffentliche Leben am Laufen halten: "Sie leisten Grosses in diesen Tagen."

Alle Bewohner und Mitarbeiter in Würzburger Altenheim werden getestet

10:50 Uhr: In der Würzburger Senioreneinrichtung St. Nikolaus, wo inzwischen zehn Heimbewohner an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben sind, werden alle Bewohner und Mitarbeiter auf das Virus getestet.

Die Testkapazitäten seien am Dienstag eingetroffen, es sei sofort mit den Tests begonnen worden, sagte Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU) am Mittwoch. Schuchardt ist auch Stiftungsratsvorsitzender des Würzburger Bürgerspitals, zu dem das St.-Nikolaus-Heim gehört.

Irland verschärft Massnahmen gegen Pandemie

10:48 Uhr: Irland hat seine Massnahme im Kampf gegen die Corona-Pandemie verschärft. Die Schliessung der Schulen werde bis zum 19. April verlängert, teilte Premierminister Leo Varadkar in Dublin mit.

Auch Sportstudios, Cafés, Friseursalons und andere Geschäfte, die keine lebensnotwendigen Dienste anbieten, dürfen nicht mehr betrieben werden. Sportveranstaltungen sind ebenfalls untersagt.

RKI kann Wirksamkeit der Massnahmen gegen Corona noch nicht einschätzen

10:45 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) kann noch keine Einschätzung geben, ob die Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus wirken. "Wir müssen weiter abwarten, um zu sehen, ob die Massnahmen greifen", sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Mittwoch in Berlin. Im Moment sei es noch zu früh, um dies einzuschätzen.

Wieler bekräftigte vorherige Äusserungen, dass Deutschland noch immer am Anfang der Ausbreitung der Coronavirus-Epidemie stehe. "Es ist noch völlig offen, wie sich diese Epidemie weiter entwickelt", sagte er.

Missbrauchsbeauftragter warnt vor Zunahme von häuslicher Gewalt gegen Kinder

10:39 Uhr: Der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, hat vor einer Zunahme häuslicher Gewalt gegen Kinder in der Corona-Krise gewarnt.

Die aktuellen Einschränkungen könnten für Kinder und Jugendliche bedeuten, dass Täter "noch unbemerkter vom sozialen Umfeld sexuelle Gewalt ausüben können", erklärte Rörig am Mittwoch. Daher sei es "wichtiger denn je, nicht wegzuschauen, sondern zu handeln", wenn es einen Verdacht oder ein "komisches Gefühl" gebe.

Spahn zu Schutzmasken: Es kommt jetzt wieder was rein

10:34 Uhr: In der Debatte um fehlende Schutzmasken für medizinisches Personal in Deutschland in der Coronakrise hat sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gegen Kritik verteidigt und zugesichert, dass jetzt dringend benötigte Masken nach Deutschland geliefert würden.

Es werde gerade ausgeliefert dieser Tage, "heute und morgen zwei Millionen Masken. Es kommt jetzt immer wieder was rein", sagte der CDU-Politiker am Dienstagabend in der ZDF-Sendung "Markus Lanz". Medizinerverbände, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen kritisieren, dass nicht genügend Schutzausrüstung für das Personal vorhanden sei.

Frankreich ruft Arbeitslose in Corona-Krise zur Feldarbeit

10:29 Uhr: Frankreich hat Arbeitslose in der Coronakris zur Feldarbeit aufgerufen. Nach Angaben des französischen Dachverbands der Landarbeiter (FNSEA) vom Dienstagabend fehlen bis Mai rund 200.000 Saisonkräfte.

Die Verbandspräsidentin Christiane Lambert rief Interessierte im Radiosender France Inter auf, sich auf einer Webseite zu melden, die mit Hilfe der Arbeitsagentur eingerichtet wurde.

Fussballstar Lionel Messi spendet eine Million Euro an zwei Krankenhäuser

10:22 Uhr: Für den Kampf gegen das Coronavirus hat Barça-Star Lionel Messi einem Medienbericht zufolge eine Million Euro an zwei Krankenhäuser gespendet - eines in der katalanischen Metropole und ein anderes in seiner argentinischen Heimat. Das Krankenhaus "Hospital Clínic" in Barcelona bestätigt die finanzielle Unterstützung des Weltfussballers, ohne aber eine genaue Summe zu nennen. "Diese Spende wird unter anderem für die Forschung und den Erwerb von Beatmungsgeräten zur Versorgung schwerkranker Patienten verwendet", heisst es.

Trump bittet Südkorea um Test-Kits für Coronavirus

10:07 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat Südkorea nach Angaben Seouls um die Lieferung von Test-Kits für das Coronavirus gebeten. Trump habe ihn in einem Telefongespräch um "die dringende Bereitstellung von Quarantäne-Produkten wie Test-Kits gebeten", erklärt der südkoreanische Präsident Moon Jae In am Mittwoch. Moon sagte den USA grösstmögliche Unterstützung zu, falls die Ausrüstung in Südkorea ausreiche. Ob das Material gespendet oder verkauft werden soll, war zunächst unklar.

Trump habe erklärt, für die eventuell nötige Zustimmung der US-Arzneimittelzulassungsbehörde FDA werde er innerhalb eines Tages sorgen, fügte Moon hinzu.

Das Weisse Haus bestätigt, dass die beiden Präsidenten am Dienstag miteinander telefoniert hatten, äussert sich jedoch nicht zu der möglichen Bitte Trumps.

Israel verschärft wegen Coronavirus Ausgangsbeschränkungen

10:00 Uhr: Israel hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus die Ausgangsbeschränkungen im Land weiter verschärft. Die israelische Regierung beschloss nach Medienberichten in der Nacht zum Mittwoch weitere Notstandsmassnahmen: Demnach sollen die Menschen sich grundsätzlich nur in einem Radius von bis zu 100 Metern von ihrem Zuhause bewegen. Ausnahmen gelten unter anderem für essenziell wichtige Arbeitsplätze, Einkäufe von Lebens- und Arzneimitteln sowie ärztliche Behandlungen. Banken und Tankstellen sollen geöffnet bleiben. Öffentliche Verkehrsmittel sollen jedoch stark eingeschränkt und sportliche Aktivitäten draussen verboten werden. Die neuen Anweisungen sollten am Mittwochabend in Kraft treten.

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Todesfall eines Teenagers durch Coronavirus sorgt in den USA für Alarm

09:48 Uhr: In den USA sorgt der erste bekannt gewordene Todesfall eines minderjährigen Menschen durch den neuartigen Coronavirus für Alarm. Der verstorbene Teenager aus Lancaster nördlich von Los Angeles sei bei "guter Gesundheit" gewesen, bevor er sich mit dem Virus infiziert habe, sagte am Dienstag der Bürgermeister von Los Angeles, Eric Garcetti. Zum Geschlecht und genauen Alter des oder der verstorbenen Minderjährigen machten die Behörden keine Angaben.

Garcetti und andere Behördenvertreter appellieren nun an die jungen Menschen in Kalifornien, die geltenden Ausgangsbeschränkungen ernst zu nehmen. "Dies kann auch Euch treffen", sagt Garcetti über das Coronavirus. Der Erreger mache "bei Alter, Rasse oder Einkommensniveau keinen Unterschied", so die oberste Gesundheitsbeamte von Los Angeles, Barbara Ferrer.

Aktuelle Fallzahlen zum Coronavirus in Deutschland

09:30 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Mittwoch mit 31.554 angegeben - ein Plus von 4.118 seit dem Vortag. Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldet 32.991 Infizierte. Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte bislang 149 Todesfälle, die JHU 159 Tote.

Für die einzelnen Bundesländer übermittelt das RKI die folgenden Zahlen (Infizierte / Differenz zum Vortag / Tote):

  • Baden-Württemberg: 6069 / +721 / 37
  • Bayern: 6558 / +804 / 37
  • Berlin: 1428 / +208 / 2
  • Brandenburg: 429 / +86 / 1
  • Bremen: 200 / +17 / 0
  • Hamburg: 1262 / +219 / 0
  • Hessen: 1754 / +134 / 4
  • Mecklenburg-Vorpommern: 218 / +19 / 0
  • Niedersachsen: 2140 / +376 / 7
  • Nordrhein-Westfalen: 7197 / +879 / 43
  • Rheinland-Pfalz: 1591 / +221 / 5
  • Saarland: 403 / +66 / 2
  • Sachsen: 959 / +148 / 6
  • Sachsen-Anhalt: 375 / +54 / 1
  • Schleswig-Holstein: 577 / +99 / 3
  • Thüringen: 394 / +67 / 1
  • Gesamt: 31.554 / +4118 / 149

DFL hofft auf Bundesliga-Neustart Mitte Mai

8:53 Uhr: Nach der Empfehlung für eine verlängerte Aussetzung des Spielbetriebs in der 1. und 2. Bundesliga hofft die Deutsche Fussball Liga nach Informationen der "Bild"-Zeitung auf eine Wiederaufnahme Mitte Mai.

Für den 16. Mai war eigentlich der letzte Bundesliga-Spieltag in dieser Saison terminiert. Bis zum 30. Juni solle die Saison dann mit Geisterspielen zu Ende gebracht werden. Weitere Infos zu den Plänen der DFL finden Sie hier.

Trump will Corona-Massnahmen noch vor Ostern lockern

8:11 Uhr: Die USA könnten laut WHO-Experten nach Europa bald zum neuen Epizentrum der Corona-Pandemie werden - doch Präsident Donald Trump will die strikten Massnahmen gegen die Ausbreitung des Virus möglichst noch vor Ostern lockern. "Man kann ein Land zerstören, indem man es dicht macht", sagte Trump.

"Ich würde es lieben, das Land bis Ostern wieder geöffnet und in den Startlöchern zu haben", sagte Trump im konservativen Sender Fox News. Durch eine "massive Rezession oder Depression" drohten "mehr" Menschen zu sterben als durch die "Grippe" - mit diesem Wort meinte Trump offenbar die durch das Coronavirus ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19.

Die von US-Regionalbehörden verhängten Ausgangsbeschränkungen seien "schlimmer als das Problem." Sollten US-Unternehmen wie der Flugzeugbauer Boeing Pleite gehen, könnten "Millionen Jobs" verloren gehen. Es könnte dann allein durch Suizide "tausende" Tote geben, warnte der Präsident.

Später relativierte Trump seine Forderungen zur Rückkehr zur Normalität an Ostern - also in nur zweieinhalb Wochen - jedoch etwas. Die Lockerung der Beschränkungen solle nur in Landesteilen erfolgen, die wenig bevölkert seien wie etwa manche Regionen von Texas - oder in Gegenden, in denen die Pandemie als eingedämmt gelte, sagte er in einer Pressekonferenz.

Trump sieht "Licht am Ende des Tunnels" bei Kampf gegen Coronavirus

7:45 Uhr: Trotz dramatisch wachsender Fallzahlen in den USA hat sich US-Präsident Donald Trump im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus optimistisch gegeben. "Wir fangen an, das Licht am Ende des Tunnels zu sehen", sagte Trump.

Unklar war, worauf der Präsident diese Aussage basierte. Nach Daten der Johns-Hopkins-Universität sind in den USA inzwischen mehr als 52.000 Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt - damit liegen die Vereinigten Staaten nur noch hinter China und Italien. Mehr als 670 Menschen starben.

Experten zufolge steht den USA das Schlimmste noch bevor. Die Weltgesundheitsorganisation schliesst nicht aus, dass die USA das neue Epizentrum der Pandemie werden könnten.

USA bitten Südkorea um medizinische Ausrüstung

7:37 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat Südkorea nach Angaben des Präsidialamts in Seoul um die Lieferung medizinischer Ausrüstung für die Bekämpfung des Coronavirus-Ausbruchs in den USA gebeten.

Die Bitte sei bei einem Telefongespräch mit Präsident Moon Jae In am Dienstagabend (Ortszeit Seoul) ausgesprochen worden. Moon habe seine grösstmögliche Unterstützung zugesagt, falls genügend Ausrüstung vorhanden sei.

Aus dem Weissen Haus in Washington hiess es lediglich, beide Präsidenten hätten über die Massnahmen beider Länder gegen die Corona-Pandemie gesprochen. Nach den Angaben von Moons Büro interessierte sich Trump dafür, wie sich die Infektionskurve in Südkorea entwickle. Das Land mache seine Sache "sehr gut", wurde Trump zitiert.

Maas warnt vor "Spirale nationaler Egoismen" in Corona-Krise

7:25 Uhr: Bundesaussenminister Heiko Maas hat zu mehr internationaler Solidarität im Kampf gegen die Corona-Pandemie aufgerufen.

"Das Resultat der nationalen Kraftanstrengungen, die jetzt bei uns allen gefordert sind, darf nicht eine Spirale nationaler Egoismen sein", sagte der SPD-Politiker der dpa vor den für Mittwoch geplanten Beratungen der G7-Aussenminister. "Im Vordergrund steht für die Bundesregierung, unser Handeln weltweit mit Partnern zu koordinieren und dort solidarisch zu sein, wo auch immer wir Spielräume dafür haben."

Die Aussenminister sieben führender westlicher Industriestaaten schalten sich am Mittwochnachmittag zu einer vierstündigen Videokonferenz zusammen. Die rasante Ausbreitung des Coronavirus wird zu den Hauptthemen zählen, doch auch die Krisen in Syrien, Libyen, Afghanistan und in der Sahelzone sollen besprochen werden

Maas mahnte, diese Krisen benötigten trotz Corona weiter die internationale Aufmerksamkeit. "In all unserem Handeln ist dabei eines ganz klar: Je vernetzter und koordinierter wir agieren, desto besser können wir die vielen Probleme angehen, wenn die aktuelle Krise einmal ausgestanden ist", sagte er.

Einigung in den USA auf Billionen-Dollar-Konjunkturpaket

7:03 Uhr: In den USA ist der Weg frei für das Konjunkturpaket zur Linderung der verheerenden wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie. Es soll laut der Nachrichtenagentur Bloomberg 2 Billionen Dollar umfassen.

Die Parteien haben sich geeinigt, wie der führende Demokrat im Senat, Chuck Schumer, und der republikanische Mehrheitsführer, Mitch McConnell, in Washington am frühen Mittwochmorgen vor Journalisten mitteilten.

Nach dem Senat muss dann auch noch das Repräsentantenhaus dem Gesetzespaket formal zustimmen. Die Führung der von den Demokraten kontrollierten Parlamentskammer war bereits an den Verhandlungen im Senat beteiligt. Nach den Worten McConnells soll das Paket noch an diesem Mittwoch verabschiedet werden.

Lage auf deutschen Intensivstationen noch relativ entspannt

6:46 Uhr: Die Lage auf den deutschen Intensivstationen ist nach Angaben von Intensivmedizinern und Deutscher Krankenhausgesellschaft (DKG) insgesamt noch entspannt, aber regional sehr unterschiedlich. Von konkreten Problemen auf den Intensivstationen infolge der Coronavirus-Pandemie sei der DKG bisher nichts bekannt.

Regionale Unterschiede sieht auch die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI). Kleinere Krankenhäuser hätten weniger und oft einzelne Patienten, sagte Gernot Marx, Sprecher des Arbeitskreises Intensivmedizin der DGAI und Chefarzt der Klinik für Operative Intensivmedizin am Universitätsklinikum Aachen.

"Die grosse Welle von Schwerkranken wird aber noch kommen, schätzungsweise in acht bis zehn Tagen." Es sei schwer zu sagen, wann der Höhepunkt zu erwarten sei.

Weisses Haus: 60 Prozent aller neuen Coronavirus-Fälle aus New York

6:23 Uhr: Die Metropole New York entwickelt sich immer mehr zum Brandherd in der Coronakrise in den USA.

US-Vizepräsident Mike Pence sagte, inzwischen kämen 60 Prozent aller neuen Fälle in den USA aus dem Grossraum New York. Die Infektionsrate in der Ostküstenmetropole liege bei eins zu eintausend - rund fünf bis zehn Mal höher als in dem ebenfalls schwer betroffenen Bundesstaat Washington an der Westküste der USA.

Pence rief New Yorker, die die Stadt verlassen haben, dazu auf, sich in eine 14-tägige Selbstquarantäne zu begeben. "Wir müssen den Grossraum New York City als Hochrisikogebiet betrachten."

Italien erhöht Strafen für Verstösse der Ausgangsbeschränkungen

6:15 Uhr: Die Regierung in Italien hat mit einem Dekret die Strafen für Verstösse gegen die Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie drastisch erhöht.

Wer positiv auf das Coronavirus getestet sei und sich vorsätzlich nicht an die Quarantäneauflage halte und die Wohnung verlasse, könne mit Gefängnis von einem bis zu fünf Jahren bestraft werden. Schon zuvor hatte Ministerpräsident Giuseppe Conte auch höhere Geldstrafen von 400 bis 3.000 Euro angedroht. Bisher drohte bei Vergehen eine Strafe von 206 Euro, auch eine Haft von bis zu drei Monaten war möglich.

Italiens Polizei hat seit Einführung der Ausgangsverbote am 10. März mehr als zwei Millionen Menschen kontrolliert. Dabei habe es mehr als 100.000 Anzeigen wegen Verstössen gegeben, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Die Massnahmen gegen die Ausbreitung des Virus gelten bis 3. April. Gerüchte über eine Verlängerung bis Ende Juli seien komplett falsch, so Conte.

Heidi Klum nicht mit Coronavirus infiziert - "nur schwere Erkältung"

6:11 Uhr: Heidi Klum ist nicht mit dem Coronavirus infiziert. Dies sei ihr 14. Tag zu Hause, schrieb Klum am Dienstag auf Instagram zu dem Hashtag #covid_19negative. Dazu postete die vierfache Mutter ein Foto von sich unter blauem Himmel auf einer Wiese liegend.

Klum hatte Mitte März mitgeteilt, dass sie mit erkältungsähnlichen Symptomen im Bett liege und sich zu Hause isoliere. Sie habe sich auf Sars-CoV-2 testen lassen und warte auf das Ergebnis, gab sie später bekannt.

Auch Klums Mann, Musiker Tom Kaulitz, habe sich nicht gut gefühlt und ebenfalls einen Test gemacht. Der sei aber negativ ausgefallen, wie Klum und Toms Zwillingsbruder Bill Kaulitz später auf Instagram schrieben.

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Trump: Coronavirus-Konjunkturpaket umfasst 2 Billionen

6:04 Uhr: Das von Kongress und Regierung vorbereitete Coronavirus-Konjunkturpaket hat nach Angaben von Präsident Donald Trump ein Volumen von rund 2 Billionen Dollar.

Mit diesem "grössten und mutigsten" Paket der US-Geschichte könnten die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie abgefedert werden, sagte Trump. Sobald die Krise ausgestanden sei, werde die US-Wirtschaft rasch wieder wachsen, versprach er.

Das von beiden grossen Parteien ausgehandelte Konjunkturpaket sollte noch am Dienstag vom Senat verabschiedet werden. Danach muss das Repräsentantenhaus zustimmen.

Das genaue Volumen des Konjunkturpakets war zunächst unklar geblieben. Manche Berichte hatten von 1,5 Billionen Dollar gesprochen, andere von 1,8 Billionen Dollar. Das jetzt von Trump genannte Volumen von 2 Billionen entspräche fast 10 Prozent der US-Wirtschaftsleistung.

Alle Meldungen vom Dienstag, 24. März:

Berlin will Corona-Patienten aus Italien aufnehmen

23:45 Uhr: Berlin will so wie andere Bundesländer schwer kranke Corona-Patienten aus Italien zur Behandlung aufnehmen. Das kündigte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Dienstagabend an. "Solidarität macht nicht an der Stadtgrenze halt", sagte Müller in der RBB-Sendung "Wir müssen reden!". "Wir wollen helfen und Patienten aus Italien aufnehmen. Darüber habe ich heute mit dem Charité-Chef gesprochen."

New York lässt in Corona-Krise 300 Gefangene frei

23:00 Uhr: In der Corona-Krise lässt die Stadt New York etwa 300 Gefangene frei. Dabei handele es sich um Insassen, die für kleinere und nicht-gewalttätige Vergehen einsitzen und deren Haftstrafe in weniger als einem Jahr ablaufen würde, sagte Bürgermeister Bill de Blasio am Dienstag. Dies sei eine Massnahme, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus auch in den Gefängnissen zu hemmen. De Blasio zufolge hat die US-Ostküstenmetropole mit nun etwa 15.000 Infizierten ein Drittel aller Corona-Fälle in den USA.

US-Leitindex Dow Jones mit grösstem Tagesgewinn seit 1933

21:50 Uhr: Der Dow Jones Industrial hat die heftigen Verluste einer ganzen Handelswoche an einem Tag wieder wett gemacht und den kräftigsten Tagesgewinn seit 1933 gemacht. Das weltweit bekannteste Börsenbarometer eroberte am Dienstag mehr als 2.000 Punkte zurück und stieg um 11,37 Prozent auf 20.704,91 Punkte.

Auftrieb gaben zuversichtliche Aussagen von US-Senatoren, dass ein gewaltiges Konjunkturpaket gegen die Folgen der Coronavirus-Krise kurz vor der Verabschiedung stehe. Medienberichten zufolge sollen mindestens 1,5 Billionen Dollar (1,4 Bio Euro) in die Wirtschaft gepumpt werden. Am Montag hatte bereits die US-Notenbank (Fed) weitere Stützungsmassnahmen für die Wirtschaft angekündigt.

Spanien: Corona-Kranke fliehen aus Krankenhäusern

21:16 Uhr: Zahlreiche Corona-Patienten fliehen in Spanien aus den Krankenhäusern. Es habe bereits mehrere Fälle in verschiedenen Krankenhäusern gegeben, sagte der Direktor der Nationalpolizei, Jose Ángel González, am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Madrid. Allein in den vergangenen Stunden habe es in Leganés bei Madrid sowie im Küstenort Benidorm im Osten Spaniens zwei solcher Fälle gegeben. González klagte, neben solchen Patienten gebe es auch sonst "ziemlich viele verantwortungslose" Bürger, die etwa die vor eineinhalb Wochen verhängte Ausgangssperre verletzten. Allein in den vergangenen 24 Stunden habe man im Rahmen des sogenannten Alarmzustandes 80 "verantwortungslose und unsolidarische" Personen festnehmen müssen.

Am Mittwoch soll das Parlament auf Antrag der linken Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez über eine Verlängerung des Alarmzustands, der dritthöchsten Notstandsstufe, um weitere zwei Wochen bis zum 11. April abstimmen.

Hamburg will Abiturprüfungen nach Ankündigung aus Kiel überdenken

20:50 Uhr: Angesichts der geplanten Absage der Abiturprüfungen in Schleswig-Holstein wegen der Corona-Pandemie will Hamburg seine Haltung in dieser Frage neu überdenken. Durch die überraschende Ankündigung sei eine neue Lage entstanden, sagte Schulsenator Ties Rabe (SPD) am Dienstag. "Alleingänge sind in dieser wichtigen Frage nicht vernünftig. Deshalb werden wir jetzt zusammen mit den anderen Ländern prüfen, welche Auswirkungen die Entscheidung in Schleswig-Holstein auf das Abitur in allen anderen Ländern und in Hamburg haben wird." Dabei solle zügig für Klarheit gesorgt werden. Hamburg wollte bislang an den Abiturprüfungen festhalten.

Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) hatte sich zuvor wegen der Corona-Pandemie für eine Absage der Abiturprüfungen und aller anderen Abschlussprüfungen ausgesprochen

Mehr als 400.000 Corona-Fälle weltweit, 18.000 Tote

20:05 Uhr: Weltweit haben sich nach Angaben von US-Experten schon mehr als 400.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das Virus verbreitete sich zuletzt rasant: Die Zahl der bekannten Infektionen hatte erst am Samstag die Marke von 300.000 durchbrochen. Mehr als 18.000 Menschen seien inzwischen an der neuartigen Lungenkrankheit Covid-19 gestorben, erklärten Wissenschaftler der US-Universität Johns Hopkins am Dienstag.

Zwei Drittel der bis Dienstagnachmittag (Ortszeit) gemeldeten 409.000 Fälle entfielen demnach auf sechs Länder: China, Italien, die USA, Spanien, Deutschland und den Iran. In den USA ist die Zahl bekannter Infektionen zuletzt dramatisch in die Höhe geschnellt. Dort gibt es Johns Hopkins zufolge inzwischen 50.000 Fälle. Am Samstag waren die Forscher noch von rund 24.000 bekannten Infektionen ausgegangen.

Trump will USA nicht lange stilllegen aus Angst vor Rezession

19:44 Uhr: Die wirtschaftlichen Folgen der weitreichenden Massnahmen zur Bekämpfung der Coronavirus-Epidemie könnten US-Präsident Donald Trump zufolge "ein Land zerstören". Die weitgehende Stilllegung des öffentlichen Lebens und die Schliessung von Geschäften sei für die Wirtschaft verheerend, erklärte Trump am Dienstag in einem Gespräch mit dem Fernsehsender Fox News. Das Land wegen des neuartigen Coronavirus in eine "massive Rezession" oder gar "Depression" zu stürzen, könnte letztlich mehr Menschenleben kosten als die Epidemie an sich, warnte Trump. Er hoffe, dass die USA bis Ostern - also Mitte April - wieder im Normalbetrieb laufen könnten.

Zehntausende Menschen würden jedes Jahr infolge der Grippe und durch Autounfälle sterben, aber niemand wolle deswegen das ganze Land stilllegen, sagte Trump. Der Präsident liess erneut erkennen, dass er die weitgehende Stilllegung des Landes möglichst bald wieder aufheben will, zumindest in weniger von der Covid-19-Epidemie betroffenen Landesteilen. Die von der Regierung angeordneten zwei Wochen würden am kommenden Montag enden. Danach werde die Lage geprüft und es könne eventuell noch "ein bisschen mehr Zeit" geben, sagte Trump. Die gegenwärtig angeordnete Isolierung vieler Menschen zu Hause werde auch zu "Tausenden Selbstmorden" führen, warnte Trump.

Bereits am Montagabend (Ortszeit) hatte Trump bei einem Auftritt im Weissen Haus der amerikanischen Bevölkerung eine baldige Erholung von der Corona-Krise in Aussicht gestellt. "Die Beschwernisse werden enden, sie werden bald enden", sagte Trump dort. "Amerika wird bald wieder offen sein für Geschäfte." Und dies werde früher sein als erst in drei oder vier Monaten. Das normale Leben werde zurückkehren und die Wirtschaft werde sich erholen. "Wenn es nach den Ärzten ginge, würden sie vielleicht sagen: Lasst es abgeschottet, lasst uns die die ganze Welt abschotten." Für eine Wirtschaftsmacht wie die USA sei das aber langfristig keine Lösung.

Die Zahl der Todesopfer durch das Coronavirus in den USA ist in den vergangenen Tagen rasant gestiegen und erreichte am Dienstag die Grenze von 600. Das geht aus Daten der Johns-Hopkins-Universität hervor. Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 in den USA lag diesen Angaben zufolge bei rund 50.000. Damit rangieren die USA bei der Zahl der bestätigten Fälle an dritter Stelle - hinter China und Italien. Experten zufolge steht den USA das Schlimmste noch bevor. Die Weltgesundheitsorganisation schliesst nicht aus, dass die USA das neue Epizentrum der Pandemie werden könnten.

Guterres fordert von G20-Staaten "Plan wie zu Kriegszeiten"

19:30 Uhr: UN-Generalsekretär António Guterres hat von den G20-Ländern in der Corona-Krise Zugeständnisse an die Entwicklungsländer und einen gewaltigen internationalen Konjunkturplan gefordert. Ein "Plan wie zu Kriegszeiten" müsse den Volkswirtschaften "massive Ressourcen zuführen und einen zweistelligen Prozentsatz des Bruttoweltprodukts erreichen", schrieb Guterres in einem Brief vom Montag, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Bei dem vom UN-Chef angedachten Volumen würde es sich um mehrere Billionen Dollar handeln.

"Wir müssen die Voraussetzungen schaffen und die Ressourcen mobilisieren, die erforderlich sind, um sicherzustellen, dass die Entwicklungsländer die gleichen Chancen haben, auf diese Krise in ihren Gesellschaften und Volkswirtschaften zu reagieren. Alles andere als diese Verpflichtung würde zu einer Pandemie von apokalyptischen Ausmassen führen, die uns alle betrifft", schrieb Guterres weiter. Wenn sich das Virus wie ein Lauffeuer auf der ganzen Welt ausbreite, würde seine Ausrottung immer schwerer.

London sucht 250.000 Freiwillige im Kampf gegen das Coronavirus

18:58 Uhr: Die britische Regierung will den Nationalen Gesundheitsdienst NHS im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie mit 250.000 Freiwilligen verstärken. Das teilte der britische Gesundheitsminister Matt Hancock am Dienstag bei einer Pressekonferenz in London mit. Knapp 12.000 NHS-Mitarbeiter im Ruhestand seien bereits einem Aufruf der Regierung gefolgt, in den aktiven Dienst zurückzukehren. Zudem solle in der kommenden Woche ein temporäres Krankenhaus eröffnet werden, das in einem Konferenzzentrum eingerichtet werde, erklärte Hancock.

Die Zahl der Toten durch COVID-19 in Grossbritannien stieg unterdessen um 87 auf 422. Die Zahl der bestätigten Infektionen liegt inzwischen bei mehr als 8.000. Die tatsächliche Zahl dürfte aber erheblich höher sein. In Grossbritannien wurden bislang nur rund 82.000 Menschen getestet, weit weniger als beispielsweise in Deutschland. Hancock beteuerte jedoch, die Regierung sei im Begriff, Millionen von Test-Sets zu kaufen.

Italien: Erneut mehr als 700 Tote an einem Tag

18:30 Uhr: In Italien sind innerhalb eines Tages 743 Menschen in Folge der Corona-Pandemie gestorben. Damit wurden am Dienstag vorsichtige Hoffnungen auf eine rasche und deutliche Abflachung der Virus-Kurve zunächst gedämpft. In den beiden Tagen davor hatte es jeweils etwas weniger neue Tote gegeben als zuvor.

Insgesamt zählte der italienische Zivilschutz bisher 6820 Todesopfer. Am Samstag hatte der Zivilschutz die Rekordzahl von rund 790 Todesopfern für einen Tag verzeichnet. Die Zahl der Menschen, die in Italien positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet wurden, stieg auf mehr als 69.000. Das teilte Zivilschutzchef Angelo Borrelli in Rom mit.

Polen verbietet wegen Corona-Krise Versammlungen von mehr als zwei Menschen

18:00 Uhr: Polen ist dem Beispiel Deutschlands gefolgt und hat wegen der Coronavirus-Pandemie Versammlungen von mehr als zwei Menschen in der Öffentlichkeit verboten. "Wir treffen diese Entscheidung, um Zeit zu gewinnen", sagt Ministerpräsident Mateusz Morawiecki am Dienstag. Die Regierung schränkte ausserdem die Bewegungsfreiheit erheblich ein.

Die Bürger sollten nur noch vor die Tür gehen, um zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkaufen zu gehen. Menschen dürfen sich nur noch zu zweit im Freien treffen. Familien sind von der Regelung ausgenommen.

Ausnahmen gelten auch für religiöse Veranstaltungen, wie Messen und Beerdigungen, an denen maximal fünf Menschen teilnehmen dürfen. Die Regeln würden bis zum 11. April gelten, sagte Gesundheitsminister Lukasz Szumowski.

Beatmungsventile aus dem 3D-Drucker für Corona-Patienten in Italien

17:52 Uhr: Im Kampf gegen die Lungenkrankheit Covid-19 geht Italien ungewöhnliche Wege: 3D-Drucker-Firmen, Strumpfwaren-Hersteller und der Fiat-Konzern helfen bei der Herstellung von dringend benötigtem medizinischem Material. "Wir wurden von einer Zeitung aus Brescia kontaktiert und gefragt, ob wir für ein Krankenhaus Ventile für Beatmungsgeräte drucken könnten", sagt Alessandro Romaioli, ein auf 3D-Druck spezialisierter Ingenieur der Firma Isinnova der Nachrichtenagentur AFP.

Daraufhin habe die Firma vier Prototypen produziert und ins Krankenhaus gebracht. "Dort sagten sie uns, dass sie funktionieren", sagte Romaioli weiter. Die Ventile seien an Patienten getestet worden - mit ausgezeichneten Ergebnissen. Das Krankenhaus habe daraufhin hundert weitere Ventile bestellt, so der junge Ingenieur.

Auch der Strumpfwarenhersteller Calzedonia gab bekannt, einige seiner Werkstätten zur Produktion von Atemschutzmasken zu nutzen. Seit Montag würden täglich 10.000 Masken produziert. Die Zahl soll nach Angaben des Unternehmens noch erhöht werden.

Frankreich rüstet Schnellzug für Verlegung von Kranken um

17:45 Uhr: Für den Abtransport von Corona-Infizierten aus dem Risikogebiet im Elsass setzt Frankreich erstmals einen Hochgeschwindigkeitszug ein. Der französische Gesundheitsminister Olivier Véran sagt am Dienstag in Paris, der medizinisch umgerüstete TGV der Staatsbahn werde am Mittwoch 30 Kranke aus überlasteten Kliniken in Strassburg und Mülhausen wegbringen. Dies sei eine "Premiere in Europa", sagt Véran. Wohin die Menschen verlegt werden ist nicht bekannt.

Greta Thunberg mit Corona-Botschaft auf Instagram

17:35 Uhr: Auf ihrem Instagramkanal meldet sich die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg mit einer Botschaft an ihre Follower zu Wort: "In den letzten beiden Wochen bin ich drinnen geblieben. Nach meiner Rückkehr aus Zentraleuropa habe ich mich von meiner Mutter und Schwester isoliert, denn die COVID-19-Fälle vor Ort waren zu jener Zeit etwa gleichauf mit jenen in Italien."

Vor etwa zehn Tagen habe sie dann erste Symptome verspürt. Auch der Vater der 17-Jährigen sei von Symptomen betroffen gewesen. Einen Test habe sie nicht gemacht, doch die Wahrscheinlichkeit, dass sie am Coronavirus erkrankt war, sei hoch.

Ihren Post beendet die Klimaaktivistin mit einem Appell an ihre Follower, den Vorgaben der Behören zu folgen und sich in der Krise gegenseitig beizustehen.

Von der Leyen warnt vor Internet-Betrug in der Corona-Krise

17:14 Uhr: EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen warnt vor Internet-Betrügern und angeblichen Wundermitteln gegen das Coronavirus. Kriminelle nutzten die Sorge vor der Pandemie, erklärte von der Leyen am Dienstag. "Unsere Angst wird ihre Geschäftsidee."

Die Zahl von Internet-Delikten habe zugenommen, ebenso die Zahl von falschen Arzneien, Sprays und Ähnlichem. Von der Leyen unterstrich jedoch Fahndungserfolge, die die europäische Polizeibehörde Europol jüngst vermeldet hatte. Mehr als 4,4 Millionen Packungen nicht zugelassener Medikamente seien beschlagnahmt, 37 Verbrecherbanden zerschlagen und 121 Menschen festgenommen worden. 2.500 Links zu Webseiten oder Social-Media-Kanälen seien aus dem Netz entfernt worden.

Bürger sollten sich immer vergewissern, ob Betreiber einer Webseite wirklich seriös seien, riet von der Leyen. Und sollte einmal ein Impfstoff gegen das Coronavirus verfügbar sein, dann würden dies Regierungen und öffentliche Institutionen offiziell mitteilen. "Dann werden Sie das aus einer vertrauenswürdigen Quelle erfahren", fügte die Kommissionschefin hinzu.

Ungarns Ministerpräsident Orban will mit Sondervollmachten gegen Pandemie vorgehen

17:07 Uhr: Vor dem Hintergrund der globalen Corona-Pandemie will sich Ungarns machtbewusster Ministerpräsident Viktor Orban durch ein beispielloses Gesetz umfassende Vollmachten geben lassen. Das ungarische Parlament debattierte am Dienstag einen Gesetzentwurf, der es Orban ermöglichen würde, für unbegrenzte Zeit und ohne parlamentarische Kontrolle auf dem Verordnungsweg zu regieren.

Das Gesetz soll dafür sorgen, "dass die Regierung alle zur Eindämmung beziehungsweise Abwehr der Folgen der Covid-19-Pandemie nötigen ausserordentlichen Massnahmen treffen kann", heisst es in der Einleitung des Entwurfs. Dabei, so die Vorlage, könne sie "die Anwendung einzelner Gesetze suspendieren, von gesetzlichen Bestimmungen abweichen und sonstige ausserordentliche Massnahmen treffen".

Die Dauer dieser Vollmachten ist nicht konkret begrenzt - sie bemisst sich daran, wie lange die Regierung den Pandemie-Notstand als gegeben ansieht. Die Regierung ist auch nicht auf das Parlament angewiesen, das aufgrund der Pandemie am Zusammentreten gehindert sein könnte. Kriterien dafür, wann das Parlament als verhindert anzusehen ist, enthält der Gesetzentwurf nicht.

Ägypten verhängt wegen Coronavirus nächtliche Ausgangssperre

16:58 Uhr: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus hat Ägypten eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Für die kommenden zwei Wochen dürften Bewohner zwischen 19.00 Uhr und 6.00 Uhr das Haus nicht mehr verlassen, kündigte Ministerpräsident Mustafa Madbuli am Dienstag an. Geschäfte müssen bereits um 17.00 Uhr schliessen. Freitags und samstags - in Ägypten das Wochenende - bleiben sie komplett geschlossen. Ausgenommen sind Supermärkte, Lebensmittelläden, Bäckereien und Apotheken, die nicht in Einkaufszentren liegen.

DFL-Präsidium empfiehlt Bundesliga-Pause bis zum 30. April

16:50 Uhr: Der Spielbetrieb in der 1. und 2. Fussball-Bundesliga soll wegen der Coronavirus-Pandemie vorerst bis zum 30. April ausgesetzt bleiben. Diese Empfehlung hat das Präsidium der Deutschen Fussball Liga den 36 Profivereinen zur Beschlussfassung auf der Mitgliederversammlung in der kommenden Woche gegeben.

Bundestag tagt wegen Corona-Pandemie unter besonderen Vorkehrungen

16:43 Uhr: Um Ansteckungen mit dem Coronavirus zu verhindern, tagt der Bundestag am Mittwoch mit ungewohnten Vorsichtsmassnahmen. An den Eingängen werden Spender mit Desinfektionsmittel aufgestellt und die Türen zum Plenum bleiben offen, so dass sie nicht berührt werden müssen, wie Bundestagssprecherin Eva Haacke am Dienstag mitteilte.

Demnach werden die Türen ausserdem mit "Eingang und "Ausgang" gekennzeichnet, so dass es weniger Begegnungen zwischen den Abgeordneten gibt. Im Sitzungssaal werden die Stühle so markiert, dass die Abgeordneten mit grösserem Abstand zueinander Platz nehmen. Die Politiker sollen jeweils nur bei den Tagesordnungspunkten an der Sitzung teilnehmen, "die ihre jeweiligen Arbeitsbereiche betreffen".

Wer ans Rednerpult tritt, bekommt Haacke zufolge nicht das übliche Wasserglas hingestellt, sondern einen Pappbecher mit Wasser. Zwischen den Reden werde das Pult jeweils desinfiziert.

Indien verhängt "vollständige Ausgangssperre" für drei Wochen

16:30 Uhr: Wegen der Coronavirus-Pandemie greift Indien zu drastischen Massnahmen und verhängt eine dreiwöchige "vollständige Ausgangssperre" für seine 1,3 Milliarden Bürger. "Ab heute um Mitternacht wird das ganze Land vollständig abgeriegelt sein", um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, sagt Premierminister Narendra Modi am Dienstag in einer Fernsehansprache.

Die Massnahme gelte für 21 Tage. Wenn dieser Zeitraum nicht respektiert werde, werde das Land um 21 Jahre zurückgeworfen, so Modi weiter. Er ruft die Inder auf, die soziale Distanz zu respektieren und zu Hause zu bleiben.

Unternehmen können Sozialbeiträge wegen Corona-Krise später zahlen

16:20 Uhr: Die Arbeitgeber in Deutschland müssen im Fall einer finanziellen Notlage wegen der Coronakrise zunächst keine Sozialversicherungsbeiträge abführen.

Auf Antrag des Arbeitgebers können die Beiträge stattdessen bis Mai gestundet werden, wie die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag in Berlin aus Kreisen der Sozialversicherungsträger erfuhr.

Kreuzfahrtschiffe mit möglichen Corona-Fällen an Bord suchen Häfen zum Anlegen

16:12 Uhr: In der Coronavirus-Krise irren immer noch Kreuzfahrtfahrtschiffe auf den Weltmeeren herum, die wegen möglicher Infektionsfälle an Bord nicht anlegen können. Chile wies am Montag das unter niederländischer Flagge fahrende Schiff "Zaandam" ab, weil mehrere Menschen an Bord unter grippeähnlichen Symptomen leiden. Die Reederei Holland America sucht nun einen Hafen, in dem die Kranken von Bord gehen können, bevor das Schiff seine Reise nach Fort Lauderdal in Florida fortsetzen kann.

Das Schiff war am 7. März in Buenos Aires in See gestochen. Nach Angaben der Reederei sind 13 der 1243 Passagiere und 29 der 586 Besatzungsmitglieder krank. Die Kranken und enge Kontaktpersonen wurden demnach isoliert. Sie an Bord auf das neuartige Coronavirus zu testen, ist nach Angaben der Reederei nicht möglich.

Sorge in Brüssel um möglichem Corona-Ausbruch in griechischen Flüchtlingslagern

16:00 Uhr: In Brüssel herrscht Sorge über einen möglichen Ausbruch des Coronavirus in überfüllten Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln. Die EU-Kommission unterstütz die griechischen Behörden derzeit bei der Ausarbeitung eines Notfallplans, sollte die Krankheit Covid-19 in einem der Lager ausbrechen, sagt ein Sprecher der Brüsseler Behörde am Dienstag. EU-Abgeordnete fordern, zu Risikogruppen gehörende Menschen präventiv aus den Lagern zu holen.

Die griechischen Behörden seien darum bemüht, gesonderte Bereiche in den Lagern einzurichten, um Verdachtsfälle zu untersuchen und Menschen unter Quarantäne zu stellen, sagt der Kommissionssprecher. "Wir unterstützen auch Massnahmen zur Beschleunigung des Transports von den Inseln zum Festland", fügt er hinzu.

Abitur in Schleswig-Holstein soll abgesagt werden

15:40 Uhr: Bildungsministerin Karen Prien (CDU) fordert laut NDR die Absage der Abiturprüfungen in Schleswig-Holstein. Seit 16. März sind die Schulen in dem Bundesland geschlossen.

Laut Prien müssten die Abiturprüfungen direkt nach den Osterferien stattfinden. Dies sei aufgrund der aktuellen Krisenlage jedoch nicht möglich.

Anstelle des Abiturs sollen die Schülerinnen und Schüler ein sogenanntes Anerkennungsabitur erhalten, das sich aus ihren bisherigen Zensuren zusammensetzt.

Singapur schliesst Bars, Kinos und Theater wegen Corona-Pandemie

15:20 Uhr: Singapur hat seine Massnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie verschärft. Bars, Kinos, Theater und Nachtclubs werden bis zum 30. April geschlossen, wie das Gesundheitsministerium des Stadtstaates am Dienstag mitteilte. Bei 49 weiteren Menschen in dem flächenmässig kleinsten Land Südostasiens sei die Lungenkrankheit Covid-19 diagnostiziert worden, die durch das Coronavirus verursacht wird, hiess es zur Begründung. Zwei Menschen seien bereits an der Krankheit gestorben. Singapur hat knapp sechs Millionen Einwohner.

Auch Olympischer Fackellauf verschoben

15:10 Uhr: Nachdem die Olympischen Spiele in Tokio wegen der Corona-Pandemie auf das Jahr 2021 verschoben wurden, wird nun auch der Olympische Fackellauf verlegt. Dies teilt OK-Chef Yoshiro Mori mit. Die Flamme sollte am Donnerstag ihren langen Weg durch die 47 Präfekturen Japans antreten. Der symbolträchtige Start war in der Präfektur Fukushima geplant, die 2011 durch das Erdbeben und den folgenden Tsunami zerstört worden war.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) und sein Präsident Thomas Bach einigten sich bei der Verschiebung der Spiele darauf, dass die Olympische Flamme bis zur Austragung der Spiele in Japan bleiben wird. Sie soll in den aktuell schwierigen Zeiten als Licht am Ende des Tunnels dienen.

Sachsen will tschechische Pflegekräfte halten

15:05 Uhr: Angesichts der Restriktionen für tschechische Berufspendler wegen der Corona-Krise versucht Sachsen, vor allem Pflegekräfte zu halten. Allen Tschechen, die im Freistaat im Bereich Medizin und Pflege arbeiten und in Deutschland bleiben, werde ein täglicher Zuschuss von 40 Euro zum Lebensunterhalt gezahlt, sagt Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Dienstag in Dresden. Dies gelte für Berufspendler in Kliniken und Pflegeheimen, aber auch für Bereiche wie Krankenhausküchen oder -wäschereien.

Stromverbrauch in Deutschland sinkt

14:58 Uhr: Der Stromverbrauch in Deutschland ist durch die Einschränkungen im Zuge der Corona-Krise gesunken. Am Montag sei der Verbrauch 4,9 Prozent niedriger gewesen als im Mittel für den vergleichbaren Tag in den Jahren 2017 bis 2019, heisst es in einer Lageeinschätzung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BdEW) vom Dienstag. Nachdem in der vergangenen Woche die Rückgänge noch in den üblichen Schwankungsbreiten gelegen hätten, zeigten sich jetzt erste deutlichere Abweichungen vor allem in den Tagstunden.

Bei den Grosshandelspreisen für Strom habe es zum Wochenbeginn einen weiteren Preisrückgang gegeben. Stromlieferungen für das kommende Jahr seien an der Strombörse um 15 Prozent niedriger gehandelt worden als im Durchschnitt der vorletzten Woche. Bei zeitnahen Lieferungen im April betrage der Rückgang sogar fast 40 Prozent.

Rewe plant Bonuszahlungen für Mitarbeiter

14:40 Uhr: Deutschlands zweitgrösster Lebensmittelhändler Rewe will seine Beschäftigten und die der konzerneigenen Discounttochter Penny für ihren Einsatz in der Coronavirus-Krise mit einem Bonus belohnen. Dafür werde der Konzern über 20 Millionen Euro in die Hand nehmen, sagte ein Rewe-Sprecher am Dienstag auf Nachfrage.

"Das sind schnelle und unbürokratische erste Sofortmassnahmen, um unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine klare Botschaft zu geben: Wir sagen nicht nur Danke für ihren unermüdlichen Einsatz in dieser schwierigen Ausnahmesituation, sondern wir honorieren ihr Engagement zugleich in finanziell spürbarer Weise", betonte der Sprecher. Der jeweilige Betrag ist etwa abhängig von der Funktion und davon, ob Vollzeit oder Teilzeit gearbeitet wird.

Die Bonuszahlung werde als Guthaben auf die Mitarbeiterkarten gebucht. Das habe den Vorteil, dass der Betrag den Beschäftigten praktisch als Netto-Zahlung zugutekomme.

Auch bei Aldi Süd können sich die Beschäftigten vielleicht schon bald über eine Prämie freuen. "Wir machen uns derzeit Gedanken, wie wir uns bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz erkenntlich zeigen können", sagte ein Unternehmenssprecher.

Ausgangsbeschränkungen für Thüringen angekündigt

14:21 Uhr: Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat ein Kontaktverbot für den Freistaat angekündigt. Damit werde umgesetzt, was Bund und Länder am Sonntag vereinbart hätten, sagte Ramelow am Dienstag nach einer Sitzung des Regierungskabinetts.

Die Pläne sehen vor, dass man sich im öffentlichen Raum nur noch alleine, zu zweit oder im Kreise der Mitglieder des eigenen Haushalts aufhalten darf. Ramelow kündigte dazu eine Grundverordnung an, die landesweit gelten soll.

Zugleich betonte der Regierungschef, dass die Menschen weiterhin die Möglichkeit haben sollen, in ihre Gärten zu gehen. "Wir wollen, dass die Menschen raus gehen, dass sie Licht, Luft und die Natur geniessen", sagte Ramelow. Auch in Kleingartenanlagen könnten sich die Thüringer weiter aufhalten, weil der Abstand zwischen den Gärten ausreichend sei.

Bundestag wird am Mittwoch Epidemiefall ausrufen

14:10 Uhr: Der Bundestag wird nach Angaben von Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt am Mittwoch den Epidemiefall ausrufen.

Der "Gesetzentwurf zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite" sieht vor, schnelle Entscheidungen zu ermöglichen, um auf eine Epidemie effektiv reagieren zu können. Dazu soll der Bund in einer "epidemischen Lage von nationaler Tragweite" für einen befristeten Zeitraum zusätzliche Kompetenzen erhalten.

Das Bundesgesundheitsministerium soll beispielsweise ermächtigt werden, Vorkehrungen zum Schutz der Bevölkerung zu treffen und die Gesundheitsversorgung sicherzustellen.

Dabei geht es etwa um Vorschriften für den grenzüberschreitenden Reiseverkehr, Melde- und Untersuchungspflichten und Massnahmen zur Sicherstellung der Grundversorgung mit Arzneimitteln, Schutzausrüstung und Labordiagnostik.

Am Montagabend habe es die Einigung gegeben, dass eine epidemiologische Lage "nicht mehr wie ursprünglich geplant von der Bundesregierung ausgerufen werden kann", sagte Göring-Eckardt am Dienstag vor einer digitalen Sitzung ihrer Fraktion.

Es sei vereinbart worden, dass der Bundestag ihn ausrufe, "das wird er morgen sicher auch mit grosser Mehrheit tun". Dann werde sich der Bundesrat dazu verhalten. Die Regelung werde auf ein Jahr begrenzt sein, sagte Göring-Eckardt weiter.

Olympischen Spiele werden verschoben

13:51 Uhr: Die Olympischen Spiele in Tokio sollen verschoben werden, spätestens aber im Sommer 2021 stattfinden. Das haben das Internationale Olympische Komitee und die Olympia-Organisatoren in Japan gemeinsam am Dienstag beschlossen, wie das IOC mitteilte.

Söder in Pressekonferenz: "Machen uns riesige Sorgen"

13:24 Uhr: In der Pressekonferenz nach einer Kabinettssitzung in München betont Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU), dass die Lage weiterhin Ernst bleibe. Gleichzeitig bedankt er sich bei der Bevölkerung für ihre Kooperation in der Krisenlage.

Auf vorangegangene Kritik reagiert Söder mit der Aussage, dass Bayern ein späteres Handeln in der Krise nicht hätte verantworten können.

"Wir machen uns riesige Sorgen um die wirtschaftlichen Herausforderungen. Viele sind sich nicht bewusst, welche Herausforderungen es geben wird", betont er. Deshalb stockt Bayern sein Hilfspaket für die Wirtschaft in dem Bundesland noch einmal massiv auf. Zur Bewältigung der Corona-Krise stehen nun 20 Milliarden Euro zur Verfügung. Zudem werde es weiter vergünstigte Bürgschaften und einen Bayern-Fonds in Höhe von 20 Milliarden Euro geben, um die Wirtschaft zu schützen. Es handle sich dabei um das umfassendste Wirtschaftsprogramm jemals in Bayern.

Wegen Corona-Krise werden in Berlin vorerst keine Wohnungen geräumt

12:50 Uhr: In Berlin werden wegen der Corona-Krise nach Angaben von Justizsenator Dirk Behrendt derzeit keine Wohnungen geräumt. Auch Sperren wegen nicht gezahlter Rechnungen für Gas, Wasser oder Strom seien ausgesetzt, teilte der Grünen-Politiker am Dienstag mit.

Wenn Menschen in der jetzigen Krisensituation auf der Strasse landen würden oder ohne Heizung leben müssten, wäre das eine unzumutbare Härte, so Behrendt. Zudem wären Räumungen oder Sperrungen für Gerichtsvollzieher aus gesundheitlichen Gründen schwierig. Sie müssten den persönlichen Kontakt zu Betroffenen herstellen.

Thailand verhängt Ausnahmezustand

12:38 Uhr: In Thailand gilt wegen der Corona-Pandemie von diesem Donnerstag an der Ausnahmezustand. Dies kündigte Premierminister General Prayut Chan-o-cha am Dienstag in einer Fernsehansprache an. Die Leute sollen zuhause bleiben, damit eine Ausbreitung des Virus verhindert wird. Am Donnerstag sollen weitere Einschränkungen bekanntgegeben werden. Nach Angaben des thailändischen Gesundheitsministeriums sind inzwischen mindestens 827 Menschen infiziert.

Gewerkschaft fordert zentrale Corona-Materialbeschaffung für Stravollzug

12:33 Uhr: Angesichts eines ersten Corona-Falls bei einem Häftling in einem Hamburger Gefängnis hat die Gewerkschaft der Beschäftigten im Strafvollzug eine zentrale Koordinierung der Gegenmassnahmen gefordert. In allen Justizvollzugsanstalten seien zwar bereits Isolierstationen eingerichtet worden, aber nicht überall seien auch die notwendigen Schutzausrüstungen vorhanden, sagt der Bundesvorsitzende des Bunds der Strafvollzugsbediensteten (BSBD), René Müller, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe vom Dienstag.

Die für Justizmitarbeiter erforderliche Ausrüstung gleiche generell der für medizinische Hilfskräfte im Umgang mit Corona-Patienten, betonte Müller. Es stelle sich daher "die Frage der zentralen Versorgung und Zuteilung". Jedes Bundesland handle allein und sei im Fall von Engpässen "vermutlich" überfordert, schnell Abhilfe zu organisieren. Hier sei das Bundesjustizministerium gefordert.

Kuba will alle Touristen unter Quarantäne stellen

12:24 Uhr: Wegen der Coronavirus-Pandemie will Kuba alle Touristen in Quarantäne nehmen, die sich nach der Grenzschliessung am Dienstag noch auf der Insel aufhalten. "Alle Touristen, die sich noch in Hotels befinden, werden unter Quarantäne gestellt", kündigte Ministerpräsident Manuel Marrero in einer vom Staatsfernsehen übertragenen Rede an. Nach Angaben der Regierung waren am Montag noch rund 32.500 ausländische Urlauber auf der Karibikinsel.

Die Ankündigung löste einen Sturm auf den Flughafen von Havanna aus. Viele Touristen, die überstürzt ihre Sachen gepackt hatten, befürchteten aber, gar keinen Flug mehr zu erwischen.

Hebammen helfen per Video

12:12 Uhr: Hebammen bieten Schwangeren und Paaren mit Neugeborenen ihre Hilfe in der Corona-Krise mit Videoschalte an. Bis Mitte Juni könne verstärkt auf Beratung oder Kursteilnahme per Videotelefonie zurückgegriffen werden, teilen die massgeblichen Hebammenverbände und dem Spitzenverband der Krankenkassen am Dienstag in Berlin mit. "So bleibt die Versorgung von Schwangeren und Müttern im Wochenbett in dieser ausserordentlichen Situation aufrechterhalten und mögliche Verdienstausfälle für freiberufliche Hebammen können minimiert werden."

Nach Sachsen nimmt auch NRW Coronavirus-Patienten aus Italien zur Behandlung auf

11:50 Uhr: Nach Sachsen nimmt auch Nordrhein-Westfalen Coronavirus-Patienten aus Italien zur Behandlung auf. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sagt am Dienstag vor dem Düsseldorfer Landtag, er habe am Montag angeboten, "dass wir zunächst zehn Patienten aufnehmen".

Regierungschef beantwortet Fragen von Radiohörern zu Coronakrise

11:42 Uhr: Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) stellt sich in der Coronakrise erneut den Fragen der Niedersachsen. Weil ist am Donnerstag von 7.00 bis 8.00 Uhr zu Gast beim Radiosender Antenne Niedersachsen, wie der Sender am Dienstag in Hannover mitteilte. Wer Fragen an den Regierungschef hat, kann sich schon jetzt per WhatsApp oder E-Mail an Antenne Niedersachsen wenden. Das ist auch während der "Moin Show" am Donnerstag möglich. Weil hatte sich am Samstag bereits den Fragen der Hörer von NDR 1 Niedersachsen gestellt.

Saar-Uniklinik nimmt fünf Corona-Patienten aus Grand Est auf

11:34 Uhr: Fünf Corona-Notfallpatienten aus der ostfranzösischen Region Grand Est werden nun im Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg behandelt. Sie seien am Montag eingeliefert worden, nachdem das Saarland der benachbarten Region Unterstützung zugesagt hatte, teilt Regierungssprecher Alexander Zeyer am Dienstag mit. Weitere Covid-19-Patienten aus Grand Est würden nicht erwartet.

Irans Präsident: Hafturlaub von Gefangenen wird verlängert

11:24 Uhr: Im Iran wird wegen der Corona-Pandemie der Hafturlaub von Gefangenen um mindestens 16 weitere Tage verlängert. "Der Corona- Krisenstab der Regierung hat beschlossen, dass der Hafturlaub vom 3. bis zum 19. April verlängert wird", sagt Präsident Hassan Ruhani am Dienstag. Eine weitere Verlängerung sei nicht ausgeschlossen, falls die Coronakrise auch bis Ende April nicht bewältigt werde.

Insgesamt durften 85.000 Gefängnisinsassen wegen der Coronakrise und des persischen Neujahrs (20. März) für zwei Wochen nach Hause, darunter auch einige politische Häftlinge. 10.000 von ihnen wurden begnadigt. Die Regelung galt jedoch nicht für Schwerkriminelle.

Coronavirus: Auch Zypern verhängt Ausgangsbeschränkungen

11:00 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus hat auch Zypern am frühen Dienstagmorgen weitreichende Massnahmen verhängt, die den Ausgang der Bürger beschränken.

Die Menschen dürfen nur noch das Haus verlassen, um Lebensmittel einzukaufen, zur Arbeit, zum Arzt, zur Apotheke oder zum Sport zu gehen sowie den Hund auszuführen.

"Der Feind ist unsichtbar, aber nicht unbesiegbar", hatte der zyprische Präsident Nikos Anastasiades am Vorabend bei einer Ansprache gesagt. Wie er weiter sagte, müssten die Bürger in ihren Wohnungen bleiben, "die Schutzbunker dieses Krieges".

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Laschet erörtert Ziele der Pandemie-Bekämpfung im Landtag

10:55 Uhr: Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat den Kampf gegen das Coronavirus als die schwerste Bewährungsprobe in der Geschichte des Landes bezeichnet.

Der Blick nach Italien zeige "unermessliche Tragödien", so Laschet am Dienstag in einer Sondersitzung des Landtags in Düsseldorf. "Es geht um Leben und Tod."

Die drei wichtigsten Ziele seien, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, das Gesundheitssystem massiv auszubauen und die Folgen der Pandemie für die Wirtschaft abzufedern.

Im Einvernehmen mit den Landtagsfraktionen sollte bis zum Nachmittag im Schnellverfahren ein Nachtragshaushalt in Höhe von 25 Milliarden Euro zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen beschlossen werden. Damit sollen Unternehmen und Arbeitsplätze geschützt werden.

Krankschreibung per Telefon jetzt für bis zu 14 Tage möglich

10:38 Uhr: Angesichts der Zunahme der Corona-Fälle werden die Vorgaben für eine Krankschreibung weiter gelockert. Patienten mit leichten Erkrankungen der Atemwege können sich ab sofort nach telefonischer Rücksprache mit ihrem Arzt für bis zu 14 Tage krank schreiben lassen, wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) am Dienstag in Berlin mitteilte. Eine telefonische Bestätigung der Arbeitsunfähigkeit ist auch möglich, wenn der Verdacht auf eine Corona-Infektion besteht. Patienten müssen dafür also nicht eigens in die Praxis kommen.

Millionen von Deutschland bestellte Atemmasken in Kenia verschwunden

10:31 Uhr: Bei der Lieferung von sechs Millionen Schutzmasken nach Deutschland gegen eine weitere Verbreitung von Corona-Infektionen hat es eine Panne gegeben. Die Masken der Schutzstufe FFP2 seien auf einem Flughafen in Kenia "spurlos verschwunden", berichtet der Spiegel am Dienstag. Laut einer Sprecherin des Verteidigungsministeriums werde der Vorgang untersucht. Der von der Generalzolldirektion geschlossene Liefervertrag habe storniert werden können. Weiter sagt sie, es handele sich um einen Bruchteil des insgesamt bestellten Materials.

Knapp 102.000 Menschen weltweit von COVID-19 geheilt

10:05 Uhr: Von den 382.108 Fällen an weltweit bestätigten Infektionen, meldet die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität bereits 101.857 als von COVID-19 geheilt.

453 davon sind demnach Patienten in Deutschland. In Europa hat Italien mit der höchsten Zahl von 63.927 Infizierten (Stand: heute um 08:15 Uhr) auch die höchste Zahl an Genesungen: 7.432 Menschen sind dort bereits von dem Virus geheilt.

Giffey: Corona-Krise könnte mehr häusliche Gewalt zur Folge haben

09:51 Uhr: Isolation und finanzielle Sorgen durch die Corona-Krise könnten zu mehr häuslicher Gewalt führen. Das sagt Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin". Umso wichtiger sei es für Opfer zu wissen, dass sie das Haus verlassen dürfen, um sich Hilfe zu holen. Das sei ein triftiger Grund. Auch telefonische Hilfe-Hotlines seien erreichbar und würden angesichts der Corona-Pandemie ausgebaut, sagt die Ministerin.

Tagesaktuelle Fallzahlen zum Coronavirus in Deutschland

09:40 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Dienstag mit 27.436 angegeben - ein Plus von 4062 seit dem Vortag. Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte bislang 114 Todesfälle.

Mehr als 1.500 Coronavirus-Fälle in Türkei - 37 Todesopfer

09:05 Uhr: Die Zahl der Todesopfer durch COVID-19 ist in der Türkei auf 37 gestiegen. An einem Tag seien sieben Menschen verstorben, teilte Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Montagabend auf Twitter mit.

Zudem seien 293 weitere Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden, damit steigt die Gesamtzahl der erfassten Infizierten auf 1.529. In 24 Stunden seien rund 3.700 Tests durchgeführt worden, schrieb Koca.

Die türkische Regierung teilt nicht mit, in welchen Städten oder Provinzen Menschen positiv getestet wurden. Koca hatte in einer Pressekonferenz am Montag lediglich gesagt, dass es im ganzen Land Fälle gebe. Die Türkische Ärztevereinigung (TTB) fordert von der Regierung in Ankara Transparenz, sie beklagt zudem, dass es in den Krankenhäusern an Schutzkleidung für medizinisches Personal mangele.

Das türkische Innenminister veröffentlichte am Dienstag unterdessen eine neue Regelung, womit unter anderem die Anzahl der Kunden, die gleichzeitig einen Supermarkt besuchen dürfen, begrenzt wird.

Die Anzahl der erlaubten Besucher variiert je nach Grösse des Marktes. In öffentlichen Verkehrsmitteln sind zudem nur noch 50 Prozent der zugelassenen Kapazität an Fahrgästen erlaubt.

Passagierzahlen am Frankfurter Flughafen brechen weiter ein

08:47 Uhr: Der wegen der Corona-Krise weltweit nahezu zum Erliegen gekommene Flugverkehr hinterlässt beim Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport weiterhin tiefe Spuren.

Die Passagierzahl brach in der zwölften Kalenderwoche des Jahres (16. bis 22. März) um 73,5 Prozent auf 331.353 ein, und das Frachtvolumen fiel um rund ein Fünftel auf 36.591 Tonnen, wie das Unternehmen am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Die Anzahl der Flugbewegungen sank um rund 58 Prozent auf 3.960.

Das Unternehmen hatte erst jüngst wegen der Folgen der Coronavirus-Pandemie für einen Grossteil der Beschäftigten Kurzarbeit eingeführt.

NRW erlässt Bussgeld-Katalog für Verstösse gegen Corona-Regeln

08:25 Uhr: Nordrhein-Westfalen hat einen Bussgeldkatalog für Verstösse gegen die landesweiten Corona-Regeln mit Strafen bis zu 5.000 Euro erlassen. Im Wiederholungsfall werden sogar bis zu 25.000 Euro fällig. Der Erlass, der nach dpa-Informationen am Montagabend an die zuständigen Behörden geschickt wurde, liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Bei Zusammenkünften von mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit, die nicht direkt verwandt sind, werden danach 200 Euro von jedem Beteiligten fällig. Verbotenes Picknicken kostet 250 Euro pro Teilnehmer. Wer trotz Verbots Sportveranstaltungen organisiert, zahlt 1.000 Euro.

Der Verzehr von Ausser-Haus-Speisen näher als 50 Meter am Restaurant oder Imbiss kostet 200 Euro. Zusätzliche Bussgelder seien möglich gegen Unternehmen, die von Verstössen profitieren. Teuer werden auch Hygieneverstösse oder Verstösse gegen das Besuchsverbot in Einrichtungen wie etwa Altenheimen.

Kampf gegen Corona: Elon Musk bietet Beatmungsgeräte an

07:59 Uhr: Tech-Milliardär Elon Musk hat für den Kampf gegen das Coronavirus seine Hilfe angeboten. Er habe in China 1.255 Beatmungsgeräte gekauft und nach Los Angeles gebracht, schrieb der 48-jährige Tesla-Chef auf Twitter. "Wenn Sie ein kostenloses Beatmungsgerät installiert bekommen möchten, lassen Sie es mich wissen", sagte Musk.

Tesla hatte in der vergangenen Woche einem Produktionsstopp in seinem Hauptwerk im kalifornischen Fremont aufgrund der Coronakrise zugestimmt. "Wir halten uns an die gesetzlichen Vorschriften", teilte der US-Elektroautobauer mit. Vorangegangen waren tagelange Diskussionen mit Gesetzesvertretern.

Medien: 20 Prozent Gehaltsverzicht bei Bayern München

07:35 Uhr: In der Fussball-Bundesliga deutet sich bei Spielern und Funktionären grosse Bereitschaft zu einem partiellen Gehaltsverzicht an. Medienberichten zufolge haben sich alle Spieler, der gesamte Vorstand und der komplette Aufsichtsrat von Rekordmeister Bayern München bereit erklärt, wegen der Einschnitte aufgrund der Coronavirus-Pandemie auf 20 Prozent ihrer Bezüge zu verzichten. Dies berichtet die Bild-Zeitung.

Die Personalkosten beim FC Bayern in der Saison 2018/19 beliefen sich bei allen Beschäftigten auf 336,2 Millionen Euro, der Umsatz lag bei 750,2 Millionen Euro.

Unter anderem die Spieler von Schalke 04 und Werder Bremen haben einen Gehaltsverzicht bereits selbst angeboten, auch bei Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund laufen demnach Gespräche.

Weltärztepräsident: Coronakrise mindestens bis Ende des Jahres

07:11 Uhr: Der Präsident des Weltärztebundes rechnet nicht mit einem schnellen Ende der Coronakrise. "Diese Problematik wird uns mit Sicherheit bis zum Ende des Jahres begleiten", sagte Frank Ulrich Montgomery der Deutschen Presse-Agentur. Bis ein Impfstoff verfügbar sei, "werden wir unser gesamtes soziales Leben und unser Arbeitsleben umstellen müssen".

Montgomery begrüsste die Einigung von Bund und Ländern auf eine Kontaktbegrenzung. Es sei ein grosser Unterschied, ob Menschen durch staatliche Repression eingeschlossen würden - wie bei einer Ausgangssperre - "oder ob sie es selber in der Hand haben". Der Weltärztepräsident hatte sich zuvor gegen ein Ausgangsverbot ausgesprochen.

Soziologe: Coronakrise für moderne Gesellschaft ohne Vergleich

06:49 Uhr: Der Shutdown weiter Teile des gesellschaftlichen Lebens durch die Corona-Pandemie ist nach Einschätzung des Jenaer Soziologen Hartmut Rosa historisch ohne Vergleich. "So eine rasende Entschleunigung ist ganz und gar einzigartig", sagte er im Interview der Deutschen Presse-Agentur. Zugleich zeige das Virus der modernen Gesellschaft Grenzen auf.

"Wir wollen die Kontrolle behalten. Und wir stellen gerade fest, dass wir dabei an Grenzen stossen." Die Menschen könnten heute sehr schlecht mit Unwägbarkeiten des Lebens umgehen.

Die "Super-Verlangsamung des Lebens" biete aber auch Möglichkeiten "noch einmal anders mit sich, anderen und der Welt in Kontakt zu treten", betonte Rosa. Aktuelle Beispiele seien Hilfen unter Nachbarn oder das Musizieren auf Balkonen trotz Quarantäne und Isolation.

China hebt Abriegelung von Provinz Hubei weitgehend auf

06:22 Uhr: In China wird die nach Ausbreitung des neuartigen Coronavirus verhängte Abriegelung der Provinz Hubei weitgehend aufgehoben. Gesunden Bürgern ist es ab Dienstag um Mitternacht (Ortszeit) erlaubt, die Provinz zu verlassen, wie die örtlichen Behörden ankündigten.

Hubei gilt als Ausgangspunkt der Pandemie, die Provinz war zwei Monate lang von der Aussenwelt abgeschottet.

Kubaner dürfen nicht mehr ausreisen

05:51 Uhr: Kuba hat in der Coronaviruskrise seinen Bürgern die Ausreise vorerst untersagt. Das teilte der Ministerpräsident des sozialistischen Karibikstaates, Manuel Marrero, am Montag (Ortszeit) im Staatsfernsehen mit.

Er begründete dies damit, dass zuletzt viele Kubaner in Länder gereist seien, die vom Coronavirus besonders betroffen seien, um dort Waren für den Verkauf in Kuba einzukaufen. Es gehe darum, die Gesundheit des Volkes zu schützen. Marrero gab auch eine einmonatige Schliessung der Schulen bekannt.

Er verkündete zudem, dass die rund 32.000 in Kuba verbliebenen Touristen ihre Hotels nicht mehr verlassen dürften, während sie auf ihre Rückflüge warteten. Davon sind etwa 9.400 in Privatunterkünften untergebracht - sie sollen in Hotels umziehen. Ausländer können die Insel weiter verlassen, ab Dienstag aber nicht mehr einreisen.

Kuba hat bisher 40 Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt. Ein italienischer Tourist kam ums Leben. Nach offiziellen Angaben gab es bislang keine lokale Übertragung des Virus. Der Tourismus ist eine äusserst wichtige Einnahmequelle für Kuba.

FDP will Rettungsfonds auch für Startup-Unternehmen

05:15 Uhr: Zum Schutz wichtiger zukunftsfähiger Geschäftsmodelle in der Coronakrise kommt aus der FDP-Bundestagsfraktion der Ruf nach einem speziellen Rettungsfonds für Startup-Unternehmen.

Dieser müsste einen Umfang im einstelligen Milliardenbereich haben, sagte die Parlamentarische Geschäftsführerin Bettina Stark-Watzinger der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Der Rettungsfonds würde unmittelbar Liquidität für Startups bereitstellen, indem er 75 Prozent der Investitionssumme übernimmt. Die restlichen 25 Prozent kommen von privaten Gesellschaftern, die sich entscheiden, weiter in das Startup-Unternehmen zu investieren."

Die dramatischen ökonomischen Auswirkungen der Coronakrise erforderten schnelle, massgeschneiderte und unbürokratische Hilfen auch für Gründer. "Auch Startup-Unternehmen leiden unter akuten Liquiditätsengpässen", sagte die FDP-Finanzpolitikerin. "Umsatzeinbrüche, Finanzinvestoren, die abspringen, und nur eingeschränkte Möglichkeiten Kosten zu reduzieren, sind ein zerstörerisches Umfeld, das die wachsende, selbstbewusste Gründerszene in Deutschland ausbremst."

Die bisher geplanten Hilfen der Bundesregierung kämen für Startups nicht in Betracht, da sie sich nicht über Bankkredite finanzierten, sondern Investoren Eigenkapital bereitstellten. "Die Regierung vergisst, die Zukunft möglich zu machen. Dabei sind finanzielle Hilfen für Innovationen jetzt wichtiger denn je, um nach der Krise für Wachstum zu sorgen", sagte die FDP-Politikerin.

Erste Coronavirus-Fälle in Myanmar - Botschaft will Deutschen helfen

04:14 Uhr: Myanmar hat seine ersten beiden Fälle des Coronavirus bestätigt. Es ist eines der letzten Länder in Asien, das offiziell von der Pandemie erreicht wurde. Wie das Gesundheitsministerium am Montagabend erklärte, handelt es sich bei den 36 und 26 Jahre alten Patienten um Staatsbürger des Landes, die aus den USA und Grossbritannien zurückgekehrt waren.

Die deutsche Botschaft hatte vergangene Woche Touristen geraten, das südostasiatische Land (früher Birma) zu verlassen. "Im Falle eines Ausbruchs der Pandemie ist damit zu rechnen, dass das myanmarische Gesundheitssystem nicht in der Lage sein wird, die medizinische Versorgung in ausreichendem Masse sicherzustellen", erklärte sie.

Am Dienstag rief die Botschaft die noch im Land festsitzenden Deutschen auf, sich zu melden - im Wissen, dass viele vergeblich versuchten, ein Ticket nach Europa zu buchen. Die Botschaft bemühe sich mit Hochdruck um Lösungen. Aber die Deutschen sollen auch weiterhin versuchen, die Rückreise selbst zu organisieren.

Strände in Kalifornien werden wegen Coronavirus geschlossen

03:16 Uhr: In Kalifornien werden erstmals Strände geschlossen, um der Ausbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken. Der Bürgermeister von San Diego ordnete am Montag (Ortszeit) die Schliessung städtischer Strände, Parks und Wanderwege an.

Zu viele Menschen hätten am Wochenende die zuvor verhängten Auflagen missachtet, voneinander Abstand zu halten, klagte Bürgermeister Kevin Faulconer auf Twitter. Auch in dem beliebten Küstenort Laguna Beach bleiben die Strände ab sofort zu.

Die Zahl der Infektionen in Kalifornien stieg am Montag auf über 2.100 Fälle an.

Corona-Patienten aus Italien in Sachsen gelandet

02:37 Uhr: Eine Gruppe von in Sachsen zu behandelnden Corona-Patienten aus Italien ist in der Nacht zu Dienstag am Flughafen Leipzig-Halle gelandet. Zwei Rettungsfahrzeuge standen auf dem Flugplatz für den Transport der Patienten ins Krankenhaus bereit.

Am Montag hatte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) angekündigt, dass Sachsen Corona-Patienten aus Italien in seinen Krankenhäusern aufnehmen will. Man komme damit einer Bitte der italienischen Regierung nach. Die Krankenhäuser im Freistaat hätten signalisiert, dafür die Kapazitäten zu haben. Zudem könne man durch die Behandlung der italienischen Patienten lernen, mit dem Virus umzugehen.

"Das ist ein ganz wichtiges Zeichen, dass wir auch anderen helfen können", sagte Kretschmer. Zunächst hatte Kretschmer von sechs Patienten aus Italien gesprochen, am Abend war dann von acht Patienten die Rede, die auf mehrere Kliniken verteilt werden sollen.

Bis Montag waren in Sachsen 865 Infektionsfälle registriert, die meisten in Dresden, Zwickau und Leipzig. Bislang gab es im Freistaat drei Todesfälle durch das neuartige Virus.

Zahl "importierter Fälle" in China steigt deutlich

02:11 Uhr: In China ist die Zahl der so genannten importierten Erkrankungen mit dem Coronavirus deutlich gestiegen. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Dienstag mitteilte, wurde das Virus bei 74 weiteren Menschen nachgewiesen, die kürzlich in die Volksrepublik eingereist sind.

Erstmals seit Tagen wurden auch wieder einige lokale Fälle gemeldet. Wie aus den offiziellen Zahlen hervorgeht, gab es demnach vier Fälle, die nicht bei Eingereisten festgestellt wurden.

Bei einem grossen Teil der Rückkehrer handelt es sich um Chinesen, die unter anderem wieder in ihre Heimat kommen, weil sie annehmen, dass dort das Schlimmste nun überstanden ist. Insgesamt seien bislang 427 importierte Fälle festgestellt worden, wie die Kommission weiter mitteilte.

Erneut kam es zu neuen Todesfällen. Nach offiziellen Angaben vom Dienstag kletterte die Zahl der Opfer um sieben auf nun 3.277. Insgesamt wurden auf dem chinesischen Festland 81.171 Infizierte registriert, von denen sich bislang mehr als 73.000 wieder erholt haben.

Alle Meldungen vom Montag, 23. März:

Altmaier: Hilfsgelder sollen schon kommende Woche bereitstehen

23:22 Uhr: Die geplanten Hilfen für die Unternehmen sollen nach den Worten von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sehr schnell fliessen. Er hoffe, dass die Gelder in der nächsten Woche zur Verfügung stehen, sagte der CDU-Politiker am Montagabend in den ARD-"Tagesthemen". Er verwies darauf, dass Anfang April für viele wieder Mietzahlungen fällig werden.

Nach dem Kabinettsbeschluss vom Montag soll der Bundestag schon am Mittwoch im Schnellverfahren mehrere Gesetzesvorhaben beschliessen und auch eine Notfallregelung für die Schuldenbremse in Kraft setzen, die dem Bund neue Kredite in Höhe von 156 Milliarden Euro ermöglicht.

Grossbritannien erlässt Ausgangsbeschränkungen

21:55 Uhr: Die britische Regierung hat im Kampf gegen das Coronavirus weitreichende Ausgangsbeschränkungen beschlossen. Das verkündete Premierminister Boris Johnson am Montagabend in einer im Fernsehen übertragenen Rede an die Nation.

Johnson wies seine Landsleute an, das Haus nur noch so wenig wie möglich zu verlassen. "Von heute Abend an muss ich dem britischen Volk eine einfache Anordnung geben: Sie müssen zuhause bleiben", sagte Johnson. Alle Läden, mit Ausnahme von Lebensmittelgeschäften und Apotheken, werden mit sofortiger Wirkung geschlossen. Sportliche Aktivitäten sind nur noch einmal am Tag und nur gemeinsam mit Mitgliedern desselben Haushalts erlaubt. Ansonsten dürfe das Haus nur noch für den Einkauf wesentlicher Dinge wie Lebensmittel und Medikamente und für den Weg zur Arbeit verlassen werden, sagte Johnson. Versammlungen von mehr als zwei Personen seien nicht mehr erlaubt und würden von der Polizei aufgelöst.

Am Wochenende hatten unzählige Briten das schöne Wetter für Ausflüge in städtischen Parks und Erholungsgebiete genutzt - zu viele, um den notwendigen Abstand einhalten zu können. Das BBC-Fernsehen zeigte noch am Montag Bilder von überfüllten U-Bahnen in London.

Die Zahl der Toten durch die vom Coronavirus hervorgerufene Lungenkrankheit COVID-19 in Grossbritannien stieg am Montag unterdessen auf 335.

Frankreich verschärft Ausgangsbeschränkungen

21:30 Uhr: Frankreich verschärft seine strengen Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus weiter. Künftig würden daher Spaziergänge mit Kindern und Sport vor der Tür auf maximal eine Stunde und einen Radius von einem Kilometer um das Wohnhaus begrenzt - und zwar einmal pro Tag, kündigte Frankreichs Premier Édouard Philippe am Montagabend im französischen Fernsehen an. Es sei empfehlenswert, auf den Passierschein, den die Französinnen und Franzosen ausfüllen müssen, wenn sie das Haus verlassen, die entsprechende Uhrzeit zu vermerken. Die Ausgangsbeschränkungen könnten ausserdem noch einige Wochen anhalten.

Seit knapp einer Woche dürfen die Franzosen nur das Haus verlassen, wenn es unbedingt notwendig ist - dazu zählt etwa Lebensmittel einkaufen, Arztbesuche oder alleine Sport machen. Die Polizei kontrolliert die Einhaltung der Regeln streng und hatte in den vergangenen Tagen besonders Jogger ins Visier genommen.

Spanische Soldaten entdecken Leichen in Altenheimen

21:22 Uhr: Bei der Desinfektion von Altenheimen im Zuge der Corona-Krise haben Soldaten in Spanien in mehreren Residenzen tote Senioren entdeckt. Die Leichen seien offensichtlich länger unbemerkt geblieben, berichteten die Zeitung "El Mundo", der staatliche Fernsehsender RTVE und andere Medien am Montag unter Berufung auf die Militärische Nothilfeeinheit UME. Verkehrsminister José Luis Ábalos bestätigte anschliessend auf einer Pressekonferenz in Madrid die Berichte. Man habe noch wenige Informationen. Gegebenenfalls werde die Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufnehmen, so Ábalos.

Verteidigungsministerin Margarita Robles hatte vor den Berichten schon morgens im TV-Sender Tele5 gesagt, Soldaten hätten in Heimen Senioren gesehen,"die völlig verlassen, wenn nicht sogar tot auf ihren Betten" lagen. Man werde gegen die Verantwortlichen für solche Missstände in den Heimen "unerbittlich vorgehen".

In der vergangenen Woche hatten mehrere Horrorberichte die Spanier erschüttert: Innerhalb weniger Tage starben etwa in der Residenz Monte Hermoso in Madrid 20 Insassen, in einem Heim in Ciudad Real gab es 15 Tote. Bei den meisten Verstorbenen wurden eine Corona-Infektion festgestellt.

Sachsen will Corona-Patienten aus Italien in Kliniken aufnehmen

21:10 Uhr: Sachsen will Corona-Patienten aus Italien in seinen Krankenhäusern aufnehmen. Das kündigte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Montag in Dresden an. Man komme damit einer Bitte der italienischen Regierung nach. Die Krankenhäuser im Freistaat hätten signalisiert, dafür die Kapazitäten zu haben. Zudem könne man durch die Behandlung der italienischen Patienten lernen, mit dem Virus umzugehen. "Das ist ein ganz wichtiges Zeichen, dass wir auch anderen helfen können", sagte Kretschmer. Zunächst hatte Kretschmer von sechs Patienten aus Italien gesprochen, am Abend war dann von acht Patienten die Rede, die auf mehrere Kliniken verteilt werden sollen.

Südafrika: Präsident beschliesst Ausgangssperre

20:27 Uhr: Wegen der Coronavirus-Krise hat Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa eine landesweite Ausgangssperre verkündet. Diese solle ab Mitternacht am Donnerstag für 21 Tage gelten, verkündete Ramaphosa am Montagabend. Alle Südafrikaner müssten Zuhause bleiben und dürften dies nur verlassen, um etwa Lebensmittel einzukaufen oder medizinische Hilfe aufzusuchen. Mitarbeiter im Gesundheitswesen, der Sicherheitsdienste sowie diejenigen, die in wichtigen Produktionsketten arbeiteten, seien davon ausgenommen. Läden und Unternehmen - abgesehen unter anderem von Apotheken, Banken, Supermärkten und Tankstellen - werden demnach geschlossen.

In dem Land mit rund 58 Millionen Einwohnern ist die Zahl der COVID-19-Fälle in weniger als drei Wochen auf über 400 gestiegen. In Afrika haben mehr als 40 Länder insgesamt über 1000 Fälle bestätigt.

Erster Todesfall in Sachsen-Anhalt in Zusammenhang mit Corona

20:15 Uhr: In Sachsen-Anhalt gibt es einen ersten Todesfall nach einer Coronavirus-Infektion. In Halle sei am Samstag eine 80-jährige Frau mit schweren Vorerkrankungen gestorben, bei der auch das Coronavirus festgestellt wurde, teilte die Stadt Halle am Montagabend mit. Es sei die erste bekannte Tote im Zusammenhang mit Corona in Sachsen-Anhalt, sagte eine Sprecherin des Sozialministeriums.

Niederlande verbieten alle Veranstaltungen und Zusammenkünfte bis 1. Juni

20:02 Uhr: Die Niederlande haben die Massnahmen zur Eindämmung der Corona-Epidemie erheblich verschärft. Alle Veranstaltungen und Zusammenkünfte seien bis zum 1. Juni verboten, kündigte Justizminister Ferdinand Grapperhaus am Montag in Den Haag an. Bislang hatte ein Verbot von Veranstaltungen ab 100 Personen bis zum 6. April gegolten. Bei Zuwiderhandlungen könne die Polizei eingreifen und hohe Geldstrafen verhängen.

"Mir ist bewusst, dass das sehr hart ist", sagte der Minister. "Aber wir haben keine Wahl." Anlass für die Verschärfung ist nach den Worten des Ministers, dass zahlreiche Niederländer die bisherigen Regeln missachteten. Am Wochenende waren viele Strände und Parks überfüllt. Der Sicherheitsabstand von eineinhalb Metern müsse eingehalten werden, betonte auch Premierminister Mark Rutte. "Bleibt so viel wie möglich zu Hause."

Laut IOC-Mitglied Pound: Verschiebung von Olympia ist beschlossen

19:10 Uhr: Laut dem früheren IOC-Vizepräsidenten Richard Pound ist eine Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio wegen der Corona-Krise bereits beschlossene Sache. "Auf der Grundlage der Informationen, die das IOC hat, wurde eine Verschiebung beschlossen. Die zukünftigen Parameter wurden noch nicht festgelegt, aber die Spiele werden nicht am 24. Juli beginnen, soweit ich weiss", sagte Pound der Zeitung "USA Today" am Montag. Der 77-jährige Kanadier glaubt, dass das Internationale Olympische Komitee bald die nächsten Schritte bekanntgeben wird.

UEFA verschiebt Endspiele der Europacup-Wettbewerbe

19:05 Uhr: Die Europäische Fussball-Union hat die ursprünglich Ende Mai geplanten Endspiele in der Champions League und Europa League nun auch offiziell wegen der Coronavirus-Pandemie auf unbestimmte Zeit verschoben. Dies teilte die UEFA am Montagabend mit. Das Finale in der Königsklasse sollte ursprünglich am 30. Mai in Istanbul steigen, das Endspiel in der Europa League am 27. Mai in Danzig. Von der Verlegung ist auch die Champions League der Frauen betroffen, wo der Sieger am 24. Mai in Wien ermittelt werden sollte.

Macron und Xi wollen G20-Sondergipfel

18:55 Uhr: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Chinas Präsident Xi Jinping haben sich wegen der Corona-Krise für einen Sondergipfel der führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) ausgesprochen. Macron habe in einem Telefonat mit Xi am Montag die Notwendigkeit der internationalen Koordinierung zur Behandlung von COVID-19 auf G20-Ebene zum Ausdruck gebracht, teilte der Élyséepalast mit. Macron und Xi betonten demnach ausserdem ihre gegenseitige Solidarität in der Krise.

Rund 600 neue Corona-Tote in Italien - Zweiter Tag mit Verlangsamung

18:34 Uhr: In Italien hat sich der Anstieg der Totenzahlen den zweiten Tag in Folge etwas verlangsamt. Die Behörden meldeten am Montag rund 600 neue Corona-Tote im Land und damit einen etwas geringeren Anstieg als am Sonntag. Insgesamt kletterte die Zahl der registrierten Todesopfer der Coronavirus-Pandemie auf knapp 6080, wie der Zivilschutz in Rom mitteilte. Auch bei der Gesamtzahl der Infizierten sei das Plus nicht mehr ganz so hoch.

Trotzdem wurden mehrere Tausend Neuinfizierte gezählt. Die Zahl der Fälle lag am Montag bei fast 64.000 Menschen, die positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet worden waren.

EU-Parlament fordert Räumung griechischer Flüchtlingscamps

18:26 Uhr: Wegen der drohenden Gefahr durch das Coronavirus hat das Europaparlament die Räumung von Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln gefordert. In den überfüllten Camps gebe es weder die Chance, sozialen Abstand einzuhalten noch angemessene Hygiene-Bedingungen, schreibt der Vorsitzende des Innenausschusses, Juan Fernando López Aguilar, am Montag in einem Brief an den EU-Kommissar für Krisenmanagement, Janez Lenarcic. Um eine schnelle Ausbreitung von Covid-19 zu verhindern, müssten die Lager möglichst rasch vorsorglich geräumt werden.

Aktuell leben nach Angaben des griechischen Bürgerschutzministeriums mehr als 40.700 Migranten auf Lesbos, Samos, Kos, Leros und Chios - dabei liegt die Kapazität eigentlich bei rund 7000 Plätzen. Rund 1500 von ihnen sind laut EU-Kommission unbegleitete Minderjährige.

Zu den Forderungen gehören, dass vorsorglich alle Menschen, die älter als 60 Jahre alt sind, aus den Lagern geschafft werden sollten. Auch Menschen mit Atemproblemen, Diabetes und anderen Krankheiten, die zu schwerwiegenden Symptomen führen könnten, sollte davon betroffen sein. Ausserdem solle insbesondere die geplante Umsiedlung der unbegleiteten Minderjährigen fortgesetzt werden.

WHO: Coronavirus breitet sich immer schneller aus

18:03 Uhr: Das Coronavirus breitet sich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) immer schneller aus. "Die Pandemie beschleunigt sich", warnt WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag in Genf. Es sei jedoch immer noch möglich, den Verlauf der Pandemie zu beeinflussen.

Tedros warnt zudem vor der Einnahme nicht getester Medikamente bei der durch das Virus verursachten Lungenkrankheit Covid-19.

Die Zahl der Infektionsfälle steigt Tedros zufolge immer schneller. Von den ersten gemeldeten Fällen bis zu 100.000 Fällen seien 67 Tage vergangen, erklärte Tedros. Nach elf weiteren Tagen seien es bereits 200.000 Fälle gewesen, und nach nur vier weiteren Tagen seien weltweit 300.000 Fälle erreicht worden.

Er betonte jedoch, die Welt müsse der Pandemie nicht "hilflos" zusehen. "Wir können den Verlauf dieser Pandemie ändern." Er rief die Länder zum "Angriff" auf: Alle Verdachtsfälle sollten getestet und auch die Kontaktpersonen der Betroffenen unter Quarantäne gestellt werden.

Vorerst alle Demonstrationen von Berliner Polizei abgesagt

17:50 Uhr: In der Zeit der Corona-Krise gibt es wegen der Ansteckungsgefahr auch fast kein Recht mehr auf Demonstrationen. Das gilt auch für seit langem angemeldete Kundgebungen, wie die Polizei am Montag mitteilte. Sie bat die Anmelder von Demonstrationen um Verständnis, "dass Ihre bis zum 20.4.2020 angemeldeten Versammlungen (...) grundsätzlich nicht stattfinden können".

Ausnahmen kann es nach den neuen Regelungen in besonderen Fällen für Demonstrationen mit bis zu 20 Teilnehmern geben.

EU-Länder einigen sich auf Aussetzung der Schuldenregeln

17:35 Uhr: Im Kampf gegen die Coronavirus-Krise werden erstmals überhaupt die europäischen Schulden- und Defizitregeln vorübergehend ausgesetzt. Dem stimmten die EU-Wirtschafts- und Finanzminister am Montag zu.

UN-Generalsekretär ruft zu Waffenstillstand weltweit auf

17:26 Uhr: Angesichts der Corona-Krise hat UN-Generalsekretär António Guterres zu einem "sofortigen weltweiten Waffenstillstand" aufgerufen. Zivilisten in Konfliktgebieten müssten vor den verheerenden Auswirkungen der Pandemie geschützt werden, sagte Guterres am Montag bei einer Rede im UNO-Hauptquartier in New York. "Die Heftigkeit des Virus" verdeutliche, wie "unsinnig" Kriege seien, sagte Guterres.

Erster Rückholflug mit Deutschen aus Argentinien gestartet

17:23 Uhr: In Argentinien ist der erste Rückholflug für Urlauber aus Deutschland gestartet, die wegen der Corona-Krise in dem Land gestrandet waren. Die Lufthansa-Maschine mit insgesamt 365 Passagieren aus Deutschland und anderen europäischen Ländern an Bord hob am Montagmittag (Ortszeit) vom Flughafen Ezeiza nahe Buenos Aires ab. Sie sollten am Dienstagmorgen in Frankfurt am Main landen.

Mehr als 120.000 Deutsche kehren binnen einer Woche aus dem Ausland zurück

16:58 Uhr: Trotz massiver Behinderungen des weltweiten Reiseverkehrs wegen der Corona-Krise sind binnen einer Woche mehr als 120.000 Deutsche aus dem Ausland zurückgekehrt. Diese Zahl gab eine Sprecherin des Auswärtigen Amts am Montag in Berlin bekannt.

Die Rückholungen liefen weiter: Derzeit kehrten rund 10.000 Deutsche pro Tag nach Deutschland zurück, viele von ihnen mit Unterstützung der Bundesregierung.

Wie viele Betroffene noch zurückgebracht werden müssen, sei momentan nicht zu beziffern, sagte die Sprecherin.

Seit Dienstag vergangener Woche seien hunderte Flüge für die Rückholung eingesetzt worden - darunter auch 40 Sonderflüge, die von der Bundesregierung gechartert worden seien. Weitere 35 Sonderflüge seien aktuell in Vorbereitung. Darüber hinaus gebe es weiterhin eigene Rückholflüge der Reiseveranstalter.

"Wir gehen jetzt in Länder, wo es schwieriger wird, die Deutschen einzusammeln", sagte die Sprecherin. Sie bat die betroffenen Reisenden um Geduld: "Das wird uns noch etwas Zeit kosten."

Derzeit liefen Rückholaktionen aus Ägypten, Algerien, Argentinien, Chile, Costa Rica, der Dominikanischen Republik, Ecuador, Gambia, Indien, Marokko, Mexiko, Neuseeland, Peru, Philippinen und Tunesien.

Aus Ägypten seien bislang 30.000 von 35.000 deutschen Reisenden zurückgekehrt, aus der Dominikanischen Republik 3.000 von 4.700, aus Marokko 6.000 von 6.600, aus Südafrika 7.000 von 15.000. Aus der Türkei seien 29.000 Deutsche zurückgekehrt, aus Spanien 30.000.

Kanzlerin Merkel negativ auf Coronavirus getestet

16:38 Uhr: Beim ersten Test von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf das Coronavirus ist keine Infektion festgestellt worden. "Das Testergebnis des heutigen Tests ist negativ", sagt Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. "Weitere Tests werden in den nächsten Tagen durchgeführt."

Es gebe sehr viele Wünsche an die Kanzlerin, gesund zu bleiben, sagte Seibert. "Darüber freut sie sich." Er wolle "in ihrem Namen hier herzlich allen danken, denn Einzelbeantwortung wird nicht möglich sein".

Merkel hatte sich am Sonntagabend in häusliche Quarantäne begeben, nachdem sie darüber unterrichtet worden war, dass sie am Freitag zu einem Arzt Kontakt hatte, der mittlerweile positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Der Mediziner hatte Merkel vorbeugend gegen Pneumokokken geimpft.

Deutsche Supermärkte rüsten um - teilweise Einlasskontrollen

15:52 Uhr: Nach den strengeren Vorschriften für den Einzelhandel haben Supermarktketten begonnen, den Einlass in Märkte stärker zu reglementieren. Unter anderem in Nordrhein-Westfalen schreibt ein Erlass der Landesregierung nun vor, lediglich einen Kunden pro zehn Quadratmeter Ladenfläche zuzulassen, um die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus zu verringern.

"Wir sind derzeit in der Erarbeitung von Konzepten, die darauf abzielen, den Zugang zu den Märkten zu beschränken, wo der Kundenzulauf dies notwendig macht", heisst es von der Rewe-Group, zu der auch die Penny-Märkte gehören, am Montag. Das könne etwa durch Einlasskontrollen oder eine beschränkte Anzahl an Wagen oder Einkaufskörben geschehen.

Aldi weist auf Anfrage darauf hin, dass es "mancherorts zu Einlasskontrollen oder Einlassbeschränkungen" kommen könne.

Auch der Baumarkt Obi setzt mittlerweile auf Kontrollen, um nicht zu viele Kunden gleichzeitig in den Markt zu lassen.

Corona-Fall aus Ischgl beschäftigt Staatsanwaltschaft

14:55 Uhr: Tirol hat offenbar wegen eines Ischgler Corona-Falles die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Der Grund: Ein deutsches Medium, laut Informationen der österreichischen Nachrichtenagentur APA das ZDF, informierte die Gemeinde Ischgl, dass in einem dortigen Betrieb schon Ende Februar ein positiver Fall bekannt gewesen sein soll. Der namentlich nicht genannte Betrieb soll den Fall jedoch nicht der Gesundheitsbehörde gemeldet haben.

Die Innsbrucker Staatsanwaltschaft bestätigte der APA indes den Erhalt der entsprechenden Sachverhaltsdarstellung, die derzeit allein auf den Informationen des Mediums basiert. Ein offizielles Ermittlungsverfahren sei noch nicht eingeleitet worden, erklärte Sprecher Hansjörg Mayr.

Der entsprechende Tatbestand, auf denen sich Ermittlungen gründen könnten, laute auf Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten.

Das Land Tirol war hinsichtlich des "Herdes" Ischgl in den vergangenen Tagen massiv unter Beschuss geraten. Den Behörden und politisch Verantwortlichen wie Landeshauptmann Günther Platter und Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg (beide ÖVP) wurde vorgeworfen, zu spät auf die Entwicklungen reagiert und auf die Seilbahn- und Tourismusindustrie Rücksicht genommen zu haben.

Spahn spricht in Bundeskabinett über weitere Corona-Massnahmen

13:40 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will im Kampf gegen das Coronavirus den Krankenhäusern mehr Unterstützung zukommen lassen, verzichtet aber vorerst auf die Ortung der Handydaten von Kontaktpersonen.

In seiner Rede betont der Gesundheitsminister ausdrücklich die derzeitige Leistung des medizinischen Personals: "Wir brauchen Sie. Wir sind dankbar für Ihren Einsatz."

Pflegekräfte, die derzeit Corona-Patienten behandeln, sollen 185 Euro pauschal pro Tag zusätzlich erhalten, auch Corona-Ambulanzen sollen besser unterstützt werden.

Die Reform des Krankenhausgesetzes sieht vor, rückwirkend zum 16. März den Kliniken für jedes im Verhältnis zum Vorjahr freie Bett eine Tagespauschale in Höhe von 560 Euro zu zahlen. Die Krankenhäuser erhalten für jede neu geschaffene intensivmedizinische Behandlungseinheit mit Beatmungsmöglichkeit einen Bonus in Höhe von 50.000 Euro aus der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds.

Die Personaluntergrenzen in der Pflege werden rückwirkend zum 1. März 2020 für sechs Monate ausgesetzt. Dieses Vorhaben soll am Montag ins Kabinett.

Auch die Bafög-Regeln sollen laut Spahn angepasst werden: "Der Einsatz der Studentinnen und Studenten muss belohnt werden."

In Wuhan kehrt nach langer Isolation langsam wieder Normalität ein

13:28 Uhr: Nach zwei Monaten strikter Isolationsmassnahmen wegen des Coronavirus kehrt in Zentralchina langsam wieder Normalität ein. In der Millionenmetropole Wuhan, wo das Virus im Dezember erstmals auf einem Wildtiermarkt aufgetreten war, durften die Menschen am Montag wieder zur Arbeit gehen. Auch der öffentliche Nahverkehr rollte langsam wieder an.

Das Verlassen von Wuhan und Reisen in anderen Teilen der umliegenden Provinz Hubei sind ebenfalls wieder erlaubt, wenn die Betroffenen auf das Virus getestet wurden und eine Gesundheitsbescheinigung vorlegen können.

Nach Angaben der chinesischen Behörden gab es am Montag den fünften Tag in Folge keine neuen Infektionen in China. Es seien allerdings 39 Neuinfektionen bei aus dem Ausland eingereisten Menschen festgestellt worden, teilte die Nationale Gesundheitskommission mit. Am Montag gab es zudem noch neun Todesfälle in Wuhan.

Corona-Zahlen in Spanien steigen weiter: 33.000 Fälle und 2.200 Tote

13:12 Uhr: In Spanien steigt die Zahl der Corona-Infizierten trotz aller bisherigen Massnahmen weiter an. Bis Montagmittag wurden rund 33.000 Fälle bestätigt, 14 Prozent mehr als am Vortag. Die Zahl der Toten kletterte auf knapp 2.200, von 1.720 am Sonntag. Allein in der Region Madrid, dem Zentrum der Krise in Spanien, liegt die Zahl der Todesopfer bei rund 1.200. Nach Italien ist Spanien das am heftigsten betroffene Land Europas.

Gleichzeitig gab es aber auch positive Nachrichten: Mehr als 3.300 Patienten sind bereits wieder gesund. "Zudem nimmt die Anzahl der täglich gemeldeten Fälle ab, aber wir sind nicht sicher, ob wir den Höhepunkt schon erreicht haben", sagt der Leiter der Behörde für Gesundheitliche Notfälle (CCAES), Fernando Simón. Er rechne damit, dass der Gipfel der Ausbreitung in dieser Woche erreicht werde. "Dies sind entscheidende Tage", so der Experte.

Coronavirus: Armeekrankenhaus im Elsass fast einsatzbereit

12:56 Uhr: Der Osten Frankreichs ist von der Corona-Pandemie besonders stark betroffen, nach zwei Tagen Montage steht der Aufbau eines Armeekrankenhauses kurz vor dem Abschluss, teilt die französische Verteidigungsministerin Florence Parly am Montag auf Twitter mit. In der mobilen Klinikeinheit werde es eine Intensivstation mit 30 Betten geben, schrieb Parly. Sie lobte den Einsatz der Soldaten.

Kabinett beschliesst beispielloses Hilfspaket in Corona-Krise

12:23 Uhr: Zur Rettung von Arbeitsplätzen und Unternehmen in der Corona-Krise hat das Bundeskabinett am Montag ein beispielloses Hilfspaket beschlossen. Dafür will sich der Bund in diesem Jahr mit der Rekordsumme von rund 156 Milliarden Euro neu verschulden. Zudem sollen Mieter entlastet, Hartz-IV-Anträge erleichtert und Kliniken unterstützt werden.

Austrian Airlines verlängert Flugstopp bis 19. April

12:17 Uhr: Die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines hat die Einstellung ihres Flugbetriebs um drei Wochen verlängert. Wie das Unternehmen am Montag in Wien mitteilte, gilt der Flugstopp nun bis 19. April.

Bis zu diesem Tag gehen zudem alle rund 7.000 Mitarbeiter in Kurzarbeit. Lediglich Rückholflüge von im Ausland festsitzenden Österreichern werden weiter durchgeführt.

Die Fluglinie hatte die Einstellung des Flugbetriebs zunächst bis 28. März angekündigt. Die Verlängerung wurde mit den weiterhin geltenden, weltweiten Einreisestopps sowie der geringen Nachfrage nach Flugreisen begründet.

Wegen Corona-Krise: Papst verschiebt Reise nach Malta

12:12 Uhr: Papst Franziskus verschiebt wegen der Corona-Krise eine für Mai geplante Reise nach Malta. Das teilte der Sprecher des Vatikans, Matteo Bruni, am Montag in Rom mit.

Das Oberhaupt der katholischen Kirche wollte eigentlich am 31. Mai Malta und die Insel Gozo, die zu dem Mittelmeerland gehört, besuchen. Diese Reise werde nun auf unbestimmte Zeit verschoben, erläuterte Bruni. Der Grossteil der Bevölkerung des kleinsten EU-Staates ist katholisch.

Auch Syrien meldet ersten Coronavirus-Fall

12:00 Uhr: Als eines der letzten Länder in der arabischen Welt hat auch Syrien seinen ersten Coronavirus-Fall gemeldet. Betroffen davon sind die Gebiete unter Kontrolle der Regierung.

Nachweislich infiziert sei eine etwa 20 Jahre alte Person, die aus dem Ausland eingereist sei, erklärte der syrische Gesundheitsminister Nisar Yasidschi nach Angaben der staatliche Agentur Sana. Aus welchem Land die Person nach Syrien eingereist ist, blieb zunächst unklar.

In dem wirtschaftlich geschwächten Bürgerkriegsland herrscht grosse Sorge, dass sich das Virus SARS-CoV-2 verbreiten könnte. Vor allem unter den Hunderttausenden Vertriebenen in den verbliebenen Gebieten unter Kontrolle von Regierungsgegnern könnte ein Ausbruch verheerende Folgen haben. Allein seit Anfang Dezember ist nach UN-Angaben fast eine Million Menschen im Nordwesten Syriens vor Kämpfen und Bombardierungen Richtung Grenze der Türkei geflohen.

Zugang zu Schwangerschaftsabbruch wegen Corona-Virus eingeschränkt

11:25 Uhr: Ärzte sorgen sich wegen der Corona-Krise um ungewollt schwangere Frauen, die einen Abbruch planen. Es könne sein, dass diese wieder zu unsicheren Abtreibungsmethoden griffen, "mit der Gefahr von gesundheitlichen Schäden wie Entzündungen, Sterilität, Blutungen, bis hin zum Tod", erklärt die Giessener Ärztin Kristina Hänel am Sonntagabend gemeinsam mit einem Netzwerk aus Ärzten, die die Eingriffe anbieten.

Derzeit gebe es grosse Einschränkungen in Beratungsstellen sowie Praxen und Kliniken. Zu befürchten sei zugleich, dass es wegen der Ausgangsbeschränkungen zu mehr unerwünschten Schwangerschaften infolge einer Zunahme häuslicher und sexueller Gewalt komme.

RKI-Chef: "Massnahmen sichtbar - Wachstumskurve flacht ab"

11:05 Uhr: Vorsichtiger Optimismus vom Robert Koch-Institut (RKI): "Wir sehen den Trend, dass die exponentielle Wachstumskurve sich etwas abflacht", so RKI-Präsident Lothar Wieler am Montag in Berlin. Damit beruft er sich auf tägliche Analysen. Für eine definitive Bewertung sei es jedoch zu früh, wahrscheinlich sei dies erst am Mittwoch möglich.

Derzeit gibt es in Deutschland 22.672 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus (Stand: Heute um 09:00 Uhr).

"Aber ich bin optimistisch, dass diese Massnahmen schon jetzt sichtbar sind - was sehr früh ist, weil sie ja erst seit einer Woche wirklich gefahren werden", sagte Wieler. Ausserdem schliesst das RKI demnach aus Handydaten, dass sich die Mobilität in Deutschland zuletzt schon reduziert hat - aber es reiche noch nicht, sagt Wieler. Dieser Effekt werde sich nun aber durch die am Sonntag verkündeten Massnahmen verstärken.

Japan rückt weiter von Olympischen Spielen ab

10:50 Uhr: Gastgeber Japan rückt immer stärker von Olympischen Spielen in diesem Sommer ab. "Wir sind nicht so blöd, die Olympischen Spiele wie geplant auszutragen", sagt Yoshiro Mori, der Präsident des Organisationskomitees von Tokio, am Montag auf einer Pressekonferenz. Trotz allem soll der Fackellauf in Fukushima am Donnerstag wie geplant beginnen. Japans Premierminister Shinzo Abe zögere jedoch, an der Zeremonie teilzunehmen, so Toshiro Muto, der Geschäftsführer des Olympia-Organisationskomitees.

Premierminister Abe hatte zuvor von einer möglichen Verschiebung der Sommerspiele in seinem Land gesprochen. Vor dem Parlament in Tokio sagte er am Montag, dass damit gerechnet werden müsse. Von einer Absage könne aber keine Rede sein.

Militär verteilt Schutzausrüstungen an britische Krankenhäuser

10:40 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus werden jetzt auch die britischen Streitkräfte bei der Verteilung von Hilfsgütern an das medizinische Personal der staatlichen Kliniken eingesetzt. Ärzte und Krankenpfleger sollen mehr Schutzausrüstungen wie Masken, Schürzen, Sicherheitsbrillen und Handschuhe bekommen. Gesundheitsminister Matt Hancock nimmt das Thema laut eigener Aussage gegenüber der BBC "sehr ernst". Viele Artikel seien schon geliefert worden.

Fast 4000 Angestellte des staatlichen Gesundheitsdienstes NHS (National Health Service) hatten zuvor in einem Brief in der "Sunday Times" Premierminister Boris Johnson aufgefordert, das "Leben der Lebensretter" zu schützen und den "inakzeptablen" Mangel zu beseitigen. So hatten sich Krankenschwestern in einer Londoner Klinik, in der viele Covid-19-Lungenkranke behandelt werden, in ihrer Not grosse Müllbeutel als Schutz über den Körper gezogen.
Es wird befürchtet, dass die Lage schlimmer als in Italien werden könnte.

Söder verteidigt Bayerns Alleingang im Kampf gegen Coronavirus

10:02 Uhr: Nach dem Bund-Länder-Beschluss zu Kontaktverboten im Kampf gegen das Coronavirus hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder das Ausscheren seines Landes verteidigt.

Das sei eine "sehr kleine Sache", sagte Söder am Montag im ZDF-"Morgenmagazin". Er habe bereits am Freitag über Ausgangsbeschränkungen entschieden, die Regelung sei "eins zu eins mit Österreich umgesetzt" worden und eine angemessene und notwendige Entscheidung gewesen.

Die Bundesländer seien unterschiedlich betroffen, betonte der CSU-Chef. Bayern müsse aufgrund höherer Zahlen von Infizierten und Toten "ein Stück weit schneller reagieren".

Bund und Länder hatten am Sonntag ein Kontaktverbot beschlossen. Bundesweit werden Ansammlungen von mehr als zwei Personen verboten. Ausgenommen sind Angehörige, die im eigenen Haushalt leben. Bayern will aber bei seinen eigenen, strengeren Ausgangsbeschränkungen bleiben, die die Landesregierung bereits am Freitag beschlossen hatte.

Lesen Sie auch: Kontaktverbot - was bedeutet das?

In Quarantäne: Angela Merkel nimmt per Telefonschalte an Kabinett teil

09:24 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel wird aus der häuslichen Quarantäne heraus per Telefonschalte an der Sitzung des Bundeskabinetts an diesem Montag teilnehmen. Das sagte ein Regierungssprecher am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

Wie zuletzt tagen die Ministerinnen und Minister demnach wegen der Corona-Krise nicht wie üblich im Kabinettssaal des Kanzleramts in Berlin, sondern im viel grösseren Internationalen Konferenzsaal - so können sie den notwendigen Abstand voneinander einhalten, um Ansteckungen zu verhindern. Merkel hatte sich am Sonntagabend selbst in häusliche Quarantäne begeben, weil sie Kontakt zu einem Arzt hatte, der mittlerweile selbst infiziert ist.

Bei der Kabinettssitzung ab 11.00 Uhr sollten umfangreiche Notpakete für Unternehmen, Beschäftigte und Kliniken beschlossen werden, zudem ein Kündigungsschutz für Mieter, die wegen der Corona-Krise finanzielle Probleme bekommen.

Ifo-Berechnungen: Corona-Krise kostet Deutschland Hunderte Milliarden

08:48 Uhr: Die Coronavirus-Krise könnte Deutschland nach Berechnungen des Münchner Ifo-Instituts mehr als eine halbe Billion Euro und mehr als eine Million Jobs kosten. "Die Kosten werden voraussichtlich alles übersteigen, was aus Wirtschaftskrisen oder Naturkatastrophen der letzten Jahrzehnte in Deutschland bekannt ist", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest am Montag. "Je nach Szenario schrumpft die Wirtschaft um 7,2 bis 20,6 Prozentpunkte. Das entspricht Kosten von 255 bis 729 Milliarden Euro."

"Auch am Arbeitsmarkt kommt es durch die Krise zu massiven Verwerfungen", betont Fuest. "Diese stellen die Zustände auf dem Höhepunkt der Finanzkrise in den Schatten." Bis zu 1,8 Millionen sozialversicherungspflichtige Jobs könnten abgebaut werden, mehr als sechs Millionen Menschen von Kurzarbeit betroffen sein.

Die Krise werde zu Produktionsausfällen von Hunderten Milliarden Euro führen, Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit "in die Höhe schnellen lassen und den Staatshaushalt erheblich belasten", heisst es in einer Mitteilung des Wirtschaftsforschungsinstituts. "Es lohnt sich daher, quasi jeden denkbaren Betrag für gesundheitspolitische Massnahmen einzusetzen", betont Fuest. "Ziel muss es sein, die Teilschliessung der Wirtschaft zu verkürzen, ohne die Bekämpfung der Epidemie zu beeinträchtigen." Man brauche Strategien, wie die Produktion wieder aufgenommen und die Epidemie gleichzeitig weiter eingedämmt werden könne.

Für einen zweimonatigen Teilstillstand der Wirtschaft errechnet das Ifo-Institut Kosten zwischen 255 und 495 Milliarden Euro. Bei drei Monaten sind es demnach 354 bis 729 Milliarden.

Angelique Kerber zur Pandemie: "Mache mir unzählige Gedanken"

08:25 Uhr: Auch Angelique Kerber beunruhigt die schwierige Zeit aufgrund der Coronavirus-Pandemie. "Genau wie ihr bin ich momentan hier Zuhause und weiss nicht, wie es in den nächsten Wochen weitergehen wird. Natürlich mache auch ich mir unzählige Gedanken, was gerade los ist", sagte die beste deutsche Tennisspielerin an ihre Fans gerichtet in einem Video auf Instagram. "Auch ich habe Grosseltern, um die ich mir super-grosse Sorgen mache, die zur Risikogruppe gehören."

Die 32-Jährige hofft im Kampf gegen die Ausweitung des Virus auf den Zusammenhalt der Menschen. "Wenn unser Beitrag nur ist, zu Hause zu bleiben oder im Ausnahmefall vor die Tür zu gehen, sich die Hände zu waschen, Abstand zueinander zu halten - dann sollte das zu schaffen sein", sagte die dreimalige Grand-Slam-Siegerin. "Jetzt kommt es darauf an, dass wir als Gemeinschaft funktionieren und unsere eigenen Interessen jetzt zurückstellen", meinte die Kielerin: "Das sind wir auf jeden Fall den Menschen schuldig, die momentan Tag und Nacht für uns arbeiten, damit wir durch die schwere Zeit kommen."

Wirtschaft wartet auf Staatshilfen - "Situation dramatisch"

08:04 Uhr: Angesichts dramatischer Folgen der Coronavirus-Krise wartet die Wirtschaft dringend auf Staatshilfen. "Die aktuelle Situation ist dramatisch", sagte der Verbandspräsident der Familienunternehmer, Reinhold von Eben-Worlée, der Deutschen Presse-Agentur.

"Grossen Teilen des Dienstleistungsbereichs wie Hotels, Restaurants, Reiseunternehmen, Eventagenturen steht das Wasser bereits an der Oberlippe, denn es kommen schon seit Anfang März keine Buchungen mehr rein, nur noch Stornierungen. Aber die Kosten laufen ja weiter." Eben-Worlée forderte mehr Hilfen für den Mittelstand.

"Soforthilfe ist das Gebot der Stunde - und absolut wörtlich zu nehmen", sagte Wolfgang Ewer, Präsident des Bundesverbandes der Freien Berufe, der dpa. "Die Freiberufler spüren bereits jetzt, dass sie nicht verschont bleiben. Die Lage ist ausgesprochen ernst, gerade für diejenigen Freiberufler, bei denen die Einnahmen von jetzt auf gleich durch die Krise unverschuldet weggebrochen sind und die keine üppigen Rücklagen haben."

Medizinhistoriker über Corona-Krise: "Eindeutig historisches Ereignis"

07:41 Uhr: Als "eindeutig historisches Ereignis" wertet Medizinhistoriker Philipp Osten die Corona-Krise. "Das, was wir erleben, ist historisch. Wir können unseren Kindern nicht sagen, dass wir so etwas schon einmal erlebt hätten", sagte der Leiter des Instituts für Geschichte und Ethik in der Medizin beim Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Für viele Menschen sei die Corona-Krise einschneidend, sie würden sich künftig ein Leben lang daran erinnern. Am ehesten sei die Situation mit dem Reaktor-Unglück von Tschernobyl zu vergleichen.

Mit Blick auf die teils drastischen Schilderungen der Lage in überfüllten italienischen Krankenhäusern sagte Osten: "Die Situation, jemanden, der eigentlich rettbar ist, von der Maschine zu nehmen, weil jemand anderes da ist, der nach gewissen Kriterien bessere Überlebenschancen hat - auf so etwas können Sie keinen Mediziner vorbereiten."

Wichtig sei, bei den Beurteilungen eine Art von Gerechtigkeit herzustellen. "Der 80-jährige Bankdirektor darf nicht besser behandelt werden als der 30-jährige Bankräuber. Es darf nur um medizinische Kriterien gehen." Selbst dann seien solche Entscheidungen den Angehörigen aber "nicht vermittelbar". Osten sagte, "fast sicher" lösten solch belastende Situationen beim medizinischen Personal Traumata aus.

Kanada schickt keine Sportler zu Olympischen Spielen

07:22 Uhr: Wegen der weltweiten Corona-Pandemie will Kanada keine Sportler zu den Olympischen Sommerspielen in Tokio schicken. Dies gab das Nationale Olympische Komitee Kanadas (COC) am Sonntagabend (Ortszeit) auf Twitter bekannt.

Die "schwierige Entscheidung" sei mit Zustimmung von Sportverbänden und der kanadischen Regierung getroffen worden, heisst es. Auch die Teilnahme an den Paralympischen Spielen 2020 sei abgesagt worden.

Deutsche Schulen eine Woche geschlossen - weitgehend positive Zwischenbilanz

06:51 Uhr: Eine Woche nach dem Beginn flächendeckender Schulschliessungen in Deutschland zieht der Grundschulverband (GSV) eine positive Zwischenbilanz. Die erste Woche sei überwiegend ruhig abgelaufen, Massnahmen zum Abmildern der Folgen des Unterrichtsausfalls an den Grundschulen seien ohne grössere Schwierigkeiten in die Wege geleitet worden, sagte die GSV-Vorsitzende Maresi Lassek der Deutschen Presse-Agentur.

"Die Schulen haben offensichtlich dafür sorgen können, dass diese besondere Situation in ruhigen und geordneten Bahnen verläuft." Es gebe ein grosses Engagement von Lehrkräften und Schulleitungen und Unterstützung von den Eltern.

Der Verband hatte in seinen Landesgruppen nach ersten Erfahrungen gefragt. Demnach schaffen es die Grundschulen, den Unterricht durch verschiedene Massnahmen im Rahmen des Möglichen aufrechtzuerhalten. In vielen Fällen seien Kindern noch vor der Schliessung der Schulen Materialien mitgegeben worden. Aufgaben würden zudem über Schulwebseiten oder auch per Email übermittelt.

Dort wo digitale Kontakte mit Eltern schwierig seien, würden Arbeitspläne und Aufgaben auch als "analoge Lernpakete" zum Abholen in der Schule bereitgestellt oder auch von Lehrkräften ausgefahren.

Drei Ärzte sterben wegen des Coronavirus auf den Philippinen

06:03 Uhr: Auf den Philippinen sind mindestens drei infizierte Ärzte ums Leben gekommen. Tausende Helfer behandelten COVID-19-Patienten, auch wenn es an Schutzausrüstung mangelte. Hunderte Klinikmitarbeiter mussten sich in Quarantäne begeben, berichteten die Krankenhäuser weiter.

"Alle sind müde, aber wir haben keine Wahl, wir haben uns diese Arbeit ausgesucht", sagte Antonio Ramos, Manager des philippinischen Lungenzentrums, am Montag. "Wir haben keine Zeit dafür, um unsere Freunde zu trauern." Ramos warb in einem Radiobericht um Spenden für Schutzausrüstung. Bei den meisten Stationen sei der Vorrat aufgebraucht.

In einer Klinik in der Provinz Laguna mussten sich die Ärzte und Schwestern mit Plastiktüten als Schutz behelfen. Die drei Ärzte unter den Opfern - ein Kardiologe, ein Anästhesist und ein Onkologe - hatten sich in drei unterschiedlichen Kliniken von Manila infiziert, wie der Medizinverband der Philippinen und die Krankenhäuser mitteilten.

Alfred Biolek verzichtet auf den täglichen Gang zum Bäcker

05:12 Uhr: Alfred Biolek (85), der Pionier der deutschen Fernsehkochshow, stellt sich auf ein Leben ohne Restaurant-Besuche ein. Er gehe wegen der Corona-Epidemie nicht mehr nach draussen, verzichte auch auf den täglichen Gang zum Bäcker, sagte der einstige TV-Star ("Bei Bio") der Deutschen Presse-Agentur in Köln. "Ich halte mich an das, was vom Staat empfohlen wird."

Etwas mit der Corona-Krise Vergleichbares habe auch er in seinem langen Leben noch nicht mitgemacht. "Im Krieg war ich noch ein Kind, das habe ich nicht wirklich bewusst wahrgenommen." Er verfolge intensiv die Nachrichten. Die Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel habe ihm sehr gefallen: "Die war gut."

Corona-Krise verschärft sich in Neuseeland

03:45 Uhr: In Neuseeland spitzt sich die Corona-Krise zu. Dort hat es mutmasslich die ersten beiden Virusübertragungen innerhalb des Landes gegeben. Premierministerin Jacinda Ardern kündigte am Montag an, dass Bars, Cafés und Geschäfte für den nicht dringend notwendigen Bedarf schliessen müssten.

Supermärkte bleiben geöffnet. Ab Dienstag sind auch die Schulen geschlossen. Die Zahl der bestätigten Virusfälle sprang um 33 auf 102.

In Australien gab es unterschiedliche Ansagen, ob die Schulen schliessen sollten, was Kritik der Lehrergewerkschaft auslöste. Regierungschef Scott Morrison wollte die Schulen geöffnet lassen, aber einige Regionen entschieden anders.

In Australien gibt es um die 1.500 bestätigte Fälle des Virus, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann. Obwohl die meisten Geschäfte im Land schliessen sollten, sagte Morrison am Sonntag, Kinder sollten in die Schule gehen. Er werde seine zwei Töchter auch dorthin schicken.

China meldet erneut 39 aus dem Ausland eingeführte Virusfälle

02:29 Uhr: China kämpft weiterhin mit "importierten" Coronavirus-Fällen: Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Montag mitteilte, wurden bei Menschen, die in das Land eingereist sind, 39 weitere Infektionen nachgewiesen. Insgesamt zählt China damit bislang 353 Infektionen durch sogenannte Coronavirus-Importe.

Allerdings gab es nach den offiziellen Angaben erneut keine Infektion innerhalb des Landes mehr. In der zentralchinesischen Provinz Hubei, von wo das Virus Sars-CoV-2 sich ab Ende 2019 weltweit auszubreiten begann, starben weitere neun Menschen.

Auf dem chinesischen Festland sind damit nach Angaben der Gesundheitskommission 3.270 Menschen an der Lungenkrankheit COVID-19 gestorben. China als Ausgangspunkt ist mit mehr als 81.000 Infizierten weiter das am stärksten betroffene Land.

Shinzo Abe zieht Verschiebung von Olympischen Spielen in Betracht

01:53 Uhr: Der japanische Premierminister Shinzo Abe hat erstmals eine Verschiebung der Olympischen Sommerspiele wegen der Corona-Krise in Betracht gezogen. Vor dem Parlament in Tokio sagte er am Montag, dass damit gerechnet werden müsse.

Von einer Absage könne aber keine Rede sein. "Es ist schwierig, Spiele unter diesen Umständen abzuhalten, wir müssen über eine Verschiebung entscheiden, wobei die Gesundheit der Athleten oberste Priorität hat", sagte Abe. Die endgültige Entscheidung aber liege beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC).

Das IOC will binnen von vier Wochen Klarheit über eine mögliche Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio schaffen. Das Internationale Olympische Komitee setzte sich am Sonntag nach einer Telefonkonferenz der Exekutive diese Deadline, schloss aber gleichzeitig eine Komplett-Absage der Sommerspiele aus. Das teilte das IOC am Sonntagabend mit, nachdem der Druck bezüglich einer Entscheidung immer grösser geworden war.

Weitere US-Bundesstaaten verkünden weitgehende Ausgangssperre

00:33 Uhr: Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, haben nun auch die US-Bundesstaaten Ohio, Delaware und Louisiana eine weitgehende Ausgangssperre angeordnet. Damit sind nun rund 100 Millionen Amerikaner von Ausgangsbeschränkungen verschiedener Bundesstaaten betroffen.

"Wir befinden uns im Krieg", erklärte der Gouverneur von Ohio, Mike DeWine, am Sonntag über Twitter. "In Kriegszeiten müssen wir Opfer bringen", erklärte er.

Der "Bleib zu Hause"-Erlass werde am Montagabend in Kraft treten und zunächst bis 6. April gelten. Ausgenommen seien nur wichtige Dienstleistungen wie Supermärkte und der Gesundheitssektor, erklärte der Gouverneur.

Der Gouverneur von Louisiana, John Bel Edwards, erklärte, die Verhängung der ab Montagabend geltenden Ausgangsbeschränkungen sei notwendig, um die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen. Im Staat Delaware sollen die Einschränkungen ab Dienstag gelten, erklärte Gouverneur John Carney.

Mit Material der dpa und der AFP